[User Thread] Music Man Amps

disssa
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Habe gerade mal ein wenig recherchiert und dabei ist mir aufgefallen, dass es hier noch keinen User Thread über Musicman Amps gibt.
Music Man hat auch Amps gebaut? Bassamps?

Ja, Music Man hat tatsächlich Amps gebaut, die sich jedoch größerer Beliebtheit bei den Gitarristen erfreuten als bei den Bassisten. So spielte u.a. Eric Clapton längere Zeit einen Music Man Amp.
ich habe bisher nur bei sehr wenigen Anlässen einen Music Man Amp als Bassverstärkung gesehen bzw. gehört. Durch ein verlockendes Angebot neugierig geworden, habe ich mir einfach mal den Music Man HD150 One-Fifty gekauft. Ein sehr interessanter Amp!

hd150_head.jpg


150_logo.jpg


hd150_01.jpg


hd150_02.jpg



Gibt es noch weitere Music Man Amp-Spieler hier?
 
Eigenschaft
 
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Was meinst du denn zu dem Gerät so? Würde mich schon interessieren.

Es gibt ja auch wohl neue Music Man Amps... siehe Thomann. Von Markbass gebaut.
 
Bekannte von mir haben einen Music Man Sixty Five, Transistor Vorstufe und 2 Endstufenröhren, angeschlossen an einer 1x15" Eigenbau Box.
Trotz der geringen Leistung kommt der Kleine völlig mühelos gegen Drums, zwe 100 Röhrenwatt-Gitarrenamps an 4x12" Boxen und nen Sänger an.
Der Sond ist beinahe furztrocken und holzig, dabei schön schmutzig aber nicht übertrieben.
Viel Reserven nach oben sind da natürlich nicht, aber für die Wattzahl ist er enorm laut.
Bin jedenfalls riesengroßer Fan des Amps.

@Dissa : Darf man fragen wieviel du für den Amp hingelegt hast ?
 
Was meinst du denn zu dem Gerät so? Würde mich schon interessieren.

Es gibt ja auch wohl neue Music Man Amps... siehe Thomann. Von Markbass gebaut.

Der HD150 ist ebenfalls ein Hybrid-Amp. Nur dass hier die Vorstufe mit Transistoren arbeitet und die Endstufe Röhren-verstärkt ist. Wie @CrazyBasser schon geschrieben hat: Der HD150 kann recht "laut". Der Sound ist irgendwie "anders". "Trocken" und "knarzig" trifft es schon ganz gut. Steril clean wie z.B. andere Amps ist der Sound nie, er klingt immer etwas "knusprig", jedoch nicht so, dass ich es als Overdrive bezeichnen möchte. Ich spiele ihn sehr gerne in Verbindung mit meinem Warwick StarBass, irgendwie harmoniert diese Kombination super. Output-starke Bässe, wie z.B. mein MM Sterling bringen den Sound schnell zum kippen. Richtige Bass-Zerrsounds klingen m.E. nicht sooo dolle, ´ne verzerrte Stromgitarre klingt dagegen ganz nett über diesen Amp.

Leider hat der Amp keinen Effektweg und keinen DI-Out...

Die HD150 Heads sind relativ selten anzutreffen, die HD130 Amps, meist in Combo-Form, dagegen vergleichsweise recht häufig. Die Preise schwanken komischerweise enorm bei diesen Amps. Ich habe schon einen HD150 für 450 Euro gesehen, es gingen aber auch schon welche für knappe 800 Euro bei ebay über den Online-Ladentisch.
 
Was isn Vor bzw nachteil
das die Vorstufe Transistor is un die
Endstufe Röhre ?
 
Ich momentan keinen Vor- bzw. Nachteil erkennen. Der EQ funktioniert wunderbar, der Sound ist gut.
Es gibt ja auch richtig gute auf Transistoren basierende Preamps, die sehr gute Overdrive-Sounds bieten. Daher sehe ich auch hier nicht die Notwendigkeit, unbedingt ´ne Röhre in der Vorstufe haben zu müssen. Zugegeben: nutzt man den HD150 als Bassamp, klingt der Overdrive für meinen Geschmack jetzt nicht sooo pralle. Aber ob das nun unbedingt am Preamp oder an der Schaltung an sich liegt, vermag ich nicht zu sagen.

hd150_open.jpg
 
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auf jeden Fall ein eher einzigartiges bzw. seltenes Konzept, Hybriden sieht man ja sonst eher in der Konstellation Vorstufe Röhre, Endstufe Transistor.
 
Als diese Amps entwickelt wurden, wollte man (lt. Aussagen von Tom Walker) einen möglichst "klangneutralen" Amp auf den Markt bringen. Röhren galten zu der Zeit als zu "färbend", also griff man auf Transistoren zurück. Die Röhrenendstufe behielt man bei, weil in jener Zeit beide Konzepte (Röhrenendstufe/Transistorendstufe) in etwa gleichwertig bzw. auch gleich schwer waren.
 
witzig, und genau nach dieser "Färbung" sehnt man sich heute. Das gleiche passiert an ganz vielen Stellen, ob es nun altes Tape Recording ist, oder das komplette Produzieren von Alben mit jahrzehtealtem Equipment. Meine Frau mag z.B. die meisten Filme nicht als Bluray bzw. in zu hoher Auflösung... und irgendwie hat sie recht. Wenn der Film nicht dazu passt bzw. nicht perfekt gemacht ist sieht dadurch alles arg künstlich aus, schlechte Kulissen fallen sofort auf usw. Der Charme verfliegt irgendwie. Gibt auch Songs die ich so sehr mit dem Plattenspieler Knistern verbinde das sich alle hochwertigeren Aufnahmen irgendwie steril anhören.

Ich vermute aber mal, auch wenn sich die neuen Musicman Amps optisch nicht so sehr von den alten Unterscheiden werden die klanglich wenig bis nichts miteinander zu tun haben.
 
Zumindest der HD130 soll identisch mit dem "Original" aus den 80igern sein. Die jetzt verwendeten Speaker der Combos sind halt Neos. Mal schauen, ob Soundunterschiede zu erwarten sind.

hd150_tubes.jpg
 
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Neuer Test-Amp:

bh500_total.jpg


Zu Hause angespielt klingt das Teil nicht schlecht. Sehr gute EQ-Möglichkeiten.
Heute Abend ist Probe, da werde ich ihn doch gleich mal etwas lauter testen...
 
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Und im Probenraum:
bh500_rig.jpg


Der Equalizer ist sehr gut abgestimmt und erlaubt eine Vielzahl von unterschiedlichsten Sounds. Der Sound bleibt selbst bis zu sehr hohen Lautstärken clean. Ich habe zu keiner Zeit das Gefühl gehabt, dass dem Amp die Puste ausgeht.
Mal schauen, die nächsten Einsätze warten...
 
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Zwischen diesen beiden Amps liegen knappe 35 Jahre:

bh500_100b.jpg
 
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Der 100B ist ein richtig schön fett klingender Bass-Amp. Sehr modern abgestimmt, aber mit ´ner Menge an Soundgestaltungsmöglichkeiten. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich er im Gegensatz zum HD-150 klingt, welcher nie wirklich "clean" klingt.
Der BH-500 bleibt hingegen immer clean. Von der Ausrichtung des Grundklanges sind sie jedoch schon sehr ähnlich. Sie sind sehr modern abgestimmt, die Mitten sind sehr vordergründig, lassen sich beim BH-500 aber gut regeln.
 
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Ein Vergleich:

Music Man HD-65
hd65_open.jpg


hd65_innen.jpg



Music Man HD-150
hd150_open.jpg


hd150_innen.jpg



Music Man 100B
100b_open.jpg


100b_innen.jpg



Obwohl der 100B im Vergleich zum HD-150 weniger Leistung bringt, habe ich das Gefühl, dass er deutlich mehr "Puste" als der größere Bruder hat...
 
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Ich bin bekennender Fan vom Musicman HD 65

Für mich der geilste Recording Amp - wenn ich nicht mit Pre-Amp direkt ins Pult gehe
Ich habe dazu die 2*10 Bassbox von Musicman
 
Der HD-65 und der HD-150 sind schon nicht schlecht und klingen auch ganz eigen.
Der 100B bringt aber ein wenig mehr Low-End mit und ist nicht ganz so straff-mittig. Und der EQ ist vielseitiger... ;)
 
ui interessant, danke Disssa für die aufschlußreichen Bildchen.
Der HD150 sieht ja auf den 1. Blick schon sehr verdächtig dem Bassman 135 ähnlich (Netztrafo, Kondensator-Abdeckung; nur der AGÜ sitzt anders und der Preamp ist auf Leiterbahn.
Klar wenn der auch noch die UL_Schaltung vom BM135 hat, dann bleibts lange clean und kontrolliert - dazu eine Trans-Vorstufe - da ist nix mit Chrunch und Overdrive.
Allerdings: die Röhren sehen nach 6L6GC aus... dürften aber eher EL34 sein oder irre ich?
Und der 100B? 100W kann nur aus 2xEL34 mit 790V kommen oder habe ich was übersehen?
Treiber und Phasenumkehr mit Transitoren??

NB: der 500B: ist das jetzt eine D-Endstufe? die A/B im LMII sieht allein schon von den Kühllkörpern anders aus


Norbert
 
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der hat ne UL Schaltung .

die 150 Watt sind sehr optimistisch angegeben. Der HD150 braucht dazu SEHR GUTE 6L6
die 130 Watt des HD 130 sind da realistischer

AUCH DIE 100 Watt des B100 sind sehr optmistisch ... erst recht mit den originalen 6L6

Besser KT88 rein. Der Trafo des B100 kann 8 A Heizstrom - ist der gleiche wie im HD150 . KT120/150 sind zu lange und passen nicht ins Gehäuse.

Sowohl B100 als auch HD150 arbeiten mit über 700 Volt Anodenspannung .
Da sind die Grenzwerte der 6L6 überschritten ...

Den B100/HD150 kann man auf EL 34 umbauen, klingt dann aber anderst.

Ist aber "betriebssicherer" . MusicMan hat damals die besten 6L6 eingebaut die zu bekommen waren. Oft genug sind heute noch die alten Endstufenröhren drin.

In der Regel waren 6L6 mit spezieller Anoden / Kathoden Beschichtung verbaut die extreme Spannungen abkonnten und höhe Ströme liefern konnten. Die Röhren verschleissen auch praktisch nicht. Ganz wie die RFT EL34 mit der "Delle im Kopf" die zuviel Barium Paste auf der Kathode haben.

Und noch etwas .... die HD benutzen Zenerdioden für die Spannungsregelung der OP-Amps. Dahe kommt das Rauschen. 100 nF parallel zu den Dioden reduziert das Rauschen.

Noch besser +/-15 V Festspanungsregler einbauen....

Und OPA BB 1234 für die OP-Amps . Dann müssen die Vorwiderstände der Zenerdioden angepasst werden ( 270 Ohms @5 Watt ) oder eben die Festspannungsregler.

der B100 hat eine komplett andere "neuere" Vorstufe.
Mir gefallen die alten MM besser ...

Schaltpläne findet ihr hier

http://www.drtube.com/en/library/schematics/61-music-man-schemas
 
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