Ja, das ist mir eine Diskussion wert.

Ich habe mich persönlich immer nur an den Fakten, d.h. den sachlichen Daten, beim Kauf von E-Gitarren orientiert und dann überprüft, ob diese meinen Vorstellungen entsprechen. Daraus erfolgte stets die Bestellung oder ein Antesten.
Der Markt ist so unendlich groß und es gibt bestimmt unzählige Gitarren, die mir bei einem "Blindtest" gefallen würden. Deshalb halte ich es (für mich persönlich) für differenzierter, mir im Vorfeld Gedaken darüber zu machen, was ich eigentlich will und daraus eine klare Vorstellung zu entwickeln. Wenn die theoretische "Wunschgitarre" dann genau den Erwartungen entspricht, warum soll ich dann 100 weitere Gitarren testen?
Wichtig ist, dass man sich Gedanken macht. Aber eine dogmatische Vorgehensweise und ein ausgiebiges Testen können trotzdem zu einem Fehlgriff führen. Immerhin entwickelt man sich und bleibt nicht auf einer Stelle stehen. Wer kann schon sagen, dass die Gitarre noch in einem Jahr die richtige ist. Und dann? Wieder 100 Gitarren testen?
Jetzt merke ich erst, wie gut sich das von mir Geschriebene zum Gitarrenkauf auch auf die Ehe übertragen läßt: "Drumm prüfe, wer sich ewig binde, ob sich nicht was Besseres finde." - Kann funktionieren, muss aber nicht.
Gruß
Andreas