Ich warte auch mit Spannung auf erste Berichte.
Bugeras sind von der Idee her eigentlich nie schlecht (klar, wenn sie sich woanders inspirieren lassen). Die Vearbeitung selbst ist das Problem.
Diese Steckverbindungen lösen sich vom Print, die Lötstellen sind wirklich unter alle Sau und die LEDs (10.000h Lebensdauer ist heute schon unterster Standard) gehen schon früh kaputt.
Jepp. Sich inspirieren lassen tat schon Marshall, als er Fenders bassmann nachbaute. Da ist nix dabei. Heute erfindet kaum noch jemand das Rad neu. Die allermeisten Boutik-Amps sind auch nur mehr oder minder vorlagengetreue Klone.
Die Qualität sollte halt stimmen. Wenn obiges stimmt, und Bugeras deswegen massenhaft einen frühen Tod sterben, wird Bugera sich irgendwann selbst vom Markt kicken, wenn sich das herumspricht. Auch wenn die Amps preiswert sind, werden nur wenige den Preis zahlen, wenn sie damit rechnen, dass der Amp kurz nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistung den Geist aufgibt.
....interessant....leider hat diese ganze Dumpimgschiene eins zum [...] Leider hat es sich doch immer noch bewahrheitet, dass etwas , wenn es mehr kostet, meistens!! auch mehr wert ist!
Äh falsch. dass Qualität und Preis oft wenig miteinander zu tun haben, das sollte sich herumgesprochen haben.
Siehe Fender/Squier Strats: so mancher hat schon nach Antesten die American Standard stehen lassen und eine Mexico- oder Squier-Classic-Vibe mitgenommen. Wegen besserer Klangqualität.
Und selbst teure Customshop-Instrumente sind ja offenbar nicht immer so verarbeitet, wie der Preis das erwarten ließe.
Klar, gute Teile kosten mehr als das Billigste-vom-Billgen, und Qualitätssicherung kostet.
Wer aber denkt, dass der Endkundenpreis nur durch die Produktions- und Materialkosten bestimmt wird, der hat moderne Marktwirtschaft schlicht nicht begriffen.
Im Endpreis spielen z.B. Werbungskosten, Vertriebsspannen usw. usw. mit rein. Alles Dinge, die rein gar nix mit der Produktqualität zu tun haben, aber eben mitbezahlt werden müssen.
Ferner spielt auch der Produktionsstandort eine Rolle. In den USA zahlt man halt höhere Löhne und Abgaben als z.B. in Korea oder China. Produktion in den USA ist also erst mal teurer, ohne Gewähr, dass auch die Qualität höher ist. Siehe Gibson und Fender: was da manchmal die USA-Fabriken verlässt, würde z.B. in Japan oder Korea nie ein Werk verlassen. Wenn man die Fabriken in China oder Korea richtig führt, kommt dort hohe Qualität bei raus. Man vergleiche koreanische Autos mit US-Kisten, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat.
Doch zurück zu den Made-in-China-Bugeras: auf die neuen Modelle bin ich gespannt.
Mittlerweile bietet Bugera echt fast für jeden den passenden Röhrenamp, oft klingen die Teile recht gut (V55, 333XL, 6262 usw.) und der Preis ist heiß.
Wenn die noch die Qualität einigermaßen stimmt, werden sich so manche etablierten Hersteller warm anziehen müssen.
Was letztlich uns als Verbrauchern zugute kommt. Selbst denen, die nie einen Bugera anfassen würden.
