Vanillekönich schrieb:
Und ich behaupte, daß sie das doch waren. Nur zu einer anderen Zeit.
Das ist wohl kaum haltbar. Besorg dir nen alten Price-Guide, rechne die Inflation mit rein, vergleichs mit heute, Fazit: Ibas und Yamahas der 80er, die auf sehr hohem Niveau waren, kosteten ordentlich Schotter. Und deshalb ist es eben nicht mit ner Keiper für 100 Euro zu vergleichen. Wenn ja, hätte ne SG 2000 damals 100 Mark kosten dürfen.
Die Asiaten produzierten damals preis-wert, im wahrsten Wortsinne. Nicht superbillig.
Das gilt bis heute. Gute Topseller, sprich: Gitarren mit sehr gutem Material (das kostet, egal ob nach Südkorea oder die USA importiert), sauber verarbeitet, gute Elektronik, mit wenig Aufpreis für den Namen, sprich: Ayers, Cort und Co......sind billiger als Gibson und Co. Aber nicht sooo viel billiger. Zumal das auch keine Billiglohnländer mehr sind. Japan ist eh passe, das ist ein Top of the Line Industrieland, und Südkorea ist auf dem besten Wege dahin. Da sind leichte Ersparnisse drin, aber nicht so, dass ne 1000-$-Gitarre für 100$ zu bauen ist.
Was ist denn ein "bewußter Low-Budget Anbieter?"
Ein Anbieter wie Keiper, Stagg und Co. Die preislich bereits ganz unten ansetzen, und bewusst nicht über ein gewisses Limit gehen. Also da aufhören, wo PRS noch nicht mal anfängt
Die Zielgruppe der Kunden ist ganz bewusst gewählt. Das ist nichts anrüchiges, aber was offensichtliches.
Ich kann doch Waren nur zu dem Preis verkaufen, den der Abnehmer dafür zahlen will oder kann. Zumindest das war damals nicht anders als heute.
Korrekt. Da ich allerdings als Verkäufer keinen Verlust machen will, sondern Gewinn, muss ich woanders sparen. Und wenn ich ne Gitarre verscherbeln will an Kunden, die nicht mehr als 100 Euro berappen wollen, dann muss die mich im EK weniger kosten.
Mit Ebayauktionen und Bewertungen hast Du ein transparentes Bild darüber wer wieviel bezahlen will und kann und wie Deine Waren im Kurs stehen. Das nennt sich freie Marktwirtschaft.
Kein Einspruch. Hat mit dem Thema allerdings null zu tun.
Und wenn Keiper "billig" ist, dann doch eher, weil die Lohnkosten im Erzeugerland den Artikelpreis nicht in dem Maße belasten wie in vergleichbaren Herstellerländern was aber noch keine Aussage über die Qualität trifft.
Die Lohnkosten sind nur ein Teil, nicht alles. Und die Diskrepanz zwischen hier und da, die wird geringer. In Japan ist wie gesagt längt sense, das lohnt nicht wirklich, und Südkorea ist im Kommen. Klar isses billiger als USA oder Deutschland, aber die Vorstellung, 2000 Euro für ne Gitarre wären 50 Euro Material, 1900 Euro Lohnkosten und 50 Euro Gewinn, die ist kaum aufrecht zu erhalten.
Fast so. Beliebige Fabrik ist schonmal ein Trugschluß. Die Kunst dabei ist eine vertretbare Qualität zu bieten. Und die bietet Keiper gemessen am Preis. Wie gesagt: Erwarte von einer Gitarre für 120,- € nicht, daß Du dafür Value für 1000,- € bekommst
Kein Einspruch, genau meine Meinung.
Bei Gitarren gilt, wie so oft, 90/10. Für 10% des Preises 90% Qualität. Die letzten 10% (die ein Anfänger noch nicht mal hört), die kosten dann 90% des Preises.
Genau das machts dann aber aus.
Klar kann ich auf ner einfachen Klampfe spielen. Eines meiner Lieblingsmodelle ist die Yamaha PAC 112, die kostet 200 Euro. Und die kommt für mich 95%ig an eine USA Deluxe-Strat ran.
Na also! Oute Dich bitte jetzt!
Reuther, Squier, Samick, Stagg...
Lizenzen kommen für mich direkt danach noch vor Schaller.
Melde dich in einem jahr und nach 5000 Divebombs noch mal. Wenn der Hebel dann absolut kein Spiel hat, dann reden wir weiter.

FRs sind sehr empfindliche Teile. Da muss gutes Material und penibel genaue Arbeit her.
Wenn das Schaller-Niveau ist, dann wären die 100 Euro für die Gitarre (bzw weniger, wir müssen ja EK nehmen) fast schon fürs Floyd draufgegangen. Wenn da noch zwei PUs drauf sollen, gutes Holz (das man auch in Korea nicht geschenkt bekommt), gute Potis und Schalter.....das alles sauber zusammengebaut, Bünde sauber rein, verpacken, verschicken, dazu Lagerkosten hier, eBay Gebühren, evtl. Angestellte bezahlen + Eigengewinn...................das fragt man sich, wie das gehen soll. Das geht nicht mal, wenn die Koreaner auf einmal freudig kostenlos arbeiten
Die Diskrepanz ist einfach zu groß. Ayers produzieren in Vietnam.....aber ne gute Vollmassive kostet da auch ordentlich Schotter. Nur nicht ganz soviel wie bei den westlichen Konkurrenten. Lass es die Hälfte sein. Aber nicht ein 5tel oder 10tel oder 20tel.
Ich erwähnte es schon: 100 € Gitaren sind nicht "genauso gut" wie 1000 oder 2000 € Gitarren. Solange Du nach Deinen (polarisierenden) Maßstäben gehst. Für jemanden der wenig Kohle hat und sich in absehbarer Zeit keine Echte leisten kann ist 'ne Keiper Paula aber immer noch ein aktzeptabler Ersatz.
Kein Einspruch. Meine Meinung
Nanana! Hast Du 'ne BMW-Nachbau-Fabrik an der Hand, die Dir 'ne BMW-Kopie für 'nen kalkulierbaren Preis fertigt??

Wenn Du's hättest würdest Du, wetten?
Für 1000 Euro kriegst du nicht mal das Material für nen 3er BMW...
Ich habe auch nie behauptet exklusiv Keiper Gitarren zu spielen. Ibanez und Fender tun's ja auch!
Nö. Es wundert nur, dass es hier zwei Keiper-Hyper gibt, bei denen ich irgendwie nur böse Markenware finde. Sei es in der Signatur, auf Bildern etc.
Correction: der andere hat die Keiper in der Sig drin. Aber als letzte, und optisch noch fein abgesetzt von den anderen.
Ich bin vor Kurzem durch Zufall auf diese Firma gekommen weil ich nach Ibanez-ähnlichem Gerät gesucht und gefunden habe. Danke! Großes Internetz!!! Demnächst werden sicherlich auch Fotos von mir mit 'ner Keiper auf unserer Page vorhanden sein wenn's Dich erfreut. ;-)
Ich warte drauf
PS: bei Keiper war ich schon skeptisch, weil die Verkäufer anscheinend null Ahnung haben, WAS sie da verkaufen.
Wenn in der Beschreibung steht:
"Sattel - nein".
Dann frage ich mich: wissen die nicht mal, was ein Sattel ist, wenn ihre Gitarren sowas angeblich nicht haben?
Des weiteren vertrieben die da eine Gitarre mit zwei HBs, die laut Beschreibung aber "einen Humbucker und einen Destruktion" hat. Was ein Pickup ist, wissen die wohl nicht, und was ein Destruktion sein soll, konnte mir bis heute keiner erklären.
"Hm, Zubehör: Tremolohebel. Toll. Wie war das neulich? Verkaufe Auto...zubehör Lenkrad?

"