Einsteiger-Bass für 11-jährige

von jenpet, 23.08.17.

  1. jenpet

    jenpet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #1
    Hallo zusammen,

    mein Sohn wird in einer Schulband E-Bass spielen. Nun überlegen wir, ob wir für daheim ein eigenes Gerät anschaffen. Hat jemand von Euch eine Empfehlung oder Tipps, worauf man achten sollte beim Kauf? Bzw. wo am besten kaufen?

    In der Schule hat er einen Bass von Career (Stage Series). Dieser hat zwei Knöpfe (Klang- und Lautstärkeregler). Es ist ein normaler Bass (kein 3/4). Mein Sohn ist knapp 11 Jahre alt. Das Instrument, das wir kaufen würden, sollte dem Modell in der Schule entsprechen von der "Ausstattung" her. Gibt es ein gutes Einsteigermodell, dass etwas preiswerter ist?

    Danke schonmal
     
  2. siebass

    siebass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #2
    moin,
    kann er den ausleihen, zumindest so für ein halbes jahr?
    ansonsten helfen unsere empfehlungen sicherlich nichts, wenn sich dein sohn im endeffekt nicht wohl damit fühlt.
    wenn er mit dem schul-bass klarkommt, dann weiß er doch schon mal, daß die dimension die richtige ist. wenn er dann ein paar sachen zupfen kann, ab in einen laden, in die hand nehmen, probieren (aber achtung: preisgrenze festsetzen :-) ).
    prophezeiung: wenn er dann dabei bleibt, wird dieser erste bass nicht der einzige bleiben!
    dieser erste bass dient dazu herauszubekommen was er wirklich will und wohin die reise gehen soll.
    horst
     
  3. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #3
    Da es Dir ja darum geht zuhause einen gleichartigen Bass zu haben und nicht immer zusammen mit dem Ranzen schleppen zu müssen, könntest Du für zuhause ein Einsteiger Set bereitstellen. Der Career Stage 4 ist ein Preci Klon (Nachbau eines Fender Precision Basses, im Volksmund Preci) mit passiver Tonregelung (also keine extra Batterie) und zwei Reglern für Lautstärke und Ton.

    Sowas hier wäre als Set ganz erschwinglich und sicherlich gut genug für die ersten Schritte



    Du solltest noch schauen welche "Mensur" der Bass in der Schule hat, um nicht einen zu großen Bass zu kaufen (Musiklehrer fragen)


    hier noch die "kleine" Version

    [​IMG]


    Gruß,

    Thorsten
     
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  4. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #4
    Guten Morgen, Jenpet. :) Erstmal gratuliere ich dazu, dass Dein Sohn mit Freude, so klang es im vorangegangenen Thread, E-Bass spielen will. Mein Beitrag in diesem neuen Thread befasst sich nicht mit dem Instrument an sich, sondern soll nochmal daran erinnern, was ich im Vorgängerthread an Equipment für zuhause (zum Üben und Spaß haben) empfohlen habe: einen Combo-Bassverstärker und einen "kräftigen" Kopfhörer, der bei ordentlich Mukke nicht gleich auseinanderfliegt.

    Da ich zwar Bass spiele, aber das nicht "hauptberuflich" mache, d.h. ich nutze Bässe, um beim Recording dieses Instrument neben allen anderen zu ergänzen, gibt es sicher berufenere Bassisten als mich, um hier eine Empfehlung für einen Anfängerbass zu geben. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass Du glaubst, irgendein Bass tue es schon, deshalb dürfe er auch billig sein und sollte dem Bass in der Schule ähneln. Nein, dieser Ansicht bin ich gar nicht. Ich sage das aus einer jammervollen Erfahrung heraus, als ich jung war und Gitarre lernen wollte. Ich hatte finanziell keine Unterstützung und musste mir alles von meinem bißchen Taschengeld kaufen. Tatsächlich kamen dabei nur billige Gitarren bei raus, die es mir enorm schwierig machten, das Instrument ordentlich zu erlernen. Daher finde ich, dass man gerade als Anfänger ein gutes Instrument kaufen sollte, damit der Spaß kommt und kein Frust. Hätte ich damals am Anfang ein gutes Instrument gehabt, wäre ich heute viel performanter auf der Gitarre. Ein gutes Instrument am Anfang ist wie eine gute Startposition im Rennen. Die Chance auf den Gewinn ist viel höher. Ich freue mich aber für Deinen Sohn, dass er Unterstützung in Dir findet, auch in finanzieller Weise. Das hatte ich leider nicht, weil sich meine Eltern das damals einfach nicht leisten konnten.

    Obwohl ich hier nur sehr "vorsichtig" Empfehlungen geben möchte, weil es sicher eine Menge Insider gibt, die Dir weiterhelfen können, habe ich doch eine Idee zu einem möglichen Bass. Allerdings sollte Dein Sohn sein Okay geben, weil der Bass eben nicht so "cool" aussieht (für einen 11-Jährigen). Ich meine den Violin-Bass von Höfner und zwar den hier mit Case. Dieser Bass ist sehr leicht zu tragen und wie ich finde, klingt er sehr rund. Und außerdem ist er der "Beatles-Bass".


    Viel Erfolg - und bedenke: was Du jetzt kaufst, entscheidet darüber, was Dein Sohn in 20 oder gar in 40 Jahren spielt. (nur so nebenbei: ich bin 61 Jahre alt).
     
  5. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Mondach Moin 8:15...Die Woch ziiehd sich widda!
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    Erstellt: 23.08.17   #5
    Moin,
    ich widerspreche nur ungern meinen "Vorschreibern", aber hier muss ich doch mal reingrätschen :D
    Gegen die genannten Kandidaten ist im Prinzip nichts einzuwenden, aber: nicht für einen Einsteiger.
    Die HB-Bässe sind sicher nicht schlecht, aber eben keine guten Instrumente.
    Der Höfner ist viel zu speziell.
    Mein ganz klarer Tipp:
    Ein Bass von Yamaha, zB dieser
    [​IMG]
    oder so einer
    [​IMG]
    Warum?
    Egal, wie Dein Junior sich weiter in dieser Hinsicht entwickeln wird, so ein Instrument ist entweder besser zu verkaufen oder auch besser zu spielen.
    Grüße
     
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  6. jenpet

    jenpet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #6
    @siebass: Ausgeliehen ist das Gerät bereits. Aber wie gesagt kommt für den Schulweg eine Menge Gepäck zusammen.

    @Captain Knaggs: Deine Antwort hilft mir sehr weiter, zumal das Instrument auch optisch genau dem geliehenen entspricht, in das er sich nun auch total verguckt hat. Ich werde mich mal schlau machen. Bedeutet "Mensur" die Länge? Wir haben das Gerät derzeit hier, kann ich das einfach messen? (von wo bis wo?

    @rbschu: Ich denke, dass er ein ähnliches Instrument wie das in der Schule haben sollte, damit das Spielgefühl ähnlich ist. Da ihm die Optik auch wichtig ist, käme das von Dir vorgeschlagene Modell nicht infrage. Freude hat er auch schon am Schulmodell (ich denke, dieses wird nicht ganz ganz hochwertig sein, weil sie es ständig verleihen und es schon einige Spielgenerationen hinter sich hat).
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.08.17 ---
    @mjmueller: Danke auch dir für die vorgeschlagenen Modelle. Ich werde sie mir auch näher anschauen.


    Eigentlich haben wir nur eine Entscheidung: Entweder das Instrument der Schule und schleppen oder ein gleichwertiges daheim und nicht schleppen.

    Wenn wir uns für die erste Variante entscheiden, dann hat er auch nicht das super-hochwertige Instrument. Daher wären wir mit ähnlichen Modell daheim zufrieden. Zumal wir finanziell nicht bis mehrere Hundert Euro gehen können.
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.08.17 ---
    ... so gerade geschaut:

    Ist der Harley Benton von der Qualität her ähnlich wie der Career, den wir von der Schule haben? Ich selbst kenne die Marken nicht...
     
  7. siebass

    siebass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #7
    bei dem 'ausleihen' ging es mir darum, daß er schon mal ernsthafte spielversuche gemacht hat und nicht völlig unvorbereitet im laden steht.
    Yamaha: ++
     
  8. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #8
    Die Mensur wird gemessen von Sattel bis zum Steg, also der Teil der "schwingenden Saiten"

    Meist ist die bei Instrumenten in Zoll angegeben (1 Zoll=2,54cm) Normale Bässe haben meist 34" (Zoll), während Shortscale so um die 30" haben. Dadurch sind die Abstände zwischen den Bundstäbchen kleiner und es lässt sich leichter greifen.

    Prinzipiell kannst Du jeden Preci-Klon kaufen der Deinem Sohn gefällt, ist ein traditionelles Modell das gerne kopiert wird. Fast jeder große Musikladen, Thomann, Musicstore, Musik-Produktiv, Session hat eine eigene Kategorie "4-SAiter P(recision) Bässe". Precision Bässe dürfen sie nicht schreiben, da der Begriff von Fender markenrechtlich geschützt ist ;)

    https://www.thomann.de/de/4-saiter_p-baesse.html
    https://www.musicstore.de/INTERSHOP...p-Site/de_DE/-/EUR/ViewStandardCatalog-Browse
    https://www.musik-produktiv.de/p-bass/aus_16504-f300/
    https://www.session.de/Baesse/E-Bae...le&followSearch=9850&navigation=true&cl=alist

    Gruß,

    Thorsten
     
  9. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #9
    Vollkommen nachvollziehbar. :D Als 11-Jähriger schaut man eher darauf, wie "cool" etwas aussieht und was die anderen (oder Vorbilder) haben. Kleine Geschichte am Rande: Meine Tochter hat von mir dereinst (sie war vielleicht 12?) eine mobile Sony Playstation bekommen mit 2-3 Spielen, ordentlich Speicher und Kopfhörern, weil man darauf auch Musik speichern konnte. Diese Playstation hatte einen vergleichsweise großen Monitor und eine hohe Bildschirmauflösung, d.h. eine super Bildqualität. Die war wohl der Vorgänger von der heutigen Playstation Vita. Ihre Freundinnen hatten auch solche mobilen Spielzeuge, aber längst nicht so hochwertige mit großem Bildschirm, mit Musik- und Fotospeicher und so. Meine Tochter wollte gern auch so ein Ding haben - und zum Geburtstag und langem Warten bekam sie dieses tolle Teil. - Was passierte nach vielleicht 1 Jahr? Sie hat das Ding irgend jemandem vertickt; für wieviel weiß ich nicht und kaufte sich stattdessen ein viel billigeres Nintendo Spieledings. Also ein Gerät, das auch ihre Freundinnen hatten. Was will ich damit sagen?

    Kinder können den Wert und Nutzen ihres Eigentums häufig noch nicht einschätzen und streben eher danach, das zu bekommen, was ihre "peer-group", ihr soziales Umfeld bevorzugt. Egal ab das Schminke ist, Jeans, Handys oder was weiß ich. Welcher Mensch mit Vernunft legt schon Wert auf ein Apple i-Phone, was ein Vermögen kostet und eben nur stylish ist? Junge Menschen tun das vermehrt, weil sie das Ding als Statussymbol vermeintlich brauchen. Das Bewusstsein von Nutzen steht da hintenan.

    Deshalb verstehe ich auch, dass Du einen Bass kaufen willst, der dem Schulbass ähnelt. Obschon Du wissen solltest, das die Anzahl der Drehknöpfe (Potis) für Kids nicht verwirrend ist, weil sie sehr schnell rauskriegen, was den Klang in gewünschter Weise beeinflusst. Mache doch folgenden Deal mit Deinem Sohn: Wenn er bis zu seinem Geburtstag im nächsten Jahr noch Lust am Basspielen hat, dann kaufe mit ihm zusammen ein passendes Instrument im Musikgeschäft. Und zwar ein richtig gutes. Dann weiß er nämlich, was er braucht und will. Seine Sicht ist bis dahin für die Problematik am Bass schärfer geworden. Bis es soweit ist, schleppe lieber den Schulbass. Das bringt niemanden um.
     
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  10. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #10
    Absolut stimmig und nachvollziehbar, was du das sagst. Es geht hier aber auch darum, dass der Sohn von @jenpet immer mit Schulranzen, Bass etc. zur Schule laufen muss und das "Geschleppe" zuviel ist. Deswegen auch jetzt erst mal meine Empfehlung einen Einsteigerbass zu holen, der in etwa dem Niveau des Career entspricht.

    Deinen vorgeschlagenen Deal mit dem Geburtstagsgeschenk würde ich dann etwas später machen sofern noch Interesse am Bass vorhanden ist:)
     
  11. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #11
    Ja, aber die Qualität der heutigen billigen Instrumente ist um Klassen besser, als vor 40 oder 50 Jahren. - Habt Ihr jemanden bei der Hand, der ggf. wenige Einstellungen am Instrument (Saitenlage, Oktavreinheit etc.) machen würde? Vielleicht der Musiklehrer? Nach meinen letzten Erfahrungen würde ich in diesem Fall jederzeit auch Harley Benton kaufen. Wobei mittlerweile viele traditionelle Musikläden auch günstige Einsteigerinstrumente, manchmal auch gebraucht, haben. ("Mein" Musikladen in HH hat gerade zwei gebrauchte Yamahas für ca. 130-150€ verkauft.) Was, wenn ein solcher Laden in der Nähe ist, dann doch immer mein erster Weg wäre.
     
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  12. MrC

    MrC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #12
    Hallo jenpet,

    vielleicht noch ein paar ganz grundsätzliche Dinge:

    - die beiden Hauptkategorien bei Bässen sind zwei ursprüngliche Fender-Modelle, einmal, wie schon erwähnt, der P(recision) Bass, zum Anderen der J(azz)-Bass. Der P-Bass bringt grundsätzlich mehr Tiefbass-Anteil und ist gut für Pop und Rock geeignet. Der J-Bass ist vom Klang her etwas "filigraner" mit mehr Höhen-Anteilen, kann aber sehr vielseitig verwendet werden. Ein wichtiger Unterschied: der Hals des P-Basses ist kräftiger, sprich, breiter gebaut, der typische J-Bass-Hals ist schlanker. Kann ein wichtiges Kriterium sein, ob einem ein Bass liegt oder nicht. Es gibt auch "Hybride", also einen P-Bass mit J-Hals ... sowie noch gaaanz viele andere Formen, aber P und J sind halt extrem weit verbreitet.
    - es gibt wirklich Unmengen von "Klonen" oder Variationen dieser beiden Grundformen. Auch Fender selber bietet günstigere Varianten als die Originale an. Am unteren Ende der Preisskala ist da die Marke "Squier". Auch die "Billiganbieter" kopieren diese Form oft und gerne.
    - Was bei preiswerten Instrumenten oft auffällt, ist eine ziemliche Streuung in der Produktion. Sprich: das eine Instrument der selben Serie kann gut verarbeitet sein, das nächste Instrument der selben Serie hat schiefe Tonabnehmer-Fräsungen, die Bundstäbchen stehen über, es gibt scharfe Kanten, usw. usf.. Wenn man ein Exemplar erwischt, das ordentlich verarbeitet ist, kann man mit dem Teil dann lange Spaß haben, aber man muss wirklich ein gutes Instrument erwischen.
    - Hersteller, die auch bei günstigen Instrumenten eine schon erstaunliche Verarbeitungsqualität aufweisen, sind z.B. Ibanez und Yamaha. Ich hatte für meinen damals 10jährigen Sohn einen Ibanez-Einsteiger-Bass mit kürzerer Mensur gekauft, und der war einfach nur sauber verarbeitet. Am Instrument selbst lag es nicht, dass er es dann doch nicht durchgezogen hat ...
    - Die großen Musikhäuser haben ihre Eigenmarken, unter denen sie preisgünstige Instrumente aus Fernost-Auftrags-Fertigung anbieten. Beim Thomann ist es Harley Benton, beim Musicstore Jack & Danny. Hier muss billig nicht gleich schlecht sein, vielmehr gilt das oben Geschriebene: das einzelne Instrument muss sauber verarbeitet sein. Mehr Zeit mit dem Einstellen des Instruments verbringen als mit dem Erlernen desselbigen, ist dem Spiel nun nicht gerade förderlich ...

    Also: auch ein Billig-Instrument kann der richtige Einstand sein. Erwischt man dagegen ein "Montags-Produkt", geht der Spaß schnell verloren. Gegen Hausmarken ist nix einzuwenden, wenn das einzelne Exemplar sauber verarbeitet ist. Günstige Markenware gibt's u.a. von Squier, Yamaha, Ibanez, die sind oft auch gebraucht eine prima Wahl. Und, ganz wichtig: das Instrument muss "passen". Soundmäßig lässt sich im Nachhinein noch vieles verändern, eine schlechte Bespielbarkeit dagegen ..., na, sagen wir mal, da wird's schwieriger. Ein für die eigenen Hände zu fetter oder zu schmaler Hals, eine heftige Kopflastigkeit oder Mechaniken, die die Stimmung nicht halten sind einfach nur lästig und verderben den Spaß an der Sache. Und der Spaß ist gerade beim Einstieg der mMn absolut wichtigste Faktor ...

    Bässte Grüße

    MrC
     
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  13. Slidemaster Dee

    Slidemaster Dee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #13
    Meinerseits auch ein Votum für nicht allzu günstige Bässe zum Einstieg. Mit einem Yamaha oder Squier (mein Favorit) hat man m.E. schon ein deutlich hochwertigeres Instrument in der Hand als mit einem HB oder J&D. Das macht einfach mehr Freude. Und im Notfall ist der Wiederverkaufswert auch deutlich höher - also selbst wenn Sohnemann nicht beim Bass bleibt (was wir ja nicht hoffen wollen), wird man einen solchen Bass gut wieder los. Und wenn der Spaß an der Sache bleibt, hat er mit einem solchen Instrument eine gute Grundlage, um nicht zwingend sofort in etwas Besseres investieren zu müssen, wenn es ernst wird. Ich spiele meinen ersten Squier (etwas modifiziert) noch heute(hab ich eben noch im Nachbar-Thread berichtet).

    Noch was: Ich bin überhaupt kein Freund von 3/4-Instrumenten, denn bei denen kann man sicher sein, dass sie irgendwann zu klein sind. Zudem haben einige von diesen Modellen meiner Erfahrung nach nicht unbedingt eine gute Stimmstabilität (wobei das bei Gitarren deutlich schlimmer ist). Wenn er mit einer "normalen" Größe halbwegs zurecht kommt, würd ich das empfehlen, im Zweifel trainiert es halt die Fingerfertigkeit. Wenn das noch zu schwierig ist, halte ich einen (dünnen) 5er-Satz Saiten mit tiefer H-Saite (dann H, E, A, D aufziehen) und ein Capo im 5. Bund noch für eine gute Möglichkeit, auf schmalen Bünden zu spielen.
     
  14. jenpet

    jenpet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #14
    Ihr habt viel Interessantes geschrieben. Das muss ich mir alles noch mal in Ruhe zu Gemüte führen. Das mit dem P und J Bass wusste ich noch nicht. Da muss man natürlich genau schauen.

    Was das Aussehen angeht, so ist mein Sohn nicht nur darauf fixiert. Nur der Bass aus der Schule ist eben das, was ihn gerade begeistert. Da kann man nicht mit was ganz anderem kommen, weil sonst auch vielleicht ein Stück Begeisterung weg geht.

    Mittlerweile habe ich Infos von der Schule eingeholt. Harley Benton wird nicht empfohlen. Daher nehme ich wieder Abstand davon.

    Ich werde bei dem Thema nun nichts überstürzen. So wie es aussieht, will er sogar erst mal den Bass in die Schule schleppen... na dann kann ich ja nun in Ruhe recherchieren ;-)


    Ich danke Euch schon mal für die netten Antworten.

    Kann mir jemand sagen, ob das was bringt, wenn man Styropor o.ä. unter den Verstärker legt? Schont man da die Nachbar-Ohren besser?
     
  15. marcel71

    marcel71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #15
    Hallo,
    mein Sohn hat vor knapp einem Jahr mit 11 J. angefangen, und nutzt zuhause meinen "Ersatzbass", einen Squier Jazzbass, normale Mensur.
    Er kommt gut damit zurecht, auch wenn die Hände grundsätzlich noch wachsen dürfen, 4 Finger auf 4 Bünde geht halt noch nicht.

    Daher kann ich dem Fragesteller auch Squier empfehlen, wegen des schmalen Halses auch den Jazzbass.

    Ein konkretes Budget wäre gut zu wissen.


    Ergänzung zum Thema Styropor: Bringt für die Nachbarn i.d.R. nicht viel unterm Verstärker. Aber wenn es nur ums üben daheim geht: man kann E-Bass auch mit Kopfhörer spielen. Ich hatte mal für solche Fälle ein einfaches Multieffektgerät mit Kopfhöhrerausgang gekauft. Dann hören die Nachbarn gar nix.
     
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  16. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.17   #16
    Nicht wirklich. Wirksam ist einfach nur das Spielen über Kopfhörer (vgl. Vorgängerthread). Das ist BASS, der bringt u.U. die Scheiben zum Wackeln und das Geschirr zum Klingeln...
     
  17. 1234saiter

    1234saiter Registrierter Benutzer

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  18. rw

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    Erstellt: 23.08.17   #18
    Zum Üben kann man allerdings auch die Bässe 'rausdrehen. (Ja ich weiß, klingt komisch.)
     
  19. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 23.08.17   #19
    Da haben sie TEILWEISE Recht!

    Wir haben hier langjährige renommierte Forenmitglieder, die (ohne Bonus) Glück hatten und einen tollen HB erwarben.
    Ich habe in Brilon die gleichen Erfahrungen gemacht. Drei Billigbässe, ein sehr guter, ein guter, einer war Schrott ...

    Tipp wäre also, ein "unabhängiger Bassist", der die Qualität des Instruments unabhängig einschätzt. Dann kann man ab 89 Euro ein Instrument mit sehr gutem Prei-Leitungs-Verhältnis erwerben ...

    Leider wurde Squier immer teurer ...
    Da die Qualität aktueller Squier Affinity Bässe gegenüber 2000er Modellen (2000-2010) gestiegen ist, kann man auch die nehmen. Dürften den damaligen "Standards" entsprechen???

    MMn ist der Hals wichtig.
    Ein Squier Jazz Bass oder Ibanes SR ist VIELLEICHT einfacher zu spielen als ein Bass mit breiterem Hals ...

    ABER: Mitte/Ende der 1970er Jahre haben wir ALLES genommen, was Töne von sich gab (bin Mitte 50)...
    Wenn Dein Sohn jetzt schon auf einem 34" (864 mm) Long Scale spielt, "steht ihm die Welt offen"! Was er jetzt nicht greifen kann, kann er in spätestens 3-4 Jahren greifen - und er hat seine Finger bereits sehr geschult, so dass es leichter wird, als "im richtigen Alter". Man darf nicht vergessen, dass Kinder Fingerhänge durch Flexibilitär wett machen können. Und wenn sie es wollen, sind sie clever! Solange ein Lehrer ihnen "völlig falsches" verbietet, ist alles okay. Und Jeff Healey hat seine Gitarre sogar von oben und im Sitzen gespielt (was so vorher nie jemand sah).

    ABSCHLIEßEND:
    Fahr vielleicht mit Deinem Sohn in einen Laden und lass ihn testen. Das geht sowohl Klang, Griffgefühl, als auch HERZ an!!!
    So wie Du vielleicht Dein Auto liebst (Form, Ausssehen, Beschleunigung, Klang etc.) und es Gründe gibt, warum Du deine Frau liebst, kann man auch ein Instrument aus "unerklärlichen Gründen" lieben...
    Kauf nach Möglichkeit keinen "baugleichen" Bass! Man nimmt auch nicht die Zwillingsschwester der Liebe-auf-den-ersten-Blick zur Frau! Wie erwähnt, ist jedes Instrument anders - auch lange Holzklötze mit Elektrik ...

    Dein Sohn wird seinen Bass vielleicht 70 Jahre behalten, wenn er ihn liebt!!!
    Ich habe meine Rockinger Telecaster Gitarre seit 32 Jahren lang und würde sie nicht für 50.000 Euro verkaufen, obwohl sie keine 500 wert ist. Und ich habe nach 30 Jahren auch ein Review über mein erses Schlagzeug geschrieben - das ich nicht mehr habe, mich aber an jede Schraube erinnere! Oder meine erste E-Gitarre, in der nur Pickups und Schalter waren (musste sie selbst verdrahten!!!)...
     
  20. woodlander

    woodlander Registrierter Benutzer

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