Was ist denn mit den Preisen los?

OT:

Ich esse beim Gitarre spielen (damit bin ich ontopic :cool:) gerne einen Döner.
Kostete vor kurzem (!) noch 4 Euro, jetzt sind es 6,50...

Hier letztes Jahr 5 Euro, dieses Jahr 8 Euro - also 60% teurer.
Und die Leute kaufen sich trotzdem noch welche... :nix:


Zum Thema:

Ich habe bei vielen Händlern gesehen, dass die Gitarren im Preis deutlich erhöht haben, die sie schon länger im Laden haben.
Das hat also nichts damit zu tun, dass sie diese selbst teurer einkaufen mussten.

Genauso wie der Röhrenhändler, der einfach mal die unselektierte JJ ECC83S zu 30 Euro angeboten hatte (statt 12 Euro), als es hieß, dass die Röhren knapp werden...
Es nimmt halt jeder mit, was er kann.

Wenn die Leute eh dauernd darüber reden, dass "alles teurer geworden ist" - da braucht man auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man dann teils unverschämte Preise aufruft bzw. kann es dann mit irgendwelchen Floskeln rechtfertigen, falls doch mal jemand auf die Idee kommt, nachzufragen, wieso der Döner (oder die Gitarre) jetzt 60% mehr kostet.
 
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Wer über die überteuerte fünfzehnte Gitarre jammert, hat keine Sorgen. Zumindest keine, die mit einer niedrigen Inflationsrate gelöst wären.
 
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Diese hohen Preise müssen leider auch diejenigen zahlen, die sich ihre erste Gitarre kaufen wollen - also z.B. auch ein Schüler, der das Geld mit einem Ferienjob zusammengespart hat.
 
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Der postet aber hier nicht. Aber ja, ich finde die Trittbrettfahrer der Inflation auch widerlich.
 
Diese hohen Preise müssen leider auch diejenigen zahlen, die sich ihre erste Gitarre kaufen wollen - also z.B. auch ein Schüler, der das Geld mit einem Ferienjob zusammengespart hat.
Der kriegt doch die sensationelle J&D, die überragende HB, Squire oder Epiphone in einer Qualität zu Preisen, die Jeff Beck anno 1970 und Steve Lukather anno 1985 zu lebenslangen Endorsern gemacht hätte. :)
 
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Der postet aber hier nicht.

Ja, mag sein, dass der Altersdurchschnitt im MB deutlich höher ist.
Allerdings sind auch nicht alle Erwachsenen wohlhabend.

Und in den YT Kommentaren habe ich es schon öfters gelesen, dass auch offensichtlich jüngere Leute, die z.B. von ihrem Low Budget Gear mal "upgraden" wollen, sich dazu geäußert haben, dass ihre "Trauminstrumente" nicht mehr erschwinglich sind. Da geht es dann primär um die großen Marken (Gibson, Fender etc.).

Wer mal z.B. in die US Foren schaut, wird auch sehen, dass wirklich so gut wie alle sich über die Preise von Marshall Amps dort aufregen (die kleinen 20W Studio Amps kosten dort mehr oder weniger das Doppelte wie hier, ca. $1750). Da gibt es etliche Threads nur zu diesem Thema.

Das ist halt schon ein Problem, wenn man gerne etwas hätte, das einen auch wirklich inspiriert und Freude beim Musizieren bereitet - und das können

die sensationelle J&D, die überragende HB

etc. eben doch nicht immer bieten.
 
Von 768€ auf 1333€
Das muss mir der Händler oder Godin erklären :evil:
20230902_230527.jpg
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Seh ich völlig anders. Ich habe mir 1990 meine erste Gibson Les Paul gekauft, die kostete gebraucht 1.600. Da war ich 24.
Das kostet sie heute in Euro. Vielleicht auch 1.800. So what?
 
Ohne jetzt alle Läden abgeklappert zu haben - ich glaube, eine Les Paul Standard kostet mittlerweile auch schon 2500 Euro aufwärts.

Aber ja, man kann auch ohne "eine echte Gibson" leben - insofern mag das wohl ein Luxusproblem sein. ;)
 
Zum Glück brauche ich keine Premiummarke🙏 mir reicht es wenn ich eine "GITARRE" spiele.
 
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... nachzufragen, wieso der Döner (oder die Gitarre) jetzt 60% mehr kostet.
... oder die Konzerte derselben Musiker auf einmal noch deutlich mehr... Neulich gesehen: International bekannte Musiker Ende der 1970er für 10 DM, heute für 80€. Steigerung um das 16fache. Rolling Stones 1984 (?) in Berlin 40 DM, 2022 kostete der billigste Stehplatz c.a 300€.. Bei derselben guten oder schlechten Musik. Dagegen sind die Preissteigerungen der Instrumente ja fast schon Schnäppchen. Und die Konzerte sind nicht teurer geworden, da die Instrumente teurer geworden sind...
Diese hohen Preise müssen leider auch diejenigen zahlen, die sich ihre erste Gitarre kaufen wollen - also z.B. auch ein Schüler, der das Geld mit einem Ferienjob zusammengespart hat.
Ich musste für meine erste Gitarre Mitte der 1970er auch die 150 DM zusammensparen. Das war damals die unterste Preisklasse, in der eine klassische Gitarre einigermaßen spielbar und bundrein war. - Und die englischen Bands der 60s spielten nicht zuletzt deshalb Hofner, weil die US-Instrumente lange Zeit auch für Profis nur schwer erschwinglich waren.
Das ist halt schon ein Problem, wenn man gerne etwas hätte, das einen auch wirklich inspiriert und Freude beim Musizieren bereitet - und das können <HB, J&D>
etc. eben doch nicht immer bieten.
Ach, so lange man einen professionellen Musiker (= der damit sein Geld verdient) auf der Bühne mit HB oder J&D sieht, dann sollte das dem Anfänger auch reichen. (P.S:: Aber die sehe ich ja nicht auf der Bühne, da die Konzerte noch deutlich teurer als die Instrumente geworden sind...)
 
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Ach, so lange man einen professionellen Musiker (= der damit sein Geld verdient) auf der Bühne mit HB oder J&D sieht, dann sollte das dem Anfänger auch reichen.

Ja klar - ich hab ja schon geschrieben, dass das wohl ein Luxusproblem ist.
Aber mit dieser Sicht der Dinge kann man den ganzen Thread auch gleich für obsolet erklären.
Und die ganzen Kaufberatungsthreads, in denen nach höherpreisigen Gitarren und Amps gefragt wird, gleich mit. :D

"Eine Harley Benton und ein Boss Katana reichen doch"
"Geh lieber üben!"

:evil:
 
Aber mit dieser Sicht der Dinge kann man den ganzen Thread auch gleich für obsolet erklären.
Nö, die Frage ist, was mit den Preisen los ist. Die steigen, dazu haben wir schon viel geschrieben.
Und die ganzen Kaufberatungsthreads, in denen nach höherpreisigen Gitarren und Amps gefragt wird, gleich mit. :D
Auch nö, die Fragen und der Wunsch sind ja legitim. Aber du hast die Verbindung zwischen Preis und Freude an der Musik hergestellt. Die ist IMHO von höherpreisigen Instrumenten sehr unabhängig. Oder man leidet unter Selbstbeschiss. Bei "Inspiration" kann man vielleicht noch diskutieren, aber auch da ist es nicht eindeutig.
 
du hast die Verbindung zwischen Preis und Freude an der Musik hergestellt.

Ich habe die Verbindung zwischen Prestige der Marke (nenn es von mir aus "Mojo") und Inspiration (und auch Freude an der Musik als logische Konsequenz von Inspiration) hergestellt.
Das ist allerdings keine neue Erkenntnis und der Grund, warum sich eine Gibson besser verkauft als eine "Kopie" von Tokai, Edwards, FGN etc..

Oder man leidet unter Selbstbeschiss.

Das ist ein ganz heißes Thema.
Hatten wir ja bei der "Relic" Diskussion auch schon öfters mal.

Am Ende zählt, dass dir das Instrument taugt und du es gerne in die Hand nimmst.
Funktionalität ist wichtig (mir zumindest).
Die Optik und eben auch das Prestige der Marke können aber auch einen Einfluss darauf haben.

Wenn du an sowas

images


ganz fest glaubst, dann wirst du eben mit anderen (günstigeren) Gitarren nicht glücklich werden.
Das kann man dann wenig schmeichlerisch so nennen, wie du das getan hast, ja.
Oder es eben einfach verstehen, akzeptieren und jedem das gönnen, was er gerne hätte - und sich mit ihm freuen, wenn er mit seiner neuen Gitarre glücklich ist. :)
 
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. Aber du hast die Verbindung zwischen Preis und Freude an der Musik hergestellt. Die ist IMHO von höherpreisigen Instrumenten sehr unabhängig.
ist alles nicht so einfach. Bei mir ist es so, daß ich schon auf eigentlich jeder einigermassen bespielbaren Gitarre Freude am musizieren hab.
Die andere Seite ist aber, daß höherpreisige Instrumente es einem/mir einfacher machen. Zum Thema, bei mir ist es so, das ich nie Vergleiche anstelle bei einem Gitarrenkauf, wie ich schon schrieb, der "aktuelle" Preis, der aufgerufen wird, passt mir oder eben nicht.
Die Sorge, die manche Leute wohl umtreibt, scheint mir zu sein, daß sie meinen, sie werden über den Tisch gezogen bei den jetzigen Preisen.
Es wird wohl auch so sein, das aber eben diese Leute eigentlich schon genug ausreichend gute bis sehr gute Gitarren haben.
Mithin liegt es doch in ihrer eigenen Verantwortung, einfach Nein zu sagen, so nicht mit mir, lieber Hersteller, oder nicht:rolleyes:?
 
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Bei den jetzigen Preisen lass ich mir lieber Gitarren von meinem Gitarrenbauer bauen, auch wenn er ebenfalls seine Preise etwas erhöht hat.
 
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Ich habe die Verbindung zwischen Prestige der Marke (nenn es von mir aus "Mojo") und Inspiration (und auch Freude an der Musik als logische Konsequenz von Inspiration) hergestellt.
Ja, aber dafür muss man schon eine entsprechende Prädisposition mitbringen... Und auch Mojo und Prestige können auf Wissen und Nichtwissen basieren. Wer nicht weiß, dass Heritage auf den alten Gibson-Maschinen gefertigt hat (und das vielleicht immer noch tut, keine Ahnung), hält sie vielleicht für billige Kopien. Wer von der Maschinenherkunft und der Mitarbeitergeschichte weiß, hält die Heritages aus der Zeit vielleicht für die "echteren Gibsons" (geht mir so). Same mit Leos Marken - Fender, MM, G&L. (Wer ist der "wahre Leo"? Hatten wir auch schon als Trend.) (P.S.: Das ist nicht nur ein Gitarristen-, sondern ein allgemeines Marketing-Ding. Wer "okkupiert" das Image?)

Blindtest ist eine gute Gegenmaßnahme.

Am Ende zählt, dass dir das Instrument taugt und du es gerne in die Hand nimmst.
Na klar. Und das können selbstverständlich komplett emotionale Gründe sein ("das erste Instrument", "das vom Vorbild", das Geschenk von xyz, das im Urlaub auf dem Flohmarkt gekaufte ...).
Funktionalität ist wichtig (mir zumindest).
Die Optik und eben auch das Prestige der Marke können aber auch einen Einfluss darauf haben.
Auf das individuelle Wohlbedfinden sicherlich. Optik und Prestige dürften aber nur wenig Auswirkungen auf die Funktionalität haben.
Oder es eben einfach verstehen, akzeptieren und jedem das gönnen, was er gerne hätte - und sich mit ihm freuen, wenn er mit seiner neuen Gitarre glücklich ist.
Na klar, und das erklärt auch die Preisentwicklung: Man nimmt, was die Kundschaft zu zahlen bereit ist. Und jedem sei es gegönnt, sich ein Instrument eigener Wahl zu kaufen. Liebe kann man auch nicht erklären. Sie macht aber auch etwas blind ;-)
 
Optik und Prestige dürften aber nur wenig Auswirkungen auf die Funktionalität haben.

Du hast mich missverstanden:

Am Ende zählt, dass dir das Instrument taugt und du es gerne in die Hand nimmst.
Funktionalität ist wichtig (mir zumindest).
Die Optik und eben auch das Prestige der Marke können aber auch einen Einfluss darauf haben.

Habe es mal fett markiert.
Das "darauf" bezog sich nicht auf die Funktionalität.
Sowohl Funktionalität als auch auch die Optik und das Prestige der Marke können einen Einfluss darauf haben, dass dir das Instrument taugt und du es gerne in die Hand nimmst.


Heritage hat die Preise übrigens auch ganz schön angehoben.
Wirklich einen großen Unterschied macht das nicht - und ich schätze, dass es viele Gibson Liebhaber gibt, die um die Historie von Heritage Bescheid wissen, aber "trotzdem" lieber Gibson auf der Kopfplattestehen haben wollen (bei einer Gitarre aus aktueller Fertigung). Mir persönlich gefällt auch diese Kopfplattenform nicht so gut. Ist aber sicherlich Geschmackssache.
 
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Wie wäre es mal mit einem ganz besonderen "Schnäppchen"? ;-)

https://www.thomann.de/de/martin_gu...MIh7vPnO2NgQMV8pKDBx377wtOEAQYAyABEgLEnfD_BwE

Da muss man schon ein sehr großer Fan (oder Sammler) sein.
Aber man "muss" das ja nicht kaufen. ;-)

Ich denke mal, dass sind aber Aktionen die schon wirklich deutlich aus dem Rahmen fallen und wahrscheinlich auch ganz bewusst so positioniert werden um eine gewisse "Exklusivität" mit der Marke zu verbinden. Ist ja oft so. Auch in anderen Branchen.

Trotzdem interessant zu beobachten.
Da wird die "normale Martin" ja schon zum echten Schnapper. ;-)
 

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