Ich mache es tatsächlich etwas anders. Ich sage bewusst nicht "besser", sondern "anders", denn jeder entwickelt da ja seine eigene Routine. Nach über 40 Jahren mit Superstrats und einer kaum überschaubaren Anzahl von Saitenwechseln haben sich bei mir folgende Änderungen ergeben:
1. Ich tausche die Saiten einzeln nacheinander. Vorteil: Auch ohne Korken möglich und das Tremolo bleibt (bei gleichbleibender Saitenstärke) exakt in Stimmung, muss also nicht nachjustiert werden. Vorteil: Zeitersparnis.
2. Die 3 Schrauben am Steg mit den Saitenhaltern
(edit: was habe ich denn da geschrieben? Oli verbessert unten zu recht, dass natürlich Klemmsattel und Saiten-Klemmpads gemeint sind^^) lockere ich nur, lasse sie aber auf dem Steg. Vorteil: Ich kann die neuen Saiten da einfädeln und sie halten gleich besser ihren Platz, bis sie endgültig fixiert sind.
3. Ich lege die Saiten zuerst am Tremolo-Block ein. Vorteil: Wenn eine Saite überhaupt mal beim Aufziehen reißt, dann meist am Block und dann habe ich noch genügend Saite übrig. Auch interessant, wenn man die Saite am Block nicht mit extremer Kraft fixiert und sie dann doch dort herausrutscht. Auch in diesem Fall hätte ich noch genügend Saite übrig, um das geknickte Stück abzuknipsen und sie zu spannen.
4. Generell knipse ich die überstehenden Saitenbestandteile erst ab, wenn alles mehrfach gedehnt ist.
5. Ich nutze die Spanne nach Entfernen der alten und vor Anbringung der neuen Saiten für eine kurze Griffbrettreinigung und Pflege.
Aber das mag jeder halten, wie es sich für ihn bewährt hat.
Das Video finde ich gut, weil ich immer wieder Berührungsängste von Gitarristen mitbekomme, die noch nie ein Floyd (oder Edge) hatten und den eigentlich sehr einfachen Saitenwechsel fürchten.
