Gitarren, Amps, Effekte, Kabel, Plektren, Saiten, Pick-ups... der Mashup Userthread

  • Ersteller Amnesic Aphasia
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Diese Mechaniken hat mir @gitarrero! vor vielen Jahren empfohlen und sie funktionieren super. Hohe Stimmstabilität + sehr einfacher, schneller & unkomplizierter Saitenwechsel:

IMG_5356.jpg
 
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"Ideal for aggressiv tremolo use".
Das System ist an mir vorbei gegangen. Erst einmal war ich etwas mit dem System überfordert, da sich dieses Saiten-Schneiden doch nicht so gut anfühlte. Irgendwie unnatürlich
 
Heute habe ich mal anlässlich eines Saitenwechsels an einer Gitarre mit Floyd Rose Type Double-Locking System (Ibanez Lo-Pro EDGE) meine Vorgehensweise unter Benutzung meiner Lieblingswerkzeuge gefilmt und ein kleines "Instructional Video" zusammengebastelt.

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Disclaimer: Ich behaupte nicht, dass das die einzig wahre Gold-Standard-Methode ist. Es ist halt meine Methode, die sich seit Jahr und Tag immer wieder bewährt. Sicherlich gibt es viele andere, gleichwertige oder gar bessere Methoden, und sicher gibt es viel geileres Werkzeug als so eine jahrzehntealte Saitenkurbel und ein halbierter Weinkorken aus der Küchenschublade. Die Idee mit den Ball-Ends an den Mechaniken wird oft kontrovers diskutiert, aber ich mag es so. ;)


View: https://www.youtube.com/watch?v=9TyAJ3R8u_A

Die Gitarre ist übrigens eine Ibanez RG von 1992.

IMG_0661.JPG
 
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Top-Job. Ja, so einfach kann die Welt sein, wenn man sie nur lässt. Das deckt sich bis auf den halbierten Korken mit Steve Vais Guitar-Tech, der dafür eine AA-Batterie(? ich weiß nicht mehr) nimmt. :rock: :great:

Die Idee mit den Ball-Ends an den Mechaniken wird oft kontrovers diskutiert, aber ich mag es so.
Ich bin kein Fan davon, aber nach knapp 40 Jahren könnte ich vielleicht doch endlich mal probieren, ob so zu machen, zumal es ein großer Anteil der Zeitersparnis ist, die man in der Methode hat.
 
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Die Idee mit den Ball-Ends an den Mechaniken wird oft kontrovers diskutiert, aber ich mag es so.
Mache ich auch so. Ist auch schonender für Gigbags als die kleinen spitzen Saitenenden nach dem Abknipsen.
 
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Ich mache es tatsächlich etwas anders. Ich sage bewusst nicht "besser", sondern "anders", denn jeder entwickelt da ja seine eigene Routine. Nach über 40 Jahren mit Superstrats und einer kaum überschaubaren Anzahl von Saitenwechseln haben sich bei mir folgende Änderungen ergeben:

1. Ich tausche die Saiten einzeln nacheinander. Vorteil: Auch ohne Korken möglich und das Tremolo bleibt (bei gleichbleibender Saitenstärke) exakt in Stimmung, muss also nicht nachjustiert werden. Vorteil: Zeitersparnis.

2. Die 3 Schrauben am Steg mit den Saitenhaltern (edit: was habe ich denn da geschrieben? Oli verbessert unten zu recht, dass natürlich Klemmsattel und Saiten-Klemmpads gemeint sind^^) lockere ich nur, lasse sie aber auf dem Steg. Vorteil: Ich kann die neuen Saiten da einfädeln und sie halten gleich besser ihren Platz, bis sie endgültig fixiert sind.

3. Ich lege die Saiten zuerst am Tremolo-Block ein. Vorteil: Wenn eine Saite überhaupt mal beim Aufziehen reißt, dann meist am Block und dann habe ich noch genügend Saite übrig. Auch interessant, wenn man die Saite am Block nicht mit extremer Kraft fixiert und sie dann doch dort herausrutscht. Auch in diesem Fall hätte ich noch genügend Saite übrig, um das geknickte Stück abzuknipsen und sie zu spannen.

4. Generell knipse ich die überstehenden Saitenbestandteile erst ab, wenn alles mehrfach gedehnt ist.

5. Ich nutze die Spanne nach Entfernen der alten und vor Anbringung der neuen Saiten für eine kurze Griffbrettreinigung und Pflege.

Aber das mag jeder halten, wie es sich für ihn bewährt hat.
Das Video finde ich gut, weil ich immer wieder Berührungsängste von Gitarristen mitbekomme, die noch nie ein Floyd (oder Edge) hatten und den eigentlich sehr einfachen Saitenwechsel fürchten.

:great:
 
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1. Ich tausche die Saiten einzeln nacheinander. Vorteil: Auch ohne Korken möglich und das Tremolo bleibt (bei gleichbleibender Saitenstärke) exakt in Stimmung, muss also nicht nachjustiert werden. Vorteil: Zeitersparnis.
Kein Widerspruch meinerseits, so funktioniert es auch bestens. Nachteil 1: Der Fokus wandert permanent von Kopfplatte zum Steg und man wechselt ständig die Werkzeuge. Nachteil 2 (siehe weiter unten): Griffbrettreinigung und Bundstäbchenpolitur sind nicht oder nur stark eingeschränkt möglich.

2. Die 3 Schrauben am Steg mit den Saitenhaltern lockere ich nur, lasse sie aber auf dem Steg. Vorteil: Ich kann die neuen Saiten da einfädeln und sie halten gleich besser ihren Platz, bis sie endgültig fixiert sind.
Ich nehme an, mit Steg und Saitenhalter meinst Du Klemmsattel und Saiten-Klemmpads, nicht wahr? Das ist ein prima Verbesserungsvorschlag, werde ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren!

5. Ich nutze die Spanne nach Entfernen der alten und vor Anbringung der neuen Saiten für eine kurze Griffbrettreinigung und Pflege.
Hab' ich auch gemacht, aber nicht gefilmt, weil es über den Scope des Videos hinausgeht. :whistle2: Da ich inzwischen ein Ahänger der bassturmatorischen Lehre bin (Ehre sei dir, oh @Bassturmator 🙏), verzichte ich auf Griffbrettöl, reinige bei Bedarf mit Zahnbürste und Isopropanol und poliere die Bundstäbchen mit "Miracle Cloth" (als Alternative zum vom Markt verschwundenen GHS Gorgomyte, siehe hier). Das geht allerdings sinnigerweise nur dann, wenn alle Saiten auf einmal abgenommen wurden.

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Ich mache mich mal auf die Suche nach der bassturmatorischen Lehre ... bisher gehört Öl noch alle 1-2 Jahre auf meine Griffbretter aus Palisander. Muss/Sollte ich damit gar aufhören? Richtig ausgetrocknet sind sie schließlich nicht; mir gefällt aber die etwas dunklere Farbe danach.
 
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Danke @Adrenochrome!

@Bassturmator, das passt. Ich bin diesbezüglich unbefleckt und hätte deshalb als Jünger Kapazität. :ROFLMAO:
 
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Ich aber! ;)
 
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Ich habe echt einen romantischen Soft-Spot für diese Art von… ja wie beschreibt man diese Gegenstände. Eigenkreierte, improvisierte 1-Cent Werkzeuge, die essenziell sind, aber nie gegen etwas Professionelles getauscht werden würden.

Ich wechsel bei meinen FRs die Saiten mit einem abgebrochenen Zollstock, der mit Maler-Krepp umwickelt ist. Das Ding ist seit 17 Jahren in Benutzung.

Edit: Ich liebe dich
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etwas Professionelles
Natürlich lässt sich die Industrie hier auch nicht lumpen, so gibt es beispielsweise ein Produkt namens ShredNeck TremBlock zu kaufen.

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PS: Hast Du Deinem Lieblingswerkzeug schon einen Namen gegeben? Wie wäre es mit "Prof. Manfred Zollstock"? :LOL:
 
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Ich habe irgendwann mal eine günstigere Version des Stewmac "Tools" mitbestellt und noch nie benutzt. Druck auf dem Lack ist mir irgendwie doch suspekt - call me paranoid :ugly:
Ich falte immer den GItarrenputzlappen passend und klemme den drunter. Alte Gewohnheiten halt :)
 
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Ich falte immer den GItarrenputzlappen passend und klemme den drunter
So mache ich es auch. Floyd kurz anheben, ein zwei- oder dreifach gefaltetes Küchenhandtuch in die Lücke reindrücken und die Brücke aufsetzen lassen. Kein Stress beim Saitenwechsel und weil es so weich ist bleibt auch der Lack unbeschädigt.
 
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Ich habe echt einen romantischen Soft-Spot für diese Art von… ja wie beschreibt man diese Gegenstände. Eigenkreierte, improvisierte 1-Cent Werkzeuge, die essenziell sind, aber nie gegen etwas Professionelles getauscht werden würden.
So ein oller Weinkorken leistet mir auch hervorragende Dienste beim Einstellen der Ruhelage eines Vibratosystems bzw. bei der Einstellung der Federspannung. Ich klemme den Korken unter den Vibratohebel, so dass die Messerkante nach Augenmaß parallel zur Korpusoberfläche ist, dann stimme ich die Saiten mit dem Stimmgerät und dann verändere ich die Schrauben der Federkralle, bis der Korken abfällt - dann sind nämlich die gestimmten Saiten und die Federn im Gleichgewicht und die Ruhelage ist wie gewünscht. Vielleicht wäre das auch mal ein kleines Lehrvideo wert.
 
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Natürlich lässt sich die Industrie hier auch nicht lumpen, so gibt es beispielsweise ein Produkt namens ShredNeck TremBlock zu kaufen.

Anhang anzeigen 1007686

PS: Hast Du Deinem Lieblingswerkzeug schon einen Namen gegeben? Wie wäre es mit "Prof. Manfred Zollstock"? :LOL:


Das Ding habe ich zuhause und 1 mal verwendet. Für meine Routine hebt es das Floyd zu weit an für den Saitenwechsel.

Ich nutze immer einen Untersetzer für Gläser eingelegt in ein Mikrofasertuch. Damit ist das Floyd perfekt parallel und wenn ich die Saiten entsprechend gestimmt habe passt muss ich den Untersetzer nur noch entfernen und das FR ist parallel und in Stimmung :D
 
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Ich habe echt einen romantischen Soft-Spot für diese Art von… ja wie beschreibt man diese Gegenstände. Eigenkreierte, improvisierte 1-Cent Werkzeuge, die essenziell sind, aber nie gegen etwas Professionelles getauscht werden würden.

Ich wechsel bei meinen FRs die Saiten mit einem abgebrochenen Zollstock, der mit Maler-Krepp umwickelt ist. Das Ding ist seit 17 Jahren in Benutzung.
Sehr schön. Anbei mein Werkzeug des Vertrauens, um das Floyd "stabil" zu halten: werkzeug-deluxe.jpeg

Eine alte Federkammer-Abdeckung und sie funktioniert tiptop. Die abgerundete Seite kommt natürlich auf den Lack.
 
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