da machst du es dir jetzt aber wirklich sehr sehr einfach.
habe habe nie gesagt, dass jede gitarre mit FR immer weniger attack und sustain hat. es ist aber fakt, dass ein FR attack und sustain klaut. ob du das jetzt hörst oder ob der effekt absolut zu vernachlässigen ist, ist eine ganz andere geschichte.
der vergleich mit den gitarren macht auch keinen sinn, da keine von denen baugleich ist.
eine SG ist ganz aus mahagoni, mahagoni ist ein holz dass attack NICHT fördert und diese hat noch einen eingeleimten hals. die leimstelle fungiert, wenn nicht perfekt gemacht, als ein dämpfer und somit hat die gitarre noch weniger attack.
keine ahnung welche M und Horizon du hast.
hast du zum beispiel eine M mit erle korpus und eine horizon mit esche korpus und sonst keine anderen unterschiede. hat die horizon weniger attack, da auch esche nicht das optimale holz für gitarren mit viel attack ist. esche hat sein vorteile in der bassdefinierten wiedergabe usw.
erle ist dagegen sehr attack freundlich und fördert dieses.
das sind alles allgemingültige aussagen und die kann dir jeder gitarrenbauer auch so erklären und wenn das nicht reicht, hilft die physik. physikalisch gesehen hat eine baugleiche gitarre mit FR weniger sustain als eine mit einer festen brücke. das ist einfach fakt und ich habe auch schon erklärt warum.
diese aussagen haben aber nichts mit faktoren wie fertigung, holzqualität und co zu tun. natürlich sollte man immer nach den ohren entscheiden, aber das ändert nichts an den grenzen die uns die physik so vorschreibt.
dann muss man noch die PUs betrachten, jeder PU hat ein magnetfeld und ein aktiver hat ein sehr schwaches. somit werden die saiten weniger abgelenkt als bei einem passiven und schon hat man wieder mehr sustain. alles nur physik, hier kann ich dir Paul A Tipler empfehlen. sehr geiles buch und hat mir in den schwersten physik LK zeiten geholfen
auch ist dein vergleich mit den PUs ist mehr naja als gut.
ich habe mich explizit auf SCs bezogen und nicht auf sehr outputstarke passive PUs mit einem großen widerstand.
das was ich über EMGs gesagt habe gilt auch für passive PUs, je mehr ouput und widerstand ein passiver PU hat, desto undynamischer wird er und man hört weniger vom "holz".
da die von dir gelisteten passiven PUs zu denen gehört die überdurchschnittlich viel output haben und auch einen größeren widerstand.
hier bitte ich darum genau zu lesen!!!!
diese aussage mag bei den oben genannten PUs stimmen, aber der Widerstand sagt nichts über den output aus!!!!!
ist der vergleich sehr schwach und sagt einfach nur aus, dass die auch recht undynamisch sind.
ein guter anhaltspunkt bei passiven ist der widerstand. in verbindung mit dem wiederstand eines PUs lässt sich eine recht zuverlässige aussage machen und zwar wie offen der PU ist. ein SC mit 7 kOhm ist einfach dynamischer als ein SD mit 22 kOhm. das ist so und da kannst du jeden PU experten fragen, ruf Harry Häussel an, ACY, dommenget oder schreib Bill Lawrence eine email. alle werden dir das gleiche sagen und hier liegt auch einer der gründe für das VooDoo vom P.A.F. die PUs hatten widerstände die etwa zwischen 7 und 9 kOhm lagen und was haben wir gerade gelernt?
je geringer der wiederstand, desto offener und dynamischer der sound und das haben die ganzen rocker geliebt.
auch fordert ein offener PU den gitarristen mehr, siehe das zitat von jeff beck : eine Strat ist eine zickige gitarre, aber wenn man um den ton kämpft wird man mit einen ton belohnt der es wert ist.
das liegt mitunter an den SCs die eine strat hat, wobei man nicht vergessen darf, dass die ganze konstruktion auf eine zickige gitarre zielt.
PUs sind wirklich ein komplexes thema und ich gehe mit dir gerne jede deiner gitarren, jeden deiner pus schritt für schritt durch.
alleine über das FR können wir seitenlange aussagen treffen.