Dein Lehrer scheint echt den Blick zu haben.
Wenn man mit ner Deathmetalband Erfolg haben will, brauch man garantiert keine Ballade auf's Album zu knallen.
Erfolg muss man erstmal definieren. Erfolgreich sind ja auch angesagte Jazzmusiker, die keine sau kennt. Oder die meisten erfolgreichen Metalbands kennt ja auch keine, ausser den Metalfans selber.
Wenn man Musik wirklich als Ware sieht, dann kann man sich ein Kochbuch von Diether Bohlen kaufen und danach seine Musiksuppe zubereiten. Aber das ist doch super langweilig. Entweder ich schaffe es mit meiner ungeschminkten Musik oder nicht. Schminke wäscht sich eh nach einiger Zeit ab.
Und mit nem Abschluss vom Berklee an einer Hochschule in München Dozent werden ? :screwy: Meinst du nicht die lachen dich aus, wenn du da ankommst und sagst:"Ey, ich will bei euch Dozent werden. Hier mein Berkley Abschluss !".
Um Dozent an einer Hochschule zu werden, musst du sehr gut sein. Und sehr gut werden kann man überall auf der Welt. Michael Sagmeister hat soweit ich weiss nirgendwo jemals studiert, aber ist zurecht Hochschulprofessor. (Für die Metalmusiker

: Sagmeister ist einer der besten Jazzgitarristen Deutschlands und einer der wenigen, der auch einen weltweiten Ruf hat.)
Und n Abschluss von Köln bedeutet ne Menge und wer Ahnung von Gitarre hat weiss, dass Werner Neumann (Dozent in Köln) nicht gerade der schlechteste Gitarrist ist.
Ich wäre froh, wenn ich mal ein paar Stunden nehmen könnte.
Und wer die Aufnahmebedingungen in Köln kennt, weiss, dass da lange nicht jeder aufgenommen wird. Und aufgenommen heisst, man fängt an zu studieren, nicht man hat abgeschlossen.
Und das Berkley lebt auch sehr von seinem Ruf. Man kann an fast jeder Hochschule sau gut werden. Die Hochschule übt ja schliesslich nicht für einen, das muss man selber machen.