Hat Harley Benton Squier und Epiphone schon überholt?

  • Ersteller Gast286649
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Harley Benton (bzw. Thomann) suggeriert mir, dass ich ab ~ 150€ ein Top-Modell bekomme.
... das stimmt gelegentlich, häufig aber auch nicht. Meine letzten beiden HB-Experimente sahen jedenfalls nicht so günstig aus:
Medium 32027 anzeigen brauchte zwei Anläufe, und auch bei der, die ich behalten habe, pfiff der Brücken SC deutlich zu früh.
Meine lange vorbestellte Double Cutaway mit einem P90, kam in eher dürftiger Fertigungsqualität (überpinseltes Griffbrett ...) und ging zurück, ersatzlos, weil ich für solche Tauscharien und lange Lieferzeiten irgendwie keinen Nerv habe zur Zeit, vielleicht wäre ja irgendwann eine Schöne gekommen, gegeben hat es sie offenbar wohl ... auch bei den vom Ansatz komplett tollen Goldtops der Generation um 2009-2012 habe ich nicht nur Perlen in meinem Feldversuch gefunden, aber eben trotzdem auch solche.
Das scheint mir bei Squier eigentlich nicht anders zu sein, in manchen Serien mit höheren Trefferquote (Chinesische Classic Vibes, die ja aber auch nicht mehr wirklich billig waren am Ende) oder niedrigerer Erfolgsquote (Affinities, Standards ... indonesische CV ...), mit Epiphone habe ich zu wenig Erfahrungen.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
und warum sollten sich diese Gitarren (U 300,- Euro) nicht als Tour-festes Instrument taugen?
... ich dachte, ich hätte das erläutert. Ich habe noch keine Gitarre dieser Preisklasse (Neukauf) in die Hand bekommen, die nicht noch etliche Detailnachbearbeitungen brauchte, um stimmstabil und verlässlich zu werden. Und bei vielen muss das Holz durchaus noch "nachreifen", weil da eben keine jahrzehnte gelagerten Bestände verarbeitet werden. Hat man Glück, legen sich die damit verbunden Nachteile mit den Jahren, so ist das nicht ...
 
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wenn es auf die Bühne geht? :D Oder sagt sich die Gitarre .... "ich bin ja nur eine Harley Benton / Squier" und falle vor Scham auseinander? :evil::rolleyes:[/QUOTE]

Genau ... dann sieht man Michael Landau auf einem Foto mit einer Squire Affinity,die durch einen "Produktionsfehler" für ihn mega klingt und plötzlich steigt die 160 Euro Klampfe vom Staubfänger unterm Bett zum supergeilen A-List Dinosaurier auf der Bühne auf...

passiert ist das damals wirklich mit dem Arion Stereo Chorus (eigentlich ein 80s Billig-Pedal)...Landau's hatte einen technischen "Produktionfehler",was ihn klanglich sehr ansprach...der Rest ist Musik-/Geargeschichte...
 
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eine "Kunstmarke" wie HB
...mh, inwieweit ist Epi denn das nicht? Die lassen doch auch seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten fremden Werken fertigen, und Squier doch wohl auch, oder? Wir reden ja hier nicht von Yamaha ...;)
 
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... ich dachte, ich hätte das erläutert. Ich habe noch keine Gitarre dieser Preisklasse (Neukauf) in die Hand bekommen, die nicht noch etliche Detailnachbearbeitungen brauchte, um stimmstabil und verlässlich zu werden.

Tja, da sind meine Erfahrungen eben anders... Klar muss man bei den günstigen Modellen noch etwas Hand anlegen, aber das musste ich bei Fender und Co auch. Wie bei jeder anderen Gitarre auch.. einmal ein ordentliches Setup und dann ist gut... was soll da noch reifen... mir hat sich in X Jahren noch kein HB Neck / Body verzogen (was ich von den Platzhirschen "G" und "F" nicht behaupten kann)... Wie ich ja schon schrieb, hab mal als Sevice Mensch gearbeitet... und hatte viele Gitarren auf dem Tisch..

Ich bin nicht frei von den großen "Legenden" und von Mojo... aber letztlich bin ich schon auch pragmatisch und unterteile Gitarren in (für mich) "gut und schlecht" und "mag ich - mach ich nicht", das hat aber nichts mit dem Preis und dem Namen zu tun... da hat Jeder seine Vorlieben.
 
...mh, inwieweit ist Epi denn das nicht? Die lassen doch auch seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten fremden Werken fertigen, und Squier doch wohl auch, oder? Wir reden ja hier nicht von Yamaha ...;)

Epi war ein eigenständiges Familienunternehmen mit einem eigenen "Gesicht",legendären Instrumenten und einer großen Rolle in der Musikgeschichte...dieser Ruf wird für immer bleiben...
Selbst,wenn HB in 100 Jahren noch existiert, wird sich das Image nicht ändern...

HB ist ein reiner "Name zum Zweck"- "Untermarke" ohne eigenes Gesicht...Qualität ist gut...aber das Image wird sich nicht ändern...
 
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Wie bei jeder anderen Gitarre auch
... jaja, meine Texte sind zu lang, schon klar :D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
aber das Image wird sich nicht ändern...
...Image kostet vor allem Geld. Viel Geld.
Ein traditionsreiches Familienunternehmen ist Thomann ja auch :D Fender hat auch als verpönter gitarrenbastelnder Lötknecht angefangen, über dessen Schraubhalsinstrumente die Fachwelt die Nase gerümpft hat ...
 
brauchte zwei Anläufe, und auch bei der, die ich behalten habe, pfiff der Brücken SC deutlich zu früh.
Meine lange vorbestellte Double Cutaway mit einem P90, kam in eher dürftiger Fertigungsqualität (überpinseltes Griffbrett ...) und ging zurück, ersatzlos, weil ich für solche Tauscharien und lange Lieferzeiten irgendwie keinen Nerv habe zur Zeit, vielleicht wäre ja irgendwann eine Schöne gekommen, gegeben hat es sie offenbar wohl ... auch bei den vom Ansatz komplett tollen Goldtops der Generation um 2009-2012 habe ich nicht nur Perlen in meinem Feldversuch gefunden, aber eben trotzdem auch solche.
Das scheint mir bei Squier eigentlich nicht anders zu sein, in manchen Serien mit höheren Trefferquote (Chinesische Classic Vibes, die ja aber auch nicht mehr wirklich billig waren am Ende) oder niedrigerer Erfolgsquote (Affinities, Standards ... indonesische CV ...), mit Epiphone habe ich zu wenig Erfahrungen.

...die sieht echt klasse aus...da könnte ich als Fender-Player auch schwach werden, obwohl ich mir geschworen habe, keine (habe 25 Stück) und keine Billo-Gitarren mehr zu kaufen...

Wenn der Holzklang (dry) stimmt, würden bei mir sowieso Hardware und Pickups komplett ausgewechelt werden, denn ich möchte einer Gitarre die besten Bedingungen für den optimalsten Klang bieten...
Deshalb würd es mich nicht mal stören, wenn die Bridge verbogen wäre...
 
da ist sicherlich auch eine Kopfsache..gerade der Bedroom-GuitarHero fühlt sich halt besser, wenn er eine echte Markengitarre spielt mit der er sich wenigstens durch Markenverbundenheit so fühlt wie sein großes Idol...
und der große Idol spielt eine HB :gruebel:
ich habe noch keinen der berühmten Gitarristen mir einer HB gesehen
 
... jaja, meine Texte sind zu lang, schon klar :D
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...Image kostet vor allem Geld. Viel Geld.
Ein traditionsreiches Familienunternehmen ist Thomann ja auch :D Fender hat auch als verpönter gitarrenbastelnder Lötknecht angefangen, über dessen Schraubhalsinstrumente die Fachwelt die Nase gerümpft hat ...

Thomann...leider nicht als amerikanischer Gitarrenbauer in den 50s entstanden...HB bleibt HB, da kann man Harry Potter herholen oder vom Dach springen...
aber wir wissen auch, dass Hausmarken oft zurecht einen guten Ruf besitzen, der sie aber trotzdem nie zu großem Ruhme führt....es ist einfach die gewaltige Macht des Marken-Image bei den Menschen,die das verhindert...
 
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ich habe noch keinen der berühmten Gitarristen mir einer HB gesehen

darum geht es in diesem Thread auch gar nicht... ;) aber würde ich Keith mal meine "Keith" Tribute HB TE-20 (5 Saiten Open G Tuning) in die Hand drücken, dann würde es nach Keith klingen...

aber wir wissen auch, dass Hausmarken oft zurecht einen guten Ruf besitzen, der sie aber trotzdem nie zu großem Ruhme führt..

ehrlich... ich finde das gut so... denn somit bleibt eine Quelle für gute und günstige Gitarren, die nicht durch irgendwelche "Namen" unnötig teuer gemacht werden.
 
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und der große Idol spielt eine HB :gruebel:
ich habe noch keinen der berühmten Gitarristen mir einer HB gesehen

neee,maximal mit ner HB Kippe...:D
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darum geht es in diesem Thread auch gar nicht... ;) aber würde ich Keith mal meine "Keith" Tribute HB TE-20 (5 Saiten Open G Tuning) in die Hand drücken, dann würde es nach Keith klingen...

naja, klar da hängen dann aber auch noch seine 40000 $ Vintäge Fender Amps dran...:D
 
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.... habe bisher von den Harley Benton Gitarren nur die Selbstbausätze .....

Bin aber demnächst bei Thoman um mir eine Alternative zu meiner Gibson Les Paul zu holen.

Habe da auch die Harley Benton und Epiphones auf der Liste.

Bin mal gespannt.
 
Kein großer Star wird HB spielen.
HB ist eine günstige Eigenmarke, die einem Kunden bekannte und sich gut verkaufen Modelle noch günstiger anbieten möchte.

Die günstigen Serien großer Marken (sei es Squier oder Epi als Eigenmarken, oder auch Dean, Ibanez, Gretsch mit dem gleichen Namen) bieten einem lizenzierte Kopien teurer Vorbilder mit möglichst vergleichbarer Haptik und oft sehr ähnlicher Optik zu deutlich weniger an.

Bei diesen gibt es oft ein hohes Preissegment, um die 600-1000€, wo man schon echt gute Instrumente kriegt, die sich mal in die Hände eines Profis verirren.

Diese Instrumente spielen hier aber die Light-Variante des Originals.

HB spielt einen ganz anderen Markt. Sie sind quasi die Light-Variante der Light-Variante, und bieten einem Wohnzimmergitarristen eine günstige Alternative.
Das heißt nicht, dass man mit denen nicht auf die Bühne kann, aber dass es mit teureren Gitarren mehr Sicherheit gibt, was Qualität, Zuverlässigkeit der verbauten Teile und bei Elektronik auch den Support angeht (billige Amps bsp.).

Auf dieser Ebene kann man mMn. gar nicht vergleichen. Da bin ich voll bei @frankpausch, auch ein günstiger Einsteiger kann was reißen, aber nur mit originellen und eigenen Ideen - nicht als Kopierer bestehender Teile.
 
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HB spielt einen ganz anderen Markt. Sie sind quasi die Light-Variante der Light-Variante, und bieten einem Wohnzimmergitarristen eine günstige Alternative.
Das heißt nicht, dass man mit denen nicht auf die Bühne kann, aber dass es mit teureren Gitarren mehr Sicherheit gibt, was Qualität, Zuverlässigkeit der verbauten Teile und bei Elektronik auch den Support angeht (billige Amps bsp.).
"die Lightvariante" preislich- ja...von der Klangqualität -nein....wenn ich an die Squire "mumph" Gitarren unterhalb der CV Serie denke (Bullet,Affinity etc) ...hat HB Squire längst überholt, auch was Bespielbarkeit angeht...

außerdem kann man solche Gitarren im Handumdrehen auf Pro-Niveau pimpen (Pus,Elektronik,Hardware)...dank Ebay-Kleinanzeigen heutzutage eine relativ günstige Sache
 
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auch ein günstiger Einsteiger kann was reißen, aber nur mit originellen und eigenen Ideen - nicht als Kopierer bestehender Teile.

Jupp, das kann und mag ich unterschreiben... vielleicht ist es gerade das, was mir an einigen HB's gefällt... sie sind wie ein leeres Blatt Papier... und es liegt an mir, was darauf zu schreiben... Ich erhebe nicht den Anspruch, dass eine 89,- Euro TE-20 wie eine US Telecaster klingt... ich erhebe den Anspruch, dass ich ein brauchbares Instrument bekomme, egal ob für die Bühne oder fürs WZ..

HB spielt einen ganz anderen Markt. Sie sind quasi die Light-Variante der Light-Variante

Nee, das kann ich auch nicht so stehen lassen... eine Affinity Mumpcaster im direkten Vergleich zur 50 Euro günstigeren TE-52... mit "String Through" und den deutlich besseren PU... da kacken die Squiers ab... :engel:
 
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Nee, das kann ich auch nicht so stehen lassen... eine Affinity Mumpcaster im direkten Vergleich zur 50 Euro günstigeren TE-52... mit "String Through" und den deutlich besseren PU... da kacken die Squiers ab... :engel:[/QUOTE]

Mumpcaster..genau...endlich hat das mal jemand erkannt.....ich nenne sie Mumphcaster...
 
Wenn der Holzklang (dry) stimmt, würden bei mir sowieso Hardware und Pickups komplett ausgewechelt werden, denn ich möchte einer Gitarre die besten Bedingungen für den optimalsten Klang bieten...
... sowas mache ich eher nicht. Zum einen nicht, weil ich keine Gitarre zu etwas machen muss, was ich mir vorstelle (ich habe genug, die mir komplett zusagen), ich kaufe solche Dinger eher als Gesamtobjekt, zum anderen wird sowas denn schnell so teuer, weil ich ja auch für die Teile, anders als der Hersteller, mehr ausgeben muss. dass ein Kauf eines vom Ladentisch für mich reizvollen Instrumentes günstiger werden dürfte. Aber ansonsten bin ich eh vorrangig Gebrauchtkäufer. Was ich mag und was Charakter hat, bleibt, was nicht, kommt erst gar nicht oder geht wieder.
Eindeutig defekte Einzelteile zu ersetzen steht auf einem anderen Blatt.
 
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Epi war ein eigenständiges Familienunternehmen mit einem eigenen "Gesicht",legendären Instrumenten und einer großen Rolle in der Musikgeschichte...dieser Ruf wird für immer bleiben...
Sicher? Ich würde behaupten für viele ist Epi die günstige Gibson. Von der Vorgeschichte wird kaum einer wirklich was wissen. Und selbst wenn....wie lange ist das her? Was hat das mit den aktuellen Produkten zu tun?
Der Vorgeschichte nach wären Ibanez billige Japankopien....
 
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"die Lightvariante" preislich- ja...von der Klangqualität -nein....wenn ich an die Squire "mumph" Gitarren unterhalb der CV Serie denke (Bullet,Affinity etc) ...hat HB Squire längst überholt, auch was Bespielbarkeit angeht...
Trotzdem ist die Squier optisch ähnlicher zum Original, und teilweise haben diese vielleicht schlechter klingenden Kopien eine bessere Qualität der Einzelteile sowie eine bessere Ersatzteilversorgung.
Wie gesagt, teilweise.
außerdem kann man solche Gitarren im Handumdrehen auf Pro-Niveau pimpen (Pus,Elektronik,Hardware)...dank Ebay-Kleinanzeigen heutzutage eine relativ günstige Sache
Klar kann man das, man kann auch aus nem Stück Holz und bischn Metall ne gute Gitarre bauen.
Das mag einen Wohnzimmergitarristen auch nicht abschrecken, aber wenn ich schnell out of the Box als tourender Musiker ne Gitarre brauche, kaufe ich nicht etwas, wo ich erst Arbeit reinstecken muss.
Und viele Gitarristen Könnens oder wollens auch nicht, die brauchen genauso eine bessere out of the Box Performance.
Nee, das kann ich auch nicht so stehen lassen... eine Affinity Mumpcaster im direkten Vergleich zur 50 Euro günstigeren TE-52... mit "String Through" und den deutlich besseren PU... da kacken die Squiers ab... :engel:
Mag ja sein, aber es geht mir nicht um den Klang :)
 
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