"Zildjian"-User-Thread

  • #261
Wenn man eine solche Investition plant muss man vorher natĂŒrlich nochmal testen, um so das subjektive Optimum ausfindig zu machen.
Ich kenne das: Man spielt irgendwo ein Becken an und stellt fest, das es genau DER Sound sein soll. Je mehr Zeit vergeht desto mehr schwindet auch der detaillierte Klang des Beckens. Was ĂŒbrig bleibt ist ein "die fand ich gut". Warum exakt diese Becken das waren stellt sich eventuell erst beim auffrischen des Höreindruckes heraus. Ausserdem spielen hier Tagesform, UmstĂ€nde wie LautsĂ€rke oder Raumklang oder die Wahl der Sticks eine entscheidente Rolle beim Empfinden des Sounds.

Die Zildjian A Custom Mastersound HiHat sind sehr saubere, geschlossen gespielt fein und definiert klickende Hats mit schönem Chick. Aufgrund des gewellten Bottoms wird der Sound crisper.
Durch das hohe Variantenreichtum der Serie "A-Custom" fÀllt es schwer, die exakte Ausrichtung und den typischen Klang zu beschreiben. Man kann dennoch behaupten, das die A-Custom nicht zu hell (hier wÀren Z-Custom angesiedelt) und nicht zu dunkel klingen. Letzteren Sound erreicht man mit den K (-Custom). Diese sind generell etwas schwerer, gröber gehÀmmert und auch vom Abdrehverfahren anders als die A Custom. Auch klingen sie erdiger, wÀrmer, traditioneller.
Ausserdem gibt es die A Custom im Gegensatz zu den K nur im Brilliant Finish, was ebenfalls Auswirkungen auf den Sound hat (fĂŒr gewöhnlich macht es ihn heller und das Sustain lĂ€nger).
Grob kann man schon sagen, das AAX und A-Custom Ă€hnliche Klangeigenschaften haben. Aufgrund der unterschiedlichen Materialien, Herstellungs- und Bearbeitungsmaßnahmen unterscheidet sich der Klang. Die K (-Custom), welche wohl wegen der erdig-rauhen Klangeigenschaften gerne im Metal verwendet werden, kann man in etwa mit den HH(X) vergleichen.
Wenn dir die AAX-Celerator im geschlossenen Anschlag gefallen, halb offen aber weniger könnte das am geriffelten Bottom liegen. Dieser fĂŒgt einige Obertöne hinzu und macht den Klang schimmerig. Vielleicht schaust du mal nach Hats mit normalem Bottom oder auch FastHats mit Löchern.
Generell wĂŒrde ich empfehlen, einfach in ein gut sortiertes Musikhaus zu marschieren und stur deinem Gehör zu vertrauen. Nicht der Name auf den Becken macht den Sound. Sei offen fĂŒr neues und erlebe unter UmstĂ€nden Überraschungen.
 

  • #262
Danke erstmal fĂŒr deinen Beitrag! (ich kann dich nicht bewerten... )


Ich kenne das: Man spielt irgendwo ein Becken an und stellt fest, das es genau DER Sound sein soll. Je mehr Zeit vergeht desto mehr schwindet auch der detaillierte Klang des Beckens. Was ĂŒbrig bleibt ist ein "die fand ich gut". Warum exakt diese Becken das waren stellt sich eventuell erst beim auffrischen des Höreindruckes heraus.


Ziemlich exakt das ist es. Ich erinnere mich nur noch an den sehr definierten Sound, meine XS20 finde ich zwar nicht schlecht, aber so HiHat Frickeleien gehen im Bandkontext einfach unter, sie klingt "verwaschener". Blöd gesagt: Irgendwie kommt da nicht so viel raus :)
Das was du beschreibst, bestĂ€tigt erst einmal mein Bild und Eindruck der A und K Serie - fĂŒr mich kommt dann eher A in Frage. Nach deinem Vergleich bestĂ€tigt sich das sogar doppelt, die HHX sind nĂ€mlich irgendwie auch nicht mein Ding.

Zum Bottom Becken: Die A Custom Mastersound hat ja auch kein "normales" Bottombecken. Ist diese gewellte/geriffelte Form fĂŒr den sauberen, lauten und klar definierten Anschlag bei geschlossenen Becken verantwortlich? Dann nehme ich die "Abstriche" bei geöffneten Becken gern in Kauf.
Sollte mir nicht ein MegaDeal ĂŒber den Weg laufen, werde ich schnellstmöglich antesten gehen :)
 
  • #263
Ist diese gewellte/geriffelte Form fĂŒr den sauberen, lauten und klar definierten Anschlag bei geschlossenen Becken verantwortlich?

So kann man das sagen. Der Grund ist einfach der, dass die Luft "raus kann", weil beide Becken eben nicht luftdicht abschliessen. Daher der kurze, knackige Sound, wÀhrend bei "normalen" hats die Luft innen bleibt und "weiterschwingt", daher hat man bei geschlossenen "normalen" Hats dieses "Nachsingen"...

Aber lass Dir eines gesagt sein: Ich hatte zwei Paare der A custom MS... die klangen so unterschiedlich, also, wunder Dich nicht, wenn Du beim Antesten mal eines erwischt, was nicht so klingt, wie Du meinst. Nicht verzagen... weitersuchen...;)
 

  • #264
Zu meinem geburtstag bin ich jetzt auch Zildjian User:
22" K Custom Dark Ride
18" K Dark Medium-Thin crash
10" Avedis Splash
 
  • #265
Zu meinem geburtstag bin ich jetzt auch Zildjian User:
22" K Custom Dark Ride
18" K Dark Medium-Thin crash
10" Avedis Splash
Hossa... :eek: So einen Geburtstag will ich auch mal haben! :) Viel Spass mit den Neuen!

Alles Liebe,

Limerick
 
  • #266
Spaß werde ich damit haben. ;)
ich bin besonders glĂŒcklich, da die Becken neu
ca. 817€ kosten und ich sie gebraucht von verschiedenen
Df-Membern fĂŒr 490€ gekauft habe. :)
 
  • #267
Ich hab mal ne Frage zu den K und A-Custom
Efx Crashes. Laut Alex Vesper hatten die Löcher,
jedenfalls die seiner Probebecken, sehr scharfe
Kanten hatten, hat jemand schonmal Àhnliche Erfahrung
damit gehabt?
Gruß
 
  • #268
Ich habe immer noch keine neue HiHat :D
Allerdings schaue ich gerade auch noch bei Crashes und habe da, trotz Forensuche und Google noch Fragen.
Es geht um die A Custom Crashes. Da gibt es verschiedene Serien, die sich ja anscheinend durch die Dicke unterscheiden. Dabei ist "medium" anscheinend das dickste erhĂ€ltliche A Custom Crash (wer auch immer das versteht). Vielleicht könnte mir einer das mal bestĂ€tigen von dĂŒnn nach dick:

Fast Crash
"normales A Custom" Crash
Projection Crash
Medium Crash

Rezos lasse ich jetzt mal bewusst raus.
Stimmt das so? Habe mir mal einige Setups angeschaut und habe bei einigen professionellen Drummern die Kombination A Custom Crash und A custom Medium Crash gefunden (zB Matt Greiner 18" medium crash und 19" crash). Was ist der Reiz an einer solchen Kombination?

Gruß,
Julian
 
  • #269
Die Projection Crashes, welche in Zusammenarbeit mit Vinnie Colaiuta entwickelt wurden, sind fĂŒr lautere Musikrichtungen geeignet. Ob das nun am Material, der HĂ€mmerung oder dem Shaping liegt kann ich nicht genau sagen. Ich vermute, dass es schwerer ist um eben einen krĂ€ftigeren Klang zu produzieren.
Generell ist es aber ein Irrglaube, bei Rock- oder Heavy Becken immer von einer dickeren MaterialstÀrke auszugehen. Sicher ist das Meist der Fall, aber es spielen eben auch andere Faktoren (siehe oben) eine Rolle.

Die Becken stellt man ja zusammen, je nach dem, wie man sie benötigt. Wenn man also ein Crash als schnellen Akzent benötigt, empfehlen sich dĂŒnnere, eventuell auch kleinere Becken. Diese sprechen einfach schneller an und klingen auch schneller wieder aus. Wenn man ein Crash aber viel durch"crasht", also permanent beispielsweise auf die 8tel bearbeitet und einen schönen Teppich damit erzeugen will, ist man mit großen schweren Becken besser beraten, welche aber eben auch lauter sind.
Generell kann man das immer schwer beantworten. Ein 18" A Custom Medium Crash klingt nunmal anders als ein 18" A Custom Fast Crash. Wer da jetzt welches wie besser findet ist wie immer Subjektiv. Alleine die GrĂ¶ĂŸe sagt da nichts aus. Ich kenne einen Drummer, der spielt zwei 18" Zildjian K Custom Dark Crashes. Eins klingt etwa höher als das andere, welches ausserdem lĂ€nger ausschwingt. Was ich damit sagen will: auch bei den großen Firmen streut der Klang. Das ist ganz normal, da man schonmal ein Material nimmt (Bronze eben), welches nicht immer zu hundert Prozent die gleichen Eigenschaften aufweisst. Dann folgen einige Arbeitsschritte, welche den Klang bilden. Zwar wird in der Endkontrolle das fertige Becken mit einem Muster verglichen, aber hier entscheidet sich eben, welches neue Becken klanglich in der Toleranz liegt und welches nicht. Die Toleranzen sind bei manchen Herstellern grĂ¶ĂŸer gesteckt, bei anderen bleibt nicht viel klanglicher Spielraum. Desweiteren spielt auch das Alter eines Beckens eine Rolle. Das Material arbeitet und der Sound verĂ€ndert sich. Viele Drummer sprechen auch von "eingespielten" Becken, wenn es um Ă€ltere, viel bespielte Becken geht.
Das sind nur ein paar Faktoren, die dazu fĂŒhren, wieso ein Becken zwar den gleichen Aufdruck hat wie das nĂ€chste, es aber anders klingt.
 
  • #270
Ich hab mal ne Frage und zwar,
habe ich mal gehört, dass die Oriental Classic Chinas
nicht mehr hergestellt werden, stimmt das?
 
  • #271
In verschiedenen Ebayangeboten und im Drummerforum liest man das schon seit geraumer Zeit, ja. Jedoch habe ich nie eine offizielle Stellungnahme seitens des Herstellers gelesen.

Alles Liebe,

Limerick
 
  • #272
Beim großen T gibt's das ja auch noch,
auf der Zildjian Homepage ist es auch noch gelistet,
dann werden das wohl nur GerĂŒchte sein.
Danek FĂŒr die Antwort. :)
 
  • #273
Auf der Zildjian Homepage sind die Orientals noch aufgefĂŒhrt im Gegensatz zu abgesetzten Serien wie Z-Custom. Mir ist aber aufgefallen, dass das 22" Oriental China nicht mehr in der Liste steht.
 
  • #274
Geht es nun allgemein um die Orientals oder nur die Oriental Classics?
Ich hab mal ne Frage und zwar,
habe ich mal gehört, dass die Oriental Classic Chinas
nicht mehr hergestellt werden, stimmt das?
er fragt ja nach den Classics... ;)
 
  • #275
Darf mich ja seit kurzem auch zum Zildjian User mitzÀhlen.

K Dark Thin Crash in 14" hÀngt bei mir am Set und ich liebe es einfach nur. Wirklich ein tolles Becken, bei den Zildjian K's war ich immer irgendwie skeptisch (nicht mit allen Serien), aber das Becken passt perfekt zu mir und meinem Setup :)

Liebe GrĂŒĂŸe,

Bacchus
 
  • #276
Ich bin nach wie vor auf der Suche nach meinem "perfekten" Stick und probiere da alles mögliche aus. Meine letzte Erfahrung hatte ich mit dem "Ronny Vannucci Signatur Stick" von Zildjian. Der Drummer der Killers ist ja nicht gerade als Jazzer bekannt und so wurde der Stick fĂŒr mich attraktiv. Die LĂ€nge von 16,15" ist jetzt nichts besonderes. Der Durchmesser von 0,61" ist fĂŒr mich schon etwas ungewohnt, da ich eher dĂŒnnere Exemplare bevorzuge aber generell offen fĂŒr neues bin. Ausserdem ist der Stick aus Maple, nicht wie sonst aus dem von mir bevorzugtem Hickory. Das macht den Stock etwas leichter. Der Hauptgrund fĂŒr den Kauf eines Paares war der großzĂŒgig dimensionierte Tip. Auf der Glocke gespielt kommt da einiges rĂŒber ;) Das Teil war selbstverstĂ€ndlich perfekt verarbeitet und ausbalanciert und war weder zu glatt, noch zu rau. Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben und weiter auf Eigenschaften wie Abrieb und Handling eingehen aber ein Stick ist mir nach 3h Probe gebrochen ! Mitten durch ! Einfach so ! Die wirkliche Belastungsprobe sollte eigentlich noch folgen aber irgendwie hatte der Stick andere PlĂ€ne.
Was euch das jetzt sagen soll ? Fallt nicht auf Namen rein und assoziiert nicht die eigene Spielweise mir der eines bekannten Trommlers. Entweder Vannucci verbraucht pro Auftritt Unmengen seines Signatursticks oder in ihm steckt doch mehr Jazzer als ich dachte ;)
 
  • #277
Es kann immer schwarze Schafe geben, nur
weil ein Stick bricht, mĂŒssen ja nicht alle Mist sein.
 
  • #278
Das weiss ich ja. Mit Sticks von Zildjian habe ich soweit auch nur gute Erfahrung gemacht. Schade eben dass ich scheinbar ein nicht so tolles Exemplar erwischt habe. Gerade bei so einem Preis ist das Àrgerlich.
 
  • #279
Das stimmt natĂŒrlich, mal grade Geld
in den MĂŒll zu werfen ist echt mies.
 
  • #280
Fand die Zildjian Sticks persönlich nie so gut von der QualitÀt her... Haber ein paar probiert, danach nur noch Vic Firth.
 

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