[User-Thread] Bass 1951 bis 1996

esther2504

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Der neue alte Preci mit 79 er Seriennummer ist heute morgen angekommen.


Wow, herzlichen Glückwunsch, da ja mal ein schönes Teilchen! Der Lack ist echt irre! Ich mag die Kombi aus rotem Body und schwarzen Pickguard eh sehr, sehr gerne. Bin versucht, ein schwarzes PG auf meinen Squier zu schrauben. Aber ob das gerade bei Fiesta Red so gut kommt, keine Ahnung. :gruebel:
 
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Bin versucht, ein schwarzes PG auf meinen Squier zu schrauben. Aber ob das gerade bei Fiesta Red so gut kommt, keine Ahnung. :gruebel:

Unbedingt machen! :great:

@Moulin: Wow da ist ja ne ganze Menge zu machen. :eek: Naja da wäre ich ja schon ins grübeln geraten aber wenn der Sound des Basses es rechtfertigt warum nicht. Finde den Look wirklich hinreißend und ich mag gerade die Modelle aus Esche besonders. Damit kann man ein richtig feines Rockbrett hinlegen was seines gleichen sucht. Besonders der direkte drahtige Sound mit Rounds ist wirklich großartig und jeder Classic Rocksong macht beim spielen doppelt soviel Spass.
 
Moulin

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Wow, herzlichen Glückwunsch, da ja mal ein schönes Teilchen! Der Lack ist echt irre! Ich mag die Kombi aus rotem Body und schwarzen Pickguard eh sehr, sehr gerne. Bin versucht, ein schwarzes PG auf meinen Squier zu schrauben. Aber ob das gerade bei Fiesta Red so gut kommt, keine Ahnung. :gruebel:

Na beim Squier ist das Originale ja auch schon sehr dunkel. Ich glaube passen würde es. Wenn Du ein passendes findest. ;)
Ich habe beim Squier mal Vintage weiß getestet, das hat mir nicht gefallen.

- - - Aktualisiert - - -

Unbedingt machen! :great:

@Moulin: Wow da ist ja ne ganze Menge zu machen. :eek: Naja da wäre ich ja schon ins grübeln geraten aber wenn der Sound des Basses es rechtfertigt warum nicht. Finde den Look wirklich hinreißend und ich mag gerade die Modelle aus Esche besonders. Damit kann man ein richtig feines Rockbrett hinlegen was seines gleichen sucht. Besonders der direkte drahtige Sound mit Rounds ist wirklich großartig und jeder Classic Rocksong macht beim spielen doppelt soviel Spass.

Der Sound des alten Fender ist auch mit Flatwound Saiten viel direkter und fast peitschend. Da würde man mit Rounds schon einen heftigen Knurr zaubern. Die Erle Bodys klingen schon deutlich... luschiger. das meine ich nicht unbedingt negativ. Esche führt aber schon zu einem anderen Sound.
Allerdings muss ich hier auch wieder sagen, dass mein American Std mit Erlebody, dafür aber mit massiver Brücke, durch den Korpus gezogene Saiten und Graphitstäben im Hals dem Sound näher kommt als meine anderen Erle Precis.
Wer also Hardcore haben möchte kauft einen alten, schweren Esche Preci vom 78 bis 82, der über 4,6 Kg wiegt und packt ne massive Brücke drauf. ;)
 
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Der Sound des alten Fender ist auch mit Flatwound Saiten viel direkter und fast peitschend. Da würde man mit Rounds schon einen heftigen Knurr zaubern. Die Erle Bodys klingen schon deutlich... luschiger. das meine ich nicht unbedingt negativ. Esche führt aber schon zu einem anderen Sound.
Allerdings muss ich hier auch wieder sagen, dass mein American Std mit Erlebody, dafür aber mit massiver Brücke, durch den Korpus gezogene Saiten und Graphitstäben im Hals dem Sound näher kommt als meine anderen Erle Precis.
Wer also Hardcore haben möchte kauft einen alten, schweren Esche Preci vom 78 bis 82, der über 4,6 Kg wiegt und packt ne massive Brücke drauf. ;)

Steve Harris machts ja vor. ;)
Wobei es aber auch die leichteren Bässe aus dieser Epoche tun. Meiner hatte 4,3 kg und hatte ebenfalls diese Attribute.
 
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Mal wieder was um die Vintage Ecke zu füllen. ;)

Meine drei Esche Klötze:

f16t70p703n2.jpg



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Seitdem ich auch auf einen Blazer oder RoadstarII schiele, kosten die Dinger mehr...
Vor ein zwei jahren wurden die immer um die 300,- angeboten. Jetzt stehen die oft über 400,- drin...
 
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Die Leute merken ja, wenn sie nicht verkaufen können und meist folgt nach einiger Zeit ein neues Angebot.
Ist bei den Fender Bässen auch so.
 
Kong

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Da hat sich ja einiges getan in diesem Thread, seit ich das letzte mal zu Besuch war.

Besomders interessant war der lange Absatz über die Ibanez-Bässe.

Ich seh schon, ich muss öfter in diesen Thread 'reinschauen.

Ciao

Uwe
 
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Hallo Kong,
hallo alle.

Der Thread lebt von dem was hier geschrieben wird. Also her mit guten Beiträgen und Bildern über Eure alten Bässe oder auch Fragen über Vintage Instrumente.
Das ist nicht nur ein Thread der Vintage - Besitzer. Und auch kein 'Marken' Thread. ;)

Bei Eba.y gibt es mal wieder einen leckeren Jazz Bass. Gut, dass ich auf Precis stehe und die Taschen gerade leer habe. :)
 
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Die Vorgeschichte

Nachdem ich fleißig gespart hatte ich vor einen neuen Fender P-Bass zu kaufen. Beim stöbern im Netz bin ich über einen sehr kleinen aber feinen Laden in Hamburg gestolpert und habe den Bass entdeckt. Nunja ich wollte immer noch den P-Bass. Also kurzerhand nach Hamburg gefahren zum Bässe testen. Ich habe dabei auch einen tollen P-Bass aus der damals erhältlichen Serie gefunden der echt toll klang. Dennoch ließ mich mein Internetfund nicht los und da der Laden gleich um die Ecke war nutzte ich die Gelegenheit aus um den Bass zumindest einmal zu testen. Nunja jetzt ist er schon ein paar Jahre mein liebster Bass das sagt alles über das Ende der Story.

Das Modell

Wie vielleicht einige Wissen ist Gibson nun nicht gerade berühmt für seine Bässe. Nachdem die typischen Gibson Bässe wie der EB-0 sowie EB-3 mit ihren Shortscale Mensuren und ihrem ganz eigenen Sounds keinen Anklang mehr bei den Kunden fand entschied man sich zu einem radikalen neuen Schritt. Die heute von vielen geschätzten Features wie die kurze Mensur, Mudbucker sowie die Verwendung von Mahagony als Klangholz wurden über Bord geworfen. Gibson versuchte mit einer neuen Bassserie, welche auf damals moderne Features setzte, mehr Marktanteile zu erringen indem man auch beim Marktführer mit dem großen F ein wenig abkupferte. In zusammenarbeit mit Bill Lawrence entstanden drei neue Bässe welche Longscale Mensuren, Ahorn als Klangholz sowie innovative Pick Up's als Features besaßen. Diese drei Bässe sind der Grabber-1, der Grabber-3 und der Ripper. Dabei war der Ripper das damalige Flaggschiff der Serie.
gibsonSep79.jpg
Dennoch war dieser Serie nur ein mittelmäßiger Erfolg beschieden trotz extrem großen Werbeaufwands und zahlreichen Endorsements.
Der Ripper wurde in der Zeit von 1973 bis Anfang der 80'er hergestellt und machte dabei eine Vielzahl von Entwicklungen durch. Von 1973 bis 1975 war der Ripper offiziell in den Farben Natural und Ebony als bundierte Version erhältlich, bestand beinah vollständig aus Ahorn (Ripper mit schwarzen Finish haben ein Griffbrett aus Ebenholz), hatte eine Mensur von 34 1/2" und besaß die Option die Saiten durch den Body zu führen. 1975 erschien zusätzlich eine bundlose Version in Tobacco Sunburst mit Ebenholzgriffbrett. Laut offiziellen Zahlen wurden nur 5 bundierte Bässe im Jahr 1975 in dieser Farbe gefertigt.
Ab dem Jahr 1975 bis 1978 wurden die Bodys aus Erle gefertigt, später wurde wieder zu Ahorn gewechselt. Weiterhin wurde die Form des Korpusses verändert indem der Rückseite Shapings hinzugefügt wurden etc. Man merkt das sehr viel geändert wurde um den Kundenwünschen zu entsprechen.

Gibson L-9S Specs/Features

DSC00125.jpgDSC00135.jpgDSC00126.jpg

-Baujahr: 1973
-Finish: Dark Tobacco Sunburst (Nitrolack)
-Konstruktion: Set-neck
-Body: Ahorn
-Hals: Ahorn
-Halsbreite am Sattel: ca. 40 mm
DSC00124.jpg
-Kopfplatte: Gibson "Open Book" Kopfplatte
DSC_0470.jpgDSC_0473.jpg
-Griffbrett: Ebenholz
-Inlays: Dot Inlays
-Mensur: 34 1/2"
-Bünde: 20
DSC_0463.jpgDSC_0467.jpg
-Brücke: 3-Point Bridge + Stringtrough
-Pickguard: einlagig schwarz
-Pick-Up's: Gibson "Super humbucking" Pick Up's
DSC_0464.jpg
-Regler: Lautstärke Poti, 4-Position Varitone-Switch, "Q-Control" Mitten-Regler, "Tone Control" Bass/Höhen Boost (ist nicht vergleichbar mit einer üblichen Höhenblende)

Sounds

Der Ripper hat eine sehr interessante Klangregelung der sich so ziemlich alles von zart bis hart entlocken lässt. Da es sich um eine wirklich mMn besondere Schaltung handelt hat und etwas hörbares meist mehr als tausend Beschreibung aussagt habe ich ein paar Links zusammengestellt die den Sound gut beschreiben:

Zwecks Werbung hat Gibson eine Schallplatte mit Soundsamples produziert: http://www.flyguitars.com/gibson/bass/Ripper_publicity.php#promorecord

Hier gibt Ed Friedland nochmal einen kleinen Eindruck wieder: http://www.youtube.com/watch?v=IAnEluac42Y , http://www.youtube.com/watch?v=5BrLRqcXZ5g

Hier ein weiteres Video indem zum einen die Originalschaltung zu hören ist und danach eine modifizierte: https://www.youtube.com/watch?v=PaJ82weNnuI

Seriennummer

Dieser Bass erschien in einer Zeit in der es in punkto Seriennummern bei Gibson drunter und drüber ging. Die heutige Gibson Seriennummer besteht aus 8 Ziffern welche mittels eines Stempels in das Holz eingeschlagen wird und genauen Aufschluss über Herstellungsdatum sowie -ort gibt. In den 70gern wurde über einige Umwege auf dieses System umgestellt. Anfang der 70ger galt noch die alte Nummerierung mit nur 6 Ziffern wie bei meinem Ripper (101015). Übergangsweise wurden die Nummern auch nur Aufgedruckt, mit einem Buchstaben versehen oder 7 Ziffern wurden verwendet. Das macht es sehr schwierig einige Modelle genau zuzuordnen bzw. ihre Originalität davon abzuleiten. Wie bei Fender gilt das die Gesamtheit aus Seriennummer und Potinummern Aufschluss darüber gibt.
DSC_0489.jpg

Besonderheiten

Besonders beim Ripper gibt es einige Ungereimtheiten bezüglich der Finishes. Offiziell Gibt es nur 3 Lackierungen (Natural, Ebaony, Tobacco Sunburst). Tatsächlich gibt es sogar 4. Die vierte Variante ist ein sehr schickes Cherry Burst und sollte jedem AC/DC Fan bekannt sein da dieser in den 70ern zum Einsatz kam: http://www.youtube.com/watch?v=mWGp4pFrPIc :rock:
Weiterhin ist besonders an meinem Modell das dieser nicht erst 1975 gebaut wurde sondern laut Gibson Support 1973 in Kalamazoo vom Band lief. Er ist der bisher älteste in der Farbe den ich finden konnte.

BilderKriegsnarben

DSC_0480.jpgDSC_0482.jpgDSC_0483.jpgDSC_0485.jpg

Der obere Gurtpin wurde mehrfach versetzt und der Bass wurde sogar als Lefty gespielt.
DSC_0477.jpgDSC_0476.jpg

Falls ihr noch Fragen etc. zu diesem Bass habt meldet euch.

MFG

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Danke für den tollen Beitrag.
Ich kenne mich bei den Gibson Bässen nicht so gut aus und gerade über den Ripper wusste ich praktisch gar nichts.
Als ich mit dem Bass spielen begann gab es bei uns im Laden um die Ecke gerade mal einen Thunderbird, der mich auch faszinierte, den ich mir aber auch nicht leisten konnte. Einen Ripper hätte man hier vergebens gesucht. ;)

Was mich noch interessiert ist das Gewicht des Basses.
 
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Hi Moulin,

freut mich das dir der Beitrag gefällt. Tatsächlich waren Gibson Bässe im vergleich zu den Modellen von Fender sehr teuer. Man könnte meinen das dies auch ein Grund dafür ist das so wenig verkauft wurden.

Der Bass wiegt ca. 4,2 kg nach Personenwaage und hängt ausgewogen am Gurt.
 
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Hi Esther,

der sieht doch schön aus,mit dem Pickguard.
Willst Du wirklich ein schwarzes Pickguard draufmachen ?

Das hier ist meiner :

Anhang anzeigen 287090

Und der sieht jetzt so aus :

Anhang anzeigen 287095

Falls Du Interesse an dem schwarzen Pickguard haben solltest,melde Dich halt einfach bei mir.


LG Micha
 
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Hi Moulin,

freut mich das dir der Beitrag gefällt. Tatsächlich waren Gibson Bässe im vergleich zu den Modellen von Fender sehr teuer. Man könnte meinen das dies auch ein Grund dafür ist das so wenig verkauft wurden.

Der Bass wiegt ca. 4,2 kg nach Personenwaage und hängt ausgewogen am Gurt.

4,2 Kilo ist ja noch recht passabel. Gibson Bässe sind zwar Außenseiter gewesen aber von der Qualität und der verwendeten Komponenten ja doch auch immer sehr hochwertig. Klar dass die teuer waren. Der Thunderbird war damals optisch ein Traum für mich. Heute hat sich das schon zerschlagen aber so ein altes Gerät wie dieses hier könnte mich schon noch reizen. ;)
 
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Es gibt auch Ripper Bässe die deutlich schwerer sind. Warum das so ist, ist schwer zu sagen aber besonders die gegen Ende der 70ger Jahre gebauten sollen häufig mal die 5 kg knacken.

Da hast du ja einen der begehrtesten überhaupt rausgesucht. Nicht nur das es ein Thunderbird II ist, er ist auch noch in Pelham Blue lackiert was ihn wohl zu einem begehrten Sammlerstück macht. Einen Thunderbird II in Sunburst durfte ich auch schonmal testen und ich denke das dir der Sound extrem gut gefallen könnte. ;)
 
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Da hast du ja einen der begehrtesten überhaupt rausgesucht. Nicht nur das es ein Thunderbird II ist, er ist auch noch in Pelham Blue lackiert was ihn wohl zu einem begehrten Sammlerstück macht. Einen Thunderbird II in Sunburst durfte ich auch schonmal testen und ich denke das dir der Sound extrem gut gefallen könnte. ;)

Bring mich nicht zum Träumen. Das endet meist schlecht für mein Konto. ;)
Der verlinkte Bass hat nur einen Tonabnehmer. Ich mag's auch pragmatisch.
Ich habe in einem Buch eine Abblidung eines 65 er Thunderbird IV in Cardinal Red. Sowas darf ich mir gar nicht angucken. Das würde ich bei einem entsprechend guten Preis natürlich kaufen.
Aber sagen wir mal so: Solche Traumbässe werden eh nicht angeboten.
 

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