Zwei Anmerkungen:
- Manche Geräte mit nur einem Fußschalter erlauben den Anschluss eines zusätzlichen Tap Tempo Tasters, Das kann bei der Anordnung auf dem Pedalboard Vorteile haben, und man kann einen Taster wählen, mit dem man gut klarkommt. Größe und Haptik unterscheiden sich erheblich. Da kann man auch an Verschleiß denken, wenn man Tap Tempo viel nutzt. Den externen Taster kann man einfach ersetzen oder reparieren, und wenn er während eines Gigs streikt, stöpselt man ihn ab. Der interne Taster ist oft auf der Platine verlötet, und blockiert bei Defekt vielleicht das ganze Delay.
- Auch die Art, wie das Tempo ermittelt wird, unterscheidet sich je nach Hersteller. Ich komme zB mit Line6 sehr gut klar. Da wird das Tempo schon nach zwei Taps gesetzt, und jeder weitere Tap macht es präziser. Damit produziere ich nie Fehler, und man kann damit auch sicher innerhalb eines Songs das Tempo ändern - oder an den ungenauen Drummer nochmal anpassen.
Andere Geräte brauchen vier Taps, und da macht es auch nochmal einen Unterschied, ob sie nach den ersten vier Taps das Tempo setzen und jeden weiteren nutzen, um das Ergebnis zu präzisieren, oder ob sie immer wieder nur die letzten vier betrachten. Letzteres empfinde ich als Schrott.
Leider schreiben die Hersteller nicht dazu, wie ihre Software arbeitet.
Letztlich sollte man Tap Tempo also selbst ausprobieren. Ich habe zB bei Geräten von TC öfter mal Fehler, bei Line6 nie, und Boss DD-8 mit separatem FS-5U funktioniert auch sehr gut. Dieser Taster ist sowieso gut, weil breit und flach gebaut, und er prellt wenig. Damit bin ich immer präziser, als mit den Metalltastern vieler Boutique Pedale, die zudem deutlich höher sind.
Flach bauender Taster mit kurzem Tastenhub, vorne am Rand des Pedalboards platziert, so dass die Ferse auf dem Boden bleibt, hat sich bei mir als die einzig verlässliche Lösung erwiesen.
Die beste Lösung ist heute wahrscheinlich schon vergessen: Line6 Echo Park. Der Fußschalter hat eine Doppelfunktion. Drückt man ihn nur leicht, hat man Tap Tempo, für on/off muss man ihn etwas tiefer drücken.
Damit kann man mit dem Einzähler des Drummers viermal tappen, und auf der nächsten 1 aktiviert man den Effekt, bleibt also im Rhythmus und braucht null Aufmerksamkeit für das Delay. . Mit zwei separaten Tastern kriegt man das nicht so fluffig im Rhythmus hin, oder es braucht zumindest mehr Aufmerksamkeit.