PA-Stammtisch

  • Ersteller Ersteller Carl
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  • #7.001
Also ganz schöne Oschis. Aber heftig.
Mit den Abmaßen und dem Gewicht ist hier leider nix mehr mit Stativ - entweder fliegen oder Groundstack. Wobei 45kg Tops auf Subwoofer hieven nicht gerade zu meinen Lieblingsaktivitäten zählt...
Die Single 12" und 15" Tops finde ich interessant: Holzgehäuse, True-1-Anschlüsse und IP54 (mit Anschluss-Abdeckung), passende Flugbügel und Netzwerkintegration.
Das löst einige der Problemchen, die ich mit den PRX-Topteilen hatte/habe (True-1 statt Kaltgeräte, Wetterfestigkeit und gescheite Flugmöglichkeiten).

Was mich jedoch überrascht:
Die PRX und SRX-Point-Source-Speaker teilen sich den Hochtöner. In beiden Serien wird der JBL 2408H-Treiber eingesetzt:
A patented JBL 2408H-2 1.5” compression driver with poly-annular diaphragm and neodymium magnet provides clear, detailed high-frequency response even at maximum volume.
Die Line-Arrays, z. B. das SRX906LA, setzen auf den
JBL 2432H-3, 1.5 in exit neodymium compression driver with 3 in voice coil
der wurde auch in der alten SRX-815P eingesetzt.

Bei RCF dürfte man die SRX915M vermutlich am ehesten mit der KX45A vergleichen: https://www.rcf.it/de/products/product-detail/kx-45-a
Hier setzen Hoch- UND Tieftöner auf Neodym-Magneten und der Hochtöner mit 1,4" Ausgang und 4" Voice-Coil ist schon um einiges fetter als der 1" Ausgang und 1,5" Voice-Coil-Treiber der JBL.
Durch die Doppelschwingspulentechnologie bei JBL sind die Tieftöner schwerer zu vergleichen, hier setzt RCF auf 15" mit 4" v.c. und JBL auf 15" mit dual-2"-v.c.

Mal kucken, wie sich die neuen SRX-Tops in der Praxis schlagen - sobald die ersten in Deutschland ankommen, werde ich mal bei AudioPro vorbeifahren und mir die Systeme anhören.
 
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  • #7.003
Das sind jetzt aber schon Äpfel und Birnen... ;):ROFLMAO:
 

  • #7.004
Definitiv :D
So ein 1:1 Hörvergleich einer d&b U7N gegen eine JBL SRX922 wär sicher lustig.
Interessantes Konzept von d&b auf jeden Fall.

Erst vor kurzem habe ich hier noch geschrieben:
So eine selfpowered Box braucht halt schon 2 Strippen.
Schaun wir mal wie sich Power over Ethernet so entwickelt ;)

KS audio CPD 09*

Für Konferenzen, Festinstallationen, Galaveranstaltungen... kann ich mir die Serie auf jeden Fall gut vorstellen.
Preislich wird so eine d&b U7N vermutlich um ein paar Euro höher angesetzt sein als die JBL SRX-Reihe ;)
 
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  • #7.005
Ist jemand von euch diese Woche auf der LeatX in München?

Nachdem die PLS sich ja leider erledigt hat (OK, war eh ein Abschied auf Raten) kommt mir das gerade recht, dass es heuer eine Möglichkeit direkt bei uns ums Eck gibt, mit unseren Lieferanten zu quatschen. Meist sind alle interessanten Messen ja immer >=5h entfernt.

Falls jemand noch ein Ticket sucht:

IMG_20260302_071116.jpg


Wobei ich das mit den 50 Stück für eine "Ente" halte (warum auch immer man den alten Werbetrick mit der "vermeintlichen Verknappung" anwenden würde, wenns's am Ende eh kostenlos ist). Denn die Anzeige taucht bei mir jetzt schon locker ne Woche im Feed auf, der Code funktioniert beim Checkout nach wie vor, und dass sich seitdem keine 50 Leute "erbarmt" haben sollen - hmm...
 
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  • #7.006
  • #7.007
München ist mir leider zu weit...
 
  • #7.008
Der Gratis-Coupon scheint nun tatsächlich vergriffen, aber der SERVUS50 funktioniert noch; der geht unabhängig vom gewünschten Tag und bringt 50% Discount. Und Messebesuch für 12€ bzw. 9,50€ jeweils inkl. Getränkeflat ist ja immer noch "grad so" im Rahmen... ;)
 
  • #7.009
Ich hatte kurz überlegt, die demnächst stattfindende Light + Building in Frankfurt zu besuchen, in deren Rahmen ja ab diesem Jahr die Prolight + Sound stattfindet:

So wie es aussieht, bekomme ich das aber nicht in meinem Terminkalender unter und vermutlich ist das auch kein großer Verlust :nix:.
 
  • #7.010
Ich dachte, das sei sowieso schon wieder komplett hinfällig?


Wobei der von dir verlinkte Artikel ja minimal neueren Datums aus. Also was stimmt nun? :nix:
L+B wäre zwar für mich grundsätzlich auch interessant, aber es ist schon immer ein Marathon, das alles organisiert zu bekommen, wenn man da in max. 1,5 Tagen durch sein will und auch auf der PLS bin ich schon oft so lang an einem Stand hängen geblieben, dass ich mein "Programm" doch nicht geschafft habe.

Letztlich ist das halt ganz nett um zu sehen, "was es grad so gibt". Sich mal in kleiner Runde im Rahmen eines Webinars oder per Teams-Meeting von einem Produktspezialisten etwas vorstellen zu lassen, ist ja andererseits heute kein Thema mehr. Da muss ich nicht unbedingt quer durch die Republik fahren.
 
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  • #7.011
Jetzt macht man sich schon die Mühe und liest nicht nur einen Rider, sondern sorgt auch dafür dass die bestellten Dinger da sind, wenn die Band eintrifft und dann stellt sich heraus, dass mehr als die Hälfte die Band ohnehin selbst mitgebracht hat. Begründung: "Ach, nachdem meistens irgendwas fehlt, nehmen wir lieber unser Zeug selbst mit. Im Rider steht es nur drin, dass was da ist, falls wir irgendwas daheim vergessen haben". Was jetzt?

Für den nächsten Job steht im Rider, dass die für alle Inputs, außer den Ansage Mikros, die Mikros usw selbst mit bringen. Da ich davon ausgehe, dass der Rider genauso wenig korrekt ist, werde ich wohl zur Sicherheit einiges als Reserve mit nehmen.

Denn merke: Ein Rider ist per se nicht korrekt. Da kommt immer noch etwas daher, das man so nicht angedacht hat.

Hmmm.
 
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  • #7.012
"Ach, nachdem meistens irgendwas fehlt, nehmen wir lieber unser Zeug selbst mit. Im Rider steht es nur drin, dass was da ist, falls wir irgendwas daheim vergessen haben".

Da würde ich dezent fragen, ob die mit dem Schädel gegen eine Traverse gelaufen sind und ihnen klar machen, dass das extrem respektlos ist. Für mich war auch früher als Musiker und jetzt, vorrangig als Techniker, eine Kontaktaufnahme vorab Pflicht.
 
  • #7.013
Es gibt Dinge, die fahren mit, weil sie nötig sind für die Show. Es gibt Dinge, die fahren mit, weil irgendwer Miete bezahlt dafür. (Dazu zählt ganz viel lustiges Zeug, das auf Ridern steht.) Und es gibt Zeug, das fährt mit, weil ich ein alter Mann bin und keine Lust habe, jeden Tag wieder da zu stehen wie der erste Mensch. Dazu gehört zum Beispiel, ein paar mehr Mikros dabei zu haben, als im Rider stehen. Dazu gehört ein Stimmschlüssel. Dazu gehört mein persönliches Werkzeug am Pult und auf der Bühne. iPad, Besen, ausreichend Snakes, etc.
Es ist mir völlig egal, ob irgendwer das fordert oder gar bezahlt, aber wenn ich mir jedes Mal wieder überlege, wie ich die immer gleichen Aufgaben lösen kann, altere ich einfach zu schnell.
 
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  • #7.014
Naja, ein paar SM58 und DI Boxen mehr im Koffer schadet ja nicht. Wenn aber dann anstelle der bestellten SM58, AKG D5 benutzt werden, die 1) schon von Haus aus nicht in meine gar nicht mal so enge Wahl klommen würden und 2) schon ziemlich abgenutzt und dementsprechend (für mich zumindest) räudig klangen, dann wäre meine Stimmung auch schnell endend wollend.
Die gute Nachricht dabei war aber, dass die ihren eigenen Techniker mit hatten, der sich mit diversen, hmm, Feinheiten rum schlagen musste. Ich war dann froh, dass ich den Job nicht am Pult machen musste. Wobei ich hatte die schon mal vor vielen, vielen Jahren betreut, auch als Techniker, da war das aber alles noch deutlich einfacher, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.
Aber am Ende war alles gut, das Konzert auch recht fein und alle haben waren auch nach dem Konzert in einer sehr guten Stimmung.
Da lässt man dann gerne mal eine 5 gerade sein. ;)

BTW: Ich traf an dem Abend auch einen Musiker/Schauspieler der da demnächst wegen einer Lesung kommen wird. An sich als "Lesung" geplant, wird aber eine mit ganzer Band werden, aber das ist so noch nicht ganz klar. Mal schauen was da am Ende wirklich auf der Bühne steht und was dann gebraucht wird. Aber unser Motto als Techniker sollte ohnehin immer "Wir sind flexibel und beherrschen die Prozesse" sein. Betonung dabei auf "flexibel" :rofl:
 
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  • #7.015
Nach etwa 1000 gemischten Konzerten warte ich jedes Jahr auf den Moment, wo der Rider diesmal 100% aktuell ist. So zweimal im Jahr. Natürlich hab ich immer meine "Mikrofonhandtasche" dabei.
 
  • #7.016
Wenn eine meiner Bands eine Nasenhaar ändert, wird das sofort im Rider aktualisiert. Das predige ich allen Bands die so meinen Weg kreuzen und die ich nur einen Abend bertreue. Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum man das nicht macht, man schneidet sich ins eigene Fleisch.

Oft höre ich: "Die lesen den ohnehin nicht". Da werd ich dann wirklich grantig. Klar, nimm auf den ignoranten Techniker Rücksicht, nicht auf den, der einen super Job machen will und sich daher 100% nach dem Rider vorbereitet. Opfere 30min deiner 90min Soundcheck Zeit dafür die idiotischen Fehler DEINES Riders zu korrigieren und jammer dann darüber, dass so wenig Zeit ist. 🤦🤦🤦
 
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  • #7.017
Ich sehe es noch ein wenig anders.
Steht es im Rider und ist nicht da? Veranstalter, kümmer dich!
Steht es nicht im Rider, wird aber dringend gebraucht? Wie kann ich als Musiker das beheben, oder den Veranstalter unterstützen, damit es geht?

Ansonsten bin ich bei euch. Sollte schon up to date sein das Ding. Macht schließlich das Leben aller einfacher.

Beim Gerätetauchen gibt es den schönen Spruch: "Plan your dive and dive your plan"...
 
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  • #7.018
Ein guter Kumpel zuckt immer mit den Schultern und sagt "Kulturschaffende".
Kunst & Vision sind da oft etwas präsenter als exakte Planung ;)

Wenn ich mit Bands arbeite, habe ich immer ein paar Universalmikros, DI-Boxen und Kabel über.
Zu oft hatte ich schon massive Soundprobleme wegen einem kaputten Bodentreter oder einem Gitarrenkabel mit Wackelkontakt....

Meine Highlights des letzten halben Jahres:
- Ein Act, der am Vortag der VA noch nichtmal auf dem Ablaufplan der Kundgebung stand, soll im Wechsel mit dem bisherigen Act immer ein bis zwei Songs spielen - zum Glück nur Gitarre & Gesang
- DI-Ausgang beim Bassamp ist plötzlich tot, also doch Mikro davor
- Die Band findet den Sound der Fallback-Bühnenmonitore so gut, dass das mitgebrachte IEM-Rack gar nicht erst eingestöpselt wird - zwei weitere Wedges wandern wie von Zauberhand aus dem Anhänger zu Bassist & Schlagzeug
 
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  • #7.019
zwei weitere Wedges wandern wie von Zauberhand aus dem Anhänger zu Bassist & Schlagzeug
Schlagzeug verstehe ich, aber Bassist? Voriges Jahr hatte ich bei meinem Sommer-Festival neun Bands, jede mit Bassisten und immer stand am Rider dass der einen Monitor braucht. Am Ende des Soundchecks hatte ich jedes mal den Bassisten Monitor wieder weg geräumt, weil wir festgestellt haben, dass der gar nicht benutzt wird, weil der Bassist ohnehin genug von allen Seiten gehört hat.
Wenn ich mit Bands arbeite, habe ich immer ein paar Universalmikros, DI-Boxen und Kabel über.
Das mach ich auch so, inzwischen sogar Gitarrenkabel und Boxenkabel für die Amps!!!! Das hat sich so in den letzten Jahren eingebürgert. Verbrauchsmaterialien wie Batterien stelle ich aber grundsätzlich nie zur Verfügung. Da muss halt wer aus der Band oder deren Umfeld zum nächsten Supermarkt oder zur nächsten Tankstelle fahren/gehen und die dort besorgen. Wenn das sich auch noch eoinbürgert, dann geht es weiter mit Saiten, Mundstücken oder was weiß ich was.
Neulich beobachte ich einen Musiker, der sich vor der Abreise noch kräftig an der Weinbevorratung vom Haus bediente und einige Flaschen in sein Case verpackte. Das finde ich zum Beispiel auch nicht ok. Da wird schon für den Aufenthalt ein gutes Catering geboten, aber dann noch nicht angebrochene Weinflaschen abstauben ist schon frech.
Oft höre ich: "Die lesen den ohnehin nicht".
Das ist wahr, irgendwie ist da wohl die Geschichte mit den braunen Smarties daran schuld. Das Thema Rider und was man dann am Ende davon halten kann ist wirklich eine schwierige Angelegenheit.
Oft kommen Rider, die für große Bühnen vorbereitet sind, mit gefühlten Anforderungen für 200m² Bühnen und Videowall-Anforderungen usw, auch wenn die dann eben auch in Clubs mit gerade mal 30 m² Bühne und eine lichte Höhe von vielleicht 3 Metern.
Aber ich versuche auch, wenn etwas gar nicht passt oder ich so nicht finanziell machbar umsetzen könnte, z.B wenn da Mikros gefordert werden, die einen Neupreis im sechs-stelligen Bereich ausmachen würden, einen Bandkontakt herzustellen um das zu klären, Aber wenn dann im Rider nicht mal eine Kontaktnummer steht, dann wird es mühselig. Und Bands, deren Webpräsenz sich auf das Fratzenbuch beschränkt sind bei mir dann ohnehin unten durch.
Argggg,
 
  • #7.020
Am Ende des Soundchecks hatte ich jedes mal den Bassisten Monitor wieder weg geräumt, weil wir festgestellt haben, dass der gar nicht benutzt wird, weil der Bassist ohnehin genug von allen Seiten gehört hat.
Der Bassist hatte keinen eigenen Amp, direkt per DI zum Pult.

Boxenkabel für die Amps!
Das Problem hatte ich zum Glück noch nie :D Ich habe aber oft eine "Besucher-Gaffa-Rolle" (3M-Klebeband vom Lidl), da tut es auch nicht so weh, wenn die nicht wieder zurückkommt.

Neulich beobachte ich einen Musiker, der sich vor der Abreise noch kräftig an der Weinbevorratung vom Haus bediente und einige Flaschen in sein Case verpackte.
Da musste wohl jemand die (unzureichende?) Bezahlung des Gigs in Eigenregie "optimieren" o_O

einen Bandkontakt herzustellen um das zu klären
Damit hatte ich bisher zum Glück gute Erfahrungen.
Die meisten Musikerinnen und Bands waren hier kompromissbereit und verständnisvoll, egal ob es um Marken oder Budget/Platzprobleme ging.

Ein guter Kumpel zuckt immer mit den Schultern und sagt "Kulturschaffende".
Kunst & Vision sind da oft etwas präsenter als exakte Planung ;)
Um hierauf noch einzugehen:
Ich sehe das schon als meine bzw. "unsere" Aufgabe, hier ein wenig Ordnung reinzubringen. Bei den meisten Veranstaltungen bin ich nicht "nur" am Pult, sondern stelle die gesamte Ton- und Lichttechnik. Das hat oft auch mit Erwartungsmanagement zu tun und nicht selten muss man da auch mal "Nein" sagen - sei es aus Budgetgründen, Sicherheitsbedenken oder weil der gewünschte Ablaufplan schlicht unrealistisch ist. Gut wird die Veranstaltung meist dann, wenn man sich nach dem "Nein" gemeinsam hinsetzen und einen Plan ausarbeiten kann, der sowohl technisch funktioniert als auch die Vision umsetzt.
 

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