Strat mit "Les Paul Feeling"

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  • #21
Wenn du schon Hendrix oder SRV als sozusagen Vorbild für deinen Strat-Sound angibst....
Warum nicht sich einfach mal auf deren Arbeitsgerät einlassen...?

Eventuell führen die "Andersartigkeiten" im Spielgefühl dich eher zu deren Sound hin....?
Ich will mich ja auf das Arbeitsgerät einlassen, deshalb will ich mir ja eine Strat zulegen.

Es ist halt so, dass sich die Strat - so wie die Les Paul & andere Modelle - über die Jahre immer wieder verändert hat & je nach Hersteller auch nochmal andere Specs verwendet werden.

@Oliver Revilo 12" Griffbrettradius ist ein guter Hinweis.

21/22 Bünde hätte ich gerne. Lieber Palisander- als Ahorn-Griffbrett. Ich bin absolut kein Tremolo-Typ, aber wenn's ordentlich stimmstabil bleibt, ist Haben besser als Brauchen. Hardtail hab ich bei Strats zwar auch schon mal gesehen, aber irgendwie gehört da doch ein Tremolo drauf.

Weiß nicht, was es bei den "klassischeren" Strats sonst noch so an Sonderfällen gibt.
 

  • #22
Eine PRS* SE Studio oder NF3 oder gebraucht so etwas als Core/USA.
Ich habe eine US SAS mit 3 Narrowfield Humbuckern. Das ist ein Schweizer Taschenmesser.
 
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  • #23
@94erBrom
Mir liegen die Strats auch nicht so gut, was bei mir primär daran liegt, dass ihr Hals zum Korpus nicht schräg ist, und an der längeren Mensur.

Eine Alternative die hier (glaube ich) noch nicht genannt wurde:
Du könntest eine deiner oder eine neue LP mit Coil Split ausstatten. Dann hast du definitiv das Feeling einer LP und kommst auch klanglich Richtung "Strat".
Für Hendrix & SRV könnte das durchaus ein gangbarer Weg sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

  • #24
Ich glaube, hier schreibt gefühlt jeder an den Wünschen des TE vorbei. Er hat doch jetzt 3x geschrieben, dass er eine Strat mit 3 SC möchte, die etwas LP Feeling mit sich bringt. Also keine gesplittete LP, Tele oder what ever. Insofern ist der Tipp mit dem 12" Radius sehr gut, denn das kommt dem LP Halsfeeling schon nahe. Strathälse sind im Regelfall auch schmäler, meist 41-42 mm am Sattel, LP eher 43 mm. An der Mensur würde ich nicht rumtun, sonst geht tatsächlich ein Teil des Stratsounds verloren. Die hat nunmal die längere 25,5 Mensur, was man aber z.B. mit einem 9er Saitensatz ggü. den auf LP oft gespielten 10er ausgleichen kann.

Die meisten aktuellen und nicht auf vintage ausgerichteten Strats von Fender* oder Squier haben einen moderneren Hals mit 9,5" Radius und tendenziell eher schlank (modern C heißt das bei Fender*). Im Regelfall gute Qualität bekommst du bei einer gebrauchten Diego Strat, die hatten damals meist sogar einen 12" Radius und einen eher etwas kräftigeren Hals.

Weitere Näherungspunkte abgesehen vom Halsfeeling sehe ich nicht zwischen LP und Strat, dafür sind die zwei einfach zu unterschiedlich. Alles andere dazwischen sind halt Kompromisse, die nicht schlecht sein müssen, aber auch nicht die klassischen Stratattribute abbilden. Ich spiele selbst 3 Gitarren, die dem Gibson / LP Lager zuzuordnen sind mit Doppel-HB, kurzer Mensur etc. Für gelegentliche Stratausflüge habe ich ebenfalls eine günstige zuhause und das reicht dann für mich auch, weil ich nach einer Stunde Strat sowieso wieder zur LP o.ä. greife ;).
 
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  • #25
Gerade wenn ich Hendrix und SRV lese.
Vor allem, weil selbst zwischen Hendrix und SRV Welten liegen. SRV hat ja absolut dicke Saiten in einer extrem hohen Saitenlage gespielt. Eine so eingestellte Gitarre würde vermutlich bei fast allen Foren-Mitgliedern als unspielbar eingestuft werden.

PRS* wäre jetzt für mich auch eine Idee, das "beste" aus beiden Welten zu finden.

Oder einfach an eine Strat gewöhnen. Das geht schneller als man denkt und beide (also Strat und LP) haben auf ihre Art ihren Zauber.
 
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  • #26
Teste auch mal eine Ibanez* ICH100!

Ibanez ICHI00-VWH*
*

Ist wahnsinnig gut bespielbar und der Tremolo ist schön straff. Die hat auch einen 12 Zoll Griffbrettradius. Die 3 SCsind gestackt, also keine Nebengeräusche aber klingen auch schön hell wie SC. Komplett aufgerissen klingt die Gitarre eher nach Keramik und modern, der Ton geht sehr nach vorne und jede Note ist präsent auch ohne Kompressor. Nimmt man Volume und Tone etwas zurück klingt sie eher Richtung Strat, zumindest liefert der 5-Way-Schalter auch die üblichen Strat-Zwischenpositionen. In der Mitte klingt sie eher knallig wie eine Tele, geil!

Manche finden die Optik der Talman-Reihe von Ibanez etwas komisch oder bieder. Ich mag das voll und vor allem wenn ich sie in die Hand nehme will ich sie nicht mehr weglegen. Absolut geiler Hals und tolle und komplette Ausstattung.
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  • #27
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  • #28
Ich glaube, hier schreibt gefühlt jeder an den Wünschen des TE vorbei. Er hat doch jetzt 3x geschrieben, dass er eine Strat mit 3 SC möchte, die etwas LP Feeling mit sich bringt.
Tja, weil wie du auch selbst schreibst sich eine Strat mit LP Feeling grundsätzlich ausschließt.
Woran genau sich der TE an der Strat stößt konnte uns nicht mitgeteilt werden.

Von daher kann man natürlich 100 Vorschläge bringen, oder der TE geht in einen Laden und probiert mal einige Modelle durch, und geht entweder glücklich mit einer neuen Gitarre nach Hause, oder hat konkrete(re) Vorstellungen auf welche hier dann näher eingegangen werden kann.

Wenn der TE aber grundsätzlich Probleme mit Strats hat (so wie ich), dann bleibt nur entweder in den sauren Apfel beißen und sich damit irgendwie arrangieren, oder eben irgendein anderer Kompromiss.
 
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  • #29
Kurz gesagt: ich hätte gerne eine klassische Strat-Form mit klassischen Materialien & klassischer SSS-Bestückung - aber da halt ein Modell, das mir vom Feeling her etwas entgegenkommt.
Es gibt für mich einige Stratocasters, die sich sehr gut spielen lassen, denen mir aber z.B. auch was fehlt - eine Rauhigkeit. Das ist nicht unbedingt das Halsmaterial oder ob da noch ein Griffbrett drauf ist. Was ich für mich nachvollziehen konnte ist die Dicke und die Lackierung des Halses. Ich habe mir auf meine Frankenstrats einen Fender 50's Roasted Maple Neck gebaut. Die haben zwar einen normalen Radius (9.5 glaube ich), aber das Gefühl der Dicke und das Feeling der Lackierung ist gut. Es erinnert nicht an meine Les Paul Kopie mit einem fetten 50er Hals und Nitro Lackierung, aber es kommt nahe dran.

Das können halt Spezifikationen wie der Radius sein. Es kann auch die Halsform und Dicke und die Lackierung sein. Das musst Du einfach antesten - aber ich würde sagen, dass es eher in Vintage-artige Gitarren gegen sollte. D-Profil statt C-Profil. Sowas halt. Auf den Verkaufsseiten kriegt man da nicht viel Infos, auf den Fender-Seiten für Ersatzteile schon mehr. Ist aber auch wirklich Anspielsache.
 
  • #30
Tja, weil wie du auch selbst schreibst sich eine Strat mit LP Feeling grundsätzlich ausschließt.
Woran genau sich der TE an der Strat stößt konnte uns nicht mitgeteilt werden.

Von daher kann man natürlich 100 Vorschläge bringen,
Genau, jeder sollte doch noch irgendwas von Thomann "in den Ring werfen", "ins Rennen schicken" oder aus dem Hut zaubern, was einem selber am besten gefällt und dem Fragesteller gar nicht weiter hilft, bis dass Komplettangebot von Thomann hier gepostet wurde. :geek:

Grüße
 
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  • #32
Yamaha Pacifica Standard Plus, zwei Singlecoil und ein Splitbarer Humbucker in der Bridgeposition.
Edelstahl Bünde, Palisander Griffbrett, Ahornhals, gekammerter Esche Body, Gotoh Zweipunkt Tremolo, Gotoh Lockingtuner, die muss sich hinter einer Fender Strato nicht verstecken.
Es gibt noch eine Professionell Version mit Compound Griffbrett, die kostet 1800,- , die Standard Plus 999,-.
Bei Fender hätte ich bei gleicher Konfiguration locker einen Tausender mehr.
 
  • #33
Oder einfach an eine Strat gewöhnen. Das geht schneller als man denkt und beide (also Strat und LP) haben auf ihre Art ihren Zauber.
...das kann ich aus eigener Erfahrung genauso unterschreiben....:great:
Habe mir zum 50zigsten auch eine Strat gegönnt, obwohl mir die Potis und Schalter immer auf den S... gingen. Ich wollte aber trotzdem eine.
Nach einigen Wochen war das alles kein Thema mehr und jetzt liebe ich das Strat-Feeling. Was auch schon gesagt wurde: Wichtig ist die Halsform. Meine Gibson Les Paul ist schon seit Jahren meine einzige "Stamm E-Gitarre" (eine Tele von ESP habe ich nur zu 4% in der Hand). Ich habe mir bei meiner Strat einen Hals mit Modern C Profil nachrüsten lassen, weil mir das V-Profil bei langem Spiel Schmerzen am Handgelenkt beschert hat.

Ich finde eine Strat inspiriert ganz anders als ne LP und irgendwie macht es mir mehr Spaß, Stücke mit ner Strat zu spielen, die auch im Original mit diesem Instrument gespielt werden. Man hat dieses schöne "Twäng".
 
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  • #34
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  • #35
Ich bin absolut kein Tremolo-Typ, aber wenn's ordentlich stimmstabil bleibt, ist Haben besser als Brauchen.
wie stimmstabil ein Vibrato ist, hängt m. E. vor allem davon ab, wie gut die Saiten im Sattel und auf den Saitenreitern "gleiten" und wie gut die Reibfflächen an der Vibrato-Aufhängung gleiten. Da lässt sich durch ein bischen Nacharbeit (Stichwort "Bleistift") nachbessern, falls es da zu Komplikationen kommt.

Ansonsten ist beim Umstieg von HarTail auf Vibrato vor bzgl stimmen darauf zu achten, dass man it Vibrato immer "von außen nach innen" simmt.
Also:
E1 -> E6, A5 -> B2, G3 -> D4
E6-> E1, B2 -> A5, D4 -> G3

Er hat doch jetzt 3x geschrieben, dass er eine Strat mit 3 SC möchte, die etwas LP Feeling mit sich bringt. Also keine gesplittete LP, Tele oder what ever.
Tja, weil wie du auch selbst schreibst sich eine Strat mit LP Feeling grundsätzlich ausschließt.
Ich würde in diesem Zusammenhang nochmal den Freeway-Switch in den Raum werfen. Darrell Braun hatte den seinerzeit mal für mein Dafürhalten recht aussagekräftig getestet und ich haben den auch schon mehrfach verbaut, hier habe ich schonmal darüber berichtet.
Mit der seriell-Schaltung von Neck- und Middle-PU bzw. Bridge- und Middle - PU hat man bischen mehr Output und nen Mid-Boost und damit auch ein bischen das Feeling von Humbuckern.

Ich will mich ja auf das Arbeitsgerät einlassen, deshalb will ich mir ja eine Strat zulegen.
Ich würde für den Einstieg in die Strat-Welt tatsächlich ne Harley Benton ST-62 empfehlen. Die mit nem Freeway 5B5 modifizieren und dann mal gucken, wie es sich so anfühlt.

Harley Benton ST-62 SB Vintage Series*
*
Freeway Switch 5B5-01 Black & White Tip*
*

Für den von Dir beschrieben Einsatz-Zweck
Zur Zeit spiele ich privat & in unserer Jugendgottesdienst-Band 3 Les Pauls (2x PAFs, 1x P90s).
sollte das allemal reichen. Und wenn Du auf den Geschmack gekommen bist, dann kannst Du immer noch hochpreisiger gehen.

VG,
Johannes
 
  • #36
Wie immer ist alles was wir hier schreiben für den TE Theorie, genauso wie das, was er sich selbst "überlegt". Was ihm vom Spielen und vom Sound her wirklich persönlich passt, kann nur er praktisch feststellen, und das wahrscheinlich nicht bei 10 Minuten bis 5 Stunden im Musikgeschäft, sondern über ein paar Wochen zuhause. Und wenn's dann nicht passt, dann muss halt was anderes her, weshalb sich ein günstiger Gebrauchtkauf von etwas empfiehlt, wovon er jetzt denkt, dass es seinem Empfinden und Geschmack am meisten entspricht - da ist es auch nicht nötig, "alle" Strat-Versionen zu bedenken, sondern vielleicht angebotsabhängig einfach der Intuition nachzugeben. That's it :prost:, just do it!
 
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  • #37
Guck mal nach Gibson Nighthawk oder von Epiphone. Die Gitarren haben Fender Mensuren. Gibt's vlt. nur auf dem Gebrauchtmarkt, sind tolle Instrumente!
Das ist so, aber die klingen halt nicht mal ansatzweise wie eine klassische Strat. ;-)
Ich hatte neben Strat und LP selbst lange eine Nighthawk.
 
  • #38
Gerade in der Gemeinde nutze ich gerne Humbucker-Gitarren, deren Schaltung auch gute Split-Sounds liefern.
Falls das auch was für dich wäre kann ich dir diese Ibanez empfehlen.
SIe klingt gut, hat Edelstahlbünde und ist sehr variabel einsetzbar:
Thema '[Gitarre] Ibanez Testrun - AZ24S1F-VLS "Violin Sunburst" - Part I'
Ebenfalls eine schöne Tele mit verschiedenen Schaltungsmöglichkeiten, festem Steg und Les-Paul-Anleihen ist diese hier:
Thema 'Fender - Custom Telecaster FMT HH "Einbau eines Piezos unter der Stegplatte" (Workshop)'

Beide Gitarren können Worship, Rock und Blues.
 
  • Ersteller
  • #39
Von daher kann man natürlich 100 Vorschläge bringen, oder der TE geht in einen Laden und probiert mal einige Modelle durch, und geht entweder glücklich mit einer neuen Gitarre nach Hause, oder hat konkrete(re) Vorstellungen auf welche hier dann näher eingegangen werden kann.

Wenn der TE aber grundsätzlich Probleme mit Strats hat (so wie ich), dann bleibt nur entweder in den sauren Apfel beißen und sich damit irgendwie arrangieren, oder eben irgendein anderer Kompromiss.
Tatsächlich war meine erste Gitarre vor ~15 Jahren eine HSS-Strat von Yamaha (wenn ich mich recht entsinne) :biggrinB:

Danach habe ich einige Jahre lang eine Epiphone SG gespielt. Da ging mir die Kopflastigkeit aber zunehmend auf den Zeiger.

Aber dein Punkt ist schon richtig: Anspielen wäre sinnvoll & wird auch gemacht.

Mir geht's bei dem ganzen Thema darum, eine Vorstellung zu bekommen, welche Modelle mir wahrscheinlich eher zusagen werden - die Annahme ist halt, dass mir das polare Gegenteil einer Les Paul (starke Griffbrett-Wölbung, hohe Saitenlage, wesentlich längerer Hals & dadurch verschobene Bünde) nicht gefallen würde.
 
  • #40
Trotzdem können wir Dir hier alles mögliche erzählen und vieles bleibt eh subjektiv und bedeutet womöglich nichts oder das Falsche.

die Annahme ist halt, dass mir (...) nicht gefallen würde.
Und wenn Du denkst, Du weiß, was Dir gefallen würde, musst Du es auch erst mal bekommen. Daher
angebotsabhängig einfach der Intuition nachzugeben
und selbst ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Nach weit über 100 (gekauften und) zuhause in Ruhe und mit meinem Equipment und solange es halt dauert ausprobierten Gitarren ist das für mich die einzige zielorientierte Vorgehensweise.
 
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