Welcher (Diezel) Amp für Classic Rock ?

  • Ersteller Bluefinger
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Ist doch schön das Du trotz all der Widrigkeiten zu deinem Ding gefunden hast. :great:


Mal sehen, wie lange das anhält. Mit dem WWW und den Foren ist das ein zweischneidiges Schwert. Man bekommt zwar eine Menge Informationen. Andererseits ist da ne Menge halbgares Zeug dabei. Viele User posten fremdes Wissen und geben es als eigenes aus. Ich bin da auch etlichen Verheißungen aufgesessen. Und am Ende war es das doch nicht. Wer Amps baut, muss auch selbst aktiv Musik machen. Sonst weiß er nie, wie die Dinger einzusetzen sind (Ausnahme vielleicht Randall Smith). Ein Amp kann allein gespielt noch so geil klingen. Im Proberaum geht es ganz anders ab. Es stellt sich nicht nur die Frage nach den richtigen Frequenzen, sondern zB. auch wie schnell der Ton da ist, ob der Ton trägt oder ob er brüchig ist. Das Verhalten eines Amps kann sich deutlich ändern, wenn man den Amp weit aufreisst, also richtig weit. Die Lautstärke in der Werkstatt und erst recht im Laden kommt da dann nicht ran. Dass ein Amp mit heftig arbeitender Endstufe bzw. mit Endstufenverzerrungen richtig geil klingt, stimmt auch nicht bei jedem Amp. Hängt vielleicht von den Endstufenröhren ab. Bei KT88 sagen manche, dass die harsch klingen, wenn die Endstufe übersteuert. Kann ich nicht beurteilen. Für KT77 würde ich das jedenfalls so bejahen, bis mich jemand vom Gegenteil überzeugt.
 
Also zum 1) der Clip vom Splawn klingt einfach nur gut! Wenn ich mir einen klassischen Rocksound vorstelle, dann ist es der! Und genau das bringt mich zu

2) genau diese hochmittigen Sounds sind eben klassisch Marshall und eben eher nicht Diezel! Was aber nun Geschmacksache ist und bleibt. In einer Band mit einem Marshall kann ein Diezel untergehen, muss er aber nicht, und Band-undienlich kann auch ein Marshall sein. Wenn man nämlich so penetrant ist, dass man keinen Platz für andere Amps/Sounds lässt! Und dann sich lauter zu machen, ist zwar einfach, aber bescheuert! Man kann sich nämlich auch gerade deshalb, weil sie anders klingen, prima von einander absetzen!

Das bringt mich zu

3): ich spiele Classicrock/80ies Rock/Schweinerock mit modernen Allüren. Ich habe einiges in der Band ausprobiert. Dabei habe ich mich an den klassisch hochmittig gevoiceten Amps mit möglichst wenig Watt orientiert. Und was spiele ich jetzt und es passt wie Faust auf s Auge!? Peavey 6505 (live allerdings nach wie vor den Einstein) in Kombination mit einem Marshall Jcm 800 des anderen Gitarristen haben wir eine Wand. Und das verhält sich mit dem Einstein ähnlich. Letztlich sollte der Frage: welcher Diezel für Rock doch schlicht folgen: Teste die doch mal, und Schau, ob einer davon in deinen Augen den Sound bringt, den DU dir unter Classicrock vorstellst. Und dabei beziehe ich mich nochmal auf meinen ersten Eintrag: wenn man CLASSICROCK SPIELT klingt es auch nach Classicrock :) zugegeben natürlich mit entsprechend dem Ampvoicing unterschiedlichen Sounds!

Und das bringt mich zu

4) es bleibt und wird gespielt, was funktioniert! Und da ist das wohl sinnvollste Kriterium der Bandkontext!
 
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Mal sehen, wie lange das anhält. Mit dem WWW und den Foren ist das ein zweischneidiges Schwert. Man bekommt zwar eine Menge Informationen. Andererseits ist da ne Menge halbgares Zeug dabei. Viele User posten fremdes Wissen und geben es als eigenes aus. Ich bin da auch etlichen Verheißungen aufgesessen. Und am Ende war es das doch nicht. Wer Amps baut, muss auch selbst aktiv Musik machen. Sonst weiß er nie, wie die Dinger einzusetzen sind (Ausnahme vielleicht Randall Smith). Ein Amp kann allein gespielt noch so geil klingen. Im Proberaum geht es ganz anders ab. Es stellt sich nicht nur die Frage nach den richtigen Frequenzen, sondern zB. auch wie schnell der Ton da ist, ob der Ton trägt oder ob er brüchig ist. Das Verhalten eines Amps kann sich deutlich ändern, wenn man den Amp weit aufreisst, also richtig weit. Die Lautstärke in der Werkstatt und erst recht im Laden kommt da dann nicht ran. Dass ein Amp mit heftig arbeitender Endstufe bzw. mit Endstufenverzerrungen richtig geil klingt, stimmt auch nicht bei jedem Amp. Hängt vielleicht von den Endstufenröhren ab. Bei KT88 sagen manche, dass die harsch klingen, wenn die Endstufe übersteuert. Kann ich nicht beurteilen. Für KT77 würde ich das jedenfalls so bejahen, bis mich jemand vom Gegenteil überzeugt.

Da gebe ich dir zu 100% recht...

Merke das gerade am Cornford. Daheim ein guter, in der Band ein Weltklasse Amp. Das liegt nichtmal so seht am Voicing sondern einfach an der Reaktion.

Man hat das Gefühl direkt mit dem Amp in Verbindung zu stehen. Die Noten ertönen gefühlt schon vorm Anschlag. Jede Nuance im Anschlag wird übertragen...

Hat aber leider auch Nachteile:
Habe ich einen guten Tag werde ich mit einem göttlichen Sound belohnt. Habe ich einen schlechten Tag, klinge ich wie ein Anfänger...
 
Hat aber leider auch Nachteile:
Habe ich einen guten Tag werde ich mit einem göttlichen Sound belohnt. Habe ich einen schlechten Tag, klinge ich wie ein Anfänger...

So soll es sein :D
Bei meinem Splawn denk ich manchmal das er schneller ist wie mein Plek an der Saite, unglaublicher Attack.
Bin ich scheiße, klingts scheiß...............das ist doch das beste was nem Gitarristen passieren kann, ehrliches Werkzeug.

Ich wunder mich immer das sich Gitarristen so "Schönspiel-verzeih meinen Fehler den ich gerade spiel- hauptsache kompremiert Amp" her tun und sich gut bei fühlen. :nix:

Ich will kämpfen um meinen Tone, ich will nichts geschenkt. :rock:
 
Jo! Das stimmt... Nehme die Herausforderung auch gerne an :D


Das Problem ist nur, wenn du dich an so einem Amp mal gewöhnt hast. Das ist die blanke Hölle mal wieder auf nem "normalen" Amp zu spielen...
 
Das sind keine Nachteile...............das ist die Chance immer besser zu werden.
Wie soll das funktioniern wenn dein Amp Dir deine Spielfehler vertuschelt ?
 
@ All

Shut the f*** up and play yer f***ing guitar!!!!
:rock:
 
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Bato ist auch direkt .... XD
 
Naja, irgendwann reichts halt und man sollte sich wieder aufs wesentliche konzentrieren.
 
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2) genau diese hochmittigen Sounds sind eben klassisch Marshall und eben eher nicht Diezel! Was aber nun Geschmacksache ist und bleibt. In einer Band mit einem Marshall kann ein Diezel untergehen, muss er aber nicht, und Band-undienlich kann auch ein Marshall sein.

Meine Erfahrung mit Marshall tendiert eher dazu dass sich die Kiste nicht durchsetzen konnte. Habe ne Zeit lang einen JVM410 gesipelt. Da ging fast garnichts. An den Einstellungen hat es jedenfalls nicht gelegen. (Bass 10 Uhr, Mitten bis zum Anschlag aufgedreht, Höhen 12 Uhr, Gain OD1 Orange 10-11 Uhr)

Gegen meinen H&K Triamp Mk1 hatte der Marshall keine Chance. Das ding hat gebröllt wien ein Tier :rolleyes: Aber auch mein Switchblade hat den JVM in der Ecke stehen lassen. Mag sein dass andere Marshalls durchsetzungsfähiger sind aber vom JVM kann ich es leider nicht behaupten.....
 
Interessant.
das gleiche kann ich auch am JVM meines kollegen beobachten. Der hat auch massive probleme im bandkontext, wenn ichnmeinen diezel spiele.
 

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