Wenn für dich der Studio mode des Fantom G reicht (8 Parts + 8 Effekte ) und du selbst vorschlägst "Wer mehr braucht hat noch den Studio-Mode (ohne Seamless)
Dann versteh ich deinen Einwand nicht. Das bekommst mit dem Kronos auch immer hin und noch mehr.
Ich verstehe zwar, dass Leute den Kronos an dem messen, was sie derzeit haben (z.B. den Fantom G) und dass man dann das eine oder andere am Kronos besser findet. Du hast mich offensichtlich nicht ganz verstanden. Was ich sagen wollte ist einfach, dass Roland nichts falsches gemacht hat, indem man das Seamless Switching "teuer" erkauft hat. Es funktioniert nämlich zu 100% und es gibt keine extremen Fälle der Prozessor Überlastung oder ähnliches. Dem einem ist dieses Feature zu teuer erkauft, dem anderen (mir z.B.) ist der Preis wert. Ich spiele live nur auf dem Fantom, und wenn ich solo einen Intro in einen Song spiele und dann seamless switchen will, dann will ich auch sicherstellen, dass das zu 100% funktioniert.
Ich kann mir beim besten willen keine Combi vorstellen bei der sämtliche 16 Slots mit 12 Effekten auf einmal gespielt werden und ich dann seamless umschalten will.
Meiner Meinung weder soundtechnisch noch musikalisch sinnvoll
Oberstes Gebot ist immer, dass man nicht alles mit der eigenen Messlatte messen sollte. Der eine kommt mit 2 Parts pro Song zurecht, der andere spielt eben solche Songs, die sehr keyboardlastig sind. Ich sage es gerne zum hunderten Male, 16 Parts heißt noch lange nicht, dass 16 verschiedene Sounds gleichzeitig und ständig spielen. Ein einfacher Pupser, den man 2mal während des Songs triggert, zählt nun mal als ein Part.
Das Problem ist aber ein anderes:
Ein Patch bei Korg kann durchaus aus 5 oder mehr Insert Effekten bestehen. Es geht also nicht um 16 Parts mit 12 Effekten, sondern um die Tatsache, dass bei 3 oder vier Parts die Effekt Grenze erreicht wird. Nun muss der User nachdenken und entscheiden, welchen Effekt er aufopfern will. Ist in der Praxis - wie ich es schon früher betont habe - nicht unbedingt ein Problem, aber für den einen oder anderen könnte es lästig werden. Man hat dann im Endeffekt nicht mehr den Originalsound im Multimodus, den man sich gewünscht hat.
Ich möchte aber bei einem Hardware Keyboard nicht darüber nachdenken, ob der Prozessor nicht mehr mitspielt und unter Umständen schlapp macht. Ich bin da old school und möchte gerne wissen, welche Polyphonie ich zur Verfügung immer und unter allen Umständen habe, welche Effektanzahl, usw.
Wenn mir Seamless Switching, Polyphonie oder Effekte von der Prozessorlast unter Einbezug zig Parameter abhängt, dann bin ich mit dieser Lösung nicht unbedingt glücklich.
Wie gesagt, muss alles kein Problem sein, nur finde ich, dass jene die den Fantom G streng (wenn auch berechtigt) urteilen, dieselbe Messlatte am Kronos anwenden.