Schockierend, ne? Jahrelanges Filtern bei Thomann nach dem richtigen Korpusholz fürn Allerwertesten
Wäre es für mich nicht. Aber das unversöhnliche Thema ist ein toter Hund. Und so dreht sich das im Kreis und man findet wieder vermeintliche Widersprüche beim anderen u.s.w.
Zum Beispiel widerspricht es sich schon ein wenig, wenn das Korpusholz nahezu unwichtig sein soll, es dann aber wieder darauf ankommt:
"wie die Hals/Koprpussverbindung aussieht."
Wenn das Korpusholz egal ist, wieso macht dann die Art der Verbindung mit ihm noch so pralle was aus? Aber der Widerspruch ließe sich sicher auflösen. Und dann dreht sich das weiter im Kreis.
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Mein Fazit, mit dem ich mich hier ausklinke:
-Mehrteilige Bodys sind wegen der Verwertung schmalerer Teile in der Herstellung wohl günstiger. Mehrteilige Bodys können dennoch vom Verarbeitungsaufwand her anspruchsvoller sein, wenn nämlich die Teile aufeinander abgestimmt werden, was manche meinen. Es ist daher nichts über den Klang eines Einzelexmplars gesagt, nur weil ein Body 3 teilig ist. Ein One-Piece-Body kann auch Dead Spots haben, etc. Manche Gitarrenbauer behaupten, geleimte mehrteilige Bodys wären grundsätzlich genau so gut wie einteilige (wenn das Holz und die Verleimung ok sind).
-Manche wiederum messen dem Korpusholz generell sehr wenig Relevanz bei, wobei das Thema so abgedroschen ist.
-Andere glauben -wie in Kunst und Kultur verbreitet- dass Perfektion gar nicht erstrebenswert sei und gerade das Unperfekte reizvoll und durchsetzungsfähig.
-Die einen wollen von Optik wenig wissen, konzentrieren sich auf den Klang. Andere legen auch Wert auf die Optik.
-Weit verbreitet ist die Auffassung, dass One-Piece Bodys wertiger sind, was (siehe oben) in Bezug auf die Herstellungskosten oft, aber nicht immer der Fall ist, und in klanglicher Hinsicht von machen bezweifelt wird (s.o.). Diese verbreitete Wertung läßt unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt einen merkantilen Minderwert von 3 teiligen Bodys vermuten.
Endlich: Nichts Genaues läßt sich pauschal sagen, weshalb das Konkrete vorzuziehen ist. Ich nehme möglichst nur noch optisch ansprechende Gitarren in die Hand, damit ich nicht da stehe und mir sage: "Verdammt, klingt die gut! Aber sie ist optisch so gar nicht mein Ding. Und nebenbei wird der Wiederverkaufswert auch nicht dolle sein."