Warehouse Guitar Speakers User-Thread

  • Ersteller -fuSsy-
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Ich hab mich in den letzten Wochen nochmal extrem mit den WGS Speakern beschäftigt und so ziemlich jedes Video bei Youtube angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei Vergleichstests mit Celestion Speaker die WGS immer bedeckter klangen und nicht so frisch und peppig wie Celestion. Der nächste Speaker wird wohl doch wieder ein Celestion sein

Ist ja auch dein gutes Recht. Ist wie Strat und Paula ;-) Der eine so, der andere so.
 
Interessant wie die Beobachtungen so auseinander gehen :). Ich spiele ja, der Situation angemessen, "zuhause" und live eine Box mit ET65/Ret30 und im Proberaum 2x eingeschrubbte V30s aus den 90ern. Bei den Celestions fahre ich meinen Roadster aktuell mit Treble&Presence auf 2 Uhr, mit den WGS jeweils auf 1 Uhr. Mitten auf 11 Uhr (WGS) vs 10 Uhr (Celestion). Der Mittenknirsch der V30s ist viel deutlicher und dementsprechend kommt obenrum auch weniger rüber als bei den WGS Pappen. Das setzt sich durch im Bandmix, verlangt aber Lautstärke die man zuhause bzw. auf der Bühne nicht immer bringen kann/will und neigt zum beamen.

Glaube das ist immer stark von den Modellen abhängig und von dem, was die WGS Speaker im Gegensatz zu ihren "Vorbildern" ausdrücken wollen. Der HM75 hat seinen "Beißpunkt" mehr in den Hochmitten als im Presence-Bereich des T-75 - der dafür kaum einregelbar ist wenn man einen "fizzfreudigen" Amp spielt. Der Retro 30 hat mehr Höhen und weniger "Hupe" als ein V30, ein Vet30 hat davon weniger und klingt eher wie die alten V30s.

Aber im Endeffekt ist das mit den Speakern - weil es so viele Modelle und Hersteller gibt - auch ein wenig "Hit or Miss" was einem ge- oder missfällt :redface:. Ich hab z.B. noch nie über Eminence-Lautsprecher gespielt, aber ich lass es lieber bleiben sonst kommt man da noch zum Hundertsten ins Tausendste :D.
 
Kurze Rückmeldung nach mehreren Monaten mit der 65/Retro Mischung in meiner TAD 4x12 Slant Box: Geiler Druck, sehr vielseitig. Bei gleichen Amp Settings etwas Glatter als Celestions, aber durch Nachregeln der Mitten Höhen und Presence sind die Speaker gleich auf. Hammer für Pop, Blues, Classic Rock, Hard-Rock und Hair Metal.

Habe mir jetzt noch eine gerade TAD 4x12 geholt, die hinten halb-offen ist. Geht da auch 65/Retro? Würde 65/Invader passen bei halb-offen und im Zusammenspiel mit der 2. Box in der 65/Retro sitzen? Oder nur Invaders?
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Invader klingt gut in offenen Boxen, ist aber deutlich schwächer als der Retro30, weshalb ich beide auch im Mix nicht empfehle.
Ob es mit ET-65/Retro30 im Mix in dieser 4x12er gut klingt, musst du wohl ausprobieren. Ich fand den Retro30 in offenen Boxen nicht so gut, wenn ich mich recht erinnere.
Invader/ET-65 geht aber auf jeden Fall.
 
Alles klar werde berichten. Eventuell werde ich die gerade Box mit den 65/Retros bestücken und obendrauf die Slant halboffen mit den Invaders....
 
Hi,

seit neuestem bin ich nun also auch WGS-User. Ich hatte zuletzt das Gefühl, meine Gallien Krueger Box (2x12 vertikal und abgeschrägt, unten Bassreflex, oben halboffen) dürfte gerade für Clean- und Crunch-Sounds ein bisschen mehr "Sparkle" und Biss haben. Die Celestion Classic Lead 80 klingen für das, was sie im Namen tragen, wirklich geil, aber der Thread hier hat mich ermutigt, mal was anderes zu probieren. Dass die Heavy Sounds dabei auch etwas aggressiver rüberkommen könnten, war mir durchaus willkommen (vgl. meine Suche nach einem Rack-Preamp mit mehr "Marshall-Kante"). Da man die Höhen eh hauptsächlich aus dem oberen Speaker hört, und die Abstimmung des Bassreflexteils ja nun auch auf einen bestimmten Speakertyp erfolgt, sollte auch nur der obere weichen.

Ich habe eine Peavey Classic 50/50 habe. Ausgefahren im Sinne von Endstufenzerre wird die nie, aber da ich meist nur diese eine Box verwende, wollte ich es mit 25- der 30 Watt-Celestions trotzdem lieber nicht wagen. Die kräftigeren Celestions der gewünschten Soundrichtung waren mir schlicht zu teuer. Dann bin ich über einen gebrauchten WGS Reaper HP gestolpert. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll der (wie der Standard-Reaper) in die Richtung des G12h Anniversary gehen, aber eben mehr Power vertragen.

Kurz gesagt, ich kann die Fans jetzt wirklich verstehen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mMn top, und der Sound hat sich genau in die gewünschte Richtung bewegt. Harmoniert auch gut mit dem Classic Lead, der unten weiter satten Bass macht. Cleans sind viel glitzernder, Crunch "batscht" schön, und trotzdem sind die HiGain-Sounds nicht kreischig geworden. Der Treblebereich ist, na klar, auch bei den Heavysounds stärker, aber dabei nicht unangenehm. Überspitzt formuliert verschiebt der Speaker den Leadsound tatsächlich etwas von Boogie nach Marshall. Es klingt also insgesamt etwas rauer, was mir sehr gut gefällt.

Der Verkäufer hatte den WGS als nur wenig benutzt verkauft, und das stimmte wohl - frisch aus dem Karton klang er tatsächlich etwas dünn und kreischig, aber da gilt ja "Bange machen gilt nicht", und schon nach wenigen Stunden mit etwas mehr Lautstärke war er dann auch eingespielt. Ich glaube fast, der Vorbesitzer hatte ihn einfach nur eingebaut, fand ihn nicht sofort gut und hat ihn vorschnell wieder verkauft.

Gruß, bagotrix
 
Freut mich, dass dir der Speaker so gut gefällt.

Für Clean und Angezerrtes (bis zu Hendrix und Timmons) find ich den auch richtig gut.
Bei Hi-Gain klingt er mir persönlich zu "bröselig" und kratzig. Allerdings kann auch genau das gewünscht sein, wenn man z.B. in einer Stoner Band spielt.
 
Ich glaube fast, der Vorbesitzer hatte ihn einfach nur eingebaut, fand ihn nicht sofort gut und hat ihn vorschnell wieder verkauft.

Häufiger Fehler - meiner Erfahrung nach sollte man (mal abgesehen von der Einspielerei) bei Speakern nicht zu viel auf den Ersteindruck geben. Manch ein Lautsprecher, der sich für mein Ohr erst mal sehr ungewohnt angehört hat erwies sich später als richtig klasse.

Seit meine Orange-Box weg ist, habe ich anbei keine WGS-Pappen mehr. Zum Testen reizt mich aber momentan sehr der G12 C/S für die offene 1x12er. Vermutlich bestell ich da demnächst mal einen...
 
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Also ich hab nix dagegen, wenn mir die Speaker auch schon beim ersten Anspielen super gefallen. ^^
 
Was man auch nicht vergessen darf: mit neuen Speakern wird man seinen Amp auch wieder anders einstellen (müssen). Waren die alten zu matt, klingt ein eigentlich ausgeglichen abgestimmter LS auf einmal schrill. Trotzdem bleibt es natürlich immer ein Unterschied, ob die Höhen von den PUs, dem Amp oder der Box kommen.

Zum Kommentar von Myxin in Sachen Reaper und HiGain: Genau dieses Kratzen hat mir vorher gefehlt, das klang mir etwas zu brav und glatt. In Kombination mit einem Marshall (der wird ja nicht zufällig als Avatar dienen) würde ich wohl auch zu einem etwas defensiver agierenden Speaker greifen.
 
Genau dieses Kratzen hat mir vorher gefehlt, das klang mir etwas zu brav und glatt.

Das macht auf jeden Fall Sinn!
Deshalb geb ich auch ungern Pauschalempfehlungen zu Speakern raus, wenn ich nicht weiß, welcher Amp und welcher Sound angestrebt wird.

In Kombination mit einem Marshall (der wird ja nicht zufällig als Avatar dienen) würde ich wohl auch zu einem etwas defensiver agierenden Speaker greifen.

Tut er nicht, nein. : )
Und zum JVM: Der klingt prima mit ET-65, ET-90 und Invader. Erstere beiden sind tatsächlich eher "glatte" Speaker, der Invader hat schon Rotz, gibt halt dann eher einen Sound Richtung "Greenback", aber das funktioniert bekanntlich mit Marshall auch hervorragend.
 
Hallo,

ich suche für meine Blackstar HTV-112 einen Speaker. Es handelt sich dabei um eine halboffene Box, etwas größer als die bekannte Palmer.
Gespielt wird Metal über einen geboosteten Blackstar HT-20. Wichtig ist mir, dass Palm Mutes Spaß machen und ich ein differenziertes, mächtiges Klangbild habe (schlechte Beschreibung).

Jetzt die Frage: ET 90 oder Retro 30?
 
Würde ich an dem Amp beide nicht nehmen.
Wenn, dann eher noch den ET-90. Aber der hat viele Mitten und klingt sehr glatt.
Der Blackstar HT-20 klingt auch recht mittenreich und glatt, das könnte zu viel werden.
Der Retro30 würde nur den "Transistor-Fizz", den der HT-20 ein bisserl hat, verstärken.
Mir hat der HT-20 am besten mit dem Invader gefallen.
Allerdings hat der Invader ein deutlich weniger ausgrägtes Low End, das auch weicher ist, im Vergleich zum ET-90 und Retro30.
Dafür gibts dann eine Portion "Crunch" dazu und ein angenehmes Höhenspektrum, was dem Amp sehr gut steht.
Ist natürlich nur meine Sicht der Dinge.

Wenn du wirklich "Wumms" und ein "mächtiges Klangbild" willst, wirst du mit der HTV-112 nicht glücklich.
Da würde ich dann eher zu einer 2x12er greifen, evtl. auch geschlossen, falls du einen fokussierten Bass Schub wünscht.
 
20161008_155446.jpg


Mal ein Update: Habe den Mix ET65/Retro30 jetzt in einer AGL/Mojotone/TAD 4x12 gerade Ausführung. Das klingt doch deutlich anders als in der Slant Version, moderner, druckvoller transparenter. Ich führe es mal auf das zusätzliche Volumen zurück. In der Slant habe ich jetzt ET65/Invaders und die beiden Boxen als Fullstack an einem Plexi. Klingt toll für mich. Ob die Invaders auch so mit den Retros harmoniert hätten kann ich nicht sagen, ich glaube es eher nicht. Aber dadurch, dass da noch 4x ET65 dazu kommen passt's dann super.
 
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Servus Leute, hab heute selbst mal eine Frage an die WGS-User-Fraktion :).

Ich spiele ja bisher in meiner Metal-Band meinen Recto mit ner 2x12 Ret30/ET65. Soweit alles cool.

Durch meine Ausprobiererei mit WGS-Pappen ist mir ja auch ein 8-Ohm-ET90 mit schwarzem Korb in die Hände gefallen, den ich zwar in meiner 2x12 nicht gebrauchen konnte, den ich aber bisher in offenen 1x12-Boxen brutal gut finde. Aktuell hab ich den in meiner Mietwohnung in einem Marshall 8080-Combo. Eine kleine Remineszenz an meinen allerersten geliehenen Live-Amp(einen 8280) damals in ner Schülerband, und der Marshall tut auch heute noch gut :cool:.

Jetzt liebäugele ich damit, mal wieder meinen Basteltrieb zu erfüllen und mir einen Deluxe Reverb vom TAD zusammenzulöten (nachdem hier schon ein Madamp A15 und ein Anvil stehen) und als "Liebhaber"- und Session-Amp zu benutzen. Die Clean-Sachen (inkl. Reverb und Trem) von den Teilen sollen ja zum Niederknien sein, ich wollte dem designierten Amp aber zumindest bei Jams live schon ein wenig einheizen (mit Booster/Amp-Sim/Plexiclone etc.).
Die "Ami-Speaker" von Jensen die man normalerweise in den Combos findet sind ja so laut Meinung die man hier (und woanders) lesen kann das "Aushängeschild" für den Fender-Cleansound, aber haben im Overdrive-Betrieb ihre Grenzen.
Hat jemand Erfahrung speziell mit dem ET90 in Fender-Combos? Two-Rock verbauen die ja z.B. auch, aber die Amps die ich von denen kenne sind ja alle so im "heißeren britischen" Gebiet angesiedelt. Ich fand den ET90 ja speziell für den ultra-stabilen, kräftigen und nicht mit irgendeiner Frequenz überladenen Sound klasse und dafür dass er etwas mehr "gibt" als der ET65. Kann mir aber partout nicht vorstellen wie sich das auf Fender-Sound auswirkt, ich kenn Blackface-Amps immer nur mit ihren Original-Pappen :cool:.
 
Ich mag die schwarzen ET-90er (oder besser 12-65H) auch sehr gerne.
Habe aber keine Erfahrungen damit in Fender Amps - allerdings ist der ET-65 sehr beliebt als Speaker in Fender Combos und ich wüsste jetzt keinen Grund, warum das beim ET-90 anders sein sollte. Der braucht ein bisschen mehr Volumen in der Box - allerdings sind die in der Regel eh halboffen, was damit wieder etwas weniger ins Gewicht fällt.

Es gibt auch ein Video - ET-90 vs. ET-65 über einen Fender-style Amp gespielt - vielleicht für dich auch interessant?

 
Irgendwo gibt es auch ein Video, bei dem eine ganze Reihe WGS Speaker über einen Hot Rod Deluxe gespielt wird, inklusive dem ET-90. Dort wusste er auch ganz positiv aufzufallen meiner Meinung nach.
Aber so ein HDR ist als moderner Fenderamp natürlich nur bedingt Referenz für einen Blackface. Aber vielleicht dient es ja als Anhaltspunkt!
 
Moin,

Ich spiele einen JCM 800 2203 und würde gerne die Celestion V30 in meiner 412er tauschen.

Ich hätte gerne einen runderen Sound, nicht so britzelig.
Der Sound sollte sich trotzdem gegen die V30 des Mitgitarristen durchsetzen.
Und die Speaker dürfen gerne etwas leiser sein als die V30:)

Musikalisch geht's Richtung Hardrock mit nem leichten 80er Einschlag,

Ist der Invader das Richtige? Mischbestückung mag ich nicht so gerne

Danke und Gruß

Christoph
 
Der Invader geht in die Greenback Richtung. Hat aber weniger Wumms als ein V30.
Ich sehe dein Unterfangen als schwierig an. Einerseits willst du leisere Speaker und einen runderen, weniger britzeligen Sound, andererseits sollen die Speaker sich dann gegen die V30 des Mitgitarristen "durchsetzen".
Ich denke, dass da die bandinterne Soundabstimmung mehr ausmacht als die Wahl des Speakers.
Warum keine Mischbestückung? Invader und Brit Lead klingen sehr gut miteinander und der Brit Lead würde den Sound untenrum etwas anreichern.
 
Was heisst weniger Wumms? Ich finde nicht, dass die V30 übermäßig schieben.

Die leiseren Speaker sind nur dazu gut, dsss ich den 800 weiter aufdrehen kann.

Durchsetzen ist wohl nicht Gut ausgedrückt, man sollte schon 2 Gitarren hören. Die Speaker sollten nicht von den V30 weggebraten werden.

Habe am WE eine Box mit G12 75 gespielt, da hat nix gebritzelt, das war angenehm zu hören. Der Rest war verbesserungswürdig.

Bei Mischbestückung bin ich immer unentschlossen wie es am besten klingt, über Kreuz, nebeneinander, welcher Speaker wird abgenommen...
 

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