Sammelthread: Tonart bestimmen

  • Ersteller Algabal
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Das ist ein ganz normaler F-Dur Akkord in der zweiten Umkehrung, also mit der Quinte c im Bass. Mit F-Dur kannst du nichts falsch machen, ansonsten müssten natürlich die anderen Akkorde berücksichtigt werden.

Edit: Sorry, das Fenster war ne weile offen bevor ich geschrieben hab, aber immerhin sind wir uns einig ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich hab nur ne kleine Frage die sich mir gerade stellt.

BIn gerade fleißig am lernen und bin gerade dabei Akkordnotierungen in Intervalle und Töne umzuschreiben.

Habe dafür ein paar Übungen im Internet gefunden.

Aber bei einer Notierung stehe ich auf dem Schlauch.

Es geht um diesen Akkord Em7/9/B

Als intervalle habe ich mal notiert: 1 - b3 - 5 - b7 - 9 (Prime - Terz vermindert - Quinte - Septime vermindert - None)
Als Töne habe ich: E - G - B - D - F#

Das ist auch laut Lösung richtig, aber ist das nicht ein normaler Em7/9? Wozu ist dann dieses "B"?
Oder ist das vlt nur ein Tippfehler in der Aufgabe?

Kann mir da mal kurz einer von euch Spezialisten weiterhelfen?

LG
 
B im Bass
Em/B ist ein normaler Em-Akkord, aber mit der Quint im Bass.
Mit noch mehr Schrägstrichen wegen der 7/9 sieht es unübersichtlicher aus, aber ist trotzdem dasselbe^^
also B - (dann eigentlich in beliebiger Reihenfolge) E - G - D - F#
 
Das ist auch laut Lösung richtig, aber ist das nicht ein normaler Em7/9? Wozu ist dann dieses "B"?

Wie "michum" schon richtig gesagt hat ... hinter dem Schrägstrich steht der Basston, wenn der ein anderer als der Grundton ist.
Stichwort "Slash-Akkorde" .

LG - Thomas
 
AH okay, also war es dann so richtig wie ich es geschrieben habe.

Bedeudet das, dass der Ton der ganz hinten in der Akkordnotierung einfach eine Oktave tiefer gespielt wird? Also in dem Fall das B.
Wenn nun statt dem B ein G stehen würde wären es auch die gleichen Töne nur eben mit dem G im Bass.

Habe ich das so richtig verstanden?

Lg und vielen dank.
 
Ja, im Prinzip schon. Aber oft werden auch Töne im Bass geschrieben/verlangt, die nicht im "oberen" Akkorddreiklang enthalten sind, z.B. Bb/C, oder D/C.
Diese beiden Akkorde z. B. sind nichts anderes, als C7sus und D7 ... aber der Slashakkord bezeichnet ein bestimmtes Voicing.

LG - Thomas
 
Okay danke dir Thomas.

Damit ist mir die Sache klar(er) geworden.

LG
 
Seltsam - ich dachte, bei so einfachem punk ist das gar keine Frage, aber hier stehe ich auf dem Schlauch:

http://www.youtube.com/watch?v=-0N9hTnxMJI

Ist das E moll?
Oder wechselt die Tonart zwischen Strophe und Refrain?
 
***

Die Grundtonart ist weder E Moll noch wechselt sie zwischen den Teilen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für's fullquote und die konstruktive Antwort. :)

Zweiter Versuch.
Strophe: powerchords D, Cis, E
Refrain: C, D, E

ich formuliere die Frage um: welche Tonart ist das denn? :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
***

Seit wann bedankt man sich für ein full quote?
Deine Frage hatte ich beantwortet.

Strophe
||: D | A | E | % :||

D = bVII Stufe = subdominantische Qualität
A = Subdominante
E = Tonika



Refrain
|| : C | D | E | % :||

C = bVI Stufe = Subdominantmoll Qualität
D = bVII Stufe = subdominantische Qualität
E = Tonika
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ganz klar D A E in der Strophe, wie Cudo sagt, das sind Standardharmonien für Rockmusik. Wundert mich, dass du das anders hörst^^ du nimmst die Melodietöne der Gitarre als Grundtöne, das geht natürlich nicht. Musst dich schon am Bass orientieren oder halt wirklich die "Harmoniestruktur" hören können, dazu brauchts aber Erfahrung.

Tonart ist E Dur (mixolydisch, nicht ionisch).
Im Refrain streng genommen ein Tonartwechsel beim C, das raufgeschoben über D wieder bei E landet - ich hör die Tonart trotzdem als durchgängiges E Dur. Beim Solospiel müsste man immer beim Takt C aufpassen, aber sie spielen über den Teil schlauerweise natürlich auch kein Solo, sondern nur über die Strophenakkorde^^.
 
ganz klar D A E in der Strophe, wie Cudo sagt,
Im Refrain streng genommen ein Tonartwechsel beim C, das raufgeschoben über D wieder bei E landet - ich hör die Tonart trotzdem als durchgängiges E Dur. .

so ist das. Du fragst nach Tonart, Mr. iTunes, und das ist nunmal E-Dur mit genau den von Cudo und Michum beschriebenen Akkorden. Der Sologitarrenton im 2.Akkord ist cis, hast du richtig gehört. Und das gehört nunmal AUCH zu einem A-Dur-Dreiklang.
 
alles klar, danke.
michums erklärung verstehe ich. :hat:
 
Hey Leute,

ich habe bei dem folgenden Stück bei einigen Akkordfolgen Probleme und überhaupt die Tonart zu bestimmen (0:00 - 1:20):
http://www.youtube.com/watch?v=-vqLjeeHxZM

Was ich bisher versucht habe (bei ? weiß ich nicht, was das für ein Akkord an dieser Stelle ist und bei [?] bin ich mir sehr unsicher, ob der Akkord stimmt):

Cm | Cm | D7 | D7
Cm | Cm | F | F
Cm | Cm | D7 | D7
Cm | Cm | F | F

D7 ?| D7 | Dbmaj7 ? | Dbmaj7 E[?]
F/C Gb/C | F/C Cmaj7 [?]| Ab/C | Ab/C
Am | Am | Fm Gm/F | Fm
Am | Am | Abm ?| Abm
Gm Abm/G | Gm | Bbm Cbm/Bb | Bbm
Dbm Cm/Db | Cbm/Db Bbm/Db
Dm ? | Db/D ? | Dm ? | Bb/D|
Dm C#/D | Dm C#/D | Dm C#/D | Dm


Was da harmonisch abläuft, ist für mich auch sehr schleierhaft.
 
Was da harmonisch abläuft, ist für mich auch sehr schleierhaft.

Genau das soll es für den Hörer sein: schleierhaft, schwebend, geheimnisvoll, unbestimmt...
Das passt gut zu Fantasy, zu versunkenen Kontinenten, zu einem gewaltbereiten gottähnlichen Wissenschaftler, der in einem Laborturm nach der Unsterblichkeit forscht und in Ostsibirien ein Luftschiff hat...

Da passt es gut, dies durch Vieldeutigkeit und eine wenig bestimmte Tonart auszudrücken.

Ich habe mir nur den ersten Teil genauer angehört. Die von Dir angegebenen Akkorde zeigen wesentliches, stimmen aber nicht ganz. Eigentlich hast Du dem Stück Akkorde untergeschoben, es also harmonisiert.
Es gibt dort aber kein Instrument, das Akkorde spielt. Am Anfang würde auch die Septime von D fehlen. Erst in der Wiederholung wird durchgehend ein c gespielt. Es wird viel mit Oktaven und Rhythmus gearbeitet, was man auch schon recht interessant gestalten kann.

Bleiben wir beim ersten Teil des Stücks und untersuchen einmal das aus Melodie, Begleitung und unsere Hörgewohnheiten ergänzte harmonische Geschehen. Man könnte dann die Frage stellen:

Welche Tonart hätte ein Stück aus den Akkorden

Cm | Cm | D | D|
Cm | Cm | F | F|

oder meinetwegen

Cm7 | Cm7 | D7 | D7|
Cm7 | Cm 7| F7 | F7|

Beim Akkord D hat man ein Gefühl der Ruhe. Es drängt nicht zu einem Quintfall nach G. Man könnte also D als Tonika akzeptieren. Dann würden die um eine große Sekund ansteigenden Akkorde nicht an die Kadenz G-C-D-G erinnern, sondern eher an eine äolische Stufe bVII nach der sehr oft die Tonika (I) folgt, also eigentlich C-Dm. Nur wäre das für die beabsichtigte Wirkung zu bekannt. Besser ist es, die Geschlechter zu vertauschen (modal interchange) und die allzubekannte Akkordfolge zu verfremden zu Cm-D.

Damit wir uns auch mit dieser Wahrnehmung nicht in zu großer Sicherheit wiegen, wird uns aber gleich gezeigt, daß nach Cm auch eine Quinte tiefer gefallen werden kann: Quintfall nach F. Auch hier würde es den Hörgewohnheiten viel eher entsprechen, wenn die Geschlechter vertauscht wären: C-Fm . Dann wäre in C das e der Leitton und es würden klare Verhältnisse geschaffen.
Doch genau die wollen wir ja nicht, um diese schwebende Atmosphäre zu erzeugen!

Haben wir uns durch die Wiederholung an eine Deutung des harmonischen Geschehens einigermaßen gewöhnt, kommen andere Akkordfolgen, welche neue Verunsicherungen erzeugen.

Soweit meine Deutung des ersten Teil des Stücks. Für weiteres habe ich jetzt keine Zeit mehr und überlasse das gerne anderen.

Viele Grüße
Klaus
 
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Hallo Klaus,

danke für deine Antwort!

Genau das soll es für den Hörer sein: schleierhaft, schwebend, geheimnisvoll, unbestimmt...
Das passt gut zu Fantasy, zu versunkenen Kontinenten, zu einem gewaltbereiten gottähnlichen Wissenschaftler, der in einem Laborturm nach der Unsterblichkeit forscht und in Ostsibirien ein Luftschiff hat...

Hast du das Spiel selbst gespielt?

Ich habe mir nur den ersten Teil genauer angehört. Die von Dir angegebenen Akkorde zeigen wesentliches, stimmen aber nicht ganz. Eigentlich hast Du dem Stück Akkorde untergeschoben, es also harmonisiert.
Huch, ok. Das habe ich wohl unbeabsichtigt getan...

Beim Akkord D hat man ein Gefühl der Ruhe. Es drängt nicht zu einem Quintfall nach G. Man könnte also D als Tonika akzeptieren. Dann würden die um eine große Sekund ansteigenden Akkorde nicht an die Kadenz G-C-D-G erinnern, sondern eher an eine äolische Stufe bVII nach der sehr oft die Tonika (I) folgt, also eigentlich C-Dm. Nur wäre das für die beabsichtigte Wirkung zu bekannt. Besser ist es, die Geschlechter zu vertauschen (modal interchange) und die allzubekannte Akkordfolge zu verfremden zu Cm-D.

Damit wir uns auch mit dieser Wahrnehmung nicht in zu großer Sicherheit wiegen, wird uns aber gleich gezeigt, daß nach Cm auch eine Quinte tiefer gefallen werden kann: Quintfall nach F. Auch hier würde es den Hörgewohnheiten viel eher entsprechen, wenn die Geschlechter vertauscht wären: C-Fm . Dann wäre in C das e der Leitton und es würden klare Verhältnisse geschaffen.
Doch genau die wollen wir ja nicht, um diese schwebende Atmosphäre zu erzeugen!

Die Argumentation ist überzeugend, wobei ich eher C als Grundton vermutet hatte. Aber sicher war ich mir da nicht, da ich keine harmonische Bestätigung bekommen habe.

Haben wir uns durch die Wiederholung an eine Deutung des harmonischen Geschehens einigermaßen gewöhnt, kommen andere Akkordfolgen, welche neue Verunsicherungen erzeugen.

Ja, da weiß ich nicht, was da harmonisch passiert (ob es kurzzeitig die Tonart ausweicht oder moduliert oder einfach nur Akkorde substituiert / Modal Interchange angewendet etc.).

Soweit meine Deutung des ersten Teil des Stücks.
Vielen Dank! Damit hast du mir weitergeholfen!
 
Hallo ich habe eine kurze Frage :) ( Was für ein Wunder ;) )

Ich schreibe gerade an einer Arbeit über die 9. Sinfonie Dvorak und vergleiche in Floge dessen, 2 mal den 4. Satz, jedoch mit anderen Orchestern.

Nun ist mir als Laie zwar aufgefallen, dass sich diese beiden Versionen ( Links unten) um einen Halbton unterscheiden, doch der Gruund dahinter ist mir nicht ganz klar :/ Wurde es in eine andere Tonart gesetzt und wenn ja in welche? Alle Infos können hilfreich sein :)

Karajan 1966 : http://www.youtube.com/watch?v=CQmsesSde-o

Gustavo Dudamel 2011 : http://www.youtube.com/watch?v=Eo1KHr-b-CA

Die 2. Version hält sich an die Partitur, welche das Hauptthema mit dem G beginnt.

Vielen Dank mal im Voraus :)

Freundliche Grüsse

saop
 

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