Konnte den Amp eben schon antesten. Mein bescheidener Amateur-Zuhause-Spieler-Eindruck. Endstufe konnte ich freilich nicht aufdrehen, nur die Vorstufe testen. Den Anniversary Speaker schloss ich an. Der Cleansound schien mir eher unspektakulär, habe aber auch sehr alte angerostete Saiten drauf (obwohl zwei Sätze hier rumliegen). Zudem ist der Speaker dafür nicht der beste. Also vielleicht kommt jemand anderes zu einem ganz anderen Ergebnis. Zu viel Zerre bekommt ihm offenbar auch nicht. Leicht angezerrt ist er mir zu anstrengend zu spielen. Rockzerre scheint mir sein Ding zu sein. Bis dahin löst er super auf und kann liefern. Hier vermisste ich nicht mal ein Pedal davor. Gutes Sustain, gute Präsenz, er füttert super Bässe! Alles da! Wenn nicht noch irgendwo eine böse Überraschung wartet, dürfte der Amp für 300 Takken sehr sehr günstig gewesen sein.
(PS. Aber arg groß ist die Kiste.)
PS. Habe nun mit Pedal und Greenback (geht auch sehr gut) getestet. Mir geht das mit dem Amp wie mit dem Vox NT 15 G2. Ich spiele tendenziell einen Bluesrocksound (bei dem Laney mit etwas mehr Gain). Und das war es.
Clean hat der Vox zwar keine Equilizereinstellung, aber das ist egal. Mir klingt er clean schöner und glatter, daher brauchbarer. Auch der Reverb ist schöner. Der Laney knallte trotz runter gedrehten Volumelevel die tiefe E-Saite unangenehm raus, da müsste ich die Spielweise erst drauf einstellen. Der Bright Kanal bringt deutlich weniger als beim Vox.
Hatte mit dem Bluesdriver davor keine Probleme mit dem Laney gut in Zerre zu gehen. Aus dem gewohnten Night Train hole ich Flageolet leichter raus. Dachte erst, der Vox klänge "schöner". Das war mit dem Bluesdriver davor aber nicht mehr haltbar. Der Laney hat mehr "Volumen", klingt mir irgendwie voller und schafft etwas mehr Aggression. Für mich auf meinem Level und für meinen Geschmack genau der richtige Amp. Der bleibt.