Gibson Les Paul – Der Userthread

Ich denke man muss fair bleiben und auch einräumen das es eine qualitative Streuung bei den PAFs gab/gibt. Ich war aber auch immer Verfechter der Ansicht das es keine PAFs in einer Historic benötigt bei der Anzahl an guten Boutique PUs am Markt. Sonst hätte ich längst vor der Conversion ein Set gekauft. Nüchtern betrachtet ist weder eine Burst noch ein Set PAFs proportional gesehen soviel besser um den Aufpreis zu den heutigen guten Replikas zu rechtfertigen. Dazu kommt das es Geschmackssache ist ob einem der Vintage Tone überhaupt besser gefällt. Wenn man aber auf der Suche danach ist würde ich dazu raten nicht nur einzelne Komponenten zu tauschen. Jedenfalls sind es die wenigen % mehr in eine gewisse Richtung (neben Sammler Effekt) punkto Ton und Spielgefühl welche die Leute dazu bewegeVintage Preise zu bezahlen.

Wenn ich nicht Skrupel hätte an meiner alten LP Lady herumzumachen wäre es ja interessant alle Komponeten auf Beitrag zum Gesamtergebnis zu testen - Caps, Harness, Potis und PAFs
 
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Es waere sicherlich extrem spannend, mal - wie ToneQuest Report vor einigen Jahren - mehrere Sets PAFs im Direktvergleich zu testen/aufzunehmen und zu schauen, wie sehr die sich untereinander unterscheiden. Im Les Paul Forum gab's vor kurzem einen ziemlich coolen Thread zum Thema "Einfluss der Wiring-Harness". Sehr zu empfehlen: http://www.lespaulforum.com/forum/showthread.php?t=185571

Der Junge hat Videos gemacht, auf denen der Einfluss der alten Harness gut zu hoeren ist. Haett' ich jetzt noch Geld uebrig, wuerde ich mich auf die Suche machen. Aber ueber einen Tausender fuer ein paar alte, rostige und knarzende Potis auszugeben, finde (selbst) ich einfach verrueckt.

 
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Für mich klingen die CustomBucker und die PAFs in den Aufnahmen auch sehr ähnlich. Da gibt es definitiv kein besser oder schlechter, auch klingt für mich keiner der Pickups mehr "Vintage" als der andere. Beide Pickups klingen super und für mich ist das einfach ein Zeichen, dass Gibson mit den CustomBucker einen guten Job gemacht hat. Dadurch werden die PAFs jedoch nicht schlechter und auch hat man noch lange nicht ein "schlechtes" Paar erwischt.
 
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@chev:
[h=1]"Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten."[/h]Die spinnen, die GEMAer ;-)
 
Ich finde die Custombucker nicht schlecht, aber ich finde, gegen Wolftones oder Ambers kommen Sie nicht ganz ran. Mir kommen angesprochene mehr offener und luftiger vor. Sie lösen mehr im Nachklang auf wenn man das so sagen kann. Vielleicht hör ich auch das Gras wachsen :D
 
Du meinst, die Wolfteones und Ambers sind sogar besser als originale PAFs :eek: Die Kopie besser als das Original? :eek:
 
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Naja, weil doch bei meinem Test auf vorheriger Seite kaum Unterschiede zwischen PAF und Custombucker zu hoeren sind ... oder bist Du anderer Meinung? Ich bin wirklich an Meinungen interessiert, denn ich bin etwas unglaeubig. Die Aufnahmen sind wirklich vollkommen trocken - Gitarre in Amp, Mikro in USB-Interface und Garageband, ohne Effekte oder Nachbearbeitung. Das sollte doch ein einigermassen "natuerliches" Ergebnis darstellen.

Ich stimme Dir zu, dass manche Wolfetones wirklich ganz hervorragende Pickups sind, die manchen (vielleicht mir selbst auch) sogar besser als das beste PAF Paar gefallen koennen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass z.B. die Dr. Vintage Humbucker ein breiteres Frequenzspektrum abdecken als die Custombucker oder meine PAFs. Die klingen irgendwie runder, musikalischer, haben aber trotzdem noch diesen Bloom, den man ja den alten Teilen nachsagt. Ambers habe ich leider noch nie persoenlich testen koennen :(
 
Ich denke man muss fair bleiben und auch einräumen das es eine qualitative Streuung bei den PAFs gab/gibt. Ich war aber auch immer Verfechter der Ansicht das es keine PAFs in einer Historic benötigt bei der Anzahl an guten Boutique PUs am Markt. Sonst hätte ich längst vor der Conversion ein Set gekauft. Nüchtern betrachtet ist weder eine Burst noch ein Set PAFs proportional gesehen soviel besser um den Aufpreis zu den heutigen guten Replikas zu rechtfertigen. Dazu kommt das es Geschmackssache ist ob einem der Vintage Tone überhaupt besser gefällt. Wenn man aber auf der Suche danach ist würde ich dazu raten nicht nur einzelne Komponenten zu tauschen. Jedenfalls sind es die wenigen % mehr in eine gewisse Richtung (neben Sammler Effekt) punkto Ton und Spielgefühl welche die Leute dazu bewegeVintage Preise zu bezahlen.

Hmmm, das hätte von mir sein können.:great:

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Möchte nur noch mal festhalten, worin sich alle magnetischen Pickups unterscheiden können:

zum Einen die Güte. Das bezeichnet die Höhe und Breite der Resonanzkurve. Je höher die Kurve, desto deutlicher die Betonung in diesem Frequenzbereich. Die Breite sagt aus, wie eng dieser Bereich gesetzt ist. Das ist dann persönlicher Geschmack. Manche mögen enge spitze Kurven, um in einem ganz engen Bereich noch das letzte an Obertönen zu verstärken.

Zum Anderen gibt es da noch die Lage der Resonanzkurve. Bei Singlecoils z.Bsp. liegt die meist ziemlich weit im oberen Frequenzbereich, jenseits von 3 khz, ein typischer Stratklang eben. Alle herkömmlichen magnetischen Pickups haben eine obere Begrenzung ihrer Übertragungsfähigkeit. Das liegt etwa bei 5 khz. Darüber ist Schluß mit lustig, da kommt nichts mehr raus. Und das ist schon ein verdammt beißender heller metallischer Klang.

Bis zu diesem Top End übertragen alle jedwede Frequenz. Pickups haben keinen eigenen Klang oder Klangcharakter, geschweige denn, daß sie Distortion können, das kann nur der Amp. Sie können nur den Amp im Bereich der Resonanzkurve mehr oder weniger ankitzeln und den Amp entsprechend reagieren lassen.
Wenn man sich das alles vor Augen hält, sollte klar sein, daß Pickups selbstverständlich reproduzierbar sind. Wenn man die selben Spulen- und Drahtmaße, Wicklungszahl und Magnetkraft sowie die gleichen Eisenkerne (Polpieces) verwendet, hat man den gleichen Pickup.
Man kann die einzelnen Unterschiede, die alle in den obigen Fakten begründet sind, natürlich in der Werbung noch hübsch ausschmücken und lobpreisen. Aber Voodoo ist es lange nicht.

Ich habe jetzt drei originale PAFs hier und auch schon reichlich fremde angespielt. Wie ich schon mal irgendwo schrieb, klingen die den Gibson P57 classic so verdammt ähnlich, daß ich mir mit Edding drunterschreiben mußte was es ist, um die nicht zu verwechseln. Ich erkenne die sonst nur an den Werkzeugabdrücken der Beine.

Ein Wort noch zur Alterung der "originalen PAFs":
Selbstverständlich ist es heute möglich, die Bobbins wie alte zu verformen, den Spulendraht mit der gleichen Spannung aufzuwickeln und die Magnete entsprechend zu schwächen.
Ich habe hier zwei P90 aus Anfang der 50er, deren Magnete sind mittlerweile so schwach, daß man mit einem Schraubendreher keine magnetische Wirkung mehr spürt. Dementsprechend beschissen klingen sie auch und sind extrem leise.
 
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Naja, weil doch bei meinem Test auf vorheriger Seite kaum Unterschiede zwischen PAF und Custombucker zu hoeren sind ... oder bist Du anderer Meinung? Ich bin wirklich an Meinungen interessiert, denn ich bin etwas unglaeubig. Die Aufnahmen sind wirklich vollkommen trocken - Gitarre in Amp, Mikro in USB-Interface und Garageband, ohne Effekte oder Nachbearbeitung. Das sollte doch ein einigermassen "natuerliches" Ergebnis darstellen.

Ich stimme Dir zu, dass manche Wolfetones wirklich ganz hervorragende Pickups sind, die manchen (vielleicht mir selbst auch) sogar besser als das beste PAF Paar gefallen koennen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass z.B. die Dr. Vintage Humbucker ein breiteres Frequenzspektrum abdecken als die Custombucker oder meine PAFs. Die klingen irgendwie runder, musikalischer, haben aber trotzdem noch diesen Bloom, den man ja den alten Teilen nachsagt. Ambers habe ich leider noch nie persoenlich testen koennen :(

Hi Chev !

Ich habe schon jede Menge Pickups gehört in der letzten Zeit (und vor allem in der Gitarre vor dem Amp probiert), da ich mich seit langem schon nach einem geeigneten Paar für die R0 umsehe.
Da ich nur auf Ton gehe in allem was ich mache, egal ob es Gitarre, Kabel oder Amps sind, ist mir das sehr wichtig. Amber Pickups (habe beide versucht: Crosspoint und Spirit) haben für meinen Eindruck das insgesamt beste Konzept, denn sie haben keine harschen Höhen, mumpfen natürlich am Hals nicht, lösen sehr geil auf, klingen super nach oben und haben keinen übertriebenen Obertonreichtum. Wolfetones Marshallheads sind nach meinem Geschmack auf einer Ebene. Die Spirit sind ein wenig leiser und "kultivierter" die Crosspiont gehen schön in Rock.
Ich selber habe mich für das Crosspoint Set entschieden. Ich werde es vom Techniker einbauen lassen.
Die original PAF´s hab ich erst einmal selbst gehört und gespielt (in einer originalen 57 Goldtop) vor ein paar Jahren auf der Musikmesse als es die Vintageausstellung noch gab. Ich kann aus Hörbeispielen das schwer sagen, aber ich glaube es ist eher das Gesamtkunstwerk einer gealterten Gitarre als nur der PAF.

Gruß Alex
 
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Bis der Magnet in einem PAF schwaecher wird, muessen schon einige Jahrhunderte vergehen (oder ein anderer, ziemlich starker Magnet zu nah gekommen oder eine starke Erschuetterung passiert sein). Klar, bei einem P90 schwaechen sich beide Magneten bauartbedingt, gleiches gilt ja auch (wenn auch nicht im gleichen Masse) bei Fender Singlecoils.

Das Problem bei der Suche nach DEM PAF ist laut Leuten wie Tom Holmes oder Jason Lollar weniger, wie man die Teile baut, sondern eher, dass die Materialien heute anscheinend nicht perfekt reproduziert werden koennen. Warum auch immer ... Wie Burki schon sagt - mMn ist da viel Augenwascherei dabei. Da kauft einer eine alte Wickelmaschine, die damals bei Gibson Pickups gewickelt hat und meint dadurch die perfekten PAF-Repliken winden zu koennen. Naja ...
Um ganz ehrlich zu sein, suche ich mir meine Pickups nicht (mehr) nach Hype, sondern danach, was ich einer bestimmten Gitarre fuer ein Ton-Endziel habe. Was nuetzt es mir denn, wenn ich auf eine an sich schon vor Hoehen strotzende Semi aus Ahorn noch eine PAF-Replik einbaue, die auch noch Hochmitten und Hoehen betont?
 
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Bis der Magnet in einem PAF schwaecher wird, muessen schon einige Jahrhunderte vergehen (oder ein anderer, ziemlich starker Magnet zu nah gekommen oder eine starke Erschuetterung passiert sein).

Bei ein oder mehreren Schlägen geht das sehr schnell.
Es wird nur leider immer vergessen, daß die Schwingungen der Gitarre auch Erschütterungen sind. Zwar sehr kleine, aber über die Jahre gesehen kommt da schon was zusammen.
 
Wie die alten Chinesen schon sagten: " Steter Tropfen höhlt den Stein." :D
 
Bei ein oder mehreren Schlägen geht das sehr schnell.
Es wird nur leider immer vergessen, daß die Schwingungen der Gitarre auch Erschütterungen sind. Zwar sehr kleine, aber über die Jahre gesehen kommt da schon was zusammen.

Ich hatte schon irgendwo erwähnt, dass ich die Magnete aus den P90 Pickups meiner 65er SG mal testweise gegen neuie Alnico 5 Magnete ausgetauscht hatte. Da konnte ich keinen klanglichen Unterschied wahrnehmen und die SG wurde über die Jahre hart rangenommen.
 
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Gemeint sind hier über 50 Jahre Spielzeit.
Außerdem sind Magnete nicht gleich Magnete. Selbst die Kategorien Alnico 2-3-4-5-7-8 oder Keramik sind nicht unbedingt vergleichbar.
Und früher wußte selbst Gibson nicht genau, welche Magnete sie da eingebaut hatten, man nahm was man gerade kriegte.

Ich tausche schon seit einiger Zeit Magnete in den Pickups aus, um die Klangeigenschaften zu verändern.
Generell kann man sagen, das stärkere (Flußdichte) Magnete die Resonanzkurve nach unten verschieben und den Output etwas anheben. Damit kann man zu harsche Pickups entschärfen.
Das läßt sich z.Bsp. mit großem Erfolg an den Gibson BB Pro durchführen, die werksmäßig schon ziemlich harsch sind.
 
Naja, meine Sg wurde wohl erst 49 Jahre gespielt:gruebel: Ich werde das dann noch mal nächstes Jahr testen.

Fakt: Die Gitarre wurde 49 Jahre gespielt und mishandelt und mit neuen "oriented" Alnico 5 in den Pickups klingt die Gitarre nicht anders oder lauter als mit den Originalmagneten. Wenn sich die teile über die Jahre irgendwie entmagnetisieren, muss das einen anderen Grund haben.
 
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Quelle Wikipedia:

[h=2]Dauermagnet[Bearbeiten][/h]→ Hauptartikel: Dauermagnet

Handmagnet zum Abtrennen magnetischer Schwerminerale


Dauermagnete (auch Permanentmagnete genannt) behalten nach einer Magnetisierung diese über lange Zeit bei. Zur Herstellung dienen heute metallische Legierungen aus Eisen, Nickel und Aluminium mit Zusätzen aus Cobalt, Mangan und Kupfer oder auch keramische Werkstoffe (Barium- bzw. Strontiumhexaferrit). Besonders starke Magnete werden im Sinterverfahren aus seltenen Erden hergestellt, wie zum Beispiel Samarium-Cobalt oder Neodym-Eisen-Bor. Verwendung finden Dauermagnete in Kompassen als Magnetnadel, in Elektromotoren, in elektrischen Messinstrumenten, zum Beispiel Drehspulinstrumenten, in Lautsprechern, Kopfhörern, Mikrofonen und Gitarrentonabnehmern sowie in vielen anderen modernen Geräten wie Druckköpfen von Nadeldruckern, Festplattenlaufwerken, Aktoren und Sensoren und Metall-Abscheidern.
 
Ich habe mir für meine Custom Order R8 damals auch von Wolfgang einen Satz Amber Spirit of 59 nach meinen Klangvorstellungen wickeln lassen und ich muss wirklich sagen die haben in Kombination mit den alten PIO Caps sehr große Ähnlichkeit zu den PAFs in meiner Conversion. Wie gesagt möchte ich an meiner Conversion nicht herumbasteln aber hier wäre es wahnsinnig interessant einen Test zu machen und u.a. die PAFs gegen die Ambers auszutauschen um zu sehen welchen Einfluss die PAFs auf das von mir wahrgenommene Vintage Tone Ergebnis haben. Ein bekannter deutscher Vintage Händler schwört darauf das es primär das alte Holz ist punkto Unterschied.

Wie schon einige Male erwähnt glaube ich wirklich stark daran das es die Kombination aus den einzelnen Komponenten ist welche den zuletzt (nach dem Besuch beim Hoss) beschriebenen Unterschied Historic/Vintage hörbar/fühlbar macht. Wie gesagt gibt es da kein besser oder schlechter sondern nur eine Präferenz. Die sehr interessanten Ausführungen zu dem Thema machen mir große Lust dieses Jahr wieder nach Dallas/Arlington zur Gitarrenshow zu fliegen um mit den div. Infos im Kopf nochmal bewusst die eine oder andere Vintage Paula zu spielen. Ich denke alleine vor dem Hintergrund das ich nun selbst regelmäßig eine Vintage LP spiele würde ich zusätzliche andere Aspekte fokussieren als 2012.
 
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Die Frage ist da ja auch immer, ob man nicht insofern schon ein Problem bekommt, da man eben weiß, dass sich nun nicht mehr PAFs in der Paula befinden und dies unbewusst die Bewertung beeinflusst.
Aber interessant wäre das auf jeden Fall mal.
 
Ich habe mir für meine Custom Order R8 damals auch von Wolfgang einen Satz Amber Spirit of 59 nach meinen Klangvorstellungen wickeln lassen und ich muss wirklich sagen die haben in Kombination mit den alten PIO Caps sehr große Ähnlichkeit zu den PAFs in meiner Conversion.
Wissen wir den Output der Ambers? Deine PAFs sind wirklich super low wound.
 

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