...Zu genial, was wegen so einer Dose getestet wird...
Das ist exakt der Punkt. Nichts gegen Bemühungen und Tests und schon gar nichts gegen ein diesbezügliches Engagement.
Die Frage ist nur - ist das angebracht angesichts des Testobjektes und der Möglichkeiten dieses Tests einschließlich reproduzierbarer Ergebnisse? Ich meine, macht es nicht mehr Sinn, sich zur Ordnung zu rufen und mal ganz einfach "runter auf Null" zu fahren und geistig "zu entschlacken"?
Zum Beispiel:
- habe ich neue Saiten auf meinem Instrument?
- ist mein Instrument sauber bundiert und korrekt abgerichtet?
- bietet mein Instrument somit die erforderlichen Voraussetzungen, die ich brauche, um mittels Anschlag der einen Hand (ggf. mit Plektrum) und Greifen der anderen Hand Töne zu erzeugen?
- greife ich korrekt oder sollte ich mal andere Grifftechniken probieren?
- Töne - wie klingen die, wenn ich nur mit Gitarre -> Kabel -> Amp spiele?
- wozu dienen eigentlich die Klangregler an der Gitarre, was bewirken die?
- ist mein Amp ein klangveränderndes Effektgerät oder ein Amp der gnadenlos jede Stärke und Schwäche meines Spieles/meiner Technik zu Gehör bringt? Was kann diesbezüglich mein Amp alles und was eher nicht?
- Habe ich eigentlich soviel Selbstvertrauen, pur und ohne jeden verwaschenden/verzerrenden/modulierenden Effekt (!) vor einem Publikum Töne nur mit Gitarre und Amp zu erzeugen?
- wie klingt die Gitarre, wenn ich mit den Fingern ein Vibrato erzeuge oder beim klingenden Chord den Hals etwas verbiege?
- lohnt es sich, einfach mal das Kabel auszutauschen oder mal wieder die Gitarre zur Hand zu nehmen, die noch da in der Ecke steht, um zu hören, wie die pur und ohne jeden Effekt klingt?
- lasse ich mich überhaupt darauf ein, den puren Klang des Instrumentes zu entdecken, dessen Dynamik, dessen Möglichkeiten der Toneregler, traue ich mir das überhaupt zu?
Es ist so einfach - man muss sich nur darauf einlassen. Und schon hat man ganz neue Welten vor sich, die entdeckt werden wollen.