[Pickups] Der grosse Humbucker Test - PAFology!

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Hier ist ein Humbucker Paerchen, das ich nicht in den Test oben einbezogen habe, da es sich um ein sogenanntest Hot PAF Set handelt. Diese Pickups habe ich nicht direkt von StewMac bekommen, sondern bei Ebay fuer wirklich schmales Geld erstanden (da jemand die Leads sehr kurz abgezwackt hatte und ich sie verlaengern musste).
Es handelt sich um Golden Age (also Steward MacDonalds Hausmarke) Overwound Humbuckers. Anders als die Parsons Street sind diese Teile nicht vintage korrekt aufgebaut. Zum einen wird ein etwas duennerer Draht (43PE) verwendet, um mehr Wicklungen auf die Spulen zu bekommen. Das Pole Spacing ist nicht US 49.2 sondern 50 mm (typisch fuer Importpickups), die Spulen sind gewachst. Mehr Wicklungen bedeutet auch mehr Widerstand ... beide Tonabnehmer messen genau bei 12 kOhm ein. Ich denke aber, dass es ganz interessant ist, mal so ein heiss gewickeltes Set im direkten Vergleich zu den ganzen vintage-Heimern von oben zu vergleichen.
Ich war ganz ehrlich gesagt sehr von den Teilen angetan! Klar waren die Feinheiten nicht so schoen gezeichnet und auch die Transparenz in komplizierteren Akkorden eher mittelmaessig. Trotzdem haben diese Pickups (besonders an der Bruecke) viel Spass gemacht. Sie haben schoen am Anschlag gehangen, Obertoene spratzeln ueber dem Ton und auch die Dynamik war durchaus beeindruckend. Durch diese Dynamik hatte der Sound ordentlich Punch und hat sich super durchgesetzt. Um ganz ehrlich zu sein, glaube ich, dass viele Player, die sich oefter in Gain-Bereichen aufhalten diese Humbucker vielleicht sogar den deutlich teureren Boutique-Teilen vorziehen wuerden :eek:
Kostenpunkt fuer das Set ist $85, ich hatte es fuer $30 ersteigert! Link

Hier im Bandkontext
https://soundcloud.com/drchevchelios/sag-les-paul-54plus-with-a-set-of-golden-age-hot-paf-humbuckers-demo

Heute habe ich ein neues Set Dominger bekommen (war eigentlich fuer die SAG Hawk gedacht, doch die ist hoechstwahrscheinlich schon mit den JS Moore verkauft). Diese Baseplate sieht nun wirklich alles andere als vintage aus ;)

IMG_20140523_115514031sm_zps73f26a3e.jpg


@stratspieler: Wenn die PUs in Deiner Standard okinool sind, handelt es sich um die Burstbucker Pro ... die sind noch mal eine ganz andere Geschichte. Ich hatte einen Satz von denen in einer Standard von 2004 und fand die so greislich, dass sie zwei Tage nach dem Kauf raus mussten. Viel zu knarzig in den Hoehen, keine runden, knackigen Baesse ... furchtbar. Burki schreibt immer mal wieder, dass er die BB Pros mit einem Austausch zu Keramik Magneten "retten" kann/konnte. Ich finde das schwer vorstellbar, da Keramik Magneten ja doch eher mit sterilerem, kaelteren Ton in Verbindung gebracht werden, um overwound Pickups nicht so matschen zu lassen. Ich selbst kann dazu allerdings nichts sagen, da ich noch nie bei einem Pickup selbst den Magneten gewechselt habe.
 
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"fast jedes Kuhdorf in den Staaten mindestens einen Boutique Pickup-Wickler hat." Wenn ich den Quatsch schon lese ! Ist nicht persönlich gemeint , lieber Chev , Du hast sicher an diesem Projekt voller Überzeugung gearbeitet , tolle Sache. Aber warum soll denn ein in einem Kuhdorf gewickelter Pickup besser sein als ein industriell hergestellter ? Ich habe mal so aus Lust und Laune einen Humbucker aus Hong Kong bestellt , für etwa 12 € , und man höre und staune (und schimpfe),aber der bleibt drin.Es ist eine sehr exakte Kopie des uralten Originals aus USA und klingt auch so .Wer Perfektion will sollte sich mit aktiven Pickups Pickups befassen , aber die kommen auch nicht aus den Cow-Villages der USA sondern meistens aus den Far-East-Factorys.
 
Eggi
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Aber warum soll denn ein in einem Kuhdorf gewickelter Pickup besser sein als ein industriell hergestellter ?

Wo schreibt Chev das denn?

Das ist ein lockerer Spruch gewesen. Bezogen darauf das PU Hersteller wie Pilze aus dem Boden schießen.
 
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Es ist eine sehr exakte Kopie des uralten Originals aus USA und klingt auch so .Wer Perfektion will sollte sich mit aktiven Pickups Pickups befassen , aber die kommen auch nicht aus den Cow-Villages der USA sondern meistens aus den Far-East-Factorys.

Woher weisst du denn dies? Und kannst du das uralte Original klanglich einschätzen? Hast du denn schon PAF`s gespielt? Du kommst mir in deinem Post eher als "Spielverderber" oder "Besserwisser" rüber. Vieles was Chev geschrieben hat, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Einige dieser Humbucker, welche er getestet hat, ja genau die, die er getestet hat, sind nun bei mir.
 
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Also auf dem Foto sehen die WIZZ eher schlecht aus. Die Gibson und die Duncans gefallen mir farblich gut.
 
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Klasse Job! Vielen Dank für die Mühe deine Erfahrungen so ausführlich zu teilen.
 
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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, Vielen Dank Chev fuer die akribische Arbeit. Ich bin damals Deiner Empfehlung gefolgt und habe Kontakt zu Wolfe aufgenommen. Ein sehr freundlicher Zeitgenosse. Und er hat mir dann genau Deine Pickupwahl Marshallhead II und Dr. Vintage fuer meine 2012er R8 empfohlen. Diese habe ich dann waehrend seines Weihnachts- und Umzugsstresses bestellt und doch kurzfristig erhalten. Ich habe den Umbau nicht bereut. Meine Gitarre ist von Hause aus sehr brillant. Der Dr. Vintage am Hals laesst sie jetzt irgendwie fleischlicher, voluminoeser klingen, kann ich nicht besser ausdruecken.
Trotzdem moechte ich in diesem Zusammenhang hier die Frage stellen, wie stellt Ihr den Abstand Pickup - Saiten ein ? Falls es in einem anderen Thread schon mal beantwortet wurde steinigt mich bitte nicht. Ich habe schon einiges durchgearbeitet.
 
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Ich nehme als Startpunkt immer Bill Lawrences Nickel-Methode aus seiner Pickupology:

http://www.billlawrence.com/Pages/Pickupology/Introduction.htm
3. The distance between pickup and string is a very important factor for output and sound.
As a general rule for the bridge pickup - put a nickel on top of the pickup under the high E string and play the highest note on that string. Adjust the height on that side of the pickup till the string touches the nickel. Repeat the same with the low E string, but use two nickels on top of each other. If this gives you too much output, you can reduce the height slightly. Don't forget that twice the distance will reduce the output by about 60%, and the sound will lose some lows. NOW, you can adjust the neck pickup to match the output of the bridge pickup. For the sound test, use stage volume.
Von dort weiter, bis ich an dem Punkt bin, wo mir die Einstellung passt.
(Übrigens ist ein Nickel laut Wikipedia 1,95 mm dick. Das entspricht ca. unseren 10 Cent Münzen)

Ansonsten gibts noch ein nettes Video von Lindy Fralin:
 
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Da muss ich dem seligen Herrn Stich leider widersprechen. Immer zuerst den Neck Pickup einstellen und dann den Bridge Pickup dazu anpassen.
Immer nach dem Gehör gehen und nicht nach irgendwelchen Distanz-Messmethoden.
 
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Da muss ich dem seligen Herrn Stich leider widersprechen. Immer zuerst den Neck Pickup einstellen und dann den Bridge Pickup dazu anpassen.
Immer nach dem Gehör gehen und nicht nach irgendwelchen Distanz-Messmethoden.

Ob zuerst Neck oder zuerst Bridge-Pickup war für mich jetzt gar nicht so der Punkt, da habe ich vermutlich drüber gelesen, denn ich würde auch zuerst den Neck Pickup einstellen, ausserdem kennst Du Dich da sicher bedeutend besser aus.
(Gibts eigentlich einen handfesten Grund, den Neck-Pickup zuerst einzustellen, ausser daß es so üblich ist?)

Aber wegen dem vermeintlichen Widerspruch zwischen Gehör und Messmethoden:
Ich wollte nicht vermitteln, daß Messen die Rundumglücklich-Methode ist, ganz im Gegenteil.
Aber ich bin immer ganz froh darüber einen gewissen Startpunkt zu haben, wo man die weitere Tüftelei beginnen kann vs. komplett ins Blaue hinein optimieren zu müssen.

Deswegen habe ich "... Startpunkt ..." und "... Von dort weiter, bis ich an dem Punkt bin, wo mir die Einstellung passt. ..." geschrieben, und dann noch Lindys Video angehängt wo er nicht nur mit dem Neck Pickup anfängt,
sondern auch noch in der Beschreibung "Lindy shows it's not about measuring, it's about listening." steht.
Ich glaube unsere beiden Postings stehen weniger in Widerspruch zueinander als es der erste Blick vermuten lassen würde. ;)
 
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@andersdenken: Fralin Video nicht angeschaut.

Warum Neck PU first: Er liegt am perfekten Punkt, der 2. Oktave, wichtig für Obertöne.
 
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Ich messe auch nicht nach. Der Qualitätsmassstab sind mein Gehör. Dort ist es sehr wichtig, zu hören, wie klingt sie, nicht nur alleine sondern auch im Bandkontext.
 
StrangeDinner
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Das kann aber auch nach hinten los gehen. Ganz einfach deswegen weil der Tonabnehmer am hals mit viel weniger put, deutlich lauter sein kann und das wegen der saitenamplitude.
wenn also der hals Tonabnehmer passt, kann es passieren dass der Tonabnehmer am Steg nicht mehr laut genug ist.

den Test finde ich super, nur verstehe ich nicht warum z.b. Häussel kritisiert wird, dass er keine pu zum Test geschickt hat.
ich kenne dich nicht persönlich, aber bist du in den USA der pu Test Guru und alle Firmen stürzen sich auf dich oder bist du einfach nur Person XY die keiner kennen muss?
in beiden fällen finde ich es absolut verständlich, dass dir harry z.b. Keine Tonabnehmer geschickt hat. Warum den auch?
deswegen finde ich es ziemlich unfair hier guten Service mit gratis testpus zu verbinden und somit den deutschen Herstellern den eben guten Service ab zu sprechen.
 
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Also, guten Service habe ich nicht mit gratis PUs verbunden. Vollkommener Quatsch! Dominger habe ich super Service attestiert und habe den vollen Preis bezahlt. Gleiches gilt fuer die JS Moores. Und der Service bei Faber ist nun mal extrem gut, das wusste ich schon von vorheriger Korrespondenz mit Gottfried.

Ich haette es voll und ganz verstanden, wenn ich eine E-Mail zurueck bekommen haette, die sagt: "Sorry, aber wir machen so Test-Geschichten nur mit Magazinen. Viel Spass bei dem Unterfangen!" oder so. Kein Problem - waere fuer mich auch ein Zeichen von gutem Service gewesen. Nur gar nicht zu antworten ist schon ein bisserl "deutsch". Ich sage das deshalb, weil natuerlich auch mehrere Firmen/Wickler hier in den Staaten abgesagt haben - aber hier haben von allen Angeschriebenen auch 100% geantwortet.

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass das ein schlechter Service von Haeussel, etc. gewesen ist. Ich finde trotzdem, dass zu so einem Test durchaus auch gehoert, den Service mit einfliessen zu lassen. Ich schrieb ja z.B. auch von den langen Wartezeiten bei Sheptone.

Ich haette liebend gerne einen Satz Haeussels getestet! Oder Amber, oder Kloppmann. Der Test ist vollkommen objektiv erfolgt, ob die Pickups nun was gekostet haben (und das haben sie - bis auf die Faber und Golden Age alle!) oder nicht. Und genau so waeren auch Haeussels, etc. behandelt worden. Da ich mir aber schon gedacht hatte, dass mancher Hersteller vielleicht skeptisch reagiert, hatte ich die Boardbetreiber angeschrieben und um moegliche Unterstuetzung geben, aber das ist leider im Sand verlaufen. Haette vielleicht bei den deutschen Herstellern geholfen ...


Zum Thema PU-Einstellung:
Ich habe immer zu erst den Bridge PU so hoch wie moeglich geschraubt, den Hals PU ungefaehr plan mit dem PU-Rahmen. Von da an habe ich dann zuerst den Bridge-PU eingestellt, da man bei dem Hals-PU mehr Spielraum zur Anpassung hat. Manche Sets waren da vollkommen pflegeleicht (z.B. die JS Moores) andere haben ein bisschen rumgezickt. Ich habe auf dem Regal neben meinem "Spiel-Platz" immer einen passenden Schraubenzieher liegen und optimiere immer wieder hier und da, bis ich vollkommen zufrieden bin. Im optimalen Fall bedeutet das fuer mich, dass in der Mittelstellung bei voll aufgedrehtem Tone und Volumenpoti auf 7 ein ausgewogener Ton rauskommt.
 
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Das kann aber auch nach hinten los gehen. Ganz einfach deswegen weil der Tonabnehmer am hals mit viel weniger put, deutlich lauter sein kann und das wegen der saitenamplitude.
wenn also der hals Tonabnehmer passt, kann es passieren dass der Tonabnehmer am Steg nicht mehr laut genug ist.

Deshalb ist der Massstab ja mein Gehör. Da komme ich nicht drum herum nachzujustieren.

- - - aktualisiert - - -

Ich habe auf dem Regal neben meinem "Spiel-Platz" immer einen passenden Schraubenzieher liegen und optimiere immer wieder hier und da, bis ich vollkommen zufrieden bin.

Ja eben, genau so mache ich es auch. Was bringt es, wenn ich in der Literatur lese, wie der Abstand genau sein soll und es dann bei meinen Pickups nicht funktioniert? Soll ich es dann einfach so lassen, weil es in der Literatur so steht und richtig ist?:gruebel:
 
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Ich messe auch nicht nach. Der Qualitätsmassstab sind mein Gehör. Dort ist es sehr wichtig, zu hören, wie klingt sie, nicht nur alleine sondern auch im Bandkontext.
Genau genommen, messe ich auch nicht nach, sondern wenn überhaupt messe ich "vor". Also bevor der richtige Spaß anfängt. :D

Ich habe immer zu erst den Bridge PU so hoch wie moeglich geschraubt, den Hals PU ungefaehr plan mit dem PU-Rahmen. Von da an habe ich dann zuerst den Bridge-PU eingestellt, da man bei dem Hals-PU mehr Spielraum zur Anpassung hat. Manche Sets waren da vollkommen pflegeleicht (z.B. die JS Moores) andere haben ein bisschen rumgezickt. Ich habe auf dem Regal neben meinem "Spiel-Platz" immer einen passenden Schraubenzieher liegen und optimiere immer wieder hier und da, bis ich vollkommen zufrieden bin. Im optimalen Fall bedeutet das fuer mich, dass in der Mittelstellung bei voll aufgedrehtem Tone und Volumenpoti auf 7 ein ausgewogener Ton rauskommt.

Schöne Tips, danke!
Das mit dem Schraubenzieher handhabe ich auch so, wobei der bei mir in guter Gesellschaft von ein paar Imbusschlüsseln sein Dasein fristet ;)

Deshalb ist der Massstab ja mein Gehör. Da komme ich nicht drum herum nachzujustieren.
Ja eben, genau so mache ich es auch. Was bringt es, wenn ich in der Literatur lese, wie der Abstand genau sein soll und es dann bei meinen Pickups nicht funktioniert? Soll ich es dann einfach so lassen, weil es in der Literatur so steht und richtig ist?:gruebel:

Nachdem die ganze Messdiskussion ja mit meinem Posting den Anfang genommen hat, darf ich vielleicht noch einmal um weiteren Missverständnissen vorzubeugen sagen, daß ich die Bill Lawrence Nickel-Methode auch absolut nicht starr, strikt und alleinig zum Ziel führend sehe.
Und daß man dann selbstverständlich nach seinem Gehör und nicht zuletzt auch nach seinem Setup, also Amp, Signalchain etc. geht!

Aber für Leute die vielleicht nicht ganz so viel an ihren Gitarren, und dort insbesondere den Pickups herumschrauben, ist es vielleicht hilfreicher einen Startpunkt zu haben, um von dort ausgehend dann weiterzuexperimentieren.

Gerade am Anfang (der Schrauberei) machen so kleine Richtungsweiser das Leben nicht nur leichter, sondern ev. auch den Unterschied aus, ob man sich "drübertraut", oder die Einstellung erst wieder seinem Guitartech überlässt.
Wobei ich das gerade bei der Pickupeinstellung eigentlich schwierig finde, das jemand anders machen zu lassen. Da gehts einfach zu sehr um persönlichen Geschmack und Nuancen.

Und dafür eine ungefähre und reproduzierbare Daumenregel wie die Nickel-Methode bzw. auch Chevs "Mittelstellung-Vol7"-Tip zu haben, halte ich für wirklich vernünftig.
Es geht doch bei einem Startpunkt zum weiteren Tweaken nicht darum, ob das zu 100% das beste Ergebnis ist, sondern eine nachvollziehbare Einstellung zu haben, wo man vielleicht nur im niedrigen 2stelligen Prozentbereich daneben liegt, um sich dann von dort weiter heranzutasten.
Meiner Meinung nach ist der schlechteste Tip, den man einem (Gitarrenherumschraub-)Neuling auf den Weg geben kann der, alles einfach nach Gehör zu machen.

Und jetzt kommts: Obwohl exakt dieser Tip der einzig Richtige wäre!

Denn eigentlich: Halskrümmung (nach Geschmack), Saitenhöhe (nach Geschmack), Intonation (nach Gehör), Pickups (nach Gehör) etc.etc.

Nur, wie soll man das am Anfang hinbekommen? Woher sollte die Erfahrung kommen?
Da ist man schnell überfordert, und lässt die Sachen erst wieder jemand anderen machen, oder verstellt einfach überhaupt nichts.
Und somit ist der Tip wiewohl richtig, erst wieder der Falsche.

Und noch als kleine Überlegung, selbst für die Profis:
Wenn die optimale Einstellung eines Pickups bei z.B. 72% der maximal einstellbaren Höhe liegt, wie komme ich da schneller hin. Wenn ich irgendwo anfange, und mich langsam herantaste? Oder wenn ich nach einem "Daumenregel-generierten-Startpunkt" bei 65% anfange?
(Ich weiss, ein wenig konstruiert, aber Ihr versteht worauf ich hinauswill :))

Bezüglich zuerst Neck, oder zuerst Bridge-Pup dürften das soweit ich das überblicke auch nicht alle gleich machen.

Abschließend noch ein wenig advocatus diaboli:
:evil:
Wenn es keinen Bedarf an Anleitungen, Hilfestellungen, Startpunkten, Daumenregeln etc. gäbe und die Antwort auf Fragen immer nur "nach Gefühl/Gehör/Geschmack" wäre, würden sich Bücher wie z.B. die von Dan Erlewine nicht verkaufen.
Und wenn wir schon bei Dan Erlewine sind, das Lindy Fralin Video stammt aus einem von StewMacs Trade Secrets:
http://www.stewmac.com/tsarchive/ts0208.html
In einem anderen Trade Secret geben sie im Bezug auf die beiden Bücher von Dan sehr wohl "Daumenregelmaße" an: http://www.stewmac.com/tsarchive/ts0018.html

Wie übrigens Dave Hunter bei Gibson selbst auch: http://www2.gibson.com/News-Lifestyle/Features/en-us/pickup-height-0514-2011.aspx

Ich glaube die Zusammenfassung des Gibson Artikels bringt das alles ganz gut unter einen Hut, besonders der letzte Satz:
None of the suggestions here in Tone Tips are "bad/better/best"; directives. Different approaches suit different playing styles and tonal preferences. It's best to experiment with different heights and see what works for you. Measuring between the top of the pickups and the bottom of the strings, with the strings depressed at the last fret, the best advice is to start with a gap of 1/16 inch between bridge pickup and strings and 3/32 inch between neck pickup and strings, and this makes a good general base from which to launch your own experiments. If you really do want more drive and intensity for a hot, compressed crunch to lead sound at all times, you might want your pickups a little closer to the strings, within reason. If you want more balance, air, warmth, and definition, along with less mud, chances are that moving them a little further away might do it for you. Play around with it for yourself—it's the easiest "mod"; you can do—and remember to experiment with your amp and pedal settings as you do so, because a new pickup height adjustment might require you to find some new preferred settings on other gear to achieve your ideal tone.
 
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StrangeDinner
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Ans dem Kontext liest sich das aber so für mich. Im einen Satz schreibst du von keiner Antwort im nächsten sagst du, dass im Gegenzug Faber sofort ein Set geschickt hat und somit einen super Service beweist.

hättest du halt mal eine Umfrage gestartet. Ich habe ein Set häussels rumliegen, sicher ist sicher ;)
hab auch ein Set 57/08er von PRS hier, ein Set 1959er von häussel und auch ein Set The Mule von BK.
übrigens empfinde ich den The Mule als den besten neck pu den ich spielen konnte, musst du mal testen.
 
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Hallo StrangeDinner, bitte zitiere doch, was du meinst. Sonst wird dieser Thread ziemlich chaotisch. Du nimmst Bezug auf irgendwelche Posts, wo man dann suchen muss, was du meinst. Bitte, wenn du ernsthaft an einer Diskussion interessiert bist, halte doch die einfachsten Grundsätze einer Diskussion ein. Danke
 
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