Wenn ihr selbst Produkte designen könntet...

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Illidan
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Angeregt durch den (schon 2 Jahre alten) Thread "Mein Traumequipment" hab ich mir gedacht selbst so einen Thread zum Träumen aufzumachen. Und zwar mit der Frage:
Wenn ihr selbst Produkte designen könntet, was würdet ihr tun?

Ein Nord Stage, bei dem die Synth-Sektion ein vollständiger Nord Wave (mit Led-Kränzen aus dem Nord Lead 3) ist?
Ein Waldorf Wave, basierend auf dem Blofeld (natürlich trotzdem mit analogen Filtern)?
Ein Moog Modular, basierend auf dem Voyager?
Ein Oasys, der VSTis und andere Programme hosten kann wie ein Open Labs Neko?
Eine Neko-ähnliche Worktstation von Apple (die arbeiten ja mit Euphonix zusammen, da könnten dann die Controller der Artist-Reihe herhalten...)?
Ein Steinway mit eingebautem CEUS?

Oder anstatt Kombinationen aus vorhandenen Technologien völlig neue Ansätze? Wenn ja, wie würden diese bei euch aussehen?
 
Puls
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Ein Nord Stage, bei dem die Synth-Sektion ein vollständiger Nord Wave (mit Led-Kränzen aus dem Nord Lead 3) ist?

ne, ein Stage mit 1GB Sample-Speicher und Zugriff auf die Nord Sample-Library, DAS wäre mein roter Traum :rolleyes:
 
Leef
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Einen Micron mit 48 stimmiger Polyphonie und 61 Tasten mit Aftertouch. :rolleyes:
 
dr_rollo
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Ich würde erst einmal klein Anfangen, bevor ich mich an eine Workstation ranmache. Die Eierlegende Wollmichsau wird es sowieso nie geben, nicht einmal der OASYS hat sich als solche durchsetzen können.
Was mich am meisten stört, und wo ich ständig auf der Suche bin, ist die Peripherie, wie passende Submixe, flexible Verkabelung, kompromisslose Stative plus variable Halterungen, nicht mal ein Universalnetzteil gibt es, mit dem man mal alle seine Steckernetzteile ersetzen könnte.
Wo ich aber als erstes anfangen würde: Ein Headset in Kombination mit IN-Ear und das ganze drahtlos, um mal den Beltpack-Wahnsinn, bzw. die Verkabelung vor jedem Set zu umgehen.
Manchmal fühle ich mich wie ein Pilot vor dem Start:
Headset sitzt - OK
IN Ear angelegt - OK
Sender vom Headset eingeschaltet - OK
Empfänger vom IN Ear eingeschaltet - OK

Bei meinem Handy steck ich mir nen Knopf in's Ohr, schalte den ein und kann sofort telefonieren. Ja ich weiß, ist nicht mit einem vernünftigen gedämpften Bühnen-In-Ear-Hörer zu vergleichen. auch die Qualität des Mikros ist natürlich eine andere. Aber wenn man schon mal wenigstens eine Bi-direktionale Funkstrecke für Mikro und Hörer in einem Gerät etablieren könnte, wäre das schon mal ein großer Fortschritt.

Früher hatte ich sogar noch ein drittes Beltpack für meine Gitarre am Gürtel. Da gibt's aber mittlerweile welche, die deutlich kleiner geworden sind und die nur noch an der Klinkenbuchse der Gitarre hängen.
 
Boogie_Blaster
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1. Vorschlag: Nord RD800:
Baugleich mit dem RD700GX+SN und zusätzlich Kompatibilität der Nord Piano-Library sowie ein schmaleres und kleineres Gehäuse mit 20kg.

2. Vorschlag: Kawai MP6:
Klaviatur und Sound vom CN23. Preis 999 EUR. 18kg, Maße wie P85.

3. Vorschlag: Nachfolger vom P85 mit identischen Maßen/Gewicht, aber mit der Klangerzeugung vom CP1

4. Vorschlag: Nord Stage 2 mit 1GB und allen Vorteilen vom Electro3 und einem Preis von 1999,-

5. Vorschlag: Electro4: Identisch mit Electro3 aber multitembral

6. Vorschlag: Kurzweil PC4X mit länger gelooptem Piano, Saitenresonanzen, Pedal Down-Samples etc.

7. Vorschlag: Roland E-51 mit Supernatural-Piano Sound und VK-Sim, 256 MB Sounds, aber gleichen Maßen und Gewicht wie E-50.

8. Technics P-30-Nachfolger

9. Keyboards mit voller VST-Unterstützung ohne wenn und aber, wo zumindest sowas wie Truepianos und The Grand 1 laufen würde

10. Roland V-Combo, aber 8kg, klein, Supernatural-Pianos

11. Nord Piano-Library V6 mit 1GB großen Pianos mit 10 oder noch mehr Layern und entsprechender Hardware mit 16GB Platz....

12. Musiker-Laptop gleich mit eingebauten XLR und Klinken Aus- und Eingängen...

13. GEM Promega 4, RP-X2

14. Sample-Library wie bei Nord für RP-X (ist ja prinzipiell auch Flash-Rom)
 
gmaj7
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Gießen
Ich wäre für die eierlegende Wollmilchsau, die in allen Klangkategorien amtlich klingt und bei der jeder Klang in einem Multi exakt so klingt wie im Single-Modus. OHNE dass man sich Gedanken über Effektzuordnungen machen muss. Und das ging selbst beim OASYS nicht, weil der "nur" 12 Insert-Effekte hatte.
Das ganze in mehreren Tastaturausführungen, so dass man unten die gewichtete und oben eine normale Synthy-Tastatur hat.
Das Ganze so bezahlbar, dass man ein Pärchen im Proberaum lassen kann und nur einen USB-Stick transportieren muss.
Toll aussehen soll die Kiste natürlich auch noch.

Die Technik für das, was ich mir vorstelle ist LÄNGST vorhanden! Preislich dürfte das natürlich auch was kosten.
Nur kein Hersteller baut alle seine Möglichkeiten in ein Gerät ein. Ganz im Gegenteil - ich habe immer das Gefühl, dass bestimmte Bereiche ABSICHTLICH schlechter gemacht werden, als man es könnte.
Warum?
- Weil man uns mehrere Geräte verkaufen will.
- Und weil man uns mit minmalen Verbesserungen alle 2 Jahre ein neues Gerät verkaufen möchte.

Beispiele:

-Extrem Schwache Orgeln im Fantom G mit sehr unrealistischem Leslie. Dabei haben die mit der VK das Know-How und hätten den Leslie-Effekt sicher einbauen können.
- Und keiner baut uns seinen aktuellen Digitalpianoklang in die 88-Tasten-Workstation ein. Es müsste noch nicht mal der TOP-Klang sein. Schon der Klang der Mittelklasse-Digitalpianos würde völlig ausreichen. Aber selbst bei den Pianosynthesizern von Yamaha bekommt man NICHT den Klang der günstigen Digitalpianos. Dabei würde das keine 100€ kosten, diesen Teil der Klangerzeugung zu übernehmen. Selbst wenn es ein eigener Pianomode wäre, der inkompatibel mit dem Rest wäre, würde ich mich schon freuen. Die Nutzer würden bestimmt auch mehrere Hundert € mehr dafür zahlen, oder machen es beim S90XS, ES oder S ja schon. Dennoch WILL man es uns einfach nicht geben!

Aber so ist die Welt - und die aktuellen Geräte ermöglichen ja schon Einiges.

Viele Grüße
Micha
 
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Gehirn-Midi
Das Gerät spielt, was ich denke.
 
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h4x0r
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Aber dann müsstest du dir ja nen Stecker innen Kopp implantieren lassen:

10047-cyber-punk-cyberpunk


Und außerdem glaub ich nicht, dass die MIDI-Verbindung die Datenmengen von nem Gehirn abkann. :D

Gruß, Jan

(und ja ich weiß, es ist kein MIDI-Stecker :D)
 
HaraldS
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Was ich für dringend nötig halte: eine 88er-Tastatur, die keine Bedienelemente wie Drehregler oder Slider hat. Stattdessen einen 120 cm x 25 cm großen Touchscreen, auf dem man sich die Bedienelemente selbst programmieren kann. Und zwar für jedes Live-Setup einzeln (sie sollten aber zwischen den Setups hin- und herkopierbar sein). Das ganze sollte in ein kleines Flügelgehäuse eingebaut sein, aber herausnehmbar, damit es transportabel wird. Das Flügelgehäuse müßte zusammenklappbar sein.

Die Klangerzeugung sollte in einem leistungsfähigen Rechner laufen, der mit im Flügelgehäuse eingebaut ist.

Das Instrument sollte nicht von vorneherein festlegen, ob es ein Synthesizer, ein Sampler, ein Portable Keyboard mit Styles oder was auch immer ist, das sollte pro Setup eingestellt werden können.

Diese etablierte Spezialisierung, daß ich für spezielle Funktionen einzelne Instrumente verwenden muß, gehört im Zeitalter der Software mal systematisch überwunden. Ich brauche oft genug z.B. eine Anzeige meiner 8 Tastaturzonen in einem Setup, dann in einem anderen Setup bestimmte Bedienelemente einer Begleitautomatik. Bei manchen Gigs brauche ich eine Uhr im Display, bei anderen virtuelle Zugriegel.

Harald
 
Boogie_Blaster
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Diese Vorstellung finde ich für ein Masterkeyboard-Konzept sehr interessant, gerade was das "grafische" Anlegen von Tastaturzonen angeht. Auch für die großflächige Darstellung bestimmter Controller und Performance-Steuermöglichkeiten (der Mega-Ribbon, oder auch neuartige, grafische Sequencerkonzepte) hat das auf jeden Fall großen Reiz.

Schwieriger sehe ich einen Universalscreen als Ablösung für alle elektronischen Instrumente: ich glaube nicht an die Überlegeneheit von universellen Alleskönnern.
Wennschon, dann ein Nebeneinander von Universallösungen für bestimmte Anwendungsbereiche und Spezialisten für andere.

Das Instrument sollte nicht von vorneherein festlegen, ob es ein Synthesizer, ein Sampler, ein Portable Keyboard mit Styles oder was auch immer ist (...)
Diese etablierte Spezialisierung, daß ich für spezielle Funktionen einzelne Instrumente verwenden muß, gehört im Zeitalter der Software mal systematisch überwunden.

Das sehe ich gegensätzlich :rolleyes::
In der Spezialisierung, dem genau-auf-eine-Anwendung-Zuschneiden liegt mitunter eine Qualität, die mit universellen Controllern nicht zu erreichen ist. Gerade die Tatsache, daß ich es einer überschaubaren Anzahl von eindeutigen, wiedererkennbaren, anfassbaren Bedienelemten zu tun habe - und nicht mit einer Unzahl beliebiger, immer neuer Softwarelayouts und grenzenloser Möglichkeiten - macht das ganze beherrschbar. Die aktuelle Beliebtheit von überschaubaren Instrumenten - allen Softwaremöglichkeiten zum Trotz - spricht doch eine klare Sprache.


Ich finde auch, daß gerade bei so "klang-kreativen" Instrumenten wie einem Synthesizer zuviel universalität eher schädlich ist und den Nutzer überfordert. Wer nutzt den das klangformende Potential seiner Mega-Workstation tatsächlich aus? Werden nicht vielmehr hauptsächlich Presets gedudelt (und sobald diese abgenutzt sind in ein Nachfolge- oder Konkurrenzmodell investiert? Bei einem kleinen, "beschränkten", spezialisierten Instrument (monophoner Analog-Synth, Gitarre, Bergzither) steht doch viel mehr die Beschäftigung mit dem Kern des Pudels im Vordergrund..)
So beeindruckend aktuelle Multitouch-Entwicklungen auch sind: ein Screen kann nicht die finale Antwort auf alle Fragen sein, sonst würden wir längst auf Screens statt Tastaturen spielen und auch unser Auto nicht mehr mit Lenkrad und zwei Pedalen steuern.
 
Musicanne
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HFU
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So beeindruckend aktuelle Multitouch-Entwicklungen auch sind: ein Screen kann nicht die finale Antwort auf alle Fragen sein, sonst würden wir längst auf Screens statt Tastaturen spielen und auch unser Auto nicht mehr mit Lenkrad und zwei Pedalen steuern.

Wer weiß was da noch so kommt in Zukunft. Das mit den Tasten hab ich schon gesehen, und zwar hier. Zwar nur ein kleiner Tastenumfang aber immerhin. Aber das Gefühl für den Anschlag geht ja dann vollends flöten, falls man nur auf sowas spielen sollte.

Ich wünsche mir ein "Mac Book Music" mit Touchscreen und integrietem Interface incl. der Anschlüsse, so dass man nicht viel mit rumschleppen muss. Das natürlich mit Halterung, die ans Digitalpiano befestigt wird, so dass keine Kabel nötig sind (allenfalls Adapter) um das Book direkt mit dem DP zu verbinden. Es sollte an Software nur die Sachen drauf sind die fürs Musikmachen wichtig sind. Zusätzlich die Funktion des MusicPad Pro wäre super, so dass man mit dem Sustain-Pedal die Seiten weiterblättert. Genug geträumt - muss mal Klavierüben, sonst bringt das ganze nichts ;).

Viele Grüße
Musicanne
 
Martman
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Also, zuallererst hätte ich die gute alte Roland XP-80 ein bißchen aufgebohrt zur XP-2080. Als Klangerzeuger käme nicht der JV-1080 zum Einsatz, sondern ein JV-2080, allerdings mit sechs statt drei Effektwegen. 8 SR-JV80-Slots sind selbstverständlich auch vorhanden (4 sind für die XP-80 echt nicht genug). Und um Kurzweil und Korg zu erschrecken, würde ein auf dem S-760 basierender Sampler mit eingebaut. Der Klangspeicher wird entsprechend aufgebohrt: jeweils 4 User-Patch- und -Performance-Speicherplätze. Dazu noch lecker JD-800-Wandler. Ansonsten das volle Programm an XP-80-Features. Weitere Varianten wären die XP-2060 (61 Tasten), XP-2090 (88 Tasten wie später beim XV-88) und XP-2000 (Rackversion und immer noch teurer als der JV-2080).

Das Handbuch wär dann fast so schwer wie so manch ein kleiner Synthesizer. Das von der XP-80 ist ja schon ein Telefonbuch.

Wo wir gerade bei Roland sind: mehr ARX-Karten mit mehr Frechheiten.
  • Echtanaloge Jupiter-Karte, monotimbral, achtstimmig
  • GAIA-Karte, multitimbral, oder wahlweise Reinkarnation des JP-8000 als ARX-Karte
  • D-550 auf einer Karte (das Ding sollte dann schon multitimbral sein)
  • Variphrase-Karte für die ganz Mutigen

Außerdem für Roland eine Keytar, die wirklich sinnvoll ausgestattet ist, die AX-8:
  • 44 Tasten, jetzt auch mit Aftertouch
  • keine Klangerzeugung, aber umfangreiche MIDI-Fernsteuerungsmöglichkeiten
  • Display(beleuchtung) abschaltbar
  • Wireless MIDI mit beiliegendem 9½"-Transceiver-Rackmodul (USB To Host, 1 MIDI In, 4 MIDI Out mit V-Link, wenn schon, denn schon)
  • Design gegen Aufpreis frisierbar. Standardmäßig wäre die AX-8 weiß, es gäbe aber auch Schwarz und AX-1-Rot als Gehäusefarbe, wenn nicht noch mehr. Die Tastatur kann entweder in den unteren 1½ Oktaven oder komplett reversed ausgeführt werden. Eine der teuersten Varianten wäre die Jarre-Signature-Ausführung: dunkelgrau mit dunkelgrauen "weißen" und hellgrauen "schwarzen Tasten" wie beim Lag Circulaire/Mad Max II, und auf der Vorderseite (falls Platz ist) Jarres aufgedrucktes Autogramm. Eine Herbie-Hancock-Signature wäre auch denkbar.

Meine Idee einer Kurzweil K3000 sollte hinlänglich bekannt sein. Wenn nicht, schreit, und ich werde euch noch einmal davon erzählen. *Spezifikationsbuch, das wie ein Märchenwälzer aussieht, in die Hand nehm*

Ein Waldorf Wave, basierend auf dem Blofeld (natürlich trotzdem mit analogen Filtern)?
Der wär dann goldmetallic (auf Wunsch auch andersfarbig) und würde Scaramanga heißen. Du bist nicht der erste mit dieser Idee.

Einen Micron mit 48 stimmiger Polyphonie und 61 Tasten mit Aftertouch. :rolleyes:
Ich design da mal mit: Der Aftertouch ist natürlich polyphon, und zusätzlich kommen die Presets vom Ion mit rein, weil die was taugen. Natürlich ist das Teil dann von Akai ("Polymer") und so solide verarbeitet wie die großen MPCs, vor allem gäbe es keine ausgelutschten Drehregler mehr. Ich stell mich freiwillig zur Verfügung, die ersten zwei Prototypen dauerzutesten. *jetzt schon GAS krieg*

A propos Akai: Die könnten mal auf den Workstationzug aufspringen. Man nehme die Fusion, bohre sie um ein zweites Ion/Micron/Miniak-Filter auf, mache die Firmware im- und exportkompatibel zu allen Akai-Samplern und MPCs, baue das Ganze in ein weniger abgefreaktes schwarzes Gehäuse (Wheels bitte links von der Tastatur, wo sie hingehören, und drei davon wie beim Miniak), pflanze obendrein die 16 Pads vom MPC2500 ein (wenn Roland Stunk macht – Akai hatte diese Pads lange vor Roland) und lege die Hollow-Sun-Programme für die Fusion auf CD bei. Auf eine zweite CD kommen die Werkspresets von Ion, Micron und Miniak. Daß die Fusion-Firmware inzwischen stabil ist, sollte sich rumgesprochen haben. Dazu noch vernünftige Preise: 2200 € für 61 Tasten, 2400-2450 € für 76 Tasten, 2800 € für 88 Graded-Hammer-Tasten.

Ich hab auch noch was für Yamaha. Zunächst mal betrachte ich es als einen Fehler, alle Syntheseformen außer Sampleplaying einzustampfen. Das machen wir mal ganz schnell wieder rückgängig und hauen als erstes mal ein paar Synthesizer raus, die eben keine Sampleplayer sind (aber sonst fast alles), als da wären:
  • SY20: R3/GAIA-Konkurrent. 37 Tasten, AN2, duotimbral.
  • SY50: 61 Tasten, AN2 + 6-OP-FM, 16fach multitimbral. Quasi der langersehnte AN1x-Nachfolger.
  • SY80: 61 Tasten, AN2 + 8-OP-FM/FS + VL/VP, 16fach multitimbral.
  • SY90: 76 Tasten, AN2 + 8-OP-FM/FS + VL/VP, 16fach multitimbral.
  • SHS20: SY20 im Keytargehäuse. Mit Fullsizetasten bitte, auch wenn SHS was anderes suggeriert.
  • TG20: SY20 als Pult, Rackohren optional, oder als Halbrack.
  • TG50: SY50 als Rack.
  • TG80: SY80/SY90 als Rack.
Alle Synths haben übrigens sowohl wahlweise polyphonen oder Channel Aftertouch (im Klangprogramm umschaltbar) als auch Horizontal Touch. SY80 und SY90 haben lange Ribbons über der Tastatur.

Die nächste Motif-Generation bekommt wieder Slots für Erweiterungskarten, z. B.:
  • PLG200-FS: 8-OP-FM/FS für zwei Multimodeparts
  • PLG200-DX: 6-OP-FM für acht Multimodeparts, quasi TX816 als Karte
  • PLG200-VL: VL/VP-Karte, monotimbral
  • PLG200-AN: AN2-Karte mit Modulen für vier Multimodeparts; eine Karte reicht, um eine ganze GX-1 zu emulieren
Dabei stehen in den Motif-Keyboards vier und im Rack sechs Slots zur Verfügung. Der MO-Nachfolger bekommt zwei (und eine aktuelle Klangerzeugung statt der der Motif XS).

Weil das so gut ankam, daß die neuen SYs "Dreifachtouch" haben, wird natürlich die Workstationuserfraktion darauf pochen, daß das auch in die nächste Motif implementiert wird. Wird es auch, sogar die nächste 8er hat polyphonen Aftertouch und Horizontal Touch. Die Tastaturen werden ein Killerfeature der Motif sein. Natürlich werden die Soundprogrammierer genügend gesunden Menschenverstand haben, daß sie nicht alle drei Tastaturcontroller in jedes Klangprogramm einbauen. Im übrigen werden mindestens die 7er- und 8er-Modelle mit dem Ribbon von SY80 und SY90 bestückt.

Effekte wird's reichlich geben. Jeder Part im Multimode wird seinen eigenen Effektweg mit mindestens zwei Slots haben, was die Übernahme der Effekte der einzelnen Klangprogramme (und somit die Rückkehr von FDSP) erlaubt. Außerdem gibt's zusätzliche Effekte zum Nachschalten, unbelegte Effektslots können auf andere Parts gelegt werden, man kann den Sound von einem Part durch die Effektsektion eines anderen schicken (unabhängig davon, woher die Effekteinstellungen stammen), und Mastereffekte gibt's sowieso.

In Sachen Wandlern geht Yamaha in die Vollen und weit über 44,1 kHz hinaus. Die selbstentwickelten D/A-Wandler sollten mindestens 24 Bit/96 kHz bzw. 88,2 kHz unterstützen. Daß das keiner hört, halte ich für ein Gerücht. Außerdem öffnen zumindest die Filter des PLG200-AN bis in den Ultraschallbereich rein.

In Sachen Rack könnte Yamaha auch noch aufrüsten. Es gibt wie gehabt ein 1HE-Rack, das die Klangerzeugung der Motif-Keyboards enthält, aber ohne Sampler und ohne Sequencer, dafür mit 6 PLG200-Slots. Soundschleuder eben. Für Wagemutige und Studiobesitzer gibt's die größere Rackversion auf 3HE mit größerem Display, voller Workstation-Funktionalität, 32fachem (!) Multimode inklusive zweier MIDI-Ports, erweiterter Polyphonie und 8 PLG200-Slots. Mehr Audioausgänge und mLAN-Ports gäbe es auch. Eine Option für beide Rackmodule ist eine Fernbedienung mit dem Display der Keyboardversionen und diversen Tastern, die wie bei Miditemp an ein CAT5-Kabel gehängt wird.

Die PLG200-Boards werden keine in sich geschlossenen Systeme mehr sein, sondern Module enthalten, die in die vorhandene Klangerzeugung (die ohnehin genügend Stimmen haben wird) eingeklinkt werden. So hat man bei vielen Boards zusätzliche Oszillatorblöcke zur Auswahl oder zusätzliche Filtertypen. Die nächste Motif bekommt übrigens auch pro Multimodepart eine "Output-Simulation", etwa vergleichbar mit Amp-/Speakersimulationen, nur daß sie noch weitergeht. Sie kann etwa die Uraltwandler des DX7 I oder von kleinen 4-OP-Geräten emulieren (wenn die PLG200-DX oder die PLG200-FS drin ist) oder die Röhrenkabinette der GX-1 (wenn die PLG200-AN eingebaut ist).

An weiteren Geräten wird es neue Digitalpianos (S70 mit 76 Waterfall-Tasten, S80 mit 76 Tasten und Hammermechanik, S90 mit 88 Tasten und Hammermechanik) mit der erweiterten Klangsynthese und mindestens zwei PLG200-Slots geben. Außerdem wäre zu erwähnen, daß die neue Motif 6 dieselbe Gehäusebreite hat wie SY50 und SY80. Diesen Umstand nutzen wir mal aus und bieten Unterbautastaturen mit 61 weiteren Tasten an, die entweder über MIDI oder mLAN oder über eine Buchse speziell für diesen Zweck angeschlossen werden. Das eine Modell hat einen zweiten Satz Wheels, das andere neun Fader. Das spart Auflagen auf den Keyboardständern und macht "Rumorgeln" (gibt auch ein PLG200-Board mit Vintage-Tasten und entsprechenden Oszillatorblöcken sowie Output-Modellen) leichter.

Natürlich sind alle Klangerzeuger per USB oder mLAN voll in Sequencerumgebungen integrierbar. Mithin die einzige Möglichkeit, die 8-OP-FM/FS-Erzeuger zu bändigen.

Zur Erklärung der Klangsynthesen:
  • AN2 steht für eine aufgebohrte Analog-Modeling-Synthese. Es gibt diverse Filtertypen, darunter detailgetreue Emulationen der klassischen 70er-Jahre-Yamaha-Filter inklusive Bandpaß. An Oszillatoren kann man entweder einen Block mit vier baugleichen herkömmlichen Oszillatoren nehmen oder einen Block mit einem Oszillator, der fünf Wellenformen gleichzeitig ausgibt, zwei davon auch gefiltert. Typischerweise haben AN2-Programme hinterm Mixer ein oder zwei Filter, die verschieden verschaltet werden können. Die Hüllkurven beherrschen auch IL/AL/ADR und gehören zum schnellsten, was in Hardware erhältlich ist. AN2 erlaubt das Koppeln zweier Klangprogramme und die weitere Bearbeitung des Mix, etwa durch ein weiteres Filter oder durch gemeinsame Modulationen. Klanglich wird AN2 recht flexibel sein und einen nicht zu eigenständigen Charakter haben.
  • FM kommt grundsätzlich in zwei Varianten. Zum einen mit sechs Operatoren, zum anderen mit acht Operatoren + acht Noiseoperatoren für FS1R-Artiges. Beide Systeme sind jeweils mit allen Waveforms, Parametern und Algorithmen bestückt, die Yamaha für die jeweilige Operatorenzahl implementiert hat, so daß mit 6-Operatoren-FM ohne Probleme Sounds vom DX7 bis zum SY99 möglich sind. Es besteht natürlich Datenkompatibilität mit allen FM-Synths inklusive solchen mit weniger Operatoren (nicht erwähnt wird, daß sogar z. B. Korg-707-Sounds importiert werden können). Bekannte Sounds liegen als Presets bei, für den europäischen Markt kommt die 8-OP-Version mit dem Originalsound der "Tänzerin".
  • VL/VP wird unter VL zusammengefaßt. Heutzutage sollte die Rechenleistung, die für virtuell-perkussive Synthese gebraucht wird, mit Leichtigkeit zur Verfügung stehen. Alle VL/VP-geeigneten Synths haben übrigens einen eigenen Blaswandleranschluß. Wahrscheinlich wird VL/VP eher nicht multitimbral sein, es sei denn, man verwendet mehrere PLG-Boards vom selben Typ.

Ich hab auch noch Ideen für Korg. Zum einen ein Kaoss Pad, das ins Komponent System paßt. Zum anderen sollten die nächsten Electribes mit KARMA bestückt werden, das wär mal lustig. Wobei Tribes im Komponent-Formfaktor auch interessant wären. Vielleicht auch ein reiner tribeartiger Hardwaresequencer, der sich auf der Tastatur neben einer Radias macht wie ein SQ10 neben einem MS20, für die, denen der Sequencer des Radias zu fummelig ist, oder die spectralisverwöhnt sind.

Mal was für die Analogfraktion: Wie wär's, wenn Alan R. Pearlman die Rechte an ARP von CBS zurückkauft und... Der Rest ist Geschichte. Ich meine, Moog ist zurück, Dave Smith ist mit DSI zurück, Oberheim ist zurück, als nächstes ist ARP dran.

A propos analog: EMS wird revolutioniert. VCS3 und Synthi AKS werden mit der notwendigen Vorsicht weiterentwickelt, so daß sie wieder (und endlich in anständigen Stückzahlen) neu gebaut werden können, ohne daß vorher ein Schlachtgerät zur Verfügung steht. Der Synthi AKS kriegt (was tatsächlich schon angekündigt wurde) ein überarbeitetes Gehäuse, das erheblich stabiler sein soll als der Wabbelplastikkoffer der alten Portabellas. Erstmals werden EMS-Synthis werksseitig mit MIDI-Eingängen ausgestattet. Eine verbesserte Kalibrierung macht tonales Spiel leichter, auch wenn einige das als Sakrileg ansehen werden.

Man könnte noch einen draufsetzen mit dem EMS Synthi D, dem ersten ganz neuen Synthi seit Jahrzehnten – und dem ersten programmierbaren EMS-Hardwaresynthi. Er wird zwar weiterhin analog und spannungsgesteuert sein, die Steuerspannungen werden aber wiederum digital geregelt. Sogar die Patchmatrix wird emuliert – nie wieder fehlende oder oxidierte Pins. Eine Tastatur kriegt der Synthi D immer noch nicht, aber drei MIDI-Buchsen.

Natürlich kehren damit auch die berühmt-berüchtigten EMS-"Every X Needs A Synthi"-Werbeposter zurück mit neuen Motiven.

Und außerdem glaub ich nicht, dass die MIDI-Verbindung die Datenmengen von nem Gehirn abkann. :D
Dann entwickeln wir eben Wireless mLAN. Der Prototyp des Kopfinterface sieht dann so aus wie der Gedankenlesehelm von Dr. Emmett L. Brown.


Martman
 
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Yeah! Und ich dachte immer, ICH stelle zu hohe Ansprüche :)
 
Martman
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Ach ja. Sacht ma, mLAN überträgt doch sowohl MIDI als auch Audio. Jetzt stelle man sich mal vor, das würde sich endlich mal als Standard durchsetzen. Dann könnte man was entwerfen, was gleichzeitig MIDI-Patchbay und Keyboardsubmixer ist, aber an Anschlüssen nur mLAN hat (gut, vielleicht ein, zwei Mikrokanäle mit guten A/D-Wandlern). Auf MIDI-Seite hätte man Routing- und Filtermöglichkeiten wie bei Miditemp, vielleicht gar eine eingebaute MIDI-Remote (oder das überlassen wir entsprechenden Fernsteuerungen bzw. entsprechend ausgestatteten Masterkeyboards). Auf Audioseite gäbe es kein Problem mehr mit Signal-to-Noise-Ratios, färbenden Preamps, ständigen Pegelwechseln etc., weil alles digital läuft. Wobei, ein Problem wär vielleicht die immense Anzahl an mischbaren Kanälen, weil mLAN mehr als ein, zwei Audiokanäle pro Leitung unterstützt, sprich, ein festes Regler-Kanal-Routing wäre Unsinn.

Es müßte dazu noch Interfaces geben, um Geräte ohne mLAN ansteuern zu können. Die gäbe es in verschiedenen Größen und Ausstattungen - und Wandlerqualitäten je nach Geldbeutel.
  • Einfache Interfaces mit zwei oder vier Klinkeneingängen, einem MIDI-Pärchen und einmal mLAN
  • Interfaces mit mehr Audio- und MIDI-Anschlüssen
  • Wandlerlose Interfaces mit optischen und/oder koaxialen Digital-Audioanschlüssen und MIDI
  • Konfigurierbare Audio/CV-to-mLAN- bzw. mLAN-to-Audio/CV-Interfaces für Analogsynths
  • Stagebox-Gegenstücke mit XLR-Ausgängen (vielleicht auch mit Eingängen, man weiß ja nie), für die man trotzdem nur eine mLAN-Leitung bräuchte
Leider scheint für mLAN der Vorhang gefallen zu sein. Womit wir beim Thema wären, ein entsprechendes Nachfolgeprotokoll mit genügend Durchsatz zu entwickeln...


Martman
 
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Umschaltung der Anschlagmechanik je nach Sound, zum Beispiel durch magnetische Bremsen, sich verschiebende Gewichte o.ä.
Oder gibts das etwa schon?
Oli
 
Illidan
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Der wär dann goldmetallic (auf Wunsch auch andersfarbig) und würde Scaramanga heißen. Du bist nicht der erste mit dieser Idee.
Natürlich nicht, ich hab die Idee ja von dir. ;)
Und jetzt wühl ich mich mal durch den Rest deines Monsterposts...

PS: Wie lange brauchst du eigentlich für so einen Roman?
 
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Martman
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PS: Wie lange brauchst du eigentlich für so einen Roman?
Eine Handvoll Minuten im 10-Finger-System. (Ich weiß, daß es ungewöhnlich ist, Postings zu schreiben, die so viel mehr als die von SMS und Twitter bekannten 140 Zeichen enthalten...)

Meine nächste Idee übrigens: Moog Liberation II. Unter der Haube steckt ein Little Phatty, denn Rumschrauben an allen Klangparametern passiert an Keytars eher nicht. Ist dann zwar wieder eine Keytar mit Klangerzeugung, aber immerhin mit einer sinnvollen Klangerzeugung, denn zu einer Keytar paßt am besten ein virtuell- oder echtanaloger Monosynth. Im Gegensatz zum Taurus III wird er übrigens nicht limitiert aufgelegt.


Martman
 

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