Gitarrensolos im extremen Metal

Limbo
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Bin ich der Einzige der sowas nicht mag oder geht Euch das auch so?
Ich nehm z.B. mal Slayer, die ich gut finde, auch wenn ich mit Thrash sonst kaum was zu tun habe.
Also ich fände deren Mucke viel besser wenn diese Gitarrensolos nicht wären.
Dasselbe gilt für manche (Melodic) Death Metal Bands wie Children of Bodom oder Cannibal Corpse, wo mich sowas ebenfalls nervt.
Black Metal (den ich im gitarrenlastigen Bereich favorisiere) ist zum Glück eher rifforientiert. Ich mag es eben, wenn die Gitarre eine das Lied prägende Melodie schraddelt statt in Frickelei auszuarten, die mir meist nur als Beweis für die ach so tolle Instrumentenbeherrschung erscheint. Ist mir doch scheißegal ob jemand Gitarre spielen kann wenn mich dessen Musik nicht berührt.

Ausnahmen gibt es hier natürlich auch. Bei Prog Rock à la Pink Floyd oder Alan Parsons Project stören mich Gitarrensolos überhaupt nicht. Ich schätze, das liegt daran dass deren Stücke meist Down-bis-Mid-Tempo sind, und wenn das auch im Metalbereich der Fall ist, z.B. bei Doom oder Gothic, hab ich kein Problem damit. Aber bei extremen Bands (Thrash/Death/Black) geht mir das meistens tierisch auf den Sack, und ich würd gern mal Eure Meinung dazu hören.
 
Eigenschaft
 
Kurze Soli zwischenrein als Fills finde ich ok. (Naja... ok... COB auch, aber da ist das ja das Gesamtkonzept). Aber wenn ich mir dann eher gediegenere Lieder anhören, die dann bei 2/3 anfangen in ein 3 Minuten endlos Hypertapsolo enden, schalt ich meist gleich nen Track weiter.

Gruß
Dime!
 
Jo, schließ mich da an... bei Gitarrensolos isses wie mit drums, es kommt drauf an ob es songdienlich ist. Ich krieg z.b. Gänsehaut beim Gitarrensolo in Doomsayer von darkest hour, das ist echt geil sowas. So superschnelle Tapsoli mag ich prinzipiell auch nicht, finde aber dass sie bei bands wie Slayer und Cannibal Corpse irgendwie kultig sind, Slayer ohne solche Soli wären irgendwie nicht Slayer:great:.
 
Slayer ohne solche Soli wären irgendwie nicht Slayer:great:.
Kann schon sein, aber sie würden auch ohne diese Frickelparts eigenständig und unverwechselbar klingen. Für mich macht Slayer erstens Toms Gesang und zweitens die musikalische Aggressivität aus. Die Solos sind zwar ein Teil davon, aber die wirken auf mich immer so als ob eine beliebige Power-Metal-Band mal einen schlechten Tag hatte und Frust abladen will. :redface:
 
Ich geb Dime mal recht, was CoB betrifft...
Trotzdem finde ich, daß man hier unterscheiden muss:
es gibt Gitarristen, die ihre Instrumente wie Sportgeräte benutzen und ständig aller Welt beweisen müssen, wie schnell sie spielen können (bestes Beispiel: Malmsteen, auch wenn der jetzt nicht zum Extremmetal gehört). Dabei wird jeder noch so langsame Song gnadenlos zu Tode geschreddert. Davon halte ich nix! Man siehe den Thread zu Karl Logans "tollem" Gitarrensolo... :D
Und dann gibt es Gitarristen, die songdienlich solieren können, ohne einfach nur anzugeben. Dagegen gibts doch nix einzuwenden...
Insofern glaube ich nicht, daß man im Extremmetal (genausowenig wie sonstwo) alle über einen Kamm scheren und Soli generell verdammen kann...
Wenns paßt, dann paßts, es hat halt nur nicht jeder das Gespür dafür

Grühs
Sick
 
Also ich seh das alles gerade andersrum.

Ich find den Trend, dass Extrembands mittlerweile fast gänzlich auf Soli verzichten extrem schade. Natürlich sollte das ganze nicht in minutenlanges, sinnloses Griffbrettgewichse ausarten, aber für mich sind die Kings des Death Metal nach wie vor Bands wie Death, Carcass und Konsorten und man stelle sich diese Bands mal ohne Soli vor....

Austauschbare Slayerfrickelsoli müssen natürlich nicht in jedem Song sein, ganz verzichten will ich aber auch nicht darauf (ich liebe z.B. die Soli von Terrance Hobbs von Suffocation.)
 
Also ich seh das alles gerade andersrum.

Ich find den Trend, dass Extrembands mittlerweile fast gänzlich auf Soli verzichten extrem schade. Natürlich sollte das ganze nicht in minutenlanges, sinnloses Griffbrettgewichse ausarten, aber für mich sind die Kings des Death Metal nach wie vor Bands wie Death, Carcass und Konsorten und man stelle sich diese Bands mal ohne Soli vor....

Austauschbare Slayerfrickelsoli müssen natürlich nicht in jedem Song sein, ganz verzichten will ich aber auch nicht darauf (ich liebe z.B. die Soli von Terrance Hobbs von Suffocation.)
Haste völlig recht!
Früher fand' ich Soli nervig, weil es die Bands total übertrieben haben. Heute hört man im Deathmetal fast überhaupt keine mehr, was ich schon wieder eintönig finde.

Slayer ohne Soli? Das wär wie Motörhead ohne Bass (na gut, leicht übertrieben ;))!
 
Ich find die Soli von Slayer meist etwas übertrieben und durcheinander, ohne Melodie.
Am liebsten hab ich die Soli der Band Death (sollte bekannt sein). Technisch super, trotzdem schön und melodisch. Nur blöd dass Chuck Schuldi sterben musste... :(
 
Also ich finde Gitarrensoli äußerst wichtig, gerade im Extrem-Bereich. Die Soli im Slayer-Stil gefallen mir dabei aber gar nicht. Sie sind dennoch einfach Kult, wer muss nicht automatisch headbangen und Luftgitarre spielen, wenn das obligatorische
"Wüiiiiiiiiiiiiiii Wäääääääääää dididididididlililididididd wüüüüüüüühääääääääääääääää...."
Solo gespielt wird.

Aber richtig gekonnt-melodische Soli will ich in (fast) keinem Extrem-Song missen. Carcass, Nile, Death, Testament, Necrophagist, Decrepit Birth etc.
 
Ich find den Trend, dass Extrembands mittlerweile fast gänzlich auf Soli verzichten extrem schade.

Es dreht sich hier zwar nicht um eine extrem Band, doch ich fand z.B. bei Metallica sehr schade, dass sie auf St. Anger nicht soliert haben. Ich habe mich auch auf Load und ReLoad sehr auf die Solo Parts gefreut. Es gibt eben Jungs, die wissen in welchem Maß man das macht und es gibt Leute wie Malmsteen! :D

Gruß
Dime!
 
hör dir mal das raining blood solo an und du weißt was es ausmacht ;)
 
Gitarren-Solo wenn es dem Song dienlich ist und sonst nicht. Ich bin froh das unser derzeitiger Gitarrist auch so denkt. Frueher war de Song eigentlich fertig dann musste man noch ueberlegen wo man nun das Gitarren-Solo noch einbaut weil der Gitarrist drauf bestanden hat in jedem Song eines zu Spielen.
Wenn Solo dann sind mir was Melodische lieber wie reines Griffbret-Gewichse aber auch das hat je nach Song seine Daseinberechtigung.
 
Es dreht sich hier zwar nicht um eine extrem Band, doch ich fand z.B. bei Metallica sehr schade, dass sie auf St. Anger nicht soliert haben. Ich habe mich auch auf Load und ReLoad sehr auf die Solo Parts gefreut. Es gibt eben Jungs, die wissen in welchem Maß man das macht und es gibt Leute wie Malmsteen! :D

Gruß
Dime!
Ach, und zu diesen Jungs zählst du auch Kirk Hammet? Aber lass uns diese Diskussion besser nicht weiterführen :D
 
Ach, und zu diesen Jungs zählst du auch Kirk Hammet? Aber lass uns diese Diskussion besser nicht weiterführen :D

Also ich muss Dimebag da schon Recht geben (auch ohne ne Diskussion losbrechen zu wollen). Metallica Soli haben für mich schon auch nen Stellenwert, auch wenn Hammett die Dinger Live nichtmal ordentlich hinbekommt und irgendwie immer nach dem gleichen Schema nudelt. Aber Soli wie die von One oder Fade to Black (nur mal als Beispiel) gehören einfach zu den Songs und sind darin absolute Höhepunkte. Wobei mir von Hammett vor allem die langsamere,n melodischen Sachen gefallen. Gute Melodien hatte der nämlich wirklich am Start, kann man nix sagen.

Und deswegen ist es auch ne Schande, dass St.Anger kein einziges Solo gehabt hat... und das ganze nur um irgendwie "anders" und "besonders" zu sein. Lächerlich. St.Anger war kacke, aber mit Soli hätt mans evtl noch in die Mittelmässigkeit reissen können (auch wenn ich gar nicht wüsste wo in den verkorksten Songstrukturen noch Platz fürn Solo gewesen wär).
 
soli für alle!!!

ich liebe sowas und grade im extrem Metal gibts doch viel bessere und innovativere Soli als sonst wo (gut außer vieleicht im Prog Bereich).
 
die einzige band bei der ichs mag is all that remains, und bei all shall perish - eradication, das solo über dem breakdown, aber ansonsten isses oft für mich einfach belanglos.
 
Bei Metallica waren die Soli nie toll, aber die Songs waren es und genau die waren, so, dass sie ein Solo gebraucht haben.

Ein Beispiel: Nothing else Matters. Der Song wird aufgebaut bis zum Solo, welcher der Höhepunkt des Songs ist. Das Solo an sich ist sogar recht austauschbar, ein paar Blueslicks, eine Melodie die in Ordnung, aber auch nicht unsterblich gut ist, aber es muss da einfach hin weil sonst der Song zu einem Coitus Interruptus verkommen würde.


Das kann man leider von den allermeisten anderen Metalbands nicht behaupten. Da wird das Solo als Programmpunkt runtergezockt, nach den vorletzen Chorus oder wo es sich sonst unterbringen lässt. Also, Soli nur, wenn es der Song erfordert. Und wenn man merkt, dass die Songs das nicht benötigen, dann ist es nur konzequent diese wegzulassen.

Und bei ganz agressiver Musik würden Soli auch nur stören. Man höre sich Strapping Young Lad an, vor allem die alten Sachen wie die City. Das ist so dermaßen geballte Energie, die Musik gewordene Wut. Wo soll da noch Platz für Egostreicheleien bleiben?
 
Ich mag Soli fast immer. Ich bin auch jedes Mal aufs Neue fasziniert, welche Sounds so eine Gitarre produzieren kann. In fast jeder meiner Lieblingsbands spielen Soli eine große Rolle: Metallica, Pantera, RATM, Slayer, Trivium, In Flames...
Und jede dieser Arten Soli zu spielen sind doch in der Art wie es gemacht wird ein Statement. Bei Slayer z.B. sind sie der Ausdruck der radikalen Antimusikalität (nicht zu verwechseln mit Unmusikalität). Metallica übertreibt's auf den alten Platten (Kill'em all, Ride The Lightning) oft, aber gerade die der neueren passen super.
Soli gehören zum Rock und Metal einfach dazu, sie sind richtig gemacht der ultimative Gefühlsausbruch und der Höhepunkt in der Musik. Ich finde gute Soli haben mit ihrem Kreischen etc. auch einen sehr destruktiven Charakter der zu solcher Art von Musik dazu gehört und einen "Rotz" schafft, der in der Popmusik fehlt. Fehl am Platze finde ich Skalensoli, die die Pattern in klassischer Art rauf und runter rattern.
 
im Endeffekt eh wieder Geschmackssache das mit den Soli

aber was keiner abstreiten kann das z.B Soli wie

Death - Flesh and the Power it Holds oder Moment of Clarity einfach nur übelst geil und technisch sind aber dennoch einfach nur den Song bereichern, sprich Songdienlich.
Das selbe übrigens bei Carcass - Heartwork.
 
soli für alle!!!

ich liebe sowas und grade im extrem Metal gibts doch viel bessere und innovativere Soli als sonst wo (gut außer vieleicht im Prog Bereich).

Naja, ich bin durchaus ein Pro-Soli-Mensch, aber dieses Statement ist ziemlich... naja.
 

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