Die erste Gibson.... "Lust, Mythos oder Frust?"

  • Ersteller komposer
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Anders selektiertes Mahagoni, keine andere Mahagoni-Art.

Dass es anders selektiert wird, z.B. nach dem Gewicht, ist klar und das habe ich bereits mit einem Link zu einem Bericht über den Besuch bei Gibson und die Holzselektion belegt.
Da Gibson von unterschiedlichen Holzhändlern Mahagoni bezieht, das aus verschiedenen Regionen stammt, wäre ich mir da nicht so sicher, dass es botanisch gesehen auch immer die gleiche "Art" ist.
Unbestreitbar ist sicherlich, dass die physikalischen Eigenschaften deutliche Unterschiede haben werden.

Aber darum geht es mir gar nicht. Es geht ja um den Mythos.

Ich zitiere mal aus Wiki:

"Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung für die von ihnen behauptete Wahrheit. Kritik an diesem Wahrheitsanspruch gibt es seit der griechischen Aufklärung bei den Vorsokratikern (z. B. Xenophanes, um 500 v. Chr.). Für die Sophisten steht Mythos im Gegensatz zum Logos, der durch verstandesgemäße Beweise versucht, die Wahrheit seiner Behauptungen zu begründen."

Wenn hier also trotz besseren Wissens über die Auswirkungen verschiedener Hölzer und Konstruktionen (dazu gehört auch die Hardware wie PUs, Bridge, Sattel etc.) behauptet wird, dass jede Gibson Les Paul DEN Gibson Sound hat (und eine Gitarre, bei der nicht Gibson auf der Kopfplatte steht, nicht!) - dann ist das ganz klar nach dieser Definition ein Mythos.
 
Ich finde es immer sehr interessant wenn sich Leute gerade ihre erste Gibson Les Paul gekauft haben und dann immer gleich mit dem "Gibson-Sound" herkommen.
Bei den anderen Modellen wie Flying V, Explorer, SG, Firebird, den ES-Modellen und was es sonst noch von Gibson gibt wird aber kaum bis gar nicht vom "Gibson-Sound" geredet sondern fast nur bei Les Pauls. Ich selbst weiß auch nicht wie dieser "Gibson-Sound" klingen soll, allerdings habe ich auch noch keine 20 verschiedenen Gitarren angespielt.

Aber es würde mich schon mal interessieren warum gerade um Gibson so ein Mythos herrscht und warum um Fender nicht!?
 
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Wenn hier also trotz besseren Wissens über die Auswirkungen verschiedener Hölzer und Konstruktionen (dazu gehört auch die Hardware wie PUs, Bridge, Sattel etc.) behauptet wird, dass jede Gibson Les Paul DEN Gibson Sound hat (und eine Gitarre, bei der nicht Gibson auf der Kopfplatte steht, nicht!) - dann ist das ganz klar nach dieser Definition ein Mythos.

DEN typischen Les-Paul-Sound auf jeder Gibson Les Paul zu finden ist wohl tatsächlich ein Mythos im ursprünglichen Wortsinn - und auch eine Abstraktion. Schliesslich spielen Pickupwahl, Verstärker, Effektgeräte und deren Einstellung sowie die verwendeten Spieltechniken und Fähigkeiten des Spielers auch eine gewichtige Rolle. Selbst solche kleinen Dinge wie das verwendete Plektrum sowie Länge und Qualität des Gitarrenkabels haben nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den entstehenden Sound. Das mit dem Gitarrenkabel hat null mit Esoterik zu tun, sondern ist schlicht der Tatsache geschuldet dass die Gitarrentonabnehmer hochohmig sind und damit durch das Kabel die Höhen unterschiedlich stark bedämpft werden können.

Um nach dieser kleinen Abschweifung auf das Hauptthema zurückzukommen - natürlich wird eine Gibson Les Paul Studio nicht genauso klingen wie die 59er Peter Green Gibson - aber doch um einiges ähnlicher als eine Hagstrom oder eine nur aus Mahagoni bestehende Les Paul Custom.

Um ein extremes Beispiel zu wählen: Wer erwartet mit einer Epiphone Les Paul Special II ohne "Soundzaubereien" wie Slash klingen zu können, ist tatsächlich dem Mythos des Namens bzw. dem Marketing aufgesessen. Selbst wenn er das Slash "Signature" Modell kauft.


--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Aber es würde mich schon mal interessieren warum gerade um Gibson so ein Mythos herrscht und warum um Fender nicht!?

Es existiert schon ein Fender-Mythos - vielleicht ist der nicht so ausgeprägt weil die Strat eine noch vielseitigere Gitarre als die Les Paul ist. Aber es gibt sehr viele Parallelen: Alte Gitarren haben hohe Vintage Preise statt altes Eisen zu sein, Typisierung der Modelle nach den Jahrgängen, die ungeliebte CBS-Ära (bei Gibson "Norlin-Ära"), "reliced" Gitarren und Sonderserien mit mehr oder weniger getreuer Einhaltung der Spezifikationen eines bestimmten Jahrgangs werden (auch von den Firmen selber) hergestellt um damit den alten Schätzchen näher zu kommen .... usw usf .... nicht zu vergessen die Custom-Shop und Signature-Modelle.
 
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Ich stehe da etwas ratlos neben mir selbst und finde meine eigene Haltung widersprüchlich. :gruebel:

Einerseits ist mir völlig bewusst, dass es sich bei einer elektrischen Gitarre bloß um etwas Holz und Draht handelt und dass viele andere Hersteller die gleichen Konstruktionsmerkmale in vergleichbarer Qualität verbauen können. Heritage, Epi Japan, Tokai und FGN wurden genannt - auch manche Ibanez Artist und Career CG4 fallen qualitativ nicht ab. Dazu kommt, dass Betriebsklima und Betriebsleitung bei Gibson unter aller Sau sein sollen. Zumindest wurde das vor etwa drei Jahren recht öffentlich diskutiert. :(

Andererseits ist Gibson eben eine Traditionsmarke und übt als solche einen gewissen irrationalen Zauber aus, dem ich mich nicht entziehen kann. Ohne es erklären zu können, wollte ich eben eine Gibson und keine andere. Und eine Gretsch. Und eine Fender. Bin da totales Marketingopfer. Tut mir ehrlich Leid für alle anderen Hersteller, aber die schärfen mich einfach nicht so. :gruebel:

Ich habe das gelöst, indem ich mir eine günstige Worn Brown aus der ersten Serie für damals 600€ zugelegt habe. Klingt traumhaft und spielt sich auch so. Allerdings habe ich mir die mal etwas unprofessionell selbst umlackiert und suche aktuell jemanden, der das korrigiert. Später kam eine gebrauchte BFG mit zerlegter Elektronik dazu, die ich mir dann wieder flottgemacht habe - sensationeller P90- Halssound. :great:

Aber man hört nie auf, weiter zu träumen. Irgendwann kommt mir eine Traditional mit dickem Hals ins Haus. Oder eine Custom. ;)

Alex
 
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Es existiert schon ein Fender-Mythos - vielleicht ist der nicht so ausgeprägt weil die Strat eine noch vielseitigere Gitarre als die Les Paul ist. .
Ich glaube auch, dass eher bei Fender und da bei der Telecaster der "Mythos" zu finden ist, wie man ihn auch immer definert ;)

Die Frage die sich stellt ist doch warum spielen so viele Profi Musiker alte LP oder CC bzw. VOS von Gibson .. ?
Tun sie das? Nehmen wir doch einen sehr bekannten LP-Spieler wie Billy Gibbons von ZZ Top. Früher war es nur mit LPs zu sehen. (siehe den legendären Rockpalastauftritt in der Gruga) Heute sieht man ihn mit Gretsch, Teles und LP-Nachbauten und holt aus all diesen Gitarren genau seinen Sound raus, von dem man immer dachte, dass es allein nur mit einer LP ginge.
Das heißt:
1. Ein typischer LP-Sound ist auch mit anderen Gitarren zu bewerkstelligen
2. Den einen LP-Sound gibt es gar nicht
3. Entscheidend ist das, wie der jeweilige Gitarrist mit seiner Gitarre spielt.

Wenn man zum Beispiel in seinem Umfeld jemanden danach fragt wie sich eine Gitarre anhört und ihm cleane Gibson und Strat Sounds etc. vorspielt kommt fast immer die Antwort: Strat ..
Nein. Telecaster :)

Ich finde es immer sehr interessant wenn sich Leute gerade ihre erste Gibson Les Paul gekauft haben und dann immer gleich mit dem "Gibson-Sound" herkommen.
Das ist aber nun auch nachzuvollziehen. Mir ging es genauso. Und natürlich schließt man - auch wenn man wenige oder keine Vergleichsmöglichkeiten hat - von seiner Gitarre auf alle anderen ;)

Natürlich haben viele Gitarren bestimmte Klangcharakter. Aber es war für mich damals schon interessant zu erfahren, warum z.B. die 12saitige Rickenbacker bei Harrison und McGuinn dermaßen anders klang als bei Pete Townshend. Noch krasser waren die Unterschiede der Sounds der SGs von Zappa, Santana, A. Young und Townshend.
Genauso wie sich die Sounds der LPs von Billy Gibbons, Bonamassa, G. Moors. Slash etc unterscheiden. Oder will tatsächlich jemand behaupten, dass all die genannten Gitarristen den gleichen Sound hätten?

Edit:
Andererseits ist Gibson eben eine Traditionsmarke und übt als solche einen gewissen irrationalen Zauber aus, dem ich mich nicht entziehen kann. Ohne es erklären zu können, wollte ich eben eine Gibson und keine andere. Und eine Gretsch. Und eine Fender. Bin da totales Marketingopfer...
:great:
Sehr schön beschrieben :)
Und nun mal auch echt nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn es sich hier in erster Linie um subjektive Wahrnehmungen handelt, so kann ich auch ich mich davon nicht freisprechen, dass ich die SGs, die Paulas und andere Gibsonmodelle wunderschön finde :)
 
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Schliesslich spielen Pickupwahl, Verstärker, Effektgeräte und deren Einstellung sowie die verwendeten Spieltechniken und Fähigkeiten des Spielers auch eine gewichtige Rolle.
Beim "Gibson-Sound" muss es sich also zwangsweise um den, ich nenne es mal "Unpluged-Ton", der Gitarren handeln. Denn alles andere (oben im Zitat genannte) würde den "Gibson-Sound" verändern, verfälschen,... wie auch immer.

Oder will tatsächlich jemand behaupten, dass all die genannten Gitarristen den gleichen Sound hätten?
Eben nicht. Denn gerade das beweist ja das man nicht von einem "Gibson-Sound" reden kann wenn noch andere Sachen zwischen Saiten und Ohren sind.


Mir ist erst im Nachhinein aufgefallen das viele meiner "Vorbilder" auch Gibson spielen (meistens auch in Verbindung mit Marshall-Verstärkern). Bzw. wenn ich ein Gitarren-Modell entdecke das mir gefällt, schau ich auch meistens wer ein solches spielt, was dann auch beeinflusst was ich für Musik höre. Beispiel: Wenn ich mir meine Flying V nicht gekauft hätte, würde ich wahrscheinlich kaum Musik von Michael Schenker hören, denn mich interessiert auch die Geschichte dahinter.
 
Schliesslich spielen Pickupwahl, Verstärker, Effektgeräte und deren Einstellung sowie die verwendeten Spieltechniken und Fähigkeiten des Spielers auch eine gewichtige Rolle.

Das ist mir völlig klar - der Punkt ist aber der:

Wenn du Gibson Spieler, die von DEM Gibson Sound sprechen, fragst, wo der denn herkommen soll bzw. warum man den gerade bei anderen Les Paul (artigen) Gitarren anderer Hersteller nicht bekommt, wirst du IMMER als Antwort bekommen, das läge am Holz.

Ist ja auch logisch. Die Hardware unterliegt deutlich geringeren Schwankungen und dieser können sich andere Hersteller genauso bedienen - das wäre also kein Grund, warum sie keine Les Paul mit DEM Gibson Sound bauen könnten.
Daher habe ich den Fokus aufs Holz gelegt und wollte nur, dass man hier bitte zur Kenntnis nimmt, dass Holz ein Naturprodukt ist und es selbst innerhalb einer Mahagoni Art so massive Schwankungen in den physikalischen Eigenschaften gibt, dass es unmöglich ist, dass alle Gitarren gleich klingen. Erst recht nicht, wenn man das Holz noch je nach Serie (und Kaufpreis des Endprodukts) selektiert.

Selbstverständlich gibt es eine Schnittmenge an Eigenschaften, die man eher der einen oder eher der anderen Holzsorte zuordnen kann - das nur der Vollständigkeit halber.

Die Pickups können halt nur das verstärken, was "da" ist - und da spielt das Material, also auch das Holz als Konstruktionsstoff, meiner Meinung eine entscheidende Rolle (bitte jetzt nicht mit dem Zollner kommen...)!

Es gibt auch hervorragend klingende "Les Pauls" von Tokai, Burny, FGN, Edwards usw., die nicht aus "Gibson Hölzern" gebaut wurden.
Und ich bezweifle massiv, dass jemand im Blindtest bei Aufnahmen raushören könnte, ob es sich um eine "echte" Les Paul handelt, oder um eine andere Marke.
(Dass jemand beim selbst spielen die Unterschiede erkennt, das glaube ich allerdings sofort, das liegt aber dann an der Gibson typischen Verarbeitung bzw. dem vertrauten Handling).

Auch dieses "eine ECHTE Gibson" kenne ich sonst von keiner anderen Marke. Habe noch nie jemanden sagen gehört "ich spiele eine ECHTE Ibanez" o.ä. - das ist wohl in den Köpfen der Gitarristen schon so eingebrannt, dass alleine durch diese Floskel schon suggeriert wird, dass es sich bei Gibson Les Pauls um etwas ganz besonderes handelt und der Mythos so erhalten bleibt.
 
@Myxin
woher kommt eigentlich deine riesige Intention gegen Gibson, das du auf Gedeih und Verderb versuchst die Gibsonanhänger zu den besser verarbeiteten, lackresistenteren, und z.T. billigeren Japankopien zu überreden?

Lass doch jeden Tierchen sein Pläsierchen. ;)

Deine immer und überall angepriesene JC22H und Palmer Boxen mit WGS Speakern mögen auch für viele nicht der Weisheits letzter Schluss sein (mich eingeschlossen) -
da geht das Gehacke wegen deiner Empfehlung aber nicht los. Egal ob es sinnig erscheint einen 249€ Verstärker nochmal für +/- 100€ zum Techniker zu schleppen um das Potential auszunutzen.

Ich habe selbst über 20 Jahre eine Fernandes Les Paul gespielt, die eine super Paula ist. Hatte einige Edwards und FGN in der Hand, aber sie sind und bleiben nur eine Kopie vom Original, der Gibson Les Paul.
Bei Strat und Tele ist es wohl ähnlich, auch hier haben die Asiaten gute Kopien. Möchte man das Original greift man zu Fender.

Lass doch jedem was er möchte, auch wenn du nicht nachvollziehen kannst oder möchtest, warum man mehr Geld ausgiebt obwohl man für weniger das auf dem Papier bessere Instrument bekommt.

Musik und Instrumente haben doch nichts mit rationalem Denken zu tun, dann würde jedem eine Gitarre und ein Verstärker reichen.

In dem Sinne, schönen 4. Advent.
 
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Tun sie das? Nehmen wir doch einen sehr bekannten LP-Spieler wie Billy Gibbons von ZZ Top. Früher war es nur mit LPs zu sehen. (siehe den legendären Rockpalastauftritt in der Gruga) Heute sieht man ihn mit Gretsch, Teles und LP-Nachbauten und holt aus all diesen Gitarren genau seinen Sound raus, von dem man immer dachte, dass es allein nur mit einer LP ginge.
Das heißt:
1. Ein typischer LP-Sound ist auch mit anderen Gitarren zu bewerkstelligen
2. Den einen LP-Sound gibt es gar nicht
3. Entscheidend ist das, wie der jeweilige Gitarrist mit seiner Gitarre spielt.

Schönes Beispiel. Billy Gibbons hat schon immer im Studio diverse unterschiedliche Klampfen eingesetzt, wird aber aufgrund der Live-Präsenz in den Siebzigern durchweg mit seiner "Pearly Gates" identifiziert. Ganz nebenbei soll er zeitweise jede - jede! - 58er/59er /60er Paula aufgekauft haben, die ihm in die Finger geriet und Anfang der Achtziger rund 150 in seinem Besitz gehabt haben. (nach eigenen Aussagen, denen man beim Reverend aber nie so ganz trauen darf. ;) ) Das hat bestimmt nicht wenig zur Preisentwicklung und Mythenbildung beigetragen.

Was seinen Sound angeht: tatsächlich schummelt er: bei ZZ Top geht jede Gitarre live durch einen Digital-EQ, der so eingestellt ist, daß er den Frequenzgang der Pearly Gates rausgibt - egal, was vorne reinkommt. Bizarr, aber offensichtlich ist es sooo einfach dann doch nicht, "wie eine Les Paul" zu klingen.

"DEN" LP-Sound gibt es wirklich nicht. Es gibt ,wie bei allen anderen Modellen auch, grottenschlechte und aussergewöhnlich gute. Was die guten auszeichnet, ist ein besonderes Timbe, daß man bei anderen Gitarren selten findet und eine große Vielseitigkeit im Klang, den man allein mit den Gitarrenreglern und der Spieltechnik sehr nuanciert formen kann. In deisem Bereich - wo Gitarren auch schon etwas Geld kosten - hat der "Mythos Gibson" eine Berechtigung. Ansonsten ist es ein Großserien-Produzent wie jeder andere.

Oder wie Pete Townshend in jungen Jahren mal sagte: "Natürlich würde ich niemals eine Stradivari auf der Bühne zerkloppen. Aber eine Gibson vom Fließband? Fuck it! " :D
 
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Schönes Beispiel. Billy Gibbons hat schon immer im Studio diverse unterschiedliche Klampfen eingesetzt

Was seinen Sound angeht: tatsächlich schummelt er: bei ZZ Top geht jede Gitarre live durch einen Digital-EQ, der so eingestellt ist, daß er den Frequenzgang der Pearly Gates rausgibt - egal, was vorne reinkommt. Bizarr, aber offensichtlich ist es sooo einfach dann doch nicht, "wie eine Les Paul" zu klingen.

Yeah find ich nicht so schlimm. Der Billy ist ja auch nicht mehr der jüngste.
Also die Pearly Gates und nicht ausgehöhlte LPs sind doch schon schwer zu tragen.



und so klingt er einfach straight in einen Amp



:D :D
 
@Myxin
woher kommt eigentlich deine riesige Intention gegen Gibson, das du auf Gedeih und Verderb versuchst die Gibsonanhänger zu den besser verarbeiteten, lackresistenteten, und z.T. billigeren Japankopien zu überreden?

Lass doch jeden Tierchen sein Pläsierchen. ;)

Deine immer und überall angepriesene JC22H und Palmer Boxen mit WGS Speakern mögen auch für viele nicht der Weisheits letzter Schluss sein (mich eingeschlossen) -
da geht das Gehacke wegen deiner Empfehlung aber nicht los. Egal ob es sinnig erscheint einen 249€ Verstärker nochmal für +/- 100€ zum Techniker zu schleppen um das Potential auszunutzen.

Ich habe selbst über 20 Jahre eine Fernandes Les Paul gespielt, die eine super Paula ist. Hatte einige Edwards und FGN in der Hand, aber sie sind und bleiben nur eine Kopie vom Original, der Gibson Les Paul.
Bei Strat und Tele ist es wohl ähnlich, auch hier haben die Asiaten gute Kopien. Möchte man das Original greift man zu Fender.

Lass doch jedem was er möchte, auch wenn du nicht nachvollziehen kannst oder möchtest, warum man mehr Geld ausgiebt obwohl man für weniger das auf dem Papier bessere Instrument bekommt.

Musik und Instrumente haben doch nichts mit rationalem Denken zu tun, dann würde jedem eine Gitarre und ein Verstärker reichen.

In dem Sinne, schönen 4. Advent.

Also das Du vll Myxin's Meinung über Gibson nicht nachvollziehen kannst, das ist ja ok.

Aber wieso Du Ihn angreifst und was JetCity samt Boxen und Speaker in DIESEM Thread zutun haben, verstehe ich nicht.

In erster Linie hat Myxin bekräftigt das er Nichts gegen Gibson hat..

Ich finde wir haben hier bis gerade den Mythos über Gibson und Les Paul sachlich behandelt. Ich bitte wieder dahin zurück zu kommen.
 
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Hm es ist ja nicht nur das Holz das den Klang macht. Die Konstruktion, die Pickups mit den unterschiedlichen technischen Parametern, die Saiten, Bridge et. etc. tragen alle ihren Teil zum Klang bei. Firmen wie Gibson legen bei ihren Modellen durchaus Wert darauf, dass eine gewisse Wiedererkennbarkeit da ist, schließlich ist das ein wesentlicher Teil des Markenimages. Für den kleinsten gemeinsamen Nenner könnte man mindestens sagen, dass zwei Paulas sich klanglich ähnlicher sind als eine Paula zu einer Tele.
 
Also das Du vll Myxin's Meinung über Gibson nicht nachvollziehen kannst, das ist ja ok.

Aber wieso Du Ihn angreifst und was JetCity samt Boxen und Speaker in DIESEM Thread zutun haben, verstehe ich nicht.

Punkt 1. Ich habe eine Frage gestellt und niemanden angegriffen. Und diese Frage ist legitim, da ich davon ausgehe das Myxim kein Gibson Spieler ist, da man ihn nicht in den Gibson User Foren findet.

Punkt 2. Primär hat das in diesem Thread nichts zu Suchen das ist richtig. Sekundär, wenn man etwas querliest wird man die Kombi Jet City / Palmer gefühlte 1000x von Myxin hoch gelobt und empfohlen finden. In diesem Sinne als Beispiel, Veransvhaulichung gedacht.

Ergo, nicht was jeder für sich als heilige Kuh empfindet muß das auch für andere sein. Was für User a) absolut überteuerter Mist ist kann für User b) genau das sein was er sucht. Anders herum was für User c) eine gute und günstige Geschichte ist kann für User d) absoluter Schrott sein.

Von daher sehe ich in meinem Posting die Sachlichkeit nicht in Frage gestellt.
 
Schliesslich spielen Pickupwahl, Verstärker, Effektgeräte und deren Einstellung sowie die verwendeten Spieltechniken und Fähigkeiten des Spielers auch eine gewichtige Rolle.

Mit dem schon mehrfach zitierten Satz will ich hauptsächlich ausdrücken: Wenn man von einem Gibson Les Paul-Sound reden kann, dann ist das eine Abstraktion
- Gibson Les Pauls (mit Mahagoni-Korpus, Ahorn-Decke und Mahagoni-Hals und PAF-ähnlichen Pickups) haben unter sonst gleichen Bedingungen gespielt einen erkennbaren, typischen Sound. Der natürlich von Gitarre zu Gitarre ein bisschen verschieden ausgeprägt ist.
- Viele haben wohl einen bestimmten Gitarristen in einer bestimmten Aufnahme im Sinn wenn sie vom typischen Sound reden - das heisst der typische Sound muss nicht für jeden derselbe sein.

@Myxin
Was ich auch nicht behaupte: dass nur Gibson in der Lage wäre, Gitarren mit dem typischen Les Paul Sound zu produzieren. Andere Hersteller können das bestimmt auch - ab einem gewissen Preis natürlich. Heutzutage scheint das bei mittelpreisigen Gitarren um ca. 500 Euro nicht so der Fall zu sein - und ist vielleicht auch gar nicht das Ziel. Epiphone ausgenommen - da sollte der LP-Sound natürlich das Ziel sein.

Und wenn die typische Les-Paul-Form inclusive Kopfplatte und Schriftzug das positive Gefühl des Besitzers stärkt, ein Original zu besitzen, find ich das gut. Anders ist es natürlich wenn dieser stolze Besitzer dann erklärt im Besitz der EINZIG WAHREN Gitarre zu sein und alles andere für Abklatsch hält.


So, das wars aber auch erst mal. Jetzt geh ich Gitarre spielen. Den Mythos leben statt drüber zu reden :eek::D
 
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Ich finde wir haben hier bis gerade den Mythos über Gibson und Les Paul sachlich behandelt. Ich bitte wieder dahin zurück zu kommen.
Durch die Einlassung des TS zum aktuellen Disput ('pennywise'/'myxin') wird dieser Fall als erledigt eingestuft.

Nach dem bisher bereits wiederholt erforderlichen Eingreifen der Moderation wegen ähnlicher Vorkommnisse in diesem Thread:

JEGLICHE WEITERE ÄUSSERUNG MIT ÄHNLICHEM TENOR, INHALT oder ANGRIFF FÜHRT UNMITTELBAR ZUR SCHLIESSUNG DIESES THREADS!!

LG Lenny (für die Moderation)

Edit: Die betreffenden posts werden nicht gelöscht, damit auch für die User nachvollziehbar bleibt, welche Art des Threadverlaufs NICHT gewünscht ist.
 
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Oh - da muss ich mich aber jetzt beeilen :)

Ich habe zwei Paulas von Gibson, weil ich schon immer eine echte Les Paul haben wollte. Hat eben seinen eigenen Charme, wenn man keine Kopie will. Sie sind OK (das sind meine anderen Gitarren größtenteils auch) und entsprechen dem, was ich mir von einer Paula erwarte. Nicht so flitzefingerig wie eine Superstrat, nicht so glänzend wie eine PRS, nicht so twangig wie eine Tele. Habe auch andere Gitarren und aus jeder kommt Musik raus, aber es ist immer etwas an der Musik, an der die Gitarren beteiligt sind vom Sound aber vor allem vom Feeling her.

Bei den Paulas muss mir auch niemand erklären, dass es andere Hersteller gibt, die das Ding gut kopieren können, das ist mir egal. Ich will das Real Thing und da ich niemanden dadurch ruiniere oder vernachlässige, kauf ich mir das eben. Mich wundert nur, warum es gerade bei Gibson so schlimm ist, dass immer missioniert werden muss, in die eine oder andere Richtung. Es ist ja schön, dass sich jemand eine Tokai kauft, aber warum muss ich das auch tun, um nicht in dessen Augen als unkritischer Fanboy dazustehen?

Meine Gründe sind also:

  1. Ich will eine echte Paula
  2. ich will eine echte Paula
  3. usw.
Hmmmm...klingt doch nach Fanboy ;)
 
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Ich möchte nochmal betonen, dass ich hier niemanden "missionieren" möchte. Von mir aus darf und sogar soll jeder das spielen, was er/sie möchte. Habe ich auch schon oft genug geschrieben.
Ebenso gibt es meiner Meinung nach auch sehr gut klingende Les Pauls von Gibson.
Wenn jemand für sich eine gute gefunden hat, die ihm gefällt, ist doch alles wunderbar.

Mir ging es nur darum, die Frage des TOs zu beantworten, ob man bei Gibson von einem Mythos sprechen kann.
Um die Frage zu klären, kann man versuchen - wie ich das getan habe - sachlich (!) zu analysieren, was einen Mythos ausmacht und inwiefern das hier zutreffend ist.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 
Ich finde, "ich will eine echte Paula" reicht doch schon fast für einen Mythosnachweis. Ist auch nur Holz, etwas Metall und ein paar Bauteile aus der elektrotechnischen Steinzeit. Lässt sich easy nachbauen, messtechnisch verifizieren und doch fehlt dem Nachbau etwas. Könnte man den Mythos berechnen/herstellen/wasauchimmer wäre es wohl keiner mehr.
 
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Könnte man den Mythos berechnen/herstellen/wasauchimmer wäre es wohl keiner mehr.

Das ist ein guter Gedanke!
Aber genau das wird doch im Grunde gemacht, z.B. mit der exakten Reproduktion von bestimmten alten Les Paul Modellen (Collector's Choice u.ä.) oder Signatures.
Schon das "Relicen" (gibts auch bei Fender und anderen Herstellern) geht diese Richtung. Da werden neue Instrumente künstlich auf "alt" getrimmt - der Käufer weiß, dass sie neu sind, kauft sich so gesehen aber den "Mythos" oder nennen wir es "Schein" einer alten Gitarre, die schon Jahre harten Bühneneinsatz hinter sich hat.
 
Ich finde, "ich will eine echte Paula" reicht doch schon fast für einen Mythosnachweis. Ist auch nur Holz, etwas Metall und ein paar Bauteile aus der elektrotechnischen Steinzeit. Lässt sich easy nachbauen, messtechnisch verifizieren und doch fehlt dem Nachbau etwas. Könnte man den Mythos berechnen/herstellen/wasauchimmer wäre es wohl keiner mehr.

Mythos ist das, was Kunst vom Handwerk unterscheidet ;)
 
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