[User-Thread] - Jazz Bässe

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Mr.Precision
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Genau, wie schon gesagt, man bekommt viel Jazz Bass für so wenig Geld.
Für Bass-Einsteiger , oder zum modifizieren ideal.
Was mich auch erstaunt, ist das Gewicht. Nach dem Umbau, zeigte meine Personenwaage 3,9kg an. Gut, ich habe 2 Potis weniger und das Controlplate fehlt auch.:D

Aber, im Moment ist er mein Lieblings-Bass.:)
 
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TheBug
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das klingt so als ob das mein nächstes Bastelprojekt werden könnte! Danke erstmal!
 
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Morus Bassanus
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Meiner: alt, aber bezahlt.
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Wie bin ich zu ihm gekommen?
Gekauft irgendwann 1977 in Maastricht. Ich wohnte damals gleich hinter der niederländischen Grenze.
Bis dahin hatte ich nur einen Fender-ähnlichen weißen Höfner mit relativ kurzem Hals. Den hatte mir der Gitarrist unserer Garagenband freundlicherweise überlassen, weil ich ihm trotz einigier Gitarrenstunden bei weitem nicht das Wasser reichen konnte. Mit'm Bass gings aber. Gespielt habe ich über ne selbstgebastelte Anlage mit sehr dürftigem Sound.
Deswegen hatte ich mir damals eine Fender Bassman 50 Combo bestellt. Der Händler drückte mir im Geschäft nen Jazz Bass in die Hand, um damit die Combo auszuprobieren. GAS! Mann! Ich spürte sofort, dass ich genau DEN haben wollte. Alles passte. Die Bespielbarkeit war wie für mich gemacht. Aber leisten konnte ich mir Bass und Combo zusammen nicht. Also fragte ich den Händler, ob er mir statt der Combo den Bass verkauft. Da beide fast das Gleiche kosteten, war er einverstanden, und so hatte ich für 1150 Gulden (damals etwa 1000 DM) nen „richtigen“ Bass.
Kurz darauf brachte DiMarzio passende Humbucker heraus, und da ich am Sound „was machen“ wollte, baute ich die Teile ein. Leider machte ich den Fehler, für jeden PU 2 Schalter einzubauen. Jeweils einen für Single Coil/Humbucking und einen für Phase/Out-of-phase. Das stellte sich aber als Blödsinn heraus und ich machte die bewährte Dual-Sound-Verdrahtung. Hab ich halt 2 Löcher im Schlagbrett. Demnächst leiste ich mir mal ein Neues, denn ich musste auch die Aussparung für den Pickup erweitern, da der nicht richtig reinpasste. Sieht ein bisschen verbastelt aus im Moment, aber ich will ihn ja nicht verkaufen.
Die Seriennummer (670816) und die Logos auf der Kopfplatte weisen auf 1976 hin.
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J"J"?

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Kurze Geschichte meines 1963 Vintage Fender Jazz-Basses

Ich hatte hier im Board schon verschiedentlich angemerkt, daß ich neben weiteren Bässen einen alten Fender Jazz Bass spiele, hier nun mal die Historie dazu. Da ich diesen Bass seit 1967 besitze und er nur vier kurze Jahre vor mir in „freier Wildbahn“ verbracht hatte, unterstelle ich mal, daß er sich im Originalzustand befindet, vielleicht können die Fotos daher auch dabei helfen, Fälschungen und dubiose Angebote auf dem Markt zu erkennen.

Am 15. Sept. 1967, ja, das ist schon eine Weile her, habe ich als junger Schüler einen gebrauchten Fender Jazz Bass beim Händler „Haus der Musikfreunde“ in Darmstadt erworben. Der weiße Bass wies schon damals deutliche Spuren des Gebrauchs an Korpus und Hals auf und sollte 530DM kosten. Zum Glück konnte ich meinen Höfner Bass - kein Beatle Bass - in Zahlung geben, so daß sich der Kaufpreis auf 350DM reduzierte. Dennoch, damals eine sehr hohe Summe für einen Schüler, Vater hatte kein Verständnis dafür, Mutter konnte es vom Haushaltsgeld erwartungsgemäß nicht abzweigen, da mußte halt die Oma herhalten – klassischer Enkeltrick...

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Ich habe den Bass dann in verschiedenen Formationen bis in die 70er gespielt, doch dann kam er wegen anderer Prioritäten des Lebens in die Ecke, überstand einige Umzüge, wurde nur gelegentlich mal kurz angespielt und erst in 2013 habe ich ihn richtig reaktiviert – und war verwundert, daß er kaum verstimmt war und ich trotz einiger vergangener Dekaden immer noch passabel spielen konnte – halt die Songs aus der Zeit. In dieser Zeit vor der technischen Hochrüstung haben wir mit aus heutiger Sicht minimalistischer Ausrüstung gespielt – 2x VOX AC30, AC50/Foundation sowie die obligatorische Echolette Gesangsanlage mit Bandhall (den Begriff PA gab es noch nicht) – dennoch, es war laut genug und die Leute hatten Spaß.

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Es handelt sich um einen weißen Jazz Bass aus 1963 mit zwei Volumenreglern und einem Klangregler. Dies geht aus der Halsplatte hervor, die Nr. L05770 läßt sich 1963 zuordnen, ebenso der Stempel „7 JAN 1963 A“ auf dem Hals, der besagt, daß es sich um einen J-Bass (Code 7) mit schmaler 1,5“ (38,1mm) Halsbreite (Code A) vom Januar 1963 handelt. Bei diesem Foto sieht man auch die dünne Palisanderauflage, furnierähnlich, die als „curved fingerboard“ die dicke slab Auflage ablöste.

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Die drei Potis haben auf der Unterseite die Bezeichnung 304-2063, d.h., hergestellt von Stackpole (304) in KW 20 (Mitte Mai) 1963. Alle Potis sind noch voll funktionsfähig ohne Kratzen. Die Kabel sind textilumhüllt, die Lötstellen einwandfrei. Auch die Klinkenbuchse bietet dem Stecker festen Sitz bei gutem Kontakt. Zwischen Herstellung des Halses und der Potis liegen 5 Monate, da hat man wohl Hälse auf Vorrat gebaut. Die Drehknöpfe der Potis sind noch original und einwandfrei.

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Das Griffbrett ist aus Palisander, wohl der Spezies Dalberga Nigra, was einen grenzüberschreitenden Transport deutlich erschwert und hat helle Dot Inlays, welche es nur bis 1964 gab, die Bünde sind noch gut erhalten und einwandfrei bespielbar. Das Holz des Griffbretts mit den Inlays weist Bearbeitungsspuren in Längsrichtung auf, die offensichtlich schon vor dem Bundieren entstanden sind. Habe das Griffbrett abgewaschen und mehrmals mit Lemonöl behandelt, es ist nun wie neu. Der Hals hatte sich im Laufe der Zeit im oberen Teil etwas konkav gebogen, ein typisches J-Bass Problem im Alter, am Truss Rod mit Doppelschlitzschraube ließ sich dies mit Gefühl korrigieren, mit einem dünnen Shim habe ich die Saitenlage nach unten angepaßt. Der Hals ist angenehm dünn und hervorragend bespielbar, der Lack ist deutlich abgegriffen, da sind die Finger wohl ordentlich entlang geflitzt.
Beim Erwerb 1967 waren Flatwounds auf dem Bass, Marke unbekannt, diese waren nun nach rund 50 Jahren an den Bünden deutlich eingehämmert, auch war der Sound erwartungsgemäß flach und dumpf, habe sie daher durch leichte D’Addario Flats 40-95 ersetzt, guter Nachweis der Wirtschaftlichkeit von Flatwounds...Die Originalsaiten habe ich noch, wohl mittlerweile ein Sammlerstück, vermute mal, daß sich in dem Habitat der Saitenzwischenräume in all den Jahren neue Lebensformen gebildet haben.

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Die Brücke aus dünnem Blech - stark verrundete Ecken der Stirnseite - mit den Gewindeauflagen als Saitenreiter entspricht den Fender-Brücken aus der Zeit, der hier vorhandene Typ wird jedoch in Cadfaels Studie ausschließlich dem P-Bass 1959-1969 zugeordnet, aber wir wissen ja, bei Fender ist nichts unmöglich. Es sind auch die originalen, inwischen eingestaubten Filzdämpfer auf Edelstahlfedern vorhanden, der Dämpfer der G-Saite ist deutlich verkürzt. Die neuen Dämpfer, die es als Ersatzteil gibt (ganz oben im Bild), sind alle kürzer - ca. 19mm gegenüber 23mm aus 1963. Nach meinen Unterlagen wurden diese Dämpfer nur bis Mitte 1963 verbaut, danach entfielen sie. Auch sieht man der Erdungsstreifen aus dünnem Messing zwischen Brücke und PU. Die PUs sitzen recht fest in ihren Aussparungen, da ist wohl die Schaumgummiunterlage hart geworden, mit Gewalt will ich nicht ran, auch gibt es keine Notwendigkeit im Moment, die Höhe zu verändern.

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Der Sattel ist vergilbt und an der A- und G-Saite etwas ausgeschlagen, werde ihn wohl gelegentlich von einem Fachmann durch einen Knochensattel ersetzen lassen. Die jetzigen Saiten 40-95 haben natürlich etwas Untermaß, das kommt hinzu. Die G-Saite hat bei c/cis einen dead spot, das kennt man bei Fender und damit lebt man. Nachtrag, habe die 40er G-Saite nun durch eine 45er ersetzt, da ist der Klang etwas voller.

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PU-Cover und Ashtray sind original und zeigen entsprechende Korrosionsspuren, vor allem am PU-Cover - Handschweiß. Diese alten Cover haben kleine Bohrungen zum Befestigen, siehe Foto (links neu, rechts alt). Spätere Cover als Ersatzteil haben deutlich größere Löcher, dies kann man gut heranziehen um festzustellen, ob alte Bässe mit neuen Covern „nachgerüstet“ wurden. Auch sind die alten Befestigungsschrauben dünn mit flachem Kopf und abweichend von den später verwendeten Pickguardschrauben mit Ansenkung. Alle Schrauben bis auf die der Mechaniken und Halsbefestigung zeigen leichte Korrosionsspuren, sie sind relativ weich und recht minderwertig – im Nu sind die Kreuzschlitze vermurkst.

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Das rote Tortoise-Pickguard ist vierschichtig weiß-schwarz-weiß-rot aus Celluloid und bis auf einen winzigen Spannungsriß, hervorgerufen durch unpräzise Schraublöcher, unbeschädigt, von den Spielspuren mal abgesehen. Der Finger Rest ist noch unterhalb der G-Saite, er wanderte erst in späteren Jahren in Richtung E-Saite und wurde zum Thumb Rest.

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Die Mechaniken in der typischen langstieligen Kleeblattform mit genietetem Schaft sind „reverse“, d.h., spannen rechtsdrehend, die Vernickelung inzwischen etwas matt, nach etwas einfetten und drehen sind sie weiterhin voll funktionabel, die Stimmung geht stetig und bleibt stabil. Sie sind 1:20 untersetzt und haben eine kurze, dreigängige Schnecke, später gebaute reverse Vintage Mechaniken (Fender Japan) sind 1:25 untersetzt und haben eine lange Schnecke. Die Mechaniken haben auf der Kopfplattenseite Überstände, die durch entsprechende Bohrungen im Holz aufgenommen werden, auch ein Merkmal zur Altersbestimmung. Auf der Rückseite der Kopfplatte ist ein dritter Befestigungsknopf (Hootenanny) angebracht, um ggf. den Gurt zu befestigen. Auch ist noch der Aufkleber/Aluschild des damaligen Händlers vorhanden. Die Decals auf der Front entsprechen Modell und Baujahr. Das Holz ist über die Jahre kräftig gedunkelt.

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Farbe: Hmm, bin mir trotz sorgfältigen Studiums von Cadfaels Übersicht nicht sicher, ob ehemals olympic white oder blonde. Die Farbe ist mächtig vergilbt, das sieht man, wenn man den Bridge Cover abschraubt. Auf der Unterseite des Korpus ist der Farbauftrag recht transparent, das spricht eher für die customs color „blonde“, die Holzmaserung schimmert bläulich durch, die Zargen sind jedoch kräftig und intransparent lackiert. Es sieht jedoch so aus, daß der Korpus aus einem Stück besteht. Falls er aus mehreren Teilen bestehen sollte, ist er jedoch sehr geschickt verleimt und lackiert. Ob der Korpus aus Esche oder Erle besteht, kann ich nicht feststellen, aber ich vermute Esche. Der Erstbesitzer hat vor 1967 an einigen Stellen die Farbe ausgebessert, das muß ich mal rauspolieren, lieber ohne Lack als mit schlechter Ausbesserung. Die Dings und Dongs aus mehreren Jahrzehnten sind authentisch und bleiben, das ist echtes road worn.

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Auch in der Halstasche kann man den hellen Originalfarbton erkennen. Darunter verbirgt sich ein Namenszeichen in blauer Schrift, das ich nicht zuordnen kann, auch eine Anfrage bei Fender USA gabe keinen Hinweis. Vielleicht kann man mir hier weiter helfen? Auch eine „3“ kann man erkennen, vermutlich als Teil der Jahresbezeichnung „63“, aber durch ein Shim etwas verdeckt. Interessant ist dieses im Lack verklebte trapezförmige Shim aus einer Cutter-Klinge, welches wohl ab Werk eingesetzt wurde, da es bereits beim Erwerb 1967 vorhanden war. Man sieht auch, daß die Farblackierung mit einem glänzenden, transparenten (Nitro?)-Lack überlackiert wurde.

Insgesamt ist das Instrument für sein Alter recht ordentlich erhalten, auch spielt es sich weiterhin sehr gut. Im Vergleich mit meinen anderen Fenderbässen, die wesentlich jünger sind, ist der Klang „trocken“ gespielt jedoch eher mäßig mit wenig Sustain, über Verstärker wird dies jedoch ausgeglichen, dann kommt der klassische, durch die Dämpfer geprägte Fender J-Bass Sound voll durch! Man sollte aber nicht dem Rausch verfallen und glauben, nur weil das Instrument recht alt ist, auch der Klang entsprechend besser sei, nein, er ist einfach nur anders, auch mein neuer MIM J-Bass aus 2013 klingt ganz hervorragend. Ich werde den Oldie noch weitere Jahre behalten und spielen, einen Verkauf überlasse ich meinen Kindern.

Gruß,

Andreas
 
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absoluter Traumbass. Vielen vielen Dank fürs posten und den langen Bericht. Auch mag ich die die unverklärte Art.. ich seh das ganz ähnlich.. nur weil ein Bass alt ist macht ihn das noch lange nicht zu einem mystischen Artefakt.
 
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absoluter Traumbass. Vielen vielen Dank fürs posten und den langen Bericht. Auch mag ich die die unverklärte Art.. ich seh das ganz ähnlich.. nur weil ein Bass alt ist macht ihn das noch lange nicht zu einem mystischen Artefakt.
Ja schon, aber so ein Bass erweckt, weil eigentlich schon eine Antiquität, Ehrfurcht. Zumindest bei mir.
Ich könnte mir heute in den A... beißen, weil ich damals den alten Höfner Solid Body einfach irgendwo habe stehen lassen.
 
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Ja das auf jeden Fall, aber es gibt nicht wenige die der Meinung sind, das nur Instrumente aus der Gründerzeit gut geklungen haben und alle heutigen Instrumente seelenlose Massenware sind. Und das ist mit Verlaub Bullshit, meine ich.
 
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Toller JB .... Und ein ebensolcher Bericht! Danke! Hat richtig Spaß gemacht beim Lesen!
 
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Vor ein paar Tagen hat mir ein alter Kumpel einen weißen FENDER JAZZ BASS ohne Bundstäbchen geschenkt. Grund genug, hier im Forum auf diesen Beitrag zu stoßen. Obwohl der Beitrag so irre lang ist, habe ich meine spezielle Frage nicht beantwortet gefunden: Welche Musik spielt man auf einer Bassgitarre ohne Stäbchen? Kontrabass-Ersatz habe ich heraus lesen können und klassische Begleitung. Sonst nichts?
Ich bin es gewohnt einen Jazz Bass mit Stäbchen zu spielen. Und mehr als Vierviertel-Rock kann ich auch nicht. (den aber wie ein Metronom!)
Was fange ich also mit der Frettless Bass-Gitarre an? Welcher Musikstil? (einfach drauflos spielen geht schon mal gar nicht, wie ich verwundert feststellen musste.)

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da geht ne Menge mit, absolut eigenständiges Instrument meiner Meinung nach.




ab ~1:00 fretless irgendwas, ab 1:50 slap groove

gibt sogar einige Metal Bands mit Fretless Bass

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---


Pop natürlich auch :)
 
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Vielen Dank für die Video-Zusammenstellung, djaxup.
Das unterste Video gefällt mir am besten, und das liegt nicht nur an der Spielerin. Das Lied kommt mir sogar bekannt vor. Aber das Mädchen spielt keinen bundlosen Bass. Diesen Sound allerdings möchte ich auch nachmachen können. Gerade dieses Gleiten zwischen den Tönen (sliden??) mag ich sehr.

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Das ist natürlich ein bundloser Stingray. Der Song ist von Paul Young, die oiriginal Bassline hat der grandiose Pino Palladino auf genau einem solchen bundlosen Stingray gespielt. Fretless Bässe gibt es mit und ohne Markierungen auf dem Griffbrett.

Hier ein anderer Songs von Paul Young, hier ist Pino mal in Aktion zu sehen.


 
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aufgemalte Bundstege? Das habe ich nicht erkannt. Schade, dass mein FENDER JAZZ BASS das nicht auch hat. Aber einem geschenkten Gaul guckt man nicht auf's Griffbrett.
Wie hier im Bassgitarren-Forum bereits gesagt wurde, wird vieles über das Gehör gegriffen. Das ist bei den tiefen Lagen gar nicht so einfach, und ich merke schon, das ich dafür sehr viel mehr üben müsste als mir meine wenige Freizeit erlaubt. So ein guter Bassist wie im dritten Video mit dem Song Crystal wird man bestimmt nicht von heute auf morgen.

Eine Frage zum Sound von Pino Palladino:
benutzt er Stainless Steel Flatwood Saiten, über die ich hier viel im Beitrag gelesen habe?
Oder sind es genau anders herum eher Rotosound Black Nylon-Saiten.
Der Kern ist aus Metall, geglättet sind sie mit Nylon. Ich nehme an, mit diesen Saiten kann man am besten diese Slider/Rutscher erreichen?

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der ganz typische fretless Jazz Bass Sound nutzt eher roundwounds. Jaco hats vorgemacht und ist ja bis heute eins der größte Idole in Sachen Bass und Fretless. Ich mag Fretless Bässe auch am liebsten mit bissigen Rounds.

Ich vermute aber Pino spielt hier flats, genau weiß ich das aber auch nicht.
Fretless Bässe werden gerne mit ein wenig Chorus und etwas Hall gespielt, das kommt ziemlich gut.

Da fällt mir gerade ein... Pino spielt gerne Thomastik Infeld Jazz Flats. Die haben auch roten Stoff an den Saitenenden, das könnten also durchaus auch TI Jazz Flats sein in dem Video. Tolle Saiten sind das, sehr weich allerdings.
 
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Soweit ich weiß nutzt Pino Palladino außerdem einen Octaver. Den typischen Fretless-Sound würde ich versuchen bei ihm mit D'Addario Chromes oder ähnlichen, nicht zu höhenarmen Flats zu erzeugen. Bei "Come back and stay" von Paul Young slapt Pino außerdem recht viel.


 
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aufgemalte Bundstege?
Fretless Bässe entstanden früher schon mal durch Herausnehmen der Bundstäbchen aus dem Griffbrett eines bundierten Basses. Die verbleibenden Schlitze wurden verfüllt, und wenn die Füllmasse hell war, gab das solche hellen Orientierungslinien auf dem Griffbrett. Jaco Pastorius "Bass of Doom" ist ein Beispiel dafür. Diese Optik wird heute gerne nachgeahmt - wohl eher durch entsprechende Einlagen im Griffbrett, aufgemalte Linien wäre ja ruck zuck runtergespielt.

Und wenn wir hier schon bekannte fretless Spieler aufzählen sollte der am Samstag verstorbene Jack Bruce nicht unerwähnt bleiben.

Mehr Infos zum Thema gibt es z.B. auf Wikipedia.
 
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