Drum-Spur zu ganzen Songs erstellen ohne PC?

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pianissimo68
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Hallo!
Als völliger Drums/Percussion-Laie wage ich mich mal in fremdes Gebiet.... Hoffe auf euer Wohlwollen! ;)
Also: Für ein paar Demos zum Hausgebrauch möchte ich möglichst natürlich ("akustisch") klingende Drum-Spuren erstellen, zu denen dann Piano, Git, Vocals usw. dazukommen sollen. Das Ganze soll zunächst OHNE PC und Cubase etc. gelingen, weil ich mich in diese sehr umfangreichen Programme nicht unbedingt vertiefen möchte. Naja ...
Zum Aufnehmen will ich ein ZOOM Livetrak 12 nutzen, für die Drums bräuchte ich einen Drum-Computer, der aber nicht nur zig Patterns unendlich wiederholen kann, sondern (am besten über Keyboard-Tastatur per MIDI) programmierbar ist. Es soll also im Prinzip jeder Takt des Songs veränderbar sein, auch wenn es vielleicht nur jeder 16. Takt ist, in dem etwas Neues passiert. Vom Klang her sollte es wie gesagt akustisch wirken (Stilrichtung Folk, Blues - kein Drum&Bass, Acid, Techno ...!)

Ich weiß, das ist alles arg amateurhaft beschrieben und v.a. kann es sein, dass das mit solchen "Stand-Alone"-Geräten gar nicht machbar oder unnötig kompliziert wird. Falls jemand doch nachvollziehen kann, was ich meine/möchte, und dann sogar noch ein Drum-Gerät empfehlen kann, dann freue ich mich über jede Reaktion!

Gruß aus der Keyboard-Abteilung:giggle:
pianissimo68
 
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Neuauflage der alten Alesis Drummies... Alesis SR16

Hat auch Midi In/ Out/Thru an Bord für das Midi Keyboard-Anstöpseln spielen (bist aber direkt an `ner Drummachine schneller und spaßiger mit Beats einspielen und programmieren als über Keys).
https://www.thomann.de/de/alesis_sr16.htm

Ob das alles heute noch Sinn macht ?
Ja, finde ich schon.

Wir haben in den 80ern vor den PC-Zeiten ja auch von Vorn bis Hinten Live zur Drummachine gespielt und auf Tape aufgenommen (ging ja nicht anders) und letztlich festigte dass ja auch diverse Live-Fertigkeiten, insbesondere sich Dinge wie Arrangement etc. zu merken.
In der Band machen wir das heute ja immer noch so und der PC dann lediglich als Recorder fungiert.

Als Einzelkämpfer bist du hinsichtlich DAW-Unterstützung und Produktionsmethoden natürlich in einer viel komfortableren Situation, aber hey, was vor 40 Jahren schon ging, geht heute auch noch und daher hat das Live-Spiel via Takt gebenden Drumcomputer weiterhin vollauf seine Berechtigung, wie ich finde ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus,

ich benutze zum recorden ein BOSS DR 880. Ist gebraucht etwas teuriger als das Alesis, kann aber auch mehr, soviel ich weiss.
Da sind zig verschiedene Drumkits, Presets und auch Bass drin die auch wirklich nach Schlagzeug und Bass klingen.
Aber man ist von den Programmiermöglichkeiten völlig frei, und nach einer kurzen Einarbeitungsphase geht das schon relativ zügig daher.
Die Songs, die ich aufnehmen will, zerlege ich in verschiedene Parts, z.B. Intro, Verse1, Refrain, Verse2, Refrain, Bridge, Solo usw.
Zum Schluss werden die einzelnen Parts zu einem Song zusammengefügt. Anschliessend nehme ich die Drum-Spuren auf meinem 16-Spur-Recorder auf und spiele dann die restlichen Instrumente ein. Ist zum programmieren gar nicht so kompliziert, hab sogar ich kapiert. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Gerät.
 
In den 80igern haben wir Synthpop mit C64 und Sequenzersoftware gebastelt. Dann auf Cassette aufgenommen mit Synchronspur, zuerst mit einem 4 Spur Rekorder, später dann auch mit 8 Spuren. Bei den Drums und ohne Sequenzer wird es auf den Drumcomputer ankommen. Nur Pattern orientiert? Sequenzer an Bord? Wenn das passt, dann ist es "einfach" mit dem Rest.
Komfortabler ist es natürlich mit passender Software. Steinberg Cubase LE ist nicht mal teuer und man kann analog aufnehmen. Midi Daten sind dann veränderbar etc. - ich mag das sehr auch wenn es umfangreich ist.

Viele Grüße
Ivo
 
Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es viele gute alte Klassiker unter den Drumcomputer (nicht alle haben aber Midi).
BOSS kann auch ich immer wärmstens empfehlen.
Da bekommt man viel Sound und viele gute Presets und die Kisten sind wirklich oft sehr zugänglich einfach und intuitiv zu bedienen.
 
Nur als Gedankenanstoß.
Es gibt günstige Software, die das kann, auch Freeware, das ausreichend sein sollte.
Ich persönlich finde es wesentlich angenehmer und auch einfacher, am Rechner Drumspuren zu erstellen. Das kann ich sagen, weil ich auch Anfang 2000 mit Drumcomputern hantiert habe, die gute Sounds liefern, aber aus meiner Sicht nicht umgänglicher sind, als die Softwarelösung.
Die Drumcomputer haben zwar gute Sounds, am Computer ist es aber viel einfacher einen Human touch rein zu bringen.
Heutige Software ist klanglich ziemlich ausgereift, man kann auch immer mal neue Sounds dazu packen, während sich eine Drummachine auf die gelieferten Pakete beschränkt.
 
Hallo! Großes DANKESCHÖN für eure Antworten und Tipps. Das Wichtigste für mich: Ich bin mit meinen Vorstellungen nicht völlig auf dem Holzweg. Das ist schon mal gut!:)

Danke auch für die Rückblicke in vergangene Tage (80er!), wo ich gerade meine ersten Schritte auf einem gebrauchten Yamaha DX9 gemacht habe. Aufgenommen wurde damals auf eine handelsübliche Cassette, aber mehr es wäre damals auch nicht wert gewesen ....

Die genannten Teile von Alesis und Boss hatte ich auch schon im Blick. Aber jetzt weiß ich, dass ich da weitersuchen kann. Die Mehrausgabe für einen gebrauchten DR 880 scheint sich zu lohnen. Schau mer mal!

Grüße an alle!
 
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Danke auch für die Rückblicke in vergangene Tage (80er!), wo ich gerade meine ersten Schritte auf einem gebrauchten Yamaha DX9 gemacht habe. Aufgenommen wurde damals auf eine handelsübliche Cassette, aber mehr es wäre damals auch nicht wert gewesen ....
Ja schön und unbekümmert war es damals noch, als man Ping-Pong von einem Kassettenrekorder zum anderen aufnahm und dann immer eine neue Spur dazu spielte und sich am Ende freute, zwischen dem Rauschen noch halbwegs die Musik zu hören :) und dann mächtig stolz war, ein Werk vollbracht zu haben.

Ich habe ja noch viel Zeug von damals im Studio stehen und mir jüngst erst zwei Kassettenrekorder gekauft hatte, um diese Tage noch einmal zu rekonstruieren und dieses Stück Unbekümmertheit einzufangen.
Der wesentliche Unterschied zu damals und heute ist: "Mensch, was habe ich damals für Geduld gehabt !" :biggrinB:
 
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Das mit dem Rauschen, durch das dann nur noch eingeschränkt die Musik zu hören war, kenne ich noch. Aber deutlich(!) besser wurde es, als ich Mitte der 90er-Jahre das Pingpong-Verfahren auf digitale Medien umgestellt habe. Damals habe ich die Aufnahmen zwischen einem DAT-Recorder und einem CD-Recorder (mehrfach beschreibbare CD) hin- und hergespielt. Das war dann am Ende immer noch passabel. Ja, Geduld war natürlich trotzdem gefragt.

Ich habe jetzt übrigens einen gut erhaltenen DR880 ergattert. Nächste Woche kommt das BOSS-Teil und ich bin gespannt, wie ich damit zurechtkomme. Notfalls frag ich euch halt wieder. ;)

Schönes Wochenende!:m_key:
 
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Hab früher (80/90) mit Fostex X-15 und Boss DR 660 ganz gute Ergebnisse erzielt. Die Sachen hörten sich teilweise echt gut an und fast ohne Rauschen .Man hat auch anders gearbeitet. Mit der Geduld kenn ich aber es waren auch viele Firsttakes dabei. Mit Bouncing und Erfahrung war der Mixsound erstaunlich gut. Kann also die Boss DR 's empfehlen. Gute intuitive Programmierung und (in Maßen) editierbare Sounds. Waren das Zeiten...

Gruß und Frohe Feiertage
 
Grund: Gruß
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