Wie stark beeinflusst der Preis unsere Definition der Qualität?

  • Ersteller OliverT
  • Erstellt am
nun gut, das ist jetzt aber Haarspalterei, oder ?

Nein Intersubjektiv meint eher das Gegenteil von Subjektiv.
Intersubjektif prüfbar =Alle sind sich einig, die Klampfe ist gut
Subjektiv A findet sie gut B schlecht.


Tante Wikipedia meint:
Intersubjektivität (von lat. inter: zwischen und Subjekt: Person, Akteur usw.) drückt aus, dass ein komplexer Sachverhalt für mehrere Betrachter gleichermaßen erkennbar und nachvollziehbar sei: Man ist sich beispielsweise darüber einig, wie man etwas wahrnimmt, wie man es einordnet, oder was es bedeutet (z. B. „Fahrräder sind eine nützliche Erfindung“).
Der Begriff ist einerseits von der Subjektivität abgrenzbar: „Subjektiv“ nennt man, was nur dem einzelnen Individuum zugänglich ist, und wofür auch keine Allgemeingültigkeit beansprucht wird. Typische Beispiele sind lediglich durch Introspektion zugängliche Sachverhalte, oder Geschmacksurteile („Der Spinat schmeckt mir nicht“).
 
Nein Intersubjektiv meint eher das Gegenteil von Subjektiv.
Intersubjektif prüfbar =Alle sind sich einig, die Klampfe ist gut
Subjektiv A findet sie gut B schlecht.

äähm, ich sage doch, es gibt Merkmale, über die man objektiv ein Urteil fällen kann ( weitestgehend ). Das betrifft die Verarbeitung.
In Deinen Worten also intersubjektiv -> alle sind sich einig, dass ein Lackfehler keiner guten Verarbeitung entspricht.
Und es gibt Merkmale, die die persönliche Empfindung betreffen. ( Sound, Bespielbarkeit ).
Deswegen werden all zu oft Kriterien bei der Beurteilung vermischt - obwohl das eigentlich nicht zielführend ist. Man müsste das eigentlich trennen.

Passend zum Thread sollte man deswegen auch nur die Verarbeitung und die Güte der Komponenten betrachten.
Und hier bin ich der Meinung, dass die Erwartungshaltung an die Verarbeitungsqualität steigt, je höher der Preis ist.
Alles andere ist eigentlich nicht sinnvoll. Nimm zB die Ibanez JEM. Kostet 2700 € und hat einen Lindekorpus. Darüber werden einige die Nase rümpfen und sagen, dass es für diesen Preis nicht sein kann, dass "nur" ein Lindekorpus verbaut ist. Dass dieser aber im Gesamtkonzept gut passt und am Ende eine gut klingende Gitarre herauskommt, spielt dann in der Betrachtung dieser Leute keine Rolle mehr.
 
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Nimm zB die Ibanez JEM. Kostet 2700 € und hat einen Lindekorpus. Darüber werden einige die Nase rümpfen und sagen, dass es für diesen Preis nicht sein kann, dass "nur" ein Lindekorpus verbaut ist. Dass dieser aber im Gesamtkonzept gut passt und am Ende eine gut klingende Gitarre herauskommt, spielt dann in der Betrachtung dieser Leute keine Rolle mehr.

Richtig, es passt für manche ja schon nicht in die Erzählung, dass Mahagoni, Erle, Esche und Ahorn eigentlich Billighölzer sind. Aber wehe man nennt es Klangholz und bastelt Mythen drumherum, dann darf es ordentlich teuer werden.
 
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Richtig, es passt für manche ja schon nicht in die Erzählung, dass Mahagoni, Erle, Esche und Ahorn eigentlich Billighölzer sind. Aber wehe man nennt es Klangholz und bastelt Mythen drumherum, dann darf es ordentlich teuer werden.
bei solidbodygitarren von "Klangholz" zu reden, halte ich auch für übertrieben, anders ist es bei akustischen Gitarren. Die Art des Holzes spielt sicher eine Rolle, meine ich, aber letztlich wird der Sound von allen Faktoren, z.B. auch eben Metallteile, PU`s und der eigenen Psyche,
bestimmt.
 
Bei den heutigen Fertigungsmethoden müßte die Qualität hoch gehen und der Preis runter.
Auch die günstigen Anbieter nutzen die selben Methoden. Elektronik kommt von Zulieferern. Zu groß dürften die Qualitätsunterschiede nicht mehr sein. Bei teueren Geräten wird die Qualitätskontrolle wohl etwas besser sein. Anders sieht es natürlich bei viel Handarbeit aus. Dürfte es bei den Großen aber nicht mehr viel geben. Bei den Mengen dürfte es schon an Fachleuten scheitern.
 
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Bei den heutigen Fertigungsmethoden müßte die Qualität hoch gehen und der Preis runter.
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Ja, heure ist es ziemlich schwierig geworden im Preissegment über 100 Euro eine echte Gurke zu finden :great:
In meiner Jugend war das noch nicht so:evil:

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Anders sieht es natürlich bei viel Handarbeit aus. Dürfte es bei den Großen aber nicht mehr viel geben. Bei den Mengen dürfte es schon an Fachleuten scheitern.
Besonders in den USA:cool:
 
Richtig, es passt für manche ja schon nicht in die Erzählung, dass Mahagoni, Erle, Esche und Ahorn eigentlich Billighölzer sind. Aber wehe man nennt es Klangholz und bastelt Mythen drumherum, dann darf es ordentlich teuer werden.
Moin erst mal. Du scheinst ja ein richtiger "Holzkenner" zu sein. Ich gebe dir zunächst mit dem Mythos "Klangholz" erst mal recht. Jedoch, hättest du Wissen über Hölzer, und auch schon mal Hölzer eingekauft, dann würdest du hier nicht so ein Blödsinn schreiben. Ganz unabhängig, ob nun Tonholz oder nicht, ist erst mal die Güte des Holzes über den Preis entscheidend - und eigentlich hat das Wort Billigholz überhaupt nichts mit der Verarbeitung und den Einsatzzweck zu tun. Jede Holzart ist grundverschieden in Beschaffenheit, Qualität, Wuchs, Dichte und Trocknungszustand, und, und....... (ob Kammer- oder Luftgetrocknet) seine Daseinsberechtigung und kann nicht in einem Topf geschmissen werden. Und weil nun mal die Hölzer so grundverschieden sind, sind dadurch auch die Möglichkeiten der Schwingung, und damit auch für die Klangbildung, verschieden. Ob nun Holz x , oder Holz y besser klingt als Holz A ? - über pers. Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Also nix für ungut,
Allen noch ein schönes WE und bleibt entspannt. :great:
Grüße
 
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......Ich bin Handwerksmeister, nicht im Gitarrenbau.

Das eine steht fest, ich habe mir einen guten Namen gemacht und Kunden dagegen zu mir, dass mein Preisangebot zwar höher war als vom Mitbewerber aber das Vertrauen ist dem Kunden sehr wichtig.

Ich sage zum Thema ob der Käufer von einem höherem Preis in sachen Qualität beeinflusst wird ei klares JA.

Dennoch bin ich, egal ob Gitarre oder andere Waren bestrebt im mittleren Preissegment zu kaufen.
 
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zur Holzsorte kommt ja noch die ästhetische Beschaffenheit dazu. Decke Standart mit verwachsungen, oder sehr feine gleichmäßige Maserung.
 
Nun, ich für meinen Teil sage es so:

Gäbe es ein Harley Benton Fan-Shirt, ich würde es tragen.

Gleiches gilt für die t.bone Mikros.
 
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Gäbe es ein Harley Benton Fan-Shirt, ich würde es tragen.
Definitiv Marktlücke! :great:

Apropos Harley Benton: Ist die Fusion II nicht genau so ein Instrument, wie es der TE meinte? Man gibt 400€ für ein Instrument aus, dessen Hersteller sonst nur Gitarren bis max. 200€ anbietet, und ist anschließend der Meinung qualitativ am Ende der Fahnenstange zu sein.
 
Ich denke, wenn man mit der Materie nur wenig auskennt und völlig unvoreingenommen dran geht sind Marken und Preise nur Schall und Rauch.

Ich bin absoluter Anfänger bei den Saiten und habe mir einen Harley-Benton E-Bass B-450 Progressive in Weiß und eine ebensolche Gitarre HWY25BKS in mattschwarz gekauft. Vom Nachbarn wurde mir direkt "zum Vergleich" seine Fender Player Strat für 600 Euro in die Hand gedrückt.

Mein Eindruck dieser "günstigen" Gitarre, mit 6-fachem Preis gegenüber meiner Streitaxt: die hat keine Humbucker, die Stege sind etwas runder an den Endkanten. Ansonsten gibt es hier jetzt nichts, was mich aufgeregt oder begeistern können, dass ich die jetzt bräuchte.

Dann hat er beide gespielt. Ich fand sein verblüfftes Gesicht über die 99 Euro Harley China Axt deutlich faszinierender als die "Fender", die sich sicherlich etwas anders anhörte, aber eben nur anders. Besser fand ich das jetzt nicht.

Er hat ne gute Stunde darauf gespielt und sie mit positivem Erstaunen zurück gegeben.

Gleiches geschah mit dem Bass. Auch der Gitarren/Basslehrer hat diesen sehr gelobt.

Der Preis beeinflusst hier also nicht meinen Eindruck da jetzt etwas so unglaublich Besseres bei Ausgabe des 6-fachen Betrages zu erhalten, nein.

Mag das dann auch für Gitarren jenseits der 1.000 oder 2.000 Euro Grenze sein? Hmm. Kann ich mir nur schwer vorstellen. Aber ich habe dazu auch zu wenig Ahnung von der Materie. Meine Logik sagt mir: Bei den Coils, der Verarbeitung, den Verwendeten Materialen gibt es Unterschiede, die sich am Ende ganz bestimmt auch qualitativ und im Klangverhalten niederschlagen und höhere Preise rechtfertigen. Aber nur weil eine Fender Master Design jenseits der 3.000 Euro kostet glaube ich da nicht ein Wunderwerk zu bekommen, nein. Aber was weiß ich schon? :p

Gleiches gibt es aber auch bei den Mikros. Das Schoeps MTSC 64 kostet 3.000 Euro. Das Superlux S502 nur 130 Euro. Klar gibt es da auch einen hörbaren unterschied, aber für meine Ohren keinen der den 23-fachen Preis in 23-fache Qualität umsetzt.
 
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Meine Logik sagt mir: Bei den Coils, der Verarbeitung, den Verwendeten Materialen gibt es Unterschiede, die sich am Ende ganz bestimmt auch qualitativ und im Klangverhalten niederschlagen und höhere Preise rechtfertigen.

Kupferdraht und Magnete sind Centartikel .
Bei teuren Gitarren bekommst Du schönere Hölzer und Pickups und Mechaniken von Markenherstellern.
Sieht edler aus, aber besserer Klang??????????
 
Das Schoeps MTSC 64 kostet 3.000 Euro. Das Superlux S502 nur 130 Euro. Klar gibt es da auch einen hörbaren unterschied, aber für meine Ohren keinen der den 23-fachen Preis in 23-fache Qualität umsetzt.
danke für den Hinweis - das 'Billig-ORTF' war mir unbekannt :)
Bereits die Review bei Bonedo bringt den Preisunterschied blitzschnell auf den Punkt... und erklärt, warum du dich täuscht - obwohl du aus der Sicht des 'Homerecordlers' durchaus recht hast.

Die Schoeps Mikrofone werden häufig in Situationen eingesetzt, wo 1 Stunde Aufnahme bereits ein Vielfaches des Verkaufspreises kostet (location, Musiker, Technik, Personal).
Da muss dann alles auf Anhieb stimmen und die Aufnahme-Qualität der Mikrofone muss nicht nur tadellos sein, sondern auch über Jahre gleich bleiben. Da darf nichts 'verschlankt' werden, wie in og Review berichtet und der Nebengeräuschpegel muss am absoluten Minimum bleiben.
 
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Kupferdraht und Magnete sind Centartikel .
Bei teuren Gitarren bekommst Du schönere Hölzer und Pickups und Mechaniken von Markenherstellern.
Sieht edler aus, aber besserer Klang??????????

Das Qualitativ bezog sich auf die Auflistung davor. Ich schrieb Klangverhalten. Nicht besserer Klang.
 
Falsch. Was wäre der Unterschied zwischen besserem Klang und Klangverhalten. Darauf zielte das.
 

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