Ich glaube dass die Motivation hinter Modifikationen unterschiedliche Gründe hat. Freude am Experiment, Stück vom Kuchen, Suche nach einem Platz am Markt…..usw.
Dabei ist der Wille von der Tradition hin zur Bandbreite nicht homogen verteilt. Gibson begreift sich seit jeher als Traditionshersteller, der konsequent auf seine Konfigurationen zurück greift. P90, PAF um die Wichtigsten zu nennen. Mir ist jedenfalls keine Paula mit
Fender SC‘s oder Filtertrons bekannt.
Fender stellt den Antagonisten dar. Tele mit PAF in der Halsposition, oder mit Filtertrons, P90’s, Resonator Gitarre, Thinline, Acoustic. kein Wunder, gilt doch die Gretsch G6120 als Tele auf Steroiden, da ist es nur konsequent der Tele diese PU‘s und ein Bigsby zu verpassen. Superstrat ist ebenfalls ein solches Zugeständnis, wohl zugunsten des Hairspray Metal der Eighties.
Ohnehin sind Fender Gitarren für Replacements und leichte Reparatur ausgelegt, ein gebrochener Hals bei einer Gibson ist tragischer, wertmindernder und vermutlich auch teurer zu fixen, vom Wiederverkaufswert analog zur Wertminderung gar nicht zu sprechen.
Vermutlich sind auch Kundenwünsche ein Grund, obwohl Gretsch mit dem Dynasonic einen SC mit gutem Low End im Programm hat ist die Eddie Cochran mit einem P90 ausgestattet.
Mir persönlich geht es heute so, dass ich von Modifikationen absehe weil mir in den meisten Fällen der originäre Ton am meisten zusagt. Da haut die Vintage Sound Sozialisierung einfach im wahrsten Sinne des Wortes am stärksten Ton angebend durch.
Was ich allerdings zu schätzen weis ist bei jeder Gitarre ein Treble Bleed Mod.