[Userthread] Behringer X Air und Midas MR

  • Ersteller PianoPlayerJKG
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Ach so, du bist per direktem Link da rein. Gut, dann wäre aus Sicht des xair ja der PC das erste mögliche Gateway, falls dort zwischen LAN und WLAN gebridged würde.
Wie dem auch sei, anscheinend mag der xair es nicht, wenn die Gateway-IP nicht antwortet...
 
Zur Erklärung:

Das X-AIR ist bezüglich IP-Netzwerk ein ganz simpler Client. Und jeder IP-Client braucht zwingend 3 Angaben, um zu funktionieren: Eigene IP-Adresse, Subnetzmaske, und Gateway. Das ist unabhängig vom Aufbau des Netzwerkes und dem Umfang, in dem das X-AIR darin herumplaudern soll. Der Gateway ist die Adresse des nächst-erreichbaren Netzknotens. Diese Adresse wird in jedes Datenpaket als "Zieladresse" eingetragen, um das Paket an der nächsten Station abliefern zu können.

Wird der Gateway auf "0.0.0.0" gelassen, werden die Pakete nicht ausgeliefert, weil diese Adresse ungültig ist.

Wird der Gateway auf die eigene IP-Adresse des X-AIR gesetzt, werden die Pakete zwar gesendet, aber quasi an sich selbst. Das macht dem X-AIR unnötige Arbeit, weil er seine eigenen Daten wieder empfängt und daraufhin verwerfen muss. Mit Glück liest die Gegenstation das mit, für die es eigentlich gedacht ist. Geht vielleicht, ist aber unsauber. Wenn es über einen Switch oder Router geht, klappt das aber nicht.

Und zuletzt: Wenn der X-AIR (und jeder andere Client eines IP-Netzwerks) im DHCP-Modus läuft, ist es egal was bei ihm für die drei Werte eingetragen ist. Das wird dann nicht verwendet, sondern die dynamisch zugeteilten Werte vom DHCP-Servers.
 
Der Gateway ist die Adresse des nächst-erreichbaren Netzknotens. Diese Adresse wird in jedes Datenpaket als "Zieladresse" eingetragen, um das Paket an der nächsten Station abliefern zu können.
Das ist so nicht richtig. Knoten im lokalen Netzwerk, also alle Knoten die die selbe Netzwerkadresse haben, sind erreichbar unabhängig vom Gateway. das ist vergleichbar mit den Häusern einer Straße. Du musst die Straße (lokales Netz) nicht verlassen, um in irgend ein Haus (Knoten) dieser Straße zu gelangen. Erst wenn du ein Gaus außerhalb dieser Straße besuchen willst musst du wissen wo du aus deiner Straße raus kommst. das passiert in dieser Geschichte durch ein Haus, das Zugang zu mindestens zwei Straßen hat. Und das nennt man dann Gateway. Es kann in einem lokalen Netz mehrere Gateways zu verschiedenen Netzwerken geben. um das ganze dann aber richtig aufzulösen brauchts sog. Routing Tabellen. Das würde hier aber zu weit führen. Das „Gateway“ das man in der Netzwerkkonfiguration vom X-Air einträgt, ist das sog. „Default Gateway“ oder „Standardgateway“, das benutzt wird um alle Netzwerke, die weder das lokale noch durch andere Gateways (entsprechend der Routing Tabellen) erreichbar sind, zu erreichen. Der Internet-Router im Heimnetzwerk ist so ein Default Gateway. Von da erreichen alle deine Netzwerk-fähigen Geräte alle Netzwerkserver auf der ganzen welt.
mit dem Kommandozeilen Tool traceroute bzw tracert (je nach OS) kann man sich anzeigen lassen über welche Router/Gateways der lokale Rechner springt um zu einem entfernten rechner zu gelangen. Gib mal unter Windows auf der Eingabeaufforderung „tracert musiker-board.de“ ein.
Wenn das beim X-Air mit 0.0.0.0, also kein Gateway, nicht funktioniert dann ist das schlichtweg ein Bug in meinen Augen.

Diese Adresse wird in jedes Datenpaket als "Zieladresse" eingetragen
Das würde, wenn das richtig wäre, gerade mal mit zwei Endpunkten funktionieren, dem X-Air und einem zweiten Computer/Tablet. Aber das soll ja auch mit mehreren Geräten funktionieren, nicht nur im hier besprochenen Anwendungsfall sonder auch in einem Firmennetz mit mehreren 100 Endgeräten. Aber zum Glück stimmt das nicht. Zumal auch das so nicht stimmt
Das X-AIR ist bezüglich IP-Netzwerk ein ganz simpler Client.
Denn in Wirklichkeit ist das X-Air, wie alle Netzwerkfähigen Mischpulte ein simpler Server, genau gesagt ein UDP Server. Die verbundenen Computer/Tables senden per UDP-Protokoll Anweisungen zum Pult und der führt die aus und sendet dann wiederum Antworten auf einer extra Retourleitung zurück. Ähnlich, manch ein Netzwerker wird jetzt aufstöhnen, funktioniert HTTP, aber eben nicht per UDP sondern TCP, einem anderen Netzwerkprotokoll. Der Browser sendet eine Anfrage und der Webserver sendet eine Antwort. So ähnlich gehts auch bei dem X-Air zu. Das ist also ein Server.
 
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Achtung, das X-Air hat 3 Betriebsarten: Server/Acess Point, WiFi Client und LAN Client. In den Fällen 2 und 3 ist es ein einfacher Client und so betreibe ich es auch (am Router per Kabel)
 
In den Fällen 2 und 3 ist es ein einfacher Client
Da sollte man unterscheiden zwischen der Methode, wie die Verbindung im Netzwerk hergestellt wird und welche Rolle das Gerät im Netz dann spielt. eigentlich ist es sogar so, dass die Software, die da läuft, als Server oder Client bezeichnet wird und auf einem Gerät beide Softwarekategorien benutzt werden können. Man denke nur daran dass man einerseits auf dem PC seine Dateisysteme im Netz bereitstellen kann (Server) und auch gleichzeitig einen Browser (Client) benutzen kann. Und unter diesem Gesichtspunkt ist die Mixersoftware und deren Remote-Steueranteil definitiv ein Server Im Netzwerk.
Bei der Netzwerkschnittstelle ist das etwas schwieriger zu definieren. Da gibts die Hardware Schicht. Verwendet man den RJ45 Anschluss, so ist die Verbindung einfach mal da, quasi kein Client, kein Server. Beim WLan Client „sucht“ das Gerät den Access Point um eine Verbindung aufzubauen. Ist das Gerät selbst Access Point, so lässt es sich suchen. Sobald das Teil eine, oder mehrere wenn es selbst ein AP ist, Verbindungen aufgebaut hat ist die WLan Verbindung einer Kabelverbindung gleichwertig für alles was nun folgt. Denn jetzt geht es darum die Netzwerkadresse festzulegen. Das passiert entweder statisch mit den Werten, die man in der Konfiguration eingetragen hat oder unter Zuhilfenahme einer kleinen Client-Anwendung, die im Netz nach einem DHCP Server sucht, der dann die notwendigen Daten dem Gerät übermittelt. Wenn das Gerät also am Ende eine physikalische Verbindung (dazu zählt auch WLan) und eine passende Netzwerkadresskonfiguration hat kann es mit anderen Geräten im Netzwerk kommunizieren.
BTW das ganze ist nichts ungewöhnliche, so funktionieren praktisch alle TCP/IP Netzwerk fähigen Geräte, die existieren.
 
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Hi zusammen,

Ich bin momentan auf der Suche nach einem neuen kleinen Mischer für verschiedenste Einsatzzwecke. Dabei habe ich auch die Xair Modelle im Blick
Meine Frage wäre folgende:
In einer befreundeten Band wird als Mainmixer ein X32 Verwender. Jedes Bandmitglied hat einen P16 für seinen Monitormix. Kann ich hier auch ein XR18 anstelle eines P16 verwenden? Sprich den Ultraport als Empfänger nutzen? Oder ist das XR18 nur als Sender der monitorsignale gedacht?
Irgendwie finde ich hier nichts. Von daher gehe ich davon aus, dass das nicht geht. Aber fragen muss ich einfach 😂

Vielen Dank schon mal an die Experten.
 
Kann ich hier auch ein XR18 anstelle eines P16 verwenden? Sprich den Ultraport als Empfänger nutzen?
Nein,das geht nicht. Das X-Air kann über dieses Port nur senden, nicht empfangen.
 
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Weis jemand wie man die Szenen im XR18 mit dem Boss GT10B per Midi Verbindung (ganz normales Midi Kabel - 5Pol) umschalten kann ?
Hatte das schon mal mit einem Behringer XR 12 hin gekriegt.
Leider weis ich nicht mehr was ich dazu in beiden Geräten eingestellt hatte.
Hatte damit mehrere Amps (Transistor + Röhre) angesteuert eingepegelt und umgeschalten - ganz ohne Brummen
und den üblichen Streß bei solchen Bass Rig Verkabelungen mit herkömmlichen Umschaltern.

Gruß
 
Hallo Zusammen,
ich habe hierzu leider mit der Suchfunktion oder Google nichts gefunden: Kann man Szenen zwischen dem XR18 und dem MR18 austauschen? Sind diese kompatibel?

Danke und Grüße
Gary
 
Hallo Gary,
ja das geht. Die beiden Geräte sind softwareseitig identisch.
Grüße Micha

Nachtrag: Im Prinzip sind sie auch von der Hardware nahezu identisch. Es werden nur unterschiedliche XLR Buchsen verbaut.
Ob die Wandler unterschiedlich sind, weiß ich aktuell nicht. Glaube es aber nicht.
 
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Davon gehe ich aus - sollte im Wesentlichen dieselbe Firmware sein. Selbst zwischen den verschiedenen Modellen XR12/16/18 kann man ja scenes übersetzen.
 
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Es werden nur unterschiedliche XLR Buchsen verbaut.
Ob die Wandler unterschiedlich sind, weiß ich aktuell nicht. Glaube es aber nicht.
Bei Thomann steht:
16 MIDAS PRO Mikrofon-Vorverstärker
Ich denke schon, dass dort andere Preamps verbaut sind...?
 
super danke, ja die Hardware-technischen Unterschiede konnte ich schon herausfinden, als wir damals das XR18 für den Proberaum gekauft haben. Ich überlege nur gerade mich im "Homestudio" vom M32R auf das MR18 zu verkleinern und da wäre es natürlich ein nettes Zusatzfeature, wenn ich die Szenen aus dem Proberaum auch verwenden könnte.
Danke für eure Hilfe
 
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AIR = AIR, ob M oder X spielt hier keine Rolle, die Szenen sind 100%ig zu übertragen.

aber auch M/X32 szenen lassen sich laden - auch umgekehrt, nur werden eben nicht alle Einstellungen übertragen. Was aber funktioniert sind die Channeleinstellungen (natürlich nur für die Anzahl der verfügbaren Channelstrips). Routing, Sends, etc müssen dann aber neu gemacht werden.
 
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Zwischen XR18 und MR18 ist das kein Problem, die sind da identisch. Du kannst selbst die X32 Szenen auf dem X-Air laden und umgekehrt. Da gibt es kleien Unterschiede wie die Farebn und Icons der "Kanaldisplays" aber vieles wird da schon richtig eingelesen.
Es gibt etwas, das beim XR18 allerdings verbaut ist, aber beim MR18 fehlt. Nämlich dass beim XR18 die Kanäle 1 und 2 mit einem Hi-Z Eingang bestückt sind. Die sind beim MR18 Line-Eingänge wie die anderen 14 auch.
 
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Lol da war jemand schneller :LOL:

wobei die HiZ glaub ich nur nen Unterschied machen wenn man Gitarre oder Bass direkt anstöpselt
 
Ich denke schon, dass dort andere Preamps verbaut sind...?
Ja, denke ich entsprechend der Beschreibung auch. Wäre bloß die Frage, ob man den Unterschied hört bzw. unter welchen Bedingungen man den Unterschied hört. Live vermutlich nicht, aber im Recording-Betrieb möglicherweise.
 
Um den Unterschied zwischen XR18 und MR18 zu ermitteln müsste man wohl oder übel ein Test-Setup machen.
Angenommen "nur" Preamps und Wandler sind unterschiedlich, dann könnte sich das z.B. beim Frequenzgang bemerkbar machen, ggf. wird man beim Übertragen einer Scene vom MR18 auf XR18 den EQ leicht angleichen müssen, oder evtl. auch den input-Pegel.

Wie sehr sowas in der Praxis dann stört kann man schwer sagen, wenn es um eine Neuanschaffung als Zweitgerät geht, (z.B. IEM System Proberaum und IEM System für live) dann würde ich das identische Pult nochmals kaufen um eine Maximale Übertragbarkeit vom Sound zu gewährleisten.
Wenn es eine Neuanschaffung als Hauptgerät geht würde ich aktuell das MR18 nehmen, das sind 85€ Aufpreis, die machen das Kraut auch nicht mehr fett 😉
 
Ja, denke ich entsprechend der Beschreibung auch. Wäre bloß die Frage, ob man den Unterschied hört bzw. unter welchen Bedingungen man den Unterschied hört. Live vermutlich nicht, aber im Recording-Betrieb möglicherweise.
Vermutlich sind die Midas-Preamps rauschärmer.
 
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Vermutlich sind das die gleichen und werden nach A und B Qualität sortiert.
 

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