Ich kopiere mal meinen Beitrag aus dem Partnerforum hier rüber:
Heute hat UPS endlich mein
Yamaha* P-515 geliefert, das sich nun zum Kawai ES100 gesellt. Mit freundlicher Unterstützung eines Angehörigen habe ich die insgesamt 55 kg in die vierte Etage ohne Aufzug hieven können. Das Paket war natürlich wie üblich ordentlich ramponiert, aber das Instrument innen drin völlig unversehrt. Der furnierte Sperrholz-Ständer wirkt hochwertig und die zwei Metallarme der Pedallyra verwinden kaum.
Der Klang des Yamaha CFX über die nach oben abstrahlenden Zwei-Wege-Bass-Reflex-Lautsprecher ist tadellos, sogar besser als über meine Kopfhörer. Das P-515 ist richtig derbe laut, ohne auch nur ein Stück zu verzerren und kann es mit einem Kleinklavier locker aufnehmen. Wenn man das Orgel Prinzipal spielt, dann wackelt die Bude.
Die Spielart ist wie bei Yamaha üblich sehr stramm, entspricht aber inklusive Druckpunkt haargenau dem akustischen Klavier aus Dresden, das ich hin und wieder spielen darf (ob das jetzt für oder gegen Yamaha spricht, sei dahingestellt). Das Elfenbeinimitat ist allerdings beim Digi deutlich besser. Und unter der imitierten Auslösung verbirgt sich eine ganze Welt an Pianissimo, wo mein Kawai einfach stumm bleibt.
Am besten ist allerdings der USB-Anschluß, der nicht nur MIDI, sondern auch bidirektional Audio überträgt. Ein einziges Kabel zum PC und die DAW mit allen virtuellen Instrumenten legt über die eingebauten Lautsprecher los. Keine Klinkenstecker, keine Audio-Interfaces, keine Brummschleifen, kein Rauschen. Volldigitales Recording direkt aus dem Piano, 16 Spuren kann es aber auch schon autark aufnehmen. Ach ja: Ein Stereo-Bluetooth-Lautsprecher ist das Teil auch noch.
Das wichtigste Feature von Holztasten habe ich übrigens nicht beim Testen im Laden bemerkt, sondern erst beim Aufbau bei mir daheim: Es
riecht wie ein Klavier. :-D
Obwohl das eine Blindbestellung war, bin ich wirklich beeindruckt, was Yamaha da für weit unter 2000 € im Kompakt/Stage-Format auf die Beine gestellt hat. Ich hatte mich schon damit arrangiert, daß eine "Tischhupe" schlecht klingen muß, aber der Auftritt hat restlos überzeugt.
(Jetzt habe ich noch ein paar Wochen Zeit die ganzen Macken zu finden.)