hmmm, meine 2 Pfennig zur Frage...
-„Boutique“ muss nicht gut, passend oder sinnvoll sein, kann es aber...
Ein 5W Handwired Eric Clapton
Fender Champ ist und bleibt IMO eine 8“ Speaker-Übungströte, auch wenn der Amp 1200€ kostet. Ein Cornell Plexi 7 Head mit einer 1x12“ Box kann aber sehr wohl ein wohltönendes Luxus-Zuhause-Rig sein... ob es da „Klick“ macht oder nicht, muss man selbst ausprobieren!
-Ein richtig guter Amp kann sein Potential IMO so richtig erst in einer Bandsituation ausspielen.
Für sich alleine/zu hause klingen viele Verstärker sehr gut. Die wirklichen Aha-Erlebnisse kommen aber IMO erst, wenn ein Amp sich im Bandkontext bewähren muss. Deshalb beim Testen auch ruhig mal einen Boss Katana oä. einbeziehen!
-Der „gnadenlos ehrliche“ Amp...
Das ist auch so eine Floskel, wo eigentlich wenige so recht wissen, was man darunter eigentlich verstehen soll. Es gibt natürlich Amp die mehr oder weniger „transparent“ klingen (Saitentrennung, dynamisch/harmonische Verzerrung auch bei komplexeren Akkorden, Obertonspektrum,..). Gut, solche -sehr guten- Verstärker übertragen dann auch deutlicher mangelnde Dämpfung und Unsauberkeiten beim Greifen/Anschlagen. Oft geht damit noch einher, dass die Verzerrung sozusagen der Gegenpol zu Fuzzpedalen darstellen und deren Zerre nur wenig zusätzliches Sustain liefern, was spielerleichternd wäre.
Der Vorteil, aber den Gitarrenton nuancenreich und klar abzubilden und zu hören, wird aber kaum jemand gegen ein weichgezeichnetes „Gemümmel“ eintauschen wollen, wenn er es mal genossen hat.
Der Entwicklung als Gitarrist ist es auf jeden Fall sehr zuträglich, wenn der Amp auf jede Aktion/jeden Input auch mit entsprechendem Output reagiert!