schön und sauber gespielt

hat aber mit Blues nichts zu tun
Ja, so weit richtig, aber die Bendings sind eine Baustelle!
Versuche beim Spielen ganz bewusst zwischen Vibratos (Töne modellieren) und Bendings (ein weiterer Ton in der Melodie) zu unterscheiden.
Will man
einen Ton ausdrucksstärker machen, ist Vibrato ein gutes, probates Mittel. Dabei kehrt man aber immer wieder zum Ziel-Ton zurück, was auch kein Problem ist, weil man „nur“ die Saite wieder entspannt. Auch ist das Maß der Tonhöhen Änderung eher geringer, was die Gefahr, dass es „schief“ klingt, klein macht.
Viele Gitarristen wollen beim Improvisieren nun bestimmten Tönen besonderes Gewicht geben, in dem sie ihn mit
einem Bending „verschönern“. Das kann man machen (Typische Blues 1/4 Ton bends), doch meist ist es doch so, dass da ein neuer Ton der Melodie durch Saitenziehen entsteht und der muss sitzen, denn das ist das Gleiche, wie „andere Saite/anderer Bund anschlagen“, Hammer On/Pull off oder Slides. Ein zu schwaches oder zu starkes Bending klingt dann wie danebengegriffen und ist oft die Achillesferse von improvisierten Soli. „Kleine“ Ungenauigkeit, aber große Wirkung...
Bendigs kann man aber gut üben, in dem man abwechselnd bendet und slidet und immer mit dem Zielton vergleicht.