PA-Stammtisch

Gestern in der alten Klosterkirche Traunstein in Bayern eine Band gemischt (Soul/Pop). Natürlich viel, aber gar nicht mal so übler und massiver Hall. Richtig übel war die Bühne. Jeder etwas hetigere Trittschall hat unter der Bühne (ca. 1m) ein 2-3sek "ooooooohmph" bei +-200hz induziert, sprich die ganze Metallkonstruktion hat offenbar zum Schwingen begonnen, was sich dann im Raum verstärkt hat. Hab ich so noch nie gesehen. Klarerweise auch bei Kick, Toms und bei Songs mit fettem Bass, teilweise musste ich schon lachen, weil die Bühne derartig weg geflogen ist. Es gibt einen Song mit Beserl und minimal Kick, da hat der Raum dann wunderbar funktioniert.

Hab dem Haustechniker dann empfohlen, sich anstatt der von ihm angedachten Raum Modifizierungen, erstmal um die Bühne zu kümmern. 😝
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Oh ja Bühnenkonstruktionen. Da erlebt man manch lustige Sachen.

Bei manchen hatte ich schon Angst die Bassdrum stärker zu spielen. weil sonst alles mitschwang. Wenn dann noch der Bass die selbe Frequenz traf, dachte ich, ich sitze auf einer Rüttelplatte. :oops::D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Echt arg, wobei ich auch total ratlos war, was man dagegen tun könnte. Kreuz und quer mit Gurten fest zurren? Beschweren? Mit Stoffen voll stopfen?
 
Auf die Schnelle geht da wohl gar nix. Vielleicht mit Holzblöcken die man unter den Platten rein keilt, damit die Abstände zwischen den Auflagen kürzer werden. Aber unter eine 1m hohe Bühne krakseln ist auch nicht jedermanns Sache, zumal die dann ja schon voll gestellt. Wenn das eine Kirche war, dann war die Bühne wohl für Chor und Gitarre oder so ähnlich angedacht. Dass ihr mit der Krawall-Musi da Probleme kriegen könntet, hat da wohl keiner auf dem Schirm.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Was war denn das für eine Bühne? Fest oder Podeste? Bei letzteren neigen Scherenfußpodeste manchmal zu sowas. Da hilft nur ersetzen. Bei einer festen Bühne hilft ein Auto voll frischem Beton…
 
Hatte ich im Festzelt auch schon desöfteren, bei 80-90 Hz hat sich die Bühne derart aufgeschaukelt, dass nur noch das dröhnen der Bässe zu hören war.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Dass ihr mit der Krawall-Musi da Probleme kriegen könntet, hat da wohl keiner auf dem Schirm.

Der wusste schon dass das passiert, hat das aber eher auf den Saal geschoben. Der kann aber gar nichts dafür, der klang sogar gar nicht so schlecht. Ich habe auch de facto den ganzen Soundcheck gebraucht, bis ich den Übeltäter identifiziert hatte. :D

Dann wars auch schon zu spät da noch wirklich substantiell etwas machen zu können.

Was war denn das für eine Bühne? Fest oder Podeste?

War schon eine Standard Bühne aus typischen Elementen mit Steher Füßen. Allerdings ziemlich massives Metall als Steher/Streben. Irgendwie hats da was...
 
Bühnenplatten können auch anderweitig Ärger machen. Wir hatten mal eine Location, da waren die Platten einfach auf den Boden (draußen, Kies) gelegt, um eine saubere und glatte Oberfläche zu haben. Da hat sich unser Basser eine böse Rückkopplung Verstärker, Bodenplatte, Stachel-Kontrabass -Abnehmer eingefangen. Combo Amp auf einen Stuhl daneben (auf dem Schotter neben der Platte) und Ruhe war.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Ich habe im Akustik-Gitarren UFO eine Produktankündigung von Mackie eingestellt.
ShowBox: eine mobile Box mit absetzbarer Mixer Fernbedienung,
MobileMix, ein Kleinmixer mit Akkubetrieb, der aus einer PA Box einen Akustik Amp macht.
 
Moin,
wer redet denn hier von digitalen Oldtimern ;) Bis auf das DDX kenne ich die ja nicht mal, und ich bin schon älter als so ein DMP7...
Was mir da fehlt ist einfach das Side Rack. Ein bißchen Kompressor und ein 32Band EQ wäre toll gewesen, vor allem wegen der Rückkopplungen. Da bieten die alten Kisten halt auch so gar nix. Kompressor nehme ich das nächste Mal mit, vielleicht auch ein FX für einen schöneren Hall, aber den EQ habe ich auch nicht mehr in meinem Fundus. Es fehlt also das wichtigste.
Zugegeben ist das Dynacord Pult ein gutes Pult, klingt recht gut, effektive Regler, ausreichend ausgestattet für die Festinstallation wo ich es bediente. Da waren die Schwachpunkte eher die Boxen für den Raum, zwar auch Dynacord und recht groß, aber komisch platziert oberhalb der Bühne und mitten im Saal. Ob da ein Delay eingebaut ist, muß ich nochmal rausfinden. Interessant: Das gesamte System ist Mono.... Und die Endstufen im Pult werden nicht verwendet, evtl defekt.
Das T-Mix Power Pult ist allerdings Technik von vorgestern, aber erklär das jemandem welcher Kritik beantwortet mit: "Geht doch noch" oder "Das kann jeder bedienen (inkl. mir)" beantwortet.
;)
So, jetzt wieder zurück zu richtigen Arbeitsplätzen!
Ciao
Monkey
 
... So, jetzt wieder zurück zu richtigen Arbeitsplätzen!...

Das sind richtige Arbeitsplätze. Ich mische jedes Jahr noch zwei bis drei analoge Jobs - entweder, weil analog (in meinem Fall ein EFX-8 von SoundCraft) tatsächlich die beste Wahl ist, oder weil der Auftraggeber nur ein SoundCraft NotePad 12 besitzt oder oder oder. Im Sommer hatte ich eine Band, die unbedingt analog gemischt werden wollte, und an Sylvester übernehme ich einen Job, bei dem die Veranstaltung erstmals mit Digitalpult gefahren wird, nachdem es vorher einige Jahre lang mit Analogtechnik lief. Mit Analogtechnik werden nach wie vor Shows gemischt, und es wird damit Geld verdient. Ja, das wird weniger, aber wenn einer das Geraffel transportiert, habe ich kein Problem damit, mich an so ein altes Schlachtschiff zu stellen.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Ein gutes Analogpult ist auch heute noch nicht zu verachten. Dazu vielleicht noch ein Päckle Drawmer-Kompressoren und mindestens für die Front anständige 31bänder… ein Digitalpult gewinnt in der Regel durch seine zahllosen Features, nicht durch seinen besseren Sound. (Immer jenseits der Einsteigermodelle beider Fraktionen gedacht.)

Ein Feature, das in der Analog-Welt leider nicht so gut zu bekommen ist (ja, es gab digitales Outboard dafür)… Delays zur Laufzeitanpassung. z.B. die Front-PA in der kleinen Venue time-aligned zur Backline, in meinen Ohren macht das oft den Sound deutlich klarer – und natürlich der gute Haas-Effekt… Also vielleicht ist es bei Punkrock vor 50PAX im Jugendhaus egal, aber ich denk jetzt eher an die detaillierteren Genres. Ein Delay ist digital hingegen einfach umzusetzen, braucht kaum Rechenleistung, nur eben Arbeitsspeicher. (Umso ärgerlicher, dass viele der einfachen Wischpulte sich die Delays sparen.)

Letztendlich ist das eine der beliebten Endlos-Diskussionen, aber am Ende müßig: Wir mischen mit dem, was man uns hinstellt. Und wenn wir das Pult selber mitbringen und ehrlich mit uns sind, haben wir in der Regel weder Budget noch Transporter-Kapazität für ein hochwertiges Analogpult mit Outboard-Türmchen. Ein bisschen wie wenn Jungs im Grundschulalter diskutieren, ob denn nun Ferrari oder Lamborghini besser sei, aber alle sind noch 10 Jahre vom Führerscheinalter entfernt. :ROFLMAO:
 
  • Haha
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ein Feature, das in der Analog-Welt leider nicht so gut zu bekommen ist (ja, es gab digitales Outboard dafür)… Delays zur Laufzeitanpassung. z.B. die Front-PA in der kleinen Venue time-aligned zur Backline, in meinen Ohren macht das oft den Sound deutlich klarer
Das ist und bleibt für mich eigentlich Aufgabe des Systemcontrollers. Dass man das mit einem Pult macht ist für mich einfach nur eine Notlösung. aber zu dem Thema hast du ja schon mal sinniert.
 
Früher habe ich meinen 450kg Pultplatz über eine wacklige Rampe in den Sprinter geschoben und hatte dann noch 500kg Zuladung übrig. Heute lege ich mein X18 auf den PKW Beifahrersitz und habe dann noch 500kg Zuladung…
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Das ist und bleibt für mich eigentlich Aufgabe des Systemcontrollers. Dass man das mit einem Pult macht ist für mich einfach nur eine Notlösung. aber zu dem Thema hast du ja schon mal sinniert.

Finde ich in dem Fall nicht.

Insb. wenn ich die Drums ganz hinten habe, die Amps weiter vorne – was geht das den Systemcontroller an, was für Instrumente auf der Bühne stehen. Im Zweifel mach ich die Delays auf Gruppen oder sogar nur pro Kanal (bei Amps).

Anders sieht's natürlich bei grundsätzlichen Konfigurationen wie Front Fills, Delay Line, Subwoofer Alignment aus.

Und dann kommste in eine Venue, wo eine PA steht, die älter ist als du selbst und die Subs stehen 1,5m vor den Tops und du gehst halt Stereo rein, die Endstufen „stehen im Keller” (=kein Zugriff) und sind vermutlich inkl. Weiche analog und ohne DSP… erm ja. Dann ist das alles wieder egal. (Beispiel nicht ausgedacht, war vor einer Woche…)

Andere Venue, selbe Band: Delay-Line Lautsprecher ohne Delay, Analogpult. Ich schließe das SQ der Kapelle an. Haustechniker insistiert: „Das Delay hörst du eh nicht” – das erste, was ich höre, ist dass die aktive Delay Line offenbar auf einer anderen Phase hängt und brummt. Hört der auch nicht, aber er hat ja Recht, ist ja seine Hütte.

Im Bereich kleinerer soziokultureller Einrichtungen ist das der Alltag.

Dann doch lieber die System-Fünfe gerade sein lassen und wenigstens mit Matrixen und Delays im SQ arbeiten können.

Ich schreib das schonmal, womöglich hier im Thread: Je hochwertiger die Venue, desto einfacher mischt sich alles.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Andere Venue, selbe Band: Delay-Line Lautsprecher ohne Delay, Analogpult. Ich schließe das SQ der Kapelle an. Haustechniker insistiert: „Das Delay hörst du eh nicht” – das erste, was ich höre, ist dass die aktive Delay Line offenbar auf einer anderen Phase hängt und brummt. Hört der auch nicht, aber er hat ja Recht, ist ja seine Hütte.

Im Bereich kleinerer soziokultureller Einrichtungen ist das der Alltag.
Backstage by the Mil Paris - Delay Line L/R Verdreht zur PA ... Haustechniker keine Ahnung von wie sie das ändern sollen weil kabel fix verlegt und alles verbaut ... meinte nur hey habt doch D12er stufen , stells doch einfach um.
Wussten die nicht , hab ich dann machen dürfen :'D


Aber ja kenne genau diese Problematig extrem.

Aber hey ich arbeite auch in kleinen Soziokulturellem Kulturzentrum :p
Aber ich bin da extrem hinterher das alles passt. 4x Cat von FOH zur Stage , PA SysOne als Main PA und mit systemer eingemessen , Bässe Zahnlücke und delayed.
Findet man aber leider nicht immer so vor, hatte schon Shows wo ich topteile "hoch" gebastel haben bzw höher weil sie groundstack zu niedrig waren und ich hinten gar nix gehört habe oder Jugendhäuser wo der DSP auf Jugenddisco eingestellt war gelocked und das ding keine 90 dB geliefert hat und ich mitm Pult nachher den DSP "nachgebaut" hatte ..
 
Was mir da fehlt ist einfach das Side Rack.
Wozu brauchts das bei dem bisschen Kram? Ich zähle 5 Inputs.
Aufgrund den 3 Sennheiser Empfänger würde ich gar behaupten, dass am "Eingang" der Strecken auch vernünftige Kapseln waren. Und selbst wenn es nur ne 8xx Kapsel war. Allemal OK.

Ein bißchen Kompressor und ein 32Band EQ wäre toll gewesen,
Die PM hat einen Master EQ. Bei mir bisher immer ausreichend gewesen bei genau solchen Jobs. Nix Problem.
Und ich hatte eigentlich immer 31-Bänder. War das ein EQ mit 31 plus einen extra für umme?

vor allem wegen der Rückkopplungen.
Die bekommt man mit dem 3-Band Semi und dem MasterEQ des PM auch in den Griff, wenn man weiß wie.

Kompressor nehme ich das nächste Mal mit
Könnte helfen, doch wenn es bei so was schon piept, dann lieber nicht, gell.

vielleicht auch ein FX für einen schöneren Hall,
Die FX Abteilung des PM ist jetzt keine Wunderwaffe, erfüllt allerdings meist den Zweck. FX von so mancher Digitalkiste im Budgetbereich ist teilweise deutlich schlechter.

Zugegeben ist das Dynacord Pult ein gutes Pult, klingt recht gut, effektive Regler, ausreichend ausgestattet
Eben. Für so Kram brauchts nicht mehr. Da steht keine 8 Mann Rockband auf der Bühne oder kein Philharmonieorchster mit Chor.

die Endstufen im Pult werden nicht verwendet
Die PM hat eine Endstufe an Board, welche genutzt werden kann, aber nicht genutzt werden muß. ;)
Wenn die Leitung zu den Boxen mal > 30 m (das kann in solchen Örtlichkeiten schon mal vorkommen), dann ist so etwas eher kontraproduktiv und prinzipiell die richtige Entscheidung die Wege zwischen Amp und Schallwandler möglichst kurz zu halten.

Da waren die Schwachpunkte eher die Boxen für den Raum, zwar auch Dynacord und recht groß, aber komisch platziert oberhalb der Bühne und mitten im Saal.
Boxen kann man umstellen, sofern diese nicht fest verbaut sind. Ansonsten kann man mit dem PAN auch tricksen (wenn es das System zulässt), wenn es denn piept.
Dynacord hat ein gutes Portfolio an Schallwandlern. Welche waren es denn?
Wenn die Position fliegenderweise über der Bühne mittig war, kann das schon OK sein. Sollte jetzt kein maßgeblicher Hinderungsgrund sein damit keinen adäquaten Job zu machen. Hab ich öfters und regelmässig vor der Nase. Besser so als auf Stativ geradeaus nach hinten gegen die kahle Wand.

Interessant: Das gesamte System ist Mono....
Stereo wird meist überbewertet.

Der einzige wirkliche Vorteil einer Digitalkonsole ist, dass man deutlich an Truckspace und Transportgewicht spart. Ebenso entfallen Sideracks und deren Verkabelung. Doch bei solchen minimalst VAs reicht eben auch eine Analogkonsole, wenn diese gut ist. So ein A&H Mixwizard ist auch noch erste Wahl, steht bei mir zumindest weit oben in der Prioliste.

Es kommt immer auf die Baustelle an, welches Werkzeug man bevorzugt.

ein Digitalpult gewinnt in der Regel durch seine zahllosen Features, nicht durch seinen besseren Sound.
Das unterschreib ich so.
Zusatz: Die Vielzahl dieser Featuers führt meiner Meinung nach auch weg vom handwerklichen. Da wird oftmals nach Anzeige und nicht nach Gehör gemischt. Hauptsache alles reinknallen was im Waffenarsenal verfügbar ist. Gates, Kompressor, da ein FX und da ein anderer FX, mit dem EQ2 das ganze noch mehr verbiegen was man mit EQ1 schon verbogen hat. Besser wäre es echt back to the roots und mit Minimalausstattung den Job machen, denn so lernt man und kann auch ohne Helferleins seiner Aufgabe gerecht werden.
 
Hauptsache alles reinknallen was im Waffenarsenal verfügbar ist.
Nennen wir es „Effektitis”? Habe auch Fotografen, die Photoshop nutzen, oder „Producer”, die sich gerade nen Account bei WAVES gemacht haben… und Gitarristen, die sich grad den neuen Modeler rausgelassen haben. Und Keyboarder mit Workstations.

Ich hab das schon an verschiedenen Stellen immer wieder geschrieben, aber hier nochmal: Analog ist u.U. klanglich nicht deswegen besser, weil es besser von der Schaltung her ist, sondern weil es einen einfacheren Workflow erzwingt und eine Überbearbeitung quasi unmöglich macht. Man könnte sich die gleiche Beschränkung durch Konsequenz im Kopf auch im Digitalen auferlegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Zusatz: Die Vielzahl dieser Featuers führt meiner Meinung nach auch weg vom handwerklichen. Da wird oftmals nach Anzeige und nicht nach Gehör gemischt. Hauptsache alles reinknallen was im Waffenarsenal verfügbar ist. Gates, Kompressor, da ein FX und da ein anderer FX, mit dem EQ2 das ganze noch mehr verbiegen was man mit EQ1 schon verbogen hat.
Naja. "A Fool with a tool...." du weißst schon. Einer ders nicht drauf hat, wird mit dem einen oder anderen nicht gut sein.
Besser wäre es echt back to the roots und mit Minimalausstattung den Job machen, denn so lernt man und kann auch ohne Helferleins seiner Aufgabe gerecht werden.
Genau, und jeder muss erst mal auf einer rein mechanischen Schreibmaschine anfangen, Wählrad-Telefone benutzen, bevor ein Laptop oder Smartphone überhaupt angedacht werden darf. oder so...
sondern weil es einen einfacheren Workflow erzwingt und eine Überbearbeitung quasi unmöglich macht.
Ich kenne einige Kollegen, die bei ihren analogen Kisten gerne im Siderack verschwinden und permanent am Summen-EQ korrigieren. Ich hingegen greif den erst an wenn ich wirklich was zu korrigieren habe, und das ist in den meisten Fällen nie notwendig. Mein Motto lautet immer "don'f fix it until it is broken". Schön ist halt bei den digitalen Kisten dass ich, komme ich drauf, dass ich ein Gate oder einen Kompressor brauche, den einfach per "On"-Taste im Kanal benutzen kann. Analog waren Kompressoren ein wertvolles und rares gut, und so musste man erst mal im Doghouse abtauchen, ein freies Insert-Kable suchen und das dann in den richtigen Kanal einstecken. In der Zwischenzeit konnten kleine bis mittlere Katastrophen passieren, weil man nicht an den Reglern stand. Nicht alles war einfach und unkompliziert in der "guten alten Zeit".
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Genau, und jeder muss erst mal auf einer rein mechanischen Schreibmaschine anfangen, Wählrad-Telefone benutzen, bevor ein Laptop oder Smartphone überhaupt angedacht werden darf. oder so...
Im Labor hat mir mein Prof auch nicht den Magnetrührer beim Titrieren gegeben und sagte lern das per Hand. Erst wenn du das ohne Hilfsmittel kannst, dann darfst du auch den Magnetrührer benutzen.
Der Elektriker wird auch zunächst mit dem Messer abisolieren lernen und erst dann bekommt er die bessere Abisolierhilfe.
Der Metzgergeselle und Koch lernt auch erst das Messer mit dem Wetzstab zu schärfen und dann erst die Maschine zu benutzen.
Der Fahranfänger wird auch erst selbst einparken lernen und kann sich dann später darauf freuen die moderne Technik und Assistenten einzusetzen, sofern diese funktionieren.

Denkt man dein Statement voll bis zu ende durch, dann wird der arme Jungtechniker Generation 2015+ whatever verdammt ratlos da stehen, wenn man ihm auf einmal eine analoge Konsole alla A&H Wizard voll mit Knöppen und Fadern an die Hand gibt. Da ist dann nix mit Wischi-Waschi und Mäusekino kucken.
Ja, es wäre für die heutige Generation doch hilfreich zumindest mal gewisse Grundkenntnisse zu erlangen und das kann auch das schreiben auf einer mechanischen Schreibmaschine sein. Der Philologenverband beklagte zur recht wieder jüngst, dass viele Schüler/innen nicht mehr in der Lage sind per Hand mit Füller oder Bleistift zu schreiben oder geometrische Figuren korrekt und sauber zu zeichnen. Dies lässt sich eindeutig auf die vermehrte Nutzung moderner Hilfmittel wie Handy und Tablet zurückführen. Aus diesem Grund finde ich, dass solche Statements das Bild verzerren und prinzipiell überhaupt haltlos sind.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben