EIN Aspekt ist bislang noch gar nicht hier angesprochen worden.
Da ja gerade die christliche Auferstehung gefeiert wird [Anbei: Frohes Eierfest Euch Allen

]
werde ich das mal als eine "Art Gleichnis" darstellen:
Was ist mit den Männern, die eine Frau fest an ihrer Seite haben?
Gucken die nie wieder eine andere Frau an?
Gibt es als Kopfkino NUR noch die Eine für alle Zeiten?
Ich bin FELSENFEST überzeugt davon, dass das nicht so ist.
Der Mensch ist zwar ein Gewohnheitstier - aber stetige Veränderungen haben eine hohe Wirkungs- und Anziehungskraft.
Auf die Musik bezogen: DEN SOUND (egal wie erzeugt!) gibt es - wenn überhaupt - nur Phasenweise. (siehe: Wikipedia: Heiliger Gral)
Ich glaube, dass es - finanzielle Mittel mal außen vor gelassen! - kaum einen Gitarristen gibt,
der im Laufe seiner musischen Zeit nicht mal den Stil/und auch die Technik wechselt,
um einfach mal etwas Neues (oder wieder Altes) auszuprobieren.
Und DAS hat nicht unbedingt damit zu tun, dass man "seinen Sound" nicht findet, daher aufgibt
und in steter Hoffnung das Medium wechselt, sondern einfach, weil man mal wieder
"Bock auf etwas Anderes hat".
Man entwickelt sich weiter (wertfrei gesetzt!) und erinnert sich an Monty Python:
"And now for s.th. completely different".
Ich selbst mach gerade ebenfalls eine solche Phase durch.
Mein Grund: Ich versuche (endlich) Jazz zu verstehen.
Und daher habe ich derzeit minimiert: Git-->Röhren-Amp. Fertig.
Und dennoch bin ich ein sehr stolzer Besitzer eines Modelers, mit dem ich schon etliche Nächte verbracht hatte
(anfangs um ihn von A-Z verstehen zu können, dann Spaß beim "Programmieren" und später im Einsatz auf der Bühne

und werde dieses Gerät nicht wieder hergeben.
Riesenvorteil für mich: Nix Schweres und "unhandliches" zu schleppen. Auto und Rücken freuen sich.
Mein kleiner Übungsverstärker (Voll-Transistor), der große Bühnenverstärker (ohne Mikrofonie, ein Hybrid-Gerät)
haben beide einen für mich traumhaften Clean-Sound.
Im Zerrkanal vor den Großen einen Booster gepackt und fetterer Druck ist auch da.
Ergo: Ich bin mit SÄMTLICHEN Möglichkeiten, die mir zur Klangerzeugung zur Verfügung stehen, vertraut und rundum sehr zufrieden.
Einzig mit Software-Modelern habe ich keine Erfahrung - und kann und werde daher auch keine Meinung zu kundtun.
Einfach aus dem Grund, da mir ein (objektives) Urteil aufgrund meines Unwissens nicht zusteht.
Ein jedoch weit verbreitetes "Problem" sehe ich in Folgendem:
--> Die Bedienungsanleitung - und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Gleicher.
Wie sieht das bei einem "analogen" Verstärker aus?
Da gibt es das Garantie-Zertifikat und ein Hinweis, dass heiße Röhren Aua auf der Haut machen.
Das Gerät selbst hat ein/zwei Hände voller Drehknöppe und fertig ist die Laube.
Mit anderen Worten; Lernen durch Ausprobieren mit guter Erfolgschance ist gegeben.
DAS sieht bei Modelern und Software-Paketen schon etwas anders aus.
Seitenweise Infos und Grafiken. Viel Fachtermini. Und das war nur das Inhaltsverzeichnis. ;-)
Mit anderen Worten: Komplexere Systeme ganz zu erfassen benötigt - neben der gewissen Einarbeitungszeit - auch
einen gewissen Grad an "Reife" sich mit anspruchsvolleren neuem Stoff mal auseinander setzen zu wollen.
Daran scheitern Viele. Bzw. werfen von vorn herein die Flinte ins Korn. Leider.
(Denn Fakt ist auch; je mehr/öfter man sich mit so etwas auseinandersetzt, desdo leichter und schneller
sind des späteren neuere Geräte ähnlichem Baus zu verstehen.)
Gruß - Löwe
[PS: Die Kunst liegt m.M.n. darin, mit gegebenen Möglichkeiten effektiv und effizient zu arbeiten.
EGAL auf was bezogen...]