Marshall Vintage Modern Userthread

  • Ersteller Donkühli
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Geht mir absolut genau so! Wirklich ein festes Urteil kann ich mir sogar erst nach ein paar Wochen bilden!
 
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Nach ein paar Wochen mit dem Marshall (steht im Keller, wird aber nur ein paar Mal angeworfen, da ich zu 99% digital spiele) ein kurzes Resümee. Ich bin eigentlich klanglich sehr zufrieden mit dem 2266h, vom warmen Clean bis zum Plexi geht eigentlich alles und das JVM 212 Cab was ich dran habe, passt soweit auch.
Was mir nervt ist aber die erforderliche "Rumdreherei", mit meiner Tele (Texas Specials) ist es etwas einfacher, mit meiner 59er LP Replica (mit PAF Style Wizz Pickups) etwas schwerer, dafür dann aber "Göttlich".
Trotz des wirklich überzeugenden Sound wird er mich wohl wieder verlassen...
 
Wie meinst du das mit der "Rumdreherei"? Ich habe mir einen Sound gebastelt, der in LDR und HDR auch in Verbindung mit dem Boost toll klingt. Durch den Tone und Volume Regler an der Gitarre, schaffe ich so viel mehr unterschiedliche Sounds als ich jemals benötige. Einzig für Gitarristen in einer Coverband kann ein JVM durch die vielen Kanal- und Modemöglichkeiten besser geeignet sein. Was für mich wiederum eine Katastrophe bedeuten würde. :)
 
Ist eher so das ich mich generell von richtigen Röhrenamps abwenden werde, eigentlich war das auch der ursprüngliche Plan, allerdings sind dann doch zwei Seelen in meiner Brust. Mir ist es lieber ich hab was gescheites für unterschiedliche Gitarren und kann das dann auf Knopfdruck abrufen. Ich verbringe halt wirklich wenig Spielzeit mit ihm...
 
Joa, bei manchen Amps dreht man schon ordentlich an den Knöppen nach dem Gitarrenwechsel. Ich habe manchmal einen Klebestreifen mit meinen favorisierten Einstellungen auf Oberseite.
 
Hi,

ich hätte da mal eine technische Frage.
Ich habe, recht günstig, einen 2466 in deep purple inkl. der passenden 425 B geschossen und "ärgere" mich derzeit ein wenig mit dem Amp.
Der Amp wurde wohl nur spradisch im Wohnzimmer genutzt, an ihm und der Box sind keinerlei Kratzer oder Macken.
Ich habe das Problem das er im HDR nur nach Kreissäge klingt, egal was ich anstelle. Selbst Treble und Presence komplett zu gedreht klingt es fürchterlich...

Dabei bin ich mit dem Body und Detailregler recht sparsam und blase dann mit nem Tubescreamer an (Habe 2 verschieden aus meiner Sammlung probiert, ändert nicht). Es ändert sich auch kaum ob der Master auf 3 oder 8 ist, dieses sägende bleibt. Klingt wie ein 80er Jahre Anfänger Transistor.

Auch im LDR klingt der Amp bei Treble und Presence auf null (Body auf 7.5 Detail auf 5) relativ "normal", so wie ich meinen 6100 auf 12 Uhr überall kenne. Eigentlich sollte eh hier ja eher dumpf klingen.

Vorstufenröhren habe ich schon mehrmals in den letzten Stunden gegen JJ´s und alte Marshall´s getauscht welche in meinem 6100er liefen und nie Probleme gemacht haben.

Da ich allerdings bei jedem Amp der ins Haus kommt erstmal den Bias prüfe habe ich den Verdacht das die Endstufenröhren völlig hinüber sind.
Der Bias lag bei 86.0 - 86.8mV pro Paar an den Messpunkten. Bin nun auf 74 mV heruntergegangen und somit in die Toleranz, die Frage ist nur ob davon auszugehen ist das die Röhren matsche sind nach dem zu hohen Bias. Die guten haben recht rote Backen gemacht und ich weiß ja nun nicht wie lange sie so betrieben wurden. Ich war wohl der erste der den Amp geöffnet hat, konnte keinerlei Spuren entdecken.

Verbaut sind die originalen TAD KT-66er..
Könnte das Problem durch die Endstufenröhren verursacht sein oder ist der Fehler woanders zu vermuten?

Viele Grüße,
Christian
 
Originale TAD???

Nutze mal diese Settings.
Sie müssen dir nicht gefallen, aber sie funktionieren.
Klingt's danach immer noch so, dann wird irgendwas sein.
Was, das kann ich leider nicht sagen.

High Dynamic Range

Mid Boost: Out
Body = 2
Detail = 5.5
Treble = 5
Middle = 7
Bass = 6.5
Presence = 4.5
Master Volume = soviel du willst
Reverb = Off
 
Was heißt mit Body und datail sparsam? Wenn der Amp noch "clean" ist sagen wir mal kaum oder keine Eigenverzerrung liefert dann kommt die zerre ja praktisch nur aus dem tubescreamer was dann halt sägezan mäßig klingen kann... probiere mal Body und Detail schön aufzureißen und das Master runter das er von sich auch gut zerrt und bei Bedarf kannst du dann noch den tubescreamer dazu schalten.


Am besten wäre natürlich ein kurzes Sound sample oder mit dem Handy kurz ein Video aufgenommen das man hört was für dich Kreissäge bedeutet.
 
Hi,

mit originale TAD meine ich die Marshall KT-66 welche mit Tube Amp Doctor Aufklebern versehen sind. Irgendwo in nem englischen Forum hatte ich gelesen das einige Vintage Modern´s ihre Röhren von TAD bekommen haben.

Ich habe deine Settings gerade mal probiert, Kreissäge pur... Klingt regelrecht kaputt. :(
 
Auf welchen Wert steht dein Master? Ich finde, wenn der unter dem ersten Strich ist, klingt der Amp (nachvollziehbarerweise) furchtbar.
Ich finde, die EQ-Regler machen ohnehin sehr wenig Unterschied. Hauptsächlich arbeite ich mit Body und Detail. Aber wenn bei mir mit der 425A der Body-Regler höher als der Detail-Regler steht, ist's dumpf und wummrig.
Daher wären Röhren meine erste Vermutung. Oder eine Komponente in der Versorgung der Endstufenröhren, die durch das erhöhte Bias beschädigt wurde...
Edit: Lesen bildet. Master macht wohl keinen Unterschied.
 
Hi Bastard3,

Ich habe meinen (2266 Top & 425A Box) im HDR ziemlich moderat eingestellt...

Midboost: Aus
Presence: 4 (11 Uhr)
Bass: 4 (11 Uhr)
Middle: 7 (2 Uhr)
Treble: 2 (9 Uhr)
Body: 2 (9 Uhr)
Detail: 4 (11 Uhr)

Ausserdem habe ich die zweite Vorstufenröhre durch eine ECC81 von JJ ersetzt.


Cheers
 
Ich habe gerade mal ein Video mit den Settings von Amnesic Aphasia gemacht,

anfangs noch mit meiner Majik Boxx Fuzz Universe dazugeschaltet (Tone der Box ist fast zugedreht).. danach dann ohne Effekte. Leider schluckt das Handy viel der Höhen weg, das sägt wirklich ziemlich arg.

Master Volume ist auf 4

 
Ich muss dich da wohl leider enttäuschen. Für mich hört sich der Amp (was man über das Handy-Mic hören kann) ziemlich normal an.

Etwas weniger Detail und das Pedal rausnehmen könnte helfen, verändert jedoch nicht den Grundsound vom Amp...

Cheers
 
Höhen an der Gitarre zudrehen? ;)
Klingt auch nicht weiter unüblich, wie ich finde.
 
Hier mal Sven´s Settings, beginnend mit Mastervolume auf 4, dann 2 und schließlich 6.
Dieser Klang bei MV 6 ist EXAKT das was mich stört, 4 und 2 finde ich am Rechner komischerweise selber gut.

Höhen an der Gitarre zu drehen geht nicht, ich habe keine Tone Potis auf meinen Gitarren :D




Interessant ist aber das ich den Amp gerade vom Büro (2 Meter bis zur gegenüberliegenden Wand) ins Wohnzimmer geschoben habe (80qm offener Raum) und dort das ganze aufgebaut habe, mit Sven´s Settings als Grundlage, ein wenig mehr Body und etwas weniger Detail. Und BUMMS! so soll die Kiste klingen. Die Endstufenröhren klingen zwar nicht frisch und fit aber das ist eine ganz andere Nummer.

Also entweder hat die (Wahrscheinlich noch nicht eingespielte) 425 einen extrem ekeligen Beam aus dem ich im Büro nicht rauskomme oder ich brauche einfach mehr Entfernung bei diesem Amp.. Der JVM Satriani klang im Büro auch scheisse, im Wohnzimmer besser, wobei mir der Amp vom Grundkonzept/Sound nicht gefiel. Mein alter 6100 klang immer gut, egal welche Box und egal wo der Stand... Selbst auf Master 0.5...

Ich werde wohl also sicherheitshalber neue Röhren ordern, mich ein paar schlaflose Nächte mit Raumakustik und dergleichen gedanklich beschäftigen und überlegen wie ich meine Frau überzeuge das dauerhaft ein Halfstack im Wohnzimmer steht :D

Ich mache morgen gerne nochmal ein Video im Wohnzimmer, für heute ist mein Bedarf an Videos hochladen gedeckt, das ist immer ein Krampf dank 2500er "DSL" auf dem Land :D

Ersteinmal vielen vielen Dank für diese super Beteiligung und Tipps, ich werde mich dann mal mit dem VM beschäftigen. Body und Detail brauchen wohl wirklich etwas Zeit zum kennenlernen.. Aber so bin ich schonmal recht glücklich. :)
 
Hm.

Ich würde es mal bewusst etwas drastisch überspitzt sagen: Was soll man denn anderes von einem Hundertwatter in der Brat-Stellung zusammen mit einer 4x12er und dazu noch in einem Wohnraum erwarten, wenn man bislang mit den beiden rechten Reglern noch nicht so vertraut ist? Diese Höllenmaschinen klingen doch wirklich erst in Stadien so halberwegs gut... ;-)

Nee, Spaß beiseite - da kann ich Dir leider nicht helfen. Das ist eine ganz andere Liga, in der ich spiele... Das ist bei mir ein Hughes & Kettner mit 2x EL84 und angeblichen 20 Watt, der mir im Zerrsound bereits gefühlt die Tassen aus dem Schrank der Küche nebenan fegt... Und meinen Marshall JTM45 im großen Kellerraum wage ich mit einem Zerrer davor erst gar nicht weiter aufzudrehen, denn sonst fragen mich wieder die Leute der Nachbarstraße 400 Meter schräg gegenüber, ob ich wieder gespielt habe... Das Problem ist: Erst dann klingt das Ding aber blöderweise so richtig gut. :D

Ich denke, an den Endröhren jedenfalls liegt es nicht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das Equipment (also Speaker) noch nie richtig durchgegnaddelt wurde.

Viel Freude mit dem Amp und danke für Deine Anfrage. :)
 
Ich habe zwar "nur" den 50Watter, aber ich finde dass der VM auch auf Zimmerlautstärke mit zugedrehtem Master besser klingt als so mancher (teilweise teure) Mini-Röhrenamp. Zudem auch schon 1/2 Watt mit Booster davor (Vox AC4) meinen Nachbar dazu gebracht haben, "auf ein Bier" rüberzukommen^^
Hatte davor den H&K TubeMeister 18, der zwar viel konnte, aber nichts so richtig. Die Cleans waren zu steril, und Crunch nicht so mein Geschmack. Vor allem hatte der auf niedrigem Master viel mehr "Fizz" als der VM.

Ich denke, an den Endröhren jedenfalls liegt es nicht. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das Equipment (also Speaker) noch nie richtig durchgegnaddelt wurde.

Viel Freude mit dem Amp und danke für Deine Anfrage. :)

Denke ich auch. Bevor man so ein PPIMV mehr als halb aufdreht, hört man doch sowieso nicht viel von der Endstufe, das ist dann eher der PI...
 
Also für mich klingt der Amp nicht wirklich gesund, kann aber auch an der Gitarre liegen mit der er gefüttert wird. Die TADs (sind eigentlich JJs) waren bei den ersten Chargen wohl Standard, meiner hatte die auch, allerdings sind mir zwei davon einfach verstorben. Ich hab jetzt TT KT66 drinnen, die klingen für mich besser als die TADs. Ein weiterer Weg den Amp anzuwärmen wäre eine andere V1( die Marshall China Röhre klingt sehr scharf) entweder durch eine JJECC803S oder ne TungSol ECC83 (wobei es da anscheinend auch kreischige gibt) und als Endkolben entweder die TT KT66 oder TungSols...
 

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