Klar, aber ich vertrete, wie schon geschrieben, die Meinung, dass es diesen Gitarristen sicher nicht auf die Knete ankommt. Vielleicht gibts diesen Tonabnehmerwahn auch nur bei Leuten die sie bezahlen müssen?

Würde das stimmen, dann würden bei etlichen Bands auch z.B. keine Marshall-Türme auf der Bühne stehen, der Ton aber aus nem Mesa, Rack etc hinter der Bühne kommen. Da Tonabnehmer nur ein kleines Glied in der Soundkette sind und der Fan vor der Bühne vermutlich eh nicht merkt ob da jetzt ein Dimarzio, Duncan oder Bareknuckle gespielt wird, werden sie vermutlich einfach nicht getauscht, auch wenn der Sound so vielleicht nur zu 99% den Vorstellungen des Gitarristen entspricht . Was im Studio gespielt wird steht nochmal auf einem anderen Blatt und kann auch nur von den dort anwesenden Personen beantwortet werden. Ich vermute aber, es wird in vielen Fällen ein riesiger Haufen unterschiedlicher Gitarren mit unterschiedlichen PUs sein, zumindest bei bekannteren Bands.
Noch ein kleines Beispiel zu den Endorsements. Mikael Akerfeld von Opeth hat auch ein Seymour Duncan Endorsement, spielen tut er aber live größtenteils PRS-PUs, zu sehen u.a. auf der Lve DVD (Roundhouse Tapes). Da kommt die Gitarre mit Duncans nur ein. oder zweimal zum Einsatz.
Die Bareknuckle Pickups, von denen ich auch ein Set haben, zeichnen sich vor allem durch eine sehr große Dynamik aus, selbst mit Keramik-Magneten und hohen Windungszahlen. Ob man das mag, ist natürlich eine andere Frage. EMGs sind genau das Gegenteil und haben auch sehr viele Anhänger.
Außerdem ist der Kontakt hervorzuheben. Da kann man noch den Chef (Tim), der die PUs entwickelt, noch persönlich fragen, welcher Tonabnehmer dem gesuchten Sound am nähesten kommt. Bei den großen Firmen hat man das nicht.
Und noch kurz zu den bekannten Musikern: Es sind in der Tat nicht viele, die handgewickelte Tonabnehmer benutzen, aber bei BKP fallen mir spontan Steve Stevens (Billy Idol) und Chris Broderick ein. Außerdem hat Jon Schaffer von Iced Earth lange Zeit welche gespielt.