PRS Userthread (Paul Reed Smith Gitarren)

  • #21.321
@mr.coleslaw Auf welche Gitarre beziehst du dich? Die 2008er Korinas jedenfalls haben kein Rio-Fretboard, nur eins aus Rosewood.
 

  • #21.322
Es gibt Korinas aus der Zeit die nur für die USA und mit entsprechendem Vermerk aus der Halsrückseite gefertigt wurden. Diese hatten ein Rioboard.
 
  • #21.323
Ja, mit dem richtigen Wohnort und dem passenden Kleingeld war bei PRS* schon immer (fast) alles möglich ... :D
 
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  • #21.324
Laut PRS* ist das Rosewood.

Sieht bei meiner aber aus der Nähe ganz schick aus. Mal heller, mal dunkler.
Saubermachen wäre auch mal wieder angesagt, wenn ich das so sehe. :D

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Ich bin vorhin im Proberaum erstmal ein bisschen erschrocken. Etwas lauter gespielt, waren die Höhen doch recht arg.
Natürlich kam ich erst zuletzt auf die Idee einfach mal am Cab zu drehen. Dort die Höhen etwas zurück und schon klang das ganz anders. ;-) Habe jetzt mal alles über das Wochenende mitgenommen.

Nachher auch nochmal ein bisschen an der Röhre testen.
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Ahh, ihr meint die vom Dirk... :ROFLMAO:
 
  • #21.325
Naja, eher die von Ulrich.^^
Ich habe zwar auch so was mit Rio-Palisander (sehr frühe Stücke), aber die habe ich lange nicht mehr gezeigt, sie passen auch besser in den Parallelthread über die Frühzeit.
 
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  • #21.326
Hat die nicht sogar ein Rioboard ?

Eigentlich haben die keines ... und mir ist auch kein aus versehen verbauter Ausrutscher bei der Silver Sky bekannt?

Oder meintest du die McCarthy? EDIT geklärt ...

Ja, mit dem richtigen Wohnort und dem passenden Kleingeld war bei PRS schon immer (fast) alles möglich ... :D

Nein, sie hätten das RIO auch in die Welt verkauft, wenn sie gekonnt hätten.

Die USA unterscheiden sich in dem Sinne, dass die Nachweispflicht nach dem Import des Rohmateriales endet. Also legal importiert => legal verbaut => legal verkauft. Willst du die USA verlassen (Fish&Wildlife) brauchst du ein Ausfuhrzertifikat und für den Import in andere Länder ein Einfuhrzertifikat (die Regeln für den die Grenze überschreitenden Handel bestimmt CITES). In diesem Fällen muss das Rio durch die Produktion dokumentiert sein und am Ende muss man basierend auf der Gitarre nachweisen können, aus welchem legal importierten Stamm wieviel g Rio Griffbrett gekommen sind.

Dies wurde bei PRS* nicht gemacht. Daher wurden - nachdem sie freundlich darauf hingewiesen wurden, denn vorher waren einige PRS* Rio "aus versehen" :nix: in Europa aufgetaucht (mir ist eine 513 bekannt) - nach dem "Happening" alle weiteren mit USA ONLY gekennzeichnet. Wie gesagt ... aus der Übergangszeit gibt es einige mit Rio (und ohne USA Only) auch in Europa, über die die Besitzer den Mantel des Schweigens hüllen.

Gruß
Martin
 
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  • #21.327
Neu im Hause Stoptail22 - aber keine Unbekannte *) - ist diese PRS* McCarty Korina aus dem Jahr 2008:

Anhang anzeigen 1044510

*) keine Unbekannte, weil ich das gleiche Modell schon einmal im Fundus hatte und zwecks Finanzierung einer anderen Gitarre verkauft habe

Das große Plus der McCarty Korina ist das geringe Gewicht von gerade einmal 3 kg, leider ist die Streuung einzelner Exemplare beachtlich. Ich hatte schon mal ein Exemplar blind erworben in der Annahme, alle Korinas seien leicht, und war über erhaltene 3,5 kg doch sehr enttäuscht.

Das Finish in Black Sunburst wirkt PRS-untypisch zurückhaltend, für das Alter von 18 Jahren ist der Erhaltungszustand grandios.

Die McCarty-Pickups habe ich gegen 85/15-Pickups getauscht, die mir schon im erwähnten Erstexemplar gut gefallen haben.
Ich finde das immer lustig mit dem geringen Gewicht - angesichts dessen, dass ich hier ne 5 kg Les Paul spiele :-D. ... So oder so, optisch ist deine "neue" ein Traum... Da entsteht ein AuchHabenWollen :-D
 
  • #21.328
Aus gegebenem Anlass hier mal ein paar Bilder meiner Tremonti Core.

Und der wäre? Unlängst hatten wir hier ein paar wunderschöne DGTs, z.B. die prächtige Quilt Top von @Stoptail22 und nicht zuletzt das blaue Wunder von @DirkS. Nachdem letzterer mir doch tatsächlich die von ihm verschmähten, aber bekanntlich nur schwer zu findenden PUs aus seiner DGT überlassen hat :juhuu:, wollte ich mich 1. für diese tolle Gelegenheit an dieser Stelle nochmal bei ihm bedanken und 2. kurz berichten, wie sich die DGTs in einer Singlecut so machen - optisch und klanglich. Zunächst also mal die Bilder (wobei entweder mein Handy auf dem Gebiet keine Leuchte ist, oder der Bediener):

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Nachdem man es auf den Bildern vielleicht nicht so gut sehen kann: Die Tremonti habe ich ein bisschen aufgebrezelt. Ich bin ja einer, der eigentlich jede Gitarre wirklich zu "seiner" machen muss, indem ein paar Details des Serienmodells gemoddet werden. In diesem Fall sind das die folgenden:

- Die vernickelten Flügel der Tuner mussten großen Perloid-Knöpfen von Gotohs aus meinem Vorrat weichen (die hier passten, weil Gotoh wohl zeitweise die PRS-Tuner zugeliefert haben). Nun waren meine Gotohs vergoldet, also auch die längeren Schrauben - und damit fings an. Die Unterlegscheiben wurden auch gegen Gold getauscht, dann die mMn unpassenden hässlich schwarzen Befestigungsschrauben der PU-Rahmen, die Rändelmutter des Toggle und schließlich die Polschrauben der HB (ein Look, den ich nach anfänglichem Fremdeln inzwischen sehr ansprechend finde). Stand heute ist diese Tremonti-Hardware also so ein wenig 'Bi-Color light', wird aber evtl. noch fortgesetzt mit güldenen Saitenreitern.

- In der Federkammer habe ich einen Anschlag aus Holz montiert, auch um den Charakter etwas mehr in Richtung Paula zu verschieben. Der ist aber inzwischen wieder rausgeflogen, auch weil das Tremolo so wunderbar weich und stimmstabil reagiert, dass es schade war, es nur zum schöden Divebomb zu nutzen.

- Die alten Standard-Rahmen wurden durch die aktuellen, und wie ich finde, wesentlich edler aussehenden Versionen ersetzt.

- Ebenso mussten die Knöpfe aktuellen Lampshades weichen, wobei das und die Rahmen eh schon fast jeder zu machen scheint. Wirken mMn halt sehr viel edler.

- Der schwarze Knopf am Tremoloarm sah für mich auch immer wie ein Fremdkörper aus, erst recht zusammen mit dem cremefarbigen am Toggle Switch. Ersetzt wurden sie jeweils durch Tortoise-Style Tips von Crazyparts.de.

- Der BridgePU war mir zu heiß und fettig, er wurde durch einen frühen 57/08 ohne Gravur ersetzt - und jetzt wie gesagt, beide durch die DGTs.

- Und da nun endlich beide PUs splitbar waren, habe ich ein Push/Push-Poti eingebaut, für jeden PU jeweils mit 1,8 KOhm-Widerstand für einen Partial Split.


Womit ich beim Thema Sound wäre, bzw. wie er sich jetzt so anlässt. Die ursprüngliche Bestückung war, gerade was den BridgePU betrifft, ganz klar für Marks Sound ausgelegt. Der BridgePU aggressiv und wuchtig, aber nicht maßlos - durch das (so wie es aussah, sogar schon ab Werk vorhandene) 50s Wiring war er zwar durchaus gut zu bändigen, aber ich war da gerade mehr auf dem Vintage-Trip. Auch habe ich festgestellt, dass es mir das Einstellen der 1.000 Sounds aus meinem Rack erleichtert, wenn der Output der Gitarren nicht allzu weit auseinander liegt. Daher haben alle HB-Gitarren PUs in Richtung PAF/Hot PAF bis höchstens Medium High (was für mich in etwa bei Duncan Custom, Hyperion, Dimarzio Air Norton oder Tonerider Rocksong ansetzen würde), und die SCs sind eigentlich immer Noiseless mit für Strats recht hohem Output, wie z.B. Dimarzio Area 61, Virtual Vintage Blues oder Heavy Blues 2.

Der Tremonti Treble liegt da schon etwas außerhalb meiner Komfortzone, zumal ich in Sachen Keramik-Magnete mein zugegeben irrationales Unbehagen nie so ganz losbekomme. Wie gesagt, eigentlich ist das schon ein für diese Art HB sehr kultiviertes Teil, und eigentlich kann der auch Dinge wie meine geliebten Wihitesnake 1987-Sounds erstklassig. Wie dem auch sei, erst recht und noch mehr gilt das für den Tremonti Bass. Ich meine einer alten Liste, die im Netz kursierte, mal entnommen zu haben, dass hier ein AlNiCo IV-Magnet zu Einsatz kommt, und ich bin sehr geneigt, das zu bestätigen. Denn dieser HB ist sehr ausgeglichen, klar und transparent, hat zugleich aber sehr schöne Mitten und singt, ohne zu matschen. Für mich die typischen Charakterzüge eines A4-HB, wie ich sie auch erhalten habe, als ich in der Paula den A5 eines Duncan '59 durch einen AlNiCo IV ersetzt habe- deutlich schlankere, tightere Bässe, mehr und definiertere Mitten und klare, aber nicht harsche Höhen, selbst bei HiGain. Einer der wenigen HalsHB, mit dem ich auch Powerchords mit voller Zerre spielen kann, ohne dass sie mir davon schwimmen. Und die Cleansounds sind vielleicht ein klein wenig kühler als gewohnt, aber da kann man ohne weiteres mit dem Tonregler feinabstimmen, da genug Reserven in den Höhen da sind. Ich hatte sogar noch einen weiteren 57/08, hatte aber nicht das Gefühl, dass der zwangsläufig besser sein müsste.

Der Tremonti Bass blieb folgerichtig auch als Partner des 57/08 Treble, und hat diesen auch nicht übertönt. EIgentlich war das dann schon ein ganz nettes Pärchen, aber das Bessere ist ja immer des Guten Feind. Was ich sehr schade fand, war auch, dass der Tremonto Treble keinen Split-Anschluss besitzt. Der Tremonti Treble kurioserweise schon, auch wenn er ab Werk unbenutzt bleibt. Da ich bei meinen Gitarren den Split zu 90 % am Hals verwende, habe ich mir bisher den Aufwand gespart, ein Pushpoti nachzurüsten.

Also Auftritt DGT-HB: Und ja, die klingen wirklich deutlich anders. DIese PUs sind erkennbar als Pärchen abgestimmt, Output und Sound bleiben beim Umschalten Bridge/Neck immer sehr homogen. Was sofort auffällt, ist dass sie den Sound der Tremonti deutlich in Richtung "fette Les Paul" rücken - Tiefmitten, die richtig drücken, fette Solosounds, und selbst mit dem straff klingenden und metallastigen "The Anvil"-Röhrenpreamp oder meinem Rectumfire-Preset aus dem Helix Rack singt es ohne Ende.

Ich kann auch verstehen, warum sie öfters als etwas "dunkel" klingend beschrieben werden, da ist schon was dran. Sie klingen eher warm und rund, allerdings ohne dumpf oder matschig zu werden. Es ist eher eine Frage des Timbres, ähnlich wie wenn ein Tenor und ein Bassbariton in der gleichen Tonlage singen, aber dabei deutlich anders klingen. Diese Abstimmung könnte aber gut der Grund sein, warum die Splitsounds wirklich hervorragend klingen, und auch nicht zu stark gegen die HB-Sounds abfallen. Speziell der (teil-)gesplittete NeckHB bringt für mich einen wirklich glaubwürdigen und vielseitig einsetzbaren Sound, den ich zwar nicht als identischen, aber qualitativ für mich durchaus gleichwertigen Ersatz für den NeckSC einer Strat ansehe. Und er brummt weniger, schließlich bleibt auch der HB-Effekt beim Partial Split zumindest teilweise erhalten.

Was ich trotz 50s Wiring vielleicht doch noch nachrüsten will, ist ein Treble Bleed. Ich denke, David Grissom arbeitet sehr viel mit den Potis, sein Amp ist ja nicht zufällig ein Einkanaler. Vor diesem Hintergrund macht die Abstimmung dieser PUs natürlich erst richtig Sinn: Treble Bleeds klingen beim stärkeren Zurückdrehen gerne auch mal etwas schrill und dünn, so zumindest meine Erfahrung, trotz etlicher verschiedener Werte. Spielt man aber mit einer Grundeinstellung der GItarrenpotis auf 7 oder 8, liegen so warm abgestimmte PUs durch einen Treble Bleed dann schon viel näher am gewohnten Spektrum - und zugleich hat man durch volles Aufdrehen Reserven für einen dicken, singenden Leadsound, ganz ohne Treten auf Umschalter oder Trampelkisten. Unterm Strich hat man so also direkt auf der Gitarre auf viel mehr einsetzbare Sounds Zugriff als mit dem Rezept "Meine Gitarre muss mit allem auf 10 schon so klingen, wie ich das haben will". Auch der Einsatz traditioneller Trampelkisten, insbesondere eines Treble-Boosters, könnte sehr gut zu diesen PUs gut passen - Allerwelts-PUs sind das definitiv keine.

Und wie gesagt, zieht man diese durch Konstruktion (Tremolo statt Tunomatic, schlankerer Hals) und Mensur doch etwas straffere Version einer Singlecut aufgrund von Spielkomfort und Möglichkeiten einer typischen Les Paul vor, will aber deren Soundwelt näher kommen, sind die DGTs ebenfalls eine sehr gute Wahl, zumal es mMn bisher nichts wirklich Vergleichbares gibt, das man bei den üblichen Verdächtigen wie Duncan und Dimarzio finden könnte.

Gruß, bagotrix
 
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  • #21.329
Schönes Teil und tolle Beschreibung. Ich liebe meine auch sehr, spiele eigentlich (leider?) nichts mehr anderes. :-)
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... ich habe eine allgemeine Frage zum Saitenwechseln. Habt ihr irgendwelche Tricks, mit denen ihr bei einem bei PRS schwebend eingestellten Tremolo die Saiten schneller wechseln könnt? Also blockiert ihr auf irgendeine geniale Art das Tremolo?

Ich mache eigentlich immer Saite runter, zugehörige Saite rauf, Saite stimmen, nächste Saite runter, zugehörige Saite rauf, Saite stimmen, usw.
Das ist fad, insofern, als man ja auch dauernd die Gitarre hin und her dreht um die Saiten aus- bzw. einzufädeln.
(Bei einer Les Paul geht das viel schneller :-), ich selber tu' dann immer die oberen drei und die unteren drei Saiten im Paket wechseln.)
 
  • #21.330
Schon richtig, speziell bei der Tremonti kommt ja noch hinzu, dass dafür man nicht einfach ein flaches Holz hinter unter die Grundplatte des Tremolos klemmen kann, wie sich das bei PRS durch die in den Rillenschrauben schwebende Grundplatte anbietet. Ich hätte da jedenfalls Bedenken, dass der Druck die Kante der Unterfräsung beschädigen könnte. Meistens mache ich es also auch wie du und wechsle eine Saite nach der anderen.

Das Blocken für einen kompletten Saitentausch (man will ja auch mal das Griffbrett säubern, oder vielleicht mal die Bünde auf Glanz polieren) geht aber ganz gut von der Unterseite - wenn man maximal 4 Federn verwendet. Ich stecke in dem Fall einen Holzunterleger vor den Block, der gerade so reinpasst, dass die Grundplatte in Position bleibt. Man muss ja nur einmal einen für die Gitarre passenden finden bzw. zurechtbasteln, den Winkel der Grundplatte ändert man ja in der Regel nicht mehr.

Eine andere Möglichkeit ist, nicht nur die Saiten zu entfernen, sondern auch die Federn, bis auf eine. Viele verwenden ja 3 Federn, da bietet sich folgendes an: Beim Aufziehen der neuen hängt man erst mal nur eine Feder ein, und stimmt jeweils zwei Saiten, beginnend z.B. mit E und e, bis die Grundplatte bei korrekter Stimmung waagerecht steht. Bei der ersten neuen Saite drücke ich den Tremolohebel während des Hochstimmens so weit runter, dass der Winkel der Grundplatte stimmt - lässt man dann los, ist deren Stimmung natürlich zu hoch, aber wenn man nun einfach stur die nächste auf Stimmung bringt, ohne das zu korrigieren, geht die erste ja wieder runter. Dann die nächste Feder einhängen und wieder zwei aufziehen, ohne an den schon montierten rumzuschrauben. So muss man immer nur zwei Saiten auf einmal aufeinander abstimmen, was schon einige Zeit spart. Auf die Weise nähert man sich der korrekten Gesamtstimmung schon ganz gut an, und die Feinstimmung geht dann zunehmend einfacher, weil die Beeinflussung der anderen Saiten in dem Bereich nicht mehr so stark ist.

Gruß, bagotrix
 
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  • #21.331
Nun ist es soweit. Auf der Suche nach einer Gitarre mit kürzere Mensur, bin ich so wie es aussieht bei PRS fündig geworden. Ich habe mir eine McCarty SE ausgeliehen und spiele diese seit ein paar Tagen. Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Die Gitarre ist mit 3,2 kg sehr leicht und überhaupt sehr handlich. Und der Klang, wow, voll und trotzdem differenziert.
Und wohlgemerkt es ist nur eine SE.
Auf jeden Fall muss jetzt eine PRS her, denn die SE muss ich wieder abgeben.
Die Frage ist nun, SE oder gleich höher greifen? Was würdet Ihr empfehlen?
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  • #21.332
Die Frage ist nun, SE oder gleich höher greifen? Was würdet Ihr empfehlen?
Auf jedem Fall eine SE zuerst, am besten eine die bereits sehr ausgewogene Pickups mitbringt und einen geilen Halsprofil. Für mich wird das von diesem Modell erfüllt wie keine andere:
*​
Das ist dann ein Arbeitspferd mit ausgewogenem Preis-/Leistungsverhältnis die eine Menge Spass macht und alles abdeckt.
Die würde ich erstmal testen und vielleicht erübrigt sich dann eine teurere Varianten. Aber selbst wenn du auf dem Geschmack kommst und dann doch noch höher einsteigen willst, hast du immer noch dieses Arbeitspferd welches du überall mitnehmen kannst.

Bei teureren Modellen (ab S2 und dann Core) ist für mich oft auch die Frage, welche Pickups verbaut sind ausschlaggebend. Ich bin ein voller Fan der 59er USA Pickups von PRS (gibt es einzeln beim großen T) aber die sind so gut wie nie verbaut in den teuren Modellen. Oft findest du dort 85/15er oder 58/15, die ersten haben mir nicht genug Charakter und die zweiten sind mir irgendwie zu zahm. Die 59er singen dagegen wie eine alte Paula. D.h. wenn du an besseren Modellen günstiger drankommst, käme für mich das auch in Frage um z.B. die 59er zu verbauen. Ich würde auch die HF-Pickups in Betracht ziehen, gerade wenn man schön mittenbetonten Rock spielt.

Ich habe auch eine S2 Standard (Custom-Aufpreis bringt mir hier nicht genug Mehrwert..) Satin, weil ich matten Lack auch sehr mag. Auf jedem Fall ist das auch eine Top-Gitarre in der ich auch die 59er verbaut habe. Hier würde ich eher zum Modell 24 greifen, weil mir das Thin Pattern Halsprofil wesentlich mehr zusagt als der in dem 22er Modell verbauten Regular Pattern. Allerdings sind die Preis beim S2 Modell stark gestiegen, muss man also abwägen.

Hat man die anderen Gitarren die ich hier beschrieben habe, ist auch ein Swamp Ash Modell interessant. Hier habe ich auch nur eine SE. Interessant finde ich den ganz anderen Schraubhals und -Profil mit Ahorngriffbrett und die 22 Bünde. Es sind hier auch nur asiatische 85/15s verbaut die dennoch ihren Charakter haben den man auch ein wenig bändigen muss. Man muss bei der Swamp Ash auch auf das Gewicht achten, sie ist aber eine sehr interessante Basis um andere Pickups zu verbauen (59er oder HF) und PRS-Locking Tuner würde ich ihr auch noch verpassen.

Tja und zu den Modellen ab 3.000,- und aufwärts kann ich nicht viel sagen. Tolle Optiken und sicher auch Gitarren aber wenn die die o.g. Pickups verbaut sind bei dem Preis, bekomme ich schon die Krise.

Alles was ich hier geschrieben habe ist nur meine Meinung und was mir persönlich in der PRS-Welt so aufgefallen ist. Du musst natürlich die Teile schon selber in die Hand nehmen und testen, aber vielleicht habe ich dir ein paar brauchbare Anhaltspunkte geliefert.
 
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  • #21.333
Vielen Dank.

Ich mag auch matte Lackierungen und hatte deshalb die Standard 24 Satin Black Pearl oder die McCarty S2 Thinline ins Auge gefasst. Allerdings eben in einer anderen Preisliga. Die Frage ist, wieviel sind die besser?
Die SE, die ich gerade teste ist super. Und ich besitze durchaus deutlich teurere Modelle, Strats, Tele und Les Paul. Aber ich bin wohl kein Strat Spieler. Werde damit nicht warm.


https://www.session.de/products/prs-standard-24-satin-pearl-black-0403135/

Die DGT die Du @HD600 verlinkt hast, sieht gut aus, hat aber wieder eine länger Mensur.
 
  • #21.334
Die DGT die Du @HD600 verlinkt hast, sieht gut aus, hat aber wieder eine länger Mensur.
Gleiche Mensur wie die von dir verlinkte satin black und die S2 Mc Carty hat 10 mm weniger, ok, macht aber nicht den Kohl fett m.E.

Die S2 McCarty hatte ich so garnicht drauf, interessant finde ich hier, dass sie die 22 Bünde mit dem Pattern Thin kombiniert.

Feste Brücke finde ich auch interessant, wobei ich da sagen muss, dass ich bei meiner S2 Standard Satin die Brücke mit einem Brettchen mal festgesetzt habe und mir der Sound überhaupt nicht gefallen hat und das Tremolo wieder gelöst habe. Selbst wenn ich den Tremolo-Arm nicht nutze, ist der Sound viel räumlicher. Ich hoffe hier, dass die verbaute feste Brücken den Sound lebhaft lässt, die feste Brücke in einer Single Cut McCarty hat mir auch nicht gefallen.

Was mich auch stören würde bei 2.500,- € sind die verbauten und mir zu lahmen 58/15 LT, der verleimte Hals wirkt hier auch nicht entgegen, mir würde da wahrscheinlich etwas Attack fehlen aber das ist natürlich nur mein Geschmack.

Ich würde wahrscheinlich eher lieber ein Vormodell S2 Standard Satin 24 suchen um die 1.000,- gebraucht und würde dann diese Pickups verbauen:
Damit würde ich so bei 1.430,- € landen statt den Mehrpreis auf 2.500,- € des aktuellen Modell dafür, dass sie dann USA-Pickups drin hat die mich auf Dauer nicht zufriedenstellen.

Selbst wenn ich mir bei Reverb sowas bestelle und mit den Pickups upgrade, spare ich noch 500,- €:

Und es kommt noch hinzu, dass ich bei der aktuellen S2 auch die Pickups austauschen würden und somit bei fast 3.000,- lande. Ja, die S2 Standard ist für mich eine sehr gute Gitarre aber mir keine 3 T wert.

Edit: Ahrgg... ich sehe gerade, dass die Satin Pearl bei 3.700,- € liegt!!! Dann käme das für mich dreimal nicht in fragen. OK, schöne Maserung von Hals und Kopf und ich sehe auch gerade, dass sie mit den DMO andere Pickups hat. Ahh.. das ist ein Core-Modell, also auch die Korpus ist nicht wie bei S2 sondern die Violin Carve Form. Hier weiß ich nicht ob die PU überhaupt besser wären als die 59er, auch wäre ich skeptisch gegenüber der matten Lackierung bei so einer teureren Gitarre. Das matte ist schon empfindlicher und mich würde jede Schramme stören, auch der Hals wird mit dem Spielen glänzend (OK, kann man wieder mattieren). Bei dem Preis meiner S2 stört mich das nicht aber bei einer Core würde ich eher auf eine schöne PRS-Decke setzten die dann auch eher so bleibt. Sie hat im Vergleich zur S2 wahrscheinlich auch die besseren Potis und eine Messing-Tremoloblock hat sich auch schon, bei meiner S2 musste ich diese für 20,- nachrüsten. Rein spieltechnisch würde ich sagen, wenn du ein wenig in einer S2 steckst bekommst du wahrscheinlich das gleiche Spielgefühl. Aber gut, wenn sie dich voll flasht musst du halt mal testen und die PU sollten dich auch umwerfen bei diesem Preis.

Bin auch ein schlechter Berater bei dieser Preislage, übersteigt so ein wenig meine Bereitschaft aber wenn ich mir sowas überlegen würde, würde ich noch ein paar große Scheine drauflegen und mir sowas anschauen:
...oder bei Schecter nach einer guten mit Edelstahlbünde schauen ... :D
 
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  • #21.335
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  • #21.336
Nimm die SE, die gefällt dir, warum was ändern, wenns passt?
Am besten mehrere antesten und die am ehesten passende mitnehmen.
 
Grund: Sch... Rechtschreibkorrektur...
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  • #21.337
Ich bin wie @HD600 ein großer Freund der 59/09 - Pickups und habe die auch mehrfach in eigene Gitarre nachgerüstet.
Natürlich sind 430 € allein dafür eine Bank, aber gebraucht klingen die ja auch nicht schlechter....^^

Zur Frage:
Ich bin ja etwas PRS-verückt. Wenn auch nicht ganz so intensiv, wie etwa @Stoptail22, aber bei mir tummeln sich 3 SEs und 6 Cores. Daraus meine Einschätzung:

Die SEs sind richtig gute Gitarren. Punkt. Man kann mit ihnen eigentlich überhaupt nichts falsch machen, sie setzen alles um, was einen glücklich macht. Die Qualität stimmt absolut, es sind richtig gute Arbeitswerkzeuge, die Spaß machen. Sie genügen nicht nur den Ansprüchen, es sind wirklich gute Gitarren.
Zu den US-Modellen (Cores) gibt es dennoch Unterschiede. Die Cores sind für den obersten Qualitätsbereich gebaut, sie haben durchaus den Anspruch, qualitativ besser zu sein, als etwa eine "normale" Gibson Les Paul Standard.
Das kostet natürlich Geld und jeder muss für sich die Frage beantworten, ob ihm "die letzten 10-15%" den ordentlichen Aufpreis wert sind.
Deutlich besser sind bei den Cores i.d.R. die Tonabnehmer und die Brücke. Das macht klanglich schon noch einmal einen Unterschied. Viele Teile sind noch einmal hochwertiger, es ist halt immer die Frage, ob man so etwas möchte.

Ich würde -was auch den finanziellen Aspekt angeht- vermutlich 2 Alternativen erwägen:
- SE McCarty mit Umrüstung der Pickups und ev. anderer Teile
- McCarty USA gebraucht, da gibt es ein Angebot, dass zwischen gut 2000-2500 € beginnt, wenn der optische Schnickschnack unwichtiger ist (Moons statt Birds, keine übertrieben auffällige Decke, etc). Wer etwas länger guckt oder sich bei Leuten erkundigt, die in der Materie stecken, findet auch mal eine unter 2000 €. Die dann nehmen, vermutlich werden Umbauten dann gar nicht mehr erforderlich.

Letztgenannte Alternative ist immer noch teurer, als die erste, aber es kann druchaus sein, dann du bei einem späteren Verkauf den Einkaufspreis wieder voll erzielen kannst.

Viel Erfolg!
 
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  • #21.338
@HD600 Vielen Dank für die ausführliche Beratung.
Also, ich denke ich werde in Richtung SE gehen. Das Testmodell, was ich da habe gefällt mir außerordentlich gut. Auch vom Klang her. Leider muss ich die Gitarre wieder abgeben.
Ich denke es wird eine McCarty 594 oder die von @HD600 verlinkte DGT.
Ich werde mich auch auf dem Gebrauchtmarkt umsehen.
 
  • #21.339

Ihr Säcke macht mich echt fertig. 🙈 :)

Wenn ich alleine dieses Bild dieser imho wunderschönen Gitarre sehe...

... Aber ich bin wohl kein Strat Spieler. Werde damit nicht warm ...

Dann als Stratspieler diese Provokation lesen muss... :)
Ob dann de Umkehrschluss gilt, dass dann ein Stratspieler mit 'ner PRS erst recht warm wird?

...Die SEs sind richtig gute Gitarren. Punkt. Man kann mit ihnen eigentlich überhaupt nichts falsch machen, sie setzen alles um, was einen glücklich macht. Die Qualität stimmt absolut, es sind richtig gute Arbeitswerkzeuge, die Spaß machen. Sie genügen nicht nur den Ansprüchen, es sind wirklich gute Gitarren...

Und dann werde ich hiermit quasi k.o. geschlagen. :)

So, und nun mal allen Spaß beiseite. Als Stratspieler liebe ich den Klang der Strats, ihre Unvollkommenheit, ihren "immer etwas Dreck" im Klang, ihr "um jeden Ton kämpfen müssen", usw. usf. Ihre "Legende", ihren Gesamtkontext.

Wer sich erinnert: Ich war mal besessen davon, eine PRS S2 Vela haben zu wollen. Mattlackiert kam sie denn auch an (würde wegen des Mattlackes und unweigerlichen Kratzern auf der Rückseite nie wieder solche Gitarren kaufen, aber das ist nur mein Standpunkt, den ich bei dieser PRS lernen musste) und nach anfänglicher Begeisterung nebst hiesigem Review war diese dann auch bald schnell weg. Die Gitarre war für mich (!) zu makellos, zu problemlos zu bespielen, zu unpersönlich, zu aalglatt, zu "leblos", usw. usf.

Daher ging sie auch bald wieder.

So und nun sehe ich obige Gitarre, bin begeistert und frage mich: Mache ich einen Fehler, wenn ich mir so eine PRS zulege? Blüht mir das Gleiche, wie mir der S2 Vela? Klar: Selber Testen ist grundsätzlich ein Muss. Kann man bereits jetzt schon im Vorhinein sagen, dass das dann auch mit so einer PRS nichts werden wird, wenn ich schon eine S2 Vela seinerzeit wieder vertickerte? :gruebel:

Mit Gibson Les Paul kam und komme ich nicht klar.
 
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  • #21.340
@Stratspieler
Ich wollte auch mal eine S2 Vela kaufen und bin dann gänzlich mit einer S2 Studio nach Hause gefahren. :D
Die Vela fühlte sich im Vergleich irgendwie "schlaff" und träge an.

Seit einigen Jahren ein guter Begleiter für meine beiden Strats", eine Roger und meine Silversky, die ja beide ohne Humbucker unterwegs sind.

So eine S2 Mira würde mich als "SG-Alternative" aber wohl auch noch ein bisschen wuschig machen.:whistle:
 

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