Der Banjo-Userthread

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  • #121
@Snake-Jo
Wie ich heute gelesen habe darf man keine Tierhäute aus den USA einführen. Das macht es neben geschützten Hölzern über die der Zoll vielleicht hinweg sehen könnte wieder schwerer. Das erste Banjo hat eine Ziegenhaut.

Beim zweiten bin ich mir wegen der Bilder sehr unsicher. Es sieht auch mehr nach 30 er Jahre Eigenbau aus als nach Manufaktur.

Es gibt bei Ebay USA schon in der Kaufabwicklung eine Angabe über die Zollgebühren. Bei einem Banjo für 750 Euro wird man schnell noch 100 für Transport und 250 für die Einfuhrgebüren los. Für 1100 bekommt man hier natürlich auch namhafte Banjos. Ich werde wohl erst mal in heimischen Gefilden suchen. Vielleicht auch noch bei Banjoworld. Zeit habe ich noch. Die Suche macht ja auch Spaß. ;)

Saiten habe ich für mich schon gefunden.

*​

Die haben mir sofort gefallen. Also erst mal kein Bedarf andere zu testen. Die würde ich ohnehin auf jedes gekauftes Banjo aufziehen. Auf meinem Framus machen die einen guten Job.
 

  • #122
Viel früher als eigentlich gedacht kam das Angebot für ein Tenorbanjo aus den 20er Jahren, und was soll ich sagen?
Ich konnte angesichts der Qualität des Angebots nicht widerstehen. Verschieben ging auch nicht, also habe ich nach ein paar Tagen unruhigen Schlafes dann endlich zugegriffen.

Es ist ein Bacon&Day Silver Bells No 1 Baujahr 1929.

Das verwendete Brasilianische Nussbaumholz ist wunderschön, ebenso der Resonator der aus Wurzelholz besteht. Das Griffbrett besteht aus Ebenholz mit Perlmutt Einlagen.
Es ist schon ein kleines Klang wunder und fühlt sich sehr gut an.

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--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Und falls nun die Frage kommt ob ich angesichts des edlen Banjos mein altes Framus in den Kamin werfe sage ich gleich: Auf keinen Fall, denn ich weiß auch dieses im Vergleich zum Bacon&Day schlichte Framus weiterhin sehr zu schätzen.

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  • Ersteller
  • #123
Sehr schön! Glückwunsch!

Wo hast Du es denn so schnell her? Hierzulande?

Banjo
 

  • #124
Sehr schön! Glückwunsch!

Wo hast Du es denn so schnell her? Hierzulande?

Banjo

Ja. Angebot war in Kleinanzeigen irgendwie versteckt inseriert und nicht über die üblichen Suchbegriffe zu finden.
Der Vorbesitzer hatte es vor Jahrzehnten über Günther Amendt importieren lassen.
Wenn ich im nächsten Jahr den 90.Geburtstag des Banjos Feier muss ich gut spielen können. ;)
 
  • Ersteller
  • #125
Wenn ich im nächsten Jahr den 90.Geburtstag des Banjos Feier muss ich gut spielen können. ;)

Ziele sind wichtig, vor allem, wo Du jetzt zugeschlagen hast, ohne Dein vorher als Voraussetzung gestecktes Ziel zu erreichen;) Aber was muss, das muss, das verstehe ich:)

Die Bacon&Days sind bei den Jazzern die wohl beliebtesten Banjos überhaupt. Ich find die auch optisch schick. Da hast Du ein echtes Schmuckstück ergattert:great:

Banjo
 
  • #126
Glückwunsch auch von mir, das Schätzchen sieht wirklich suuuper aus :great:
viel Freude damit :)

Gruß Kurt
 
  • #127
Danke. :)
Ich habe schon einiges an Instrumenten verschiedener Kategorien in der Hand gehalten aber das Bacon & Day hat mich schon fast sprachlos gemacht. Ich möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Dabei war es für die Qualität die man bekommt aus meiner Sicht nicht teuer.
Ich werde ohnehin einige meiner Bässe verkaufen und so ist es eigentlich nur eine Umverteilung.
Das Holz ist Magie und die Verarbeitung unglaublich. Ich fühle mich damit in eine andere Zeit versetzt.

Habe heute noch einiges bearbeitet nachdem ich gestern schon den aufgeklebten Fellschutz entfernt hatte.

Screenshot_2018-03-22-20-31-28.webp


Unter dem Steg war Plastik
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Das habe ich entfernt, den Steg Plan geschliffen und dann neue Saiten aufgezogen.

Screenshot_2018-03-22-20-32-07.png


Die Brücke erlaubt es, den Druck auf den Steg individuell einzustellen. Nachdem das angepasst war bekam ich ein wunderbares Klangerlebnis.

Screenshot_2018-03-22-16-37-45.png


Ich habe die gleichen Saiten aufgezogen wie beim Framus und kann nun den Klang vergleichen.

Das Bacon & Day klingt deutlich offener und heller, die Akkorde wunderschön ausgewogen. Dagegen das Framus gitarriger, eher bedeckter, was nicht schlimm ist. Ich habe für beide Sounds Verwendung.

Griffbrett Öl hat dem Ebenholz gut getan und zu einer tiefen Schwärze verholfen.

Das Fell selbst ließ sich sehr gut reinigen.

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  • #128
So finden Bassisten über die gleiche Anzahl der Saiten dann vllt. doch endlich zum richtigen Instrument :D
 
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  • #129
Wow, ein Bacon & Day und noch dazu in wunderbarem Zustand. Ja, die Teile haben einen ordentlich großen Resonanzkörper, da ist dann schon ein tolles Klangvolumen zu erwarten.
Ein Träumchen! :):)
Der Steg ist allerdings sehr grob gearbeitet; den würde ich ein wenig fein schleifen, dann paßt er besser zu dem Banjo.

Die Brücke erlaubt es, den Druck auf den Steg individuell einzustellen. Nachdem das angepasst war bekam ich ein wunderbares Klangerlebnis.
Mmmh, versteh ich nicht: Brücke und Steg ist dasselbe. Du meinst die Feintuner am Tailpiece?
 
  • #131
So finden Bassisten über die gleiche Anzahl der Saiten dann vllt. doch endlich zum richtigen Instrument :D

Einmal Bass , immer Bass. Aber über drn Tellerrand zu sehen hat noch keinem geschadet. ;)

Mmmh, versteh ich nicht: Brücke und Steg ist dasselbe. Du meinst die Feintuner am Tailpiece?

Naja. Die Bassisten Sprache :D
Bei uns ist Brücke und Steg das Gleiche. ;) Den eigentlichen Steg nennen wir Reiter.
Beim Höfner Bass dann Steg und Saitenhalter.
Banjoisch muss ich noch lernen. ;)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich will auch den Koffer nicht unerwähnt lassen.
Im Prospekt steht: KERATOL CASE.
Gab es in drei Ausführungen. Ich habe den mit Samt.

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Ich habe eigentlich alle Instrumente im Musikzimmer an der Wand hängen. Auch das 2,5 Kilo schwere Framus.
Beim Bacon&Day mit seinen 3,9 Kg, die durch das verwendete Gusseisen am und im Resonator zustande kommen traue ich mich nicht weil der Hals so filigran erscheint.

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Bewahrt Ihr Eure Banjos im Koffer auf?
 
  • #132
Bezüglich des Holzes muss ich mich korrigieren. Ich habe din Angaben im Prospekt falsch gedeutet.
Walnuss wurde nur für die Einsteiger Modelle 'Bacon&Day Special" verwendet. Die Silver bells Modelle hatten Hälse aus gebeiztem Ahorn.
Das habe ich heute von einem dänischen Sammler erfahren in dessen Database mein Banjo aufgenommen wurde.

http://www.acoustudio.dk/BD_and_Bacon_database.html
 
  • Ersteller
  • #134
Was macht Dich denn so sicher, dass das Deines ist und nicht ein anderes Exemplar vom gleichen Hersteller? Die Beschreibung ist ja sehr detailliert, das wäre untypisch für eine betrügerische Anzeige mit geklauten Bildern, die es ja in der Tat recht oft gibt.

Banjo
 
  • #135
  • Ersteller
  • #136
Ah ok, dann kannst Du Deine Aussage wohl stehen lassen, da wurde wirklich die Anzeige 1:1 kopiert, das halte ich auch für verdächtig. Auch der von mir erwähnte ausführliche Text ist geklaut.

Da ist die Warnung völlig berechtigt.

Banjo
 
  • #137
Ahnliche Fälle werden relativ häufig im Englischen ConcertinaNet-Forum beobachtet. Meist handelt es sich um hochwertige, vintage Instrumente. Erstaunlich wie oft die selbe Concertina angeboten wird! Zum Glück ist der echte Käufer der echten Concertina oft Forummitglied - wie hier @1rr - und jemand meldet den Fall bei eBay.
Ich denke, irgendein Gauner merkt, wie viel Geld ein solches Instrument bringt, und kopiert einfach Fotos und Beschreibung, um richtig abzusahnen.

Internetkriminalität ist nur durch Internetsolidarität, wie in diesem und ähnlichen Fachforen praktiziert, zu bekämpfen!

Cheers,
Jed
 
  • #138
hab den Fall gestern auch eBay gemeldet, hat sich nichts getan, Angebot existiert immer noch.

Gruß Kurt
 
  • #139
Zu allem Überfluss wurde das Teil unter "Musik & CDs" eingestellt, nicht unter "Musikinstrumente"...
 
  • Ersteller
  • #140
Wenn der Betrüger etwas heller im Kopf wäre, dann könnte er seinen Lebensunterhalt ja womöglich mit ehrlicher Arbeit bestreiten:)

Banjo
 

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