Hi Randy,
hier sind ein paar Anmerkungen von mir:
zu 1. beim NE 3 hast Du keine Bänke, sondern eine sog. Programm-Sektion. Mit dieser verwaltest Du Deine presets. Hier hast Du die Auswahl zwischen Programm A und Programm B mit jeweils 64 (also insgesamt 128!) verschiedenen, abgspeicherten sounds. Durch Springen zwischen den Programmen kann man schnell zwischen zwei Klängen hin und her schalten, ein weiterer "live"- button erlaubt sogar den schnellen Zugriff auf einen dritten sound (somit kann man zumindest zwischen 2 kompletten Orgelregistrierungen oder zwischen Orgel und Rhodes mühelos umschalten; multitimbrales Spielen ist ja leider nicht möglich).
zu 2. " ..eine Handvoll Klaviere und die
Hammond*"
Das mag stimmen, aber die die meisten davon sind vom allerfeinsten. Wer sich für den NE 3 interessiert, sucht keine Workstation, sondern hauptsächlich exzellente vintage-pianos und möglichst originalgetreue Orgelsounds. Darauf kommt es an und ist sowohl live als auch im Studio/zu Hause brauchbar. Daneben verfügt die sample library über eine Reihe toller Klänge, abhängig vom Speicherplatz kannst Du im NE 3 etwa 20 presets neben den vorhandenen piano-samples ablegen. O.K...256MB Platz ist heutzutage nicht das non plus ultra, aber im Vergleich zum Vorgänger ist das schon ein riesen Schritt nach vorne. Außerdem steht Dir für andere Sachen noch Dein Synth zur Verfügung; ich habe zu diesem Zweck noch den Motif ES am Start.
zu 3. Jepp, das heißt Du kannst nur Orgel spielen oder Pianos bzw. sample-sounds. Beides gleichzeitig geht leider nicht.
zu 4./5. Stimmt..185MB Speicher ist für die Pianos vorbehalten, c.a. 60MB für die sample-sounds. Es gibt beispielsweise sehr aufwändig gesampelte Pianos (zB
Yamaha* Studio Grand C7 mit über 40MB), daneben einige einfache sample-sounds, die mit weniger als 1MB auskommen. Das Uploaden per USB ist einfach und komfortabel; letztendlich stehen aber insgesamt nur 256 MB Speicher bereit.
zu 6. die leslie-simualation ist spitze, das wurde oft genug hier im board zu Recht betont. Ich kann das nur bestätigen. Hinzu kommt noch der brauchbare Overdrive-Effekt zum Anzerren. Das Rotosphere habe ich nie ausprobiert, aber ich behaupte mal vorsichtig, dass Du es zusammen mit dem NE 3 nicht mehr benötigst.
Fazit: 1.600,- Mäuse sind kein Pappenstiel, aber das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt allemal. Dafür bekommst Du eine Top-Orgel (die identisch ist mit der C1), teils hervorragende Piano-Klänge (vor allem Rhodes, Wurli, Clavs), direkte Eingriffsmöglichkeiten ins Klanggeschehen über die Effektsektion und noch einiges mehr. Bastelarbeit hast Du im Prinzip gar keine, zumal der NE 3 -im Gegensatz zum Nord Stage- wenig oder gar keine Möglichkeiten vorsieht, die sample-sounds synthesemäßig zu bearbeiten oder zu formen.
Schöne Grüße