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Seh ich - häufig - etwas differenzierter. Es mag auf deine Jobs zutreffend, aber in aller Regel leisten wir doch eine technische Dienstleistungen - und keine Lebenshilfe.Um hierauf noch einzugehen:
Ich sehe das schon als meine bzw. "unsere" Aufgabe, hier ein wenig Ordnung reinzubringen. Bei den meisten Veranstaltungen bin ich nicht "nur" am Pult, sondern stelle die gesamte Ton- und Lichttechnik. Das hat oft auch mit Erwartungsmanagement zu tun und nicht selten muss man da auch mal "Nein" sagen - sei es aus Budgetgründen, Sicherheitsbedenken oder weil der gewünschte Ablaufplan schlicht unrealistisch ist. Gut wird die Veranstaltung meist dann, wenn man sich nach dem "Nein" gemeinsam hinsetzen und einen Plan ausarbeiten kann, der sowohl technisch funktioniert als auch die Vision umsetzt.
Klar, als Komplettdienstleister mit engem Draht zum Veranstalter ist die Verantwortung eine andere, als wenn du einen Abend als Freelancer am Tonpult sitzt. Wenn da jemand kommt und erwartet, dass du auch noch Licht drückst, weil es ja "nur" ein paar Szenen sind, dann verstehe ich deinen Einwurf total!Es mag auf deine Jobs zutreffend, aber in aller Regel leisten wir doch eine technische Dienstleistungen - und keine Lebenshilfe.
Wobei die Betonung wohl auf "Leistung" liegt und die umfasst meiner Meinung auch die Aufgabe, mal etwas Klarheit in eine diffuse Anfragebeschreibung rein zu bekommen. Eine unsere Kernkompetenzen ist eben auch mal das Geraderücken von Anforderungen. Einfach stur zu liefern was da von einem weniger versierten Menschen so formuliert wurde, dass da keine realistisch brauchbare Umsetzung machbar wäre, wenn ich mich dumm stelle und eine 8" Box mit 75 Watt hinstelle wenn damit 1000 Leute beschallt werden soll, nur weil einer sagte "da muss doch nur eine kleine Box auch reichen...". Nein muss es eben nicht und man kann das dann auch so sagen, dass es nicht reichen wird.aber in aller Regel leisten wir doch eine technische Dienstleistungen - und keine Lebenshilfe.
Für ein bisschen hell muss es ja keine eigene Fachkraft sein,. Das bringe ich auch noch hin,selbst wenn Lichtpulte eher Bücher mit 7.000 Siegeln sind.Ebenso, echt schade. Coole Themen dabeiaber bekomme es beim besten Willen zeitlich nicht geregelt.
Und ich frage mich wie Bands dieses Kaliber den Mix für den Stream nicht auch selbst kontrollieren. Das sollte man doch von der Band her auch im Griff haben können. Sich einfach darauf verlassen dass das gut geht, ist halt schon arg blauäugig.Und wie leider üblich frage ich mich, warum das keine Leute mischen dürfen die irgend ein Verständnis von Rockmusik haben.
Aber es muss ja trotzdem nicht nach Fernsehgarten klingen, würde ich meinen. Lautstärkenlimits und passend im Sound müssen sich ja nicht ausschließen. Man muss ja daheim sich die Musik der Bands nicht unbedingt mit 130 dB rein ziehen (kann man machen, muss man aber nicht). Und wenn so laut, dann kann das ja auch beim Fernsehgarten passieren.Zudem gilt der Lautheitsstandard EBU R 128 (meist -23 LUFS).
Das haben die gar nicht in der Hand. Die Sender hängen sich da (früher) an den Analogsplitter und heute eben ans Dante oder was auch immer und kriegen die gleichen Rohsignale wie der FoH.Und ich frage mich wie Bands dieses Kaliber den Mix für den Stream nicht auch selbst kontrollieren. Das sollte man doch von der Band her auch im Griff haben können. Sich einfach darauf verlassen dass das gut geht, ist halt schon arg blauäugig.

Das war m.W. aber nicht live (also schon live gespielt, aber nicht live gesendet).und dass es auch funktionieren kann, hat meiner Meinung nach der WDR schon in den 70ern und 80ern bewiesen mit dem Rockpalast. Die Übertragungen hatten für damalieg Klangvorstellungen schon recht brauchbar und authentisch geklungen.