Upgrading a Les Paul

  • Ersteller Dr. PAF
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Der typ ist wirklich der Hammer was gitarrenbau und auch aging anbelangt!
Und bezüglich historisch korrekt, das ist die faber Hardware nämlich auch nicht!
Laut bernd hat nur die dmc hardware die abrücke wo man sieht an welcher stelle das material in die Form gelaufen ist! Meiner Meinung nach schon ein bisschen zu viel des vintage fetisch! Die faber Hardware ist bis auf diese kleinigkeiten aber fast ident, und über die qualität brauche ich glaub ich nicht mehr viel zu erzählen! Ich bin jedenfalls restlos überzeugt!

Was mich gleich zum nächsten thema bringt. Hab mir nähmlich vorige Woche eine epiphone joe bonamassa goldtop zum bastel gekauft. Würdet ihr die eserts nehmen für die bridge oder dieses conversion kit?
 
21014309km.jpg
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Hallo
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Hier mal meine beiden Grecoladies, 81 und 82 Super Real bzw. die Custom ist eine Mint Collection mit Ebonyboard und MOP. Über die Super Real hab ich ja schon mal hier was zum Umbau geschrieben, die Custom habe ich letztens so bekommen. Sie hatte einen Halsbruch, der aber ganz ok gefixt wurde. Hardware und Elektronik sind aber komplett gewechselt, Bare Knuckle Mules, CTS Potis und Bare Knuckle Jensen Caps, Faber Bridge und Stoptailpiece, ich hab lediglich die ganzen Neuteile optisch angepasst... Klang ist der Hammer! Vom Halsbruch merkt man nix! Grüße Stefan
 
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Huhu :),

Zu Weihnachten 2014 habe ich mir selbst eine Gibson Les Paul "Lou Pallo" Signature - Limitierte Serie Nr. 134 von 400 gekauft.
Ausgestattet mit einem Gibson P90 am Hals und einem Dirty Fingers an der Brücke.
Die typische US Chromhardware mit Nashville Bridge war verbaut.
Lou Pallo_neu_12_14 (1280x555).jpg

Ich habe mir dann vorgenommen solange nichts an der Gitarre zu schrauben, bis der erste Vanilleduft der neuen Gitarre verflogen ist.
Im Februar 2015 hatte ich dann plötzlich das Gefühl, nichts mehr von dem Duft wahrzunehmen :D.

Ich spielte bis dahin viel auf der Paula und lernte ihre Schwächen und Stärken besser kennen.
Der Dirty Fingers PU an der Brücke ging mir immer mehr auf die Nerven, also habe ich mir gleich im Doppelpack, damit ich nicht mehr von vorne anfangen muss,
ein Set Amber P90 Standard und einen Amber 59 Crosspoint zugelegt. Die Kappen sind geaged. Beim P90 ist die schwarze Kunststoffkappe malträtiert worden, beim 59 Crosspoint ist eine schöne vernickelte und gealterte Kappe verbaut.
Amber PUps (2) (1280x992).jpg

So, die Paula schnell nackt gemacht und PUs verbaut. Dabei gleich einen etwas höheren Humbuckerrahmen verbaut, da der originale ein wenig niedrig war und komisch ausgesehen hat.
Lou nackt (1280x627).jpg

So hat es dann im Zwischenschritt erst einmal ausgesehen.
LouPallo_Amber_neu_1(1280x513).jpg
Lou_Zwischenschritt_1 (1280x719).jpg Lou Zwischenschritt_2 (1280x719).jpg
Mit den verchromten Hardwareteilen ging das dann natürlich nicht mehr zusammen.
Bei East Rock Guitars in meiner Nähe, habe ich ein Komplettset von Faber vernickelt, geaged, Alustoptail, Locking-Brücke mit Messingreitern und Tonelockkit
betellt. Sehr netter Kontakt dort, hat klasse geklappt.
Faber Hardware_1(1280x719).jpg
Faber Hardware_2(1280x680).jpg

Weitere Teile habe ich dann noch bei Crazyparts geordert - blitzschnelle Lieferung und Top Kommunikation.
IMG_0675 (1280x719).jpg

Dann ging es los mit dem Ziehen der Originalstuds der Brücke. Dazu wird eine mitgelieferte Schraube soweit in die Hülse eingedreht, bis sich diese aus der Bohrung hebt. Ich musste nichts als Gegenlager in die Hülse werfen, es ging auch so ganz gut.
Studs ziehen_1 (1280x719).jpg
Studs ziehen_2 (1280x719).jpg

Bridge Loch (1280x719).jpg
Hier mal ein Vergleich der alten Hülsen mit den neuen Studs von Faber - die verchromten kurzen sind die alten.
Alte vs neue Studs_1 (1280x746).jpg
Alte vs neue Studs_2 (1280x719).jpg
Nach dem Ziehen sollte man die Lochtiefe messen und eventuell tiefer bohren für die neuen INserts. Das konnte ich mir sparen, die Löcher waren tief genug.
Jetzt wird der neue Einsatz mit einer mitgelieferten Einschlaghülse aus Kunstoff eingeschlagen. Dabei darauf achten, dass man schön senkrecht ansetzt.
Mit ein paar vorsichtigen aber beherzten Schlägen den neuen Einsatz nun versenken.
Neue Studs einschlagen_1 (1280x719).jpg
Neue Studs einschlagen_2 (1280x719).jpg Neue Studs einschlagen_3 (1280x719).jpg

Als nächstes habe ich die Locking Brücke montiert.
Locking Bridge Montage_1 (1280x719).jpg
Bridge Montage_1 (1280x719).jpg Locking Bridge Montage_2 (1280x719).jpg

Danach habe ich dann das Alustoptail mit den Tonelockscheiben montiert. Es sind drei verschiedene Höhen im Set, ich habe die niedrigsten genommen,
um so weit runter wie möglich zu kommen.
Tone Lock Stoptail Ring_1 (1280x719).jpg

Tone Lock Stoptail_2 (1280x719).jpg Tone Lock Stoptail_3 (1280x719).jpg Montage Stoptail_1 (1280x719).jpg
Montage Stoptail_2 (1280x719).jpg


Im nächsten Schritt habe ich dann die vorgekerbten Messingreiter der Brücke mit der Kante einer kleinen Vierkantfeile vorgefeilt und dann mit einer alten Seite
durch hin-und herziehen in der Kerbe nachgearbeitet.
Reiter Kerben_1 (1280x719).jpg
Reiter Kerben_2 (1280x719).jpg Reiter Kerben_3 (1280x719).jpg Reiter Kerben_4 (1280x719).jpg Reiter Kerben_5 (1280x719).jpg

Der verchromte Haltering des Toggleschalters wurde dann noch schnell gegen einen gefälligeren vernickelten von Montreux gewechselt.
Auch der alte schwarze Tip wurde gegen einen ohne Gießnaht von Crazyparts getauscht.
Toggle Rings Vergleich (1280x719).jpg
Toggle Tip (1280x719).jpg

Als nächstes habe ich ein 54er Custompickguard auf den Humbucker angepasst. Habe lange gehadert, ob ich es machen soll. Die Bohrungen dann zu setzen kostete echte Überwindung.

54 Pickguard_2 (1280x719).jpg
54 Pickguard_1 (1280x719).jpg

Hier sieht man dann auch schon, dass der P90 auch noch eine vernickelte und geagte Kappe spendiert bekommen hat. Ob´s so bleibt weiss ich noch nicht.
Schnell noch ein paar Knob Pointer montiert und die Keramikkondensatoren rausgeschmissen und gegen Sprague Orange Drops getauscht.
22 nF am Humbucker und 33 nF am P90.
Sprague Orange Drops (1280x719).jpg
Kondensatoren_alt (1280x719).jpg


Und hier ist sie nun im derzeitigen Zustand :)
Convert Pallo (1280x507).jpg
Convert Pallo_1 (1280x719).jpg
Convert Pallo_2 (1280x566).jpg
Convert Pallo_3 (1280x719).jpg
Convert Pallo_5 (1280x719).jpg


Grüsse
Rocke
 
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Von dieser Schönheit musste ich erst einmal ein paar Bilder speichern - danke.
 
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Toll geworden.
Gerade die vernickelte P 90er Kappe kommt Super.
Passt toll zur restlichen Hardware
 
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Leider ist ein bekeksen mal wieder nicht möglich. Toll geworden, wirklich super. Gefällt mir sehr gut.:great:
 
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Tolle Gitarre und toller Umbau... Mir gefallen Reflektorknobs... Wären nicht eventuell PiO Caps nicht noch ein fitzelchen besser? Die Spragues sind Mylar, oder? Besser als die Keramischen sind sie in jedem Fall
 
Wären nicht eventuell PiO Caps nicht noch ein fitzelchen besser?
Das kann ich momentan nicht beurteilen. Es hat sich so wahnsinnig viel zum Positiven verändert, dass ich die Orange Drops ehrlich gesagt nur als psychologische
Prophylaxe reingelötet habe.:)

Du zeigst oben auch zwei tolle Schönheiten!
 
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Wären nicht eventuell PiO Caps nicht noch ein fitzelchen besser?
Ich hab einmal Sprague orange drops für 5€ und einmal PiOs für 11€ in zwei Strats
Der PiO gefällt mir besser, aber ob das den mehr als doppelten Preis rechtfertigt? (für mich schon :D)
 
Du zeigst oben auch zwei tolle Schönheiten!

Danke, danke! Ich bin nach ziemlicher rumprobiererei bei japanischen Gitarren (Preis/Leistung) hängen geblieben und die Intstrumente von Ende der 70/ Anfang der 80iger sind einfach das Nonplusultra bei MIJ (zu der Zeit gab es noch mehr besseres Holz)
 
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@Rocke
danke für den Bericht und die Fotos! Dieses Faber INsert Dings kannte ich noch gar nicht. Ich hatte mal den NSWKIT-ABR Adapter. Das hat bei mir leider überhaupt nicht funktioniert. Keine Verbesserung sondern arge Verschlechterung des Sounds. Eigentlich hat das Ding den Sound sogar total gekillt. Das Insert werde ich mal bestellen und gespannt sein
ST
 
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Die Spragues sind Mylar, oder?

Sprague war der Hersteller der originalen, alten "Bumblebees"und "Black Beauty" Caps in den 50ern und 60ern. Die Bumblebees, die vor den Black Beauties eingesetzt wurden, gab es bis 1959/1960 als Paper in Oil (PIO) Caps anschließend als Mylar (Folienkondensator). In der Übergangszeit wurden beide Typen eingesetzt. Die richtigen PIOs erkennt man am kleinen Röhrchen an einem Ende. Die Mylar-Caps haben keins.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass du dir solche Dinger holen willst. In gut erhaltenem und brauchbarem Zustand kosten die nicht grade wenig Kohle. Das ist was für komplett gerstörte... also z.B. mich ;)
Ich hatte mir mal 2 Stück aus den USA geholt für insgesamt ca. 150 Euro -> sach ich doch - gestört... :D:rolleyes::ugly:

Gute Alternativen gibt's genug. Wenn es der Bumblebee-Look sein muss, dann gibt es die z.B. von Luxe. Die finde ich nicht schlecht, wobei es aber auch noch andere gibt, die für einen persönlich besser klingen als diese, die jedoch nicht im Bumblebee-Look gehalten sind. Es gibt einige Hersteller von PIOs.
Sprague ist
 
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Sprague war der Hersteller der originalen, alten "Bumblebees"und "Black Beauty" Caps in den 50ern und 60ern. Die Bumblebees, die vor den Black Beauties eingesetzt wurden, gab es bis 1959/1960 als Paper in Oil (PIO) Caps anschließend als Mylar (Folienkondensator). In der Übergangszeit wurden beide Typen eingesetzt. Die richtigen PIOs erkennt man am kleinen Röhrchen an einem Ende. Die Mylar-Caps haben keins.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass du dir solche Dinger holen willst. In gut erhaltenem und brauchbarem Zustand kosten die nicht grade wenig Kohle. Das ist was für komplett gerstörte... also z.B. mich ;)
Ich hatte mir mal 2 Stück aus den USA geholt für insgesamt ca. 150 Euro -> sach ich doch - gestört... :D:rolleyes::ugly:

Gute Alternativen gibt's genug. Wenn es der Bumblebee-Look sein muss, dann gibt es die z.B. von Luxe. Die finde ich nicht schlecht, wobei es aber auch noch andere gibt, die für einen persönlich besser klingen als diese, die jedoch nicht im Bumblebee-Look gehalten sind. Es gibt einige Hersteller von PIOs.
Sprague ist

Aha, danke... Ich hab bei einigen Gitarren die russischen NOS K90y-9 verbaut, die sind nicht schlecht. Chev hat ja mal die Dublier/Cornells (wahrscheinlich falsch geschrieben)empfohlen, deren wird man auch nicht so einfach habhaft...
Ich hab mal gehört die neuen Luxe/Bumblebees sind nur anders lackierte K90y-9, aber ich weiß nicht ob das stimmt...
 
Die Cornell-Dublier PIO`s sind meiner Meinung nach, wirklich die Besten. Die Luxe mag ich persönlich nun gar nicht. Ist mir natürlich bewusst, dass es hier Unterschiede gibt im Geschmack. Ich habe in allen Gitarren Cornell-Dublier und zum guten Glück die letzten "eisernen" Reserven davon, die es gibt.;)
 
Wo kriegt man diese cornell caps, würd die nähmlich gern mahl ausprobieren! Wegen den luxe geb ich dir recht, hab die zwar lange verwendet und war eigentlich immer zufrieden. Man muss allerdings sagen das so ziemlich alles ein upgrade zu diesen fake bumble bees die der custom shop verbaut darstellt! Vor ein paar Monaten hab ich mir neue pickups
Bestellt, und der Verkäufer hat mir 2 vermessene bumblebees mitgeschickt(irgendeine repro
Aus den Staaten) mitgeschickt! Hab mir zuerst nicht vorstellen können das da viel Unterschied zwischen den beiden caps ist. Schlussendlich beides pios, gleiche Kapazität(und die luxe durchaus in einer sehr hohen Preisklasse angesiedelt)! Also eingelötet und erstmal gestestet, und gestaunt! Der gesamte regelweg irgendwie einfach schöner, musikalischer(klingt vl blöd, würds aber persönlich so beschrieben)!
Hätte mir nicht gedacht das die luxe bumblebees so abstinken, da sie ja als DIE Repro betitelt wird! Sind sie für mich persönlich definitiv nicht und würd mir auch keine mehr kaufen!
 
@Rocke

die Gitarre, sowie die Arbeiten daran gefallen mir außerordentlich gut. :great:

Zum Thema "Upgrading" kann ich nicht viel beisteuern. Ich habe jetzt meine 1960 Classic verändert; dahingehend, dass ich sie etwas schlichter haben wollte und dass ich andere Pickups drin haben wollte.

Das Pickguard und die Glocke habe ich gegen neutrale ohne Beschriftung ausgetauscht.

Die Pickups sind jetzt 57' Classic, die m.E. sehr gut zum Primärton der Gitarre passen.

Vorher:

DSC06793.JPG


und jetzt:

DSC07096.jpg


Verdrahtet habe ich nach 50s Wiring mit NOS-RFT-Kondensatoren aus meinem Bestand. ;)

So sieht das jetzt aus:

DSC07093.JPG


Ich bin mit meiner "Bunten" erst einmal zufrieden. :)
 
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@Stratspieler Danke ;)! Das Lob gebe ich gerne zurück :). Rein optisch machen sich die PUs mit Kappen jetzt wesentlich besser.
Ich hoffe auch klanglich?

Gestern Abend habe ich mit ein paar Jungs gejammt und bin so dermassen glücklich wie mächtig meine jetzt knurrt bei minimal Gain.
Die Transparenz, Ansprache und Dynamik haben einen dermassen grossen Sprung nach vorne gemacht, dass es eigentlich Pflicht sein sollte solche Teile zu verbauen.
Hauptsächlich die Dynamik und die Klarheit - beim Saitenstreicheln totale Transparenz und beim Riffen ein Tier das drückt und schiebt ohne auch nur im Ansatz mulmig zu werden.
Am Bogner JCM 800 habe ich den ganzen Abend null geschraubt - alles in der gleichen Einstellung - Herrlich!
 
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Die Gitarre is wirklich super geworden, sehr stimmig...aber die ODs passen da nicht wirklich, sowas schreit nach Grey Tigers

greytiger_cap_blue.png
 
Ach ihr mit euren Caps :D ?!
Ich wüsste momentan nichts was noch besser für mich werden sollte, lasse mich aber gerne auch von Neuem überzeugen.
Was würden diese Grey Tigers denn jetzt tatsächlich verändern?
 

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