Eurovision Song Contest 2026

  • #21
Das Voting war, ist und wird bleiben ein Mysterium und selbst wenn man ein konkretes Ziel (bester Song, am besten gesungen, beste Performance, bestes Entertainment) definieren und dann auch noch durchsetzen könnte (was ja schon gar nicht gegeben und machbar ist), wird jeder Mischmasch aus "Volksabstimmung" und (wie und durch was auch immer) qualifizierte Jury in gewissen Grenzen für sich schon zu einem beliebigen Ergebnis führen.

Der "öffentliche" Anteil ist deshalb unbestimmt, weil eben wer von wo warum für welchen Song abstimmt, keinem übergeordneten Ziel zuzuordnen ist. Mit den zunehmenden Abstimmungskanälen wird es auch immer schwieriger, konkrete Personengruppen und Häufigkeiten für einzelne Beiträge von der Punktevergabe auszuschließen (z.B. online über VPN, ...). Ist auch nur in Grenzen wichtig, da ja z.B. auch nicht festlegbar, wie viele Oldtimer, ..., Youngsters mit welchen Musikgeschmäckern von wo tatsächlich teilnehmen - was heißt dann auch "für ein bestimmtes Land oder einen bestimmten Anteil Europa repräsentativ?

Aber auch diese ominöse Jury (man veröffentlicht jetzt weder, wer warum mit welcher Aufgabenstellung da drin sitzt und "qualifiziert" ist, wie die einzelnen Punktevergaben und die Gesamtpunkte erfolgen, noch wie das Ergebnis eingeht und überhaupt lautet!!!) ist ja nichts "Objektives". Individuelle Sympathie für was auch immer (Künstler, Musikstil, Darbietung, Land, ...) sind hier weiterhin ausschlaggebend. Aber das ist bei Musik schon immer so: Dem einen gefällts und dem anderen nicht.

Man kann getrost davon ausgehen, dass hinsichtlich Zielen und Abläufen nichts effektiv definiert, nachprüfbar oder durchsetzbar ist und auch ein Würfeln zu ähnlichen Ergebnissen führen kann, aber halt nicht so viel Spaß macht. Es ist in meinen Augen das Gefühl, das das Publikum oder genauer jeder einzelne Zuschauer hat oder haben soll, hier tatsächlich seinen Geschmack "Bedeutung" zu geben (und das erreicht man mit Würfelspielen halt nicht).

Der ESC bringt jetzt in irgend einer Art einen "europäischen Geschmack" für die angebotenen/teilnehmenden Songs und Darbietungen, also tendenziell jedenfalls ein "etwas über den Tellerrand hinaus". Bei allem "Mitfiebern" sollte man halt nicht von einem tatsächlichen "der Beste wird gewinnen" ausgehen. Man mag ja auch nicht identisch, was im Radio läuft, was in den Charts ist und was der Nachbar im Biergarten summt. Also einfach genießen und vor allem über das "Ergebnis" nicht zu viel Aufregen :prost: .
 

  • #22
Also eine Tradition muß bleiben: Österreich kriegt keine Punkte von uns - sonst ist das nicht mehr mein Grand Prix!
 
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  • #23
Ich fand die Geige von Finnland extrem stark gespielt. Und der Moderator sagt dann, er höre keinen Unterschied...wird ja auch auf Band live eingespielt?
Tja, das ist eine langjährige Profi-Geigerin, wahrscheinlich hat die einfach so on-point gespielt, dass der Laie keinen Unterschied zur Studio-Aufnahme gehört hat. :D Ich meine, nur ab und zu minimale Unterschiede gehört zu haben (mehr wie ein Chorus-Effekt, nicht schief), was nahelegt, dass es live war wie angekündigt. Sie ist dabei ja auch noch mehr auf der Bühne herumgelaufen und saß eben nicht in einem Orchestergraben.

Solange sie keine Dämpfer drin hatte (habe keine gesehen), hört man die Geige ja automatisch über ihr Headset-Mikro. Und hätte es damit auch gehört, wenn sie minimal daneben gewesen wäre.

2010 habe ich beim ESC mal eine Irin mit Flöte am Headset gesehen, wobei man da ja nicht überprüfen kann, ob sie wirklich reingeblasen hat. Beim Anstreichen mit dem Bogen sieht man ja, ob dieser die Saiten berührt. Faken könnte man also nur, wenn das Headset-Mikro aus wäre.

Aber auch diese ominöse Jury (man veröffentlicht jetzt weder, wer warum mit welcher Aufgabenstellung da drin sitzt und "qualifiziert" ist, wie die einzelnen Punktevergaben und die Gesamtpunkte erfolgen, noch wie das Ergebnis eingeht und überhaupt lautet!!!)
Die Ergebnisse der Jury werden immer erst nach dem Finale bekanntgegeben, um niemanden zu beeinflussen. Televote genauso.

Vor zwei Jahren hatte Italien diese Regel vergessen und seine Televote-Ergebnisse des Semis an dessen Ende eingeblendet. Da hatte Israel dann 40% aller Stimmen und es gab einen plötzlichen großen Aufruhr.
 

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  • #24
So, hier die Vorhersage für heute:

  1. 🇦🇺
  2. 🇷🇴
  3. 🇺🇦
  4. 🇨🇾
  5. 🇩🇰
  6. 🇨🇿
  7. 🇱🇻
  8. 🇦🇱
  9. 🇧🇬
  10. 🇦🇲
  11. 🇱🇺
  12. 🇲🇹
  13. 🇳🇴
  14. 🇨🇭
  15. 🇦🇿
Australien und Rumänien dürften als die stimmlich Stärksten die oberen beiden Plätze belegen. Der ukrainische Song war dieses Jahr der erste, der mir bei seiner Veröffentlichung “Winner Vibes” gegeben hat — da waren allerdings noch nicht alle anderen Songs bekannt.

Norwegen schließt die Show und hat damit eigentlich gute Chancen, weiterzukommen. Armenien könnte sie aber ggf. mit lustigerer Inszenierung ausstechen.

Der Däne hatte in der Preview am Dienstag seine Money Note verhauen, aber wenn er gestern in der Jury-Show besser war und es auch heute ist, dürfte er durchsegeln.
Über die Zypriotin sagen einige, sie käme bei ihrer Performance leicht außer Atem, sodass der Song stimmlich schwach sei. Soweit ich auf YouTube in Mitschnitte der Jury-Show reinhören konnte, war es für mich aber noch akzeptabel. Da haben wir am Dienstag ganz andere schiefe Töne gehört, die es trotzdem ins Finale geschafft haben (hallo Litauen ;) ).

Lettland wäre ein anderer möglicher Non-Qualifier, falls der Song zu ruhig ist, um aufzufallen / im Gedächtnis zu bleiben. Dürfte das Staging allerdings ausgleichen.

Tschechiens und Albaniens Gesangsleistungen werden ebenfalls vielerorts gelobt; hier weiß ich allerdings nicht, ob die Songs jeweils stark genug sind.

Bulgarien eröffnet gleich die Show und könnte als Eisbrecher auch deutlich höher landen. Meine Erfahrung ist bloß oft, dass die “Party-Songs” gerne auch mal einen der hinteren Plätze unter den Qualifiern belegen. Insbesondere, wenn sie anfangen müssen, wo noch nicht alle Zuschauer unbedingt eingeschaltet haben.
 
  • #25
Ich sag zu Deinem Tipp nur, dass ich mir wünsche, dass der schweizerische Beitrag weiterkommt. Stilistisch sehe ich ihn zwischen Vanilla Ninja, die es ja nicht geschafft haben, und Alicja, die ins Finale kam. Girls on Guitar mag ich einfach. Ansonsten bin ich recht indifferent, da für mich die Beiträge "qualitativ" (was immer das heißen mag) relativ nahe beieinander liegen und es für mich gar keine Ausreißer in irgend welche Extreme gibt.

Euch allen viel Spaß beim Zuschauen/Anhören und Raten der Ergebnisse :prost:
 
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  • #26
Um Himmels Willen, die Stimme der Bulgarin hat nichtmal Karaoke-Niveau! 😯
 
  • #27
ich guck das ja auch, es ist aber aus meiner Empfindung immer der selbe, gleiche Abwasch. Es ist immer möglichst überproduziert, sprich, extrem glattgebügelt, so, wie wenn man die Mainstream-Sender irgendwelcher Radiostationen anwählt, hört sich alles gleich an. Ob hier ein Konzern, ein marktführendes Label die Fäden zieht?

Aber ja, es ist unterschiedlich, es gibt folkloristisches, oder mal die Rock-Variante. Das sticht aus der Masse heraus.
Inressant ist immer, wenn sich Nachbarländer die Höchstzahl zuschieben, oder sich andere Verknüpfungen (sehr warscheinlich ökonomisch bedingt) anbahnen sollen. Prognosen kann ich nicht abgeben.
Mit diesem Hintergrund der Betrachtung, ist es spannend. Es ist allemal unterhaltsam, als Klamauk, mal was anderes als Tatort :)
 
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  • #28
Bin heute positiv überrascht von Lettland. Wenn das nicht weiterkommt, machen die Juries ihren Job nicht. :D
 
  • #29
Ich fand Luxemburg ganz nett und schade, dass sie nicht ins Finale geschafft hat.
 
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  • #30
Die Running Order ist raus und wir sind im berüchtigten “Death Slot” auf Startnr. 2.

Die Startreihenfolge ist deshalb jedes Jahr interessant, weil man daraus oft schon ableiten kann, wie es in den Semis gelaufen ist — denn die Produzenten kennen intern die Ergebnisse dieser beiden Shows ja schon, geben sie aber erst nach dem Finale bekannt (siehe vorherige Posts).


View: https://youtu.be/LzccfF-HM9s?is=wxozzbyVWZh894ti

Ich hätte auch sonst von “Fire” nicht mehr erwartet als Platz 21 — nicht unbedingt einen letzten Platz, da das Gesamtpaket schon mehr auf den ESC zugeschnitten ist als was uns der NDR 2015, 2017, 2019 oder 2021-2022 vorgesetzt hat. Wenn die Produzenten einen Song auf Startnr. 2 setzen, impliziert das oft, dass sie ihm nichts zutrauen. Bei Songs aus den Semis kann das heißen, dass sie 10. waren, also so gerade ins Finale gekommen sind. Bei den Big Five (bzw. dieses Jahr Big Four, ohne Spanien) hat man natürlich noch keine internen Ergebnisse, auch nicht für die Produzenten, da sie außer Konkurrenz angetreten sind.

Die Unterstellung “taugt nichts, kannst du getrost auf Startnr. 2 setzen” scheint mir also konkret bei “Fire” etwas voreilig. Trotzdem wäre es wie gesagt wahrscheinlich nicht in die Top 20 gekommen. Wenn man sich schon so an Zypern orientiert, kann man damit rechnen, dass Antigoni die Punkte der gleichen Zielgruppe aufsaugen wird — insbesondere da diese ja schon für Zypern im Halbfinale gestern angerufen hat. Dann noch der Diaspora-Bonus plus 12 garantierte Punkte von Griechenland, und es dürfte schon mal reichen, dass Zypern auch bei schwächerer Gesangsleistung als Sarah vor ihr landen wird.

Wie auch im Semi treten wir direkt angrenzend an Israel auf, bloß diesmal andersherum — vermutlich wollte man das seitens der Produzenten buchstäblich schnell über die Bühne bringen. Und rechnet seitens der deutschen und belgischen Delegation (Belgien hat Startnr. 4) mit am wenigsten spontanem Konfliktpotenzial. (Nach der Disqualifizierung von Joost Klein vor ein paar Jahren, basierend auf einem angeblichen Vorfall / Konflikt, der sich ereignet haben soll, als er gerade von der Bühne kam, weiß man ja nie.)

Die Albaner werden gefühlt jedes Mal mit frühen Startplätzen abgestraft, wenn sie ins Finale kommen, das fühlt sich schon langsam unfair an. Insbesondere, da normalerweise diejenigen, die die Semis schließen durften, dann nicht auch im Finale noch spät antreten. Norwegen darf jetzt aber wieder als Vor-Vorletzter ran. Entweder hat das gestern richtig abgeräumt, oder es gibt vielleicht doch einen gewissen pro-nordischen Bias unter den (größtenteils schwedischen) Produzenten.

Gegenbeispiel Dänemark hingegen ist wahrscheinlich im Semi hinter den Erwartungen zurückgeblieben und muss dafür jetzt anfangen. “Bevor wir nach Hause gehen” hätte ja ansonsten auch super kurz vor Schluss gepasst. Aber da startet jetzt jemand anderes (siehe unten).

Finnland hat den gleichen Startplatz wie vor 20 Jahren mit Lordi. Allerdings fällt für mich eher die vorletzte Startnummer für Rumänien auf — wohlgemerkt der letzte mögliche Platz, der vergeben werden konnte, da Österreich schon als letzter Startplatz gesetzt war (und der ist meistens nicht so gut für die Platzierung, da kommt in der Regel ein Party-Song als Rauskehrer hin, Tanzschein passt da gut, und hat als Gastgeber auch nichts zu verlieren).

Ich gehe also stark davon aus, dass Rumänien das Halbfinale gestern gewonnen haben dürfte (wohlgemerkt von Startnummer 3, also nicht gerade guten Bedingungen). Da mussten sie sich natürlich nicht mit Finnland messen.


View: https://youtu.be/xJgWNtg6YPo?is=-3yKFwQZs5HRV72h


Lordi sind übrigens auch dieses Jahr im Eurovision Village aufgetreten. :)


View: https://youtu.be/NRZ_mqZiVZU?is=oFbO-8DxDYjs0Ke6

Aber im Falle einer erneuten Popularität dieses Genres in der ESC-Community nach 20 Jahren wäre Rumänien sicherlich stilistisch näher dran als Finnland dieses Jahr. Serbien zwar auch, aber die sind als Goth-Band näher dran an Lord of the Lost — und wir wissen, wie das beim ESC gelaufen ist. Sie haben auch einen frühen Startplatz erhalten, und im allgemeinen ist der Song weniger massentauglich als Rumäniens.

Ich kann nicht einschätzen, wie weit die Jury Rumänien ggf. nach unten zieht. Eigentlich sollte die Gesangsleistung ebenfalls belohnt werden. Die Französin macht die Opern-Sachen zwar mMn deutlich besser als die Rumänin (obwohl sie fünf Jahre jünger und noch nicht mal erwachsen ist), aber der französische Song wirkt halt insgesamt sehr nach Kalkül / bewusster Imitation der Erfolgsrezepte der beiden letzten Jahre.

Delta Goodrem aus Australien müsste bei der Jury auch abräumen, aber mit der Televote tut sich Australien oft schwer. Wird also wahrscheinlich nichts mit einem australischen Sieg. Die Ukraine hat es mit einem vergleichbaren Gesamtpaket 2013 mit Zlata Ognevich auch schon nur auf Platz 3 geschafft, obwohl die Ukraine in der Televote immer deutlich besser abschneidet als Australien. Das eine Mal, als Australien den zweiten Platz gemacht hat, mit Dami Im 2016, lag die Ukraine immer noch vor ihnen, da haben sie nämlich mit Jamala gewonnen. :D Und auch dieses Jahr hat die Ukraine ja Pfeifstimmen-Akrobatik mit dabei, das wird die Jury also auch nicht liegen lassen.

Dann bleibt da noch Akylas aus Griechenland. Als jemand, der den ESC seit über 20 Jahren verfolgt, wage ich zu behaupten: Spaßnummern gewinnen eigentlich nie, sondern werden maximal zweiter (Verka Serduchka, die russischen Omas 2012, Käärjä 2023). Er hat jetzt ebenfalls einen frühen Startplatz bekommen — das hat Tommy Cash auch nicht davon abgehalten, dritter zu werden — aber ich weiß noch nicht ganz, ob Akylas mit Käärjä oder Tommy Cash zu vergleichen ist.

Bei Finnland mag die Jury zwar die live gespielte Geige belohnen — das ist ein Novum, die meisten Juroren werden konditioniert sein, auf die Stimmen zu achten — aber der Song steht und fällt mit dem Gesang, und der könnte zu diesem Zeitpunkt besser sein, bzw. müsste es mMn, um zu gewinnen. Es sei denn, der Song an sich hat mittlerweile genug Fans, dass sie ihn unabhängig von der Live Performance über die Ziellinie heben.

So passend es für Finnland wäre, 20 Jahre nach Lordi noch einmal zu gewinnen, es kann auch laufen wie beim Top-Favoriten “Bara Bada Bastu” letztes Jahr (das waren zufällig auch drei Finnen, wenngleich sie für Schweden angetreten sind). Oder Italiens “Occidentalis Karma” 2017: Haushoher Favorit im Vorfeld, und dann kommt in der ESC-Woche plötzlich jemand anderes mit mehr Momentum und rast an ihnen vorbei. Wenn das dieses Jahr jemand schafft, dann würde ich vermuten, dass es Rumänien sein könnte.

Wäre ja auch nochmal eine schöne Abwechslung, wenn nochmal ein Land gewinnt, das noch nie gewonnen hat.
:) Das war zuletzt 2017 der Fall, mit Salvador Sobral aus Portugal. Der da wie oben beschrieben durch kurzfristiges Momentum Italien überholt hat.
 
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  • #31
Meine Meinung ist so wichtig für die Show wie ein Sack Reis.
Wieso gibt es eine Jury? Das sind doch m.W. ganz viele, unterschiedliche Jurys!
Ich lese ja teils Diskussionen im Internet, welches Land gewinnen könnte, auf einem Niveau...wo?...wo?..., die diskutieren dann sogar Politik, Störenfriede, usw. usw. mit unglaublicher (mir fehlt das Substantiv).
Mir ist das Siegerland egal. Sogar alle Musik. Es geht um die Show, also das Schaulaufen des Zeitgeistes. Da lautet mein Kriterium: "Hat der Freak-Faktor-Index sein Zenith überschritten?". Freakfaktor im Vorfeld, im Umfeld, auf der Bühne.
Insofern bin ich echt gespannt, wie die Po-Show abschneidet.
Und Live-Geige: Das ist die kulturelle Antithese zu KI-Mainstream-Musik. Der erste Schritt ist getan.
 
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  • #32
Mich würde interessieren:
Wie schaut Ihr den ESC an?
Geht jemand auf Veranstaltungen?
Ich habe in meinem nächsten Umfeld leider keine echten Fans, die Lust haben zu schauen und zu diskutieren.
Die letzten Jahre habe ich deswegen konzentriert für mich allein geschaut und gleichzeitig, für menschliche Wärme und Interaktion hier auf recording.de mitdiskutiert.
Jetzt bin ich aber am überlegen, ob es das schon gewesen sein soll oder ob ich noch mal was ganz Neues ausprobieren und mal auf eine Public-Viewing-Party gehen soll.

Macht das jemand?
Hat jemand Erfahrung damit?
Ich kann nicht so recht einschätzen, ob das Gemeinschaftserlebnis da als Plus überwiegt oder ob das viele Stehen und die schlechtere Sicht als Minus.
 
  • #33
Selber ausprobieren?
 
Grund: Gekürzt
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  • #34
"Public Viewing" beim ESC ist noch übler als beim Fußball. Da ist die Geräuschkulisse noch viel störender, wenn man die Musik wirklich hören möchte.
Es sei denn, das ist dir nicht so wichtig und du möchtest einfach Party machen. 🤷‍♂️
 
  • Ersteller
  • #35
Zu meinem obigen Post muss ich noch ergänzen, dass Australien natürlich auch noch nie gewonnen hat. :) Und Delta Goodrem hat ebenfalls Momentum gesammelt diese Woche. Sollte Australien also gewinnen, wäre mir das ebenfalls recht.

Vom Hosting ist klar, dass Australien nie Gastgeber sein wird, da man sonst von allen Künstlern und vom Publikum erwarten müsste, morgens um 5 Uhr zur Show anzutreten. :D Beim letzten Mal, als der Gewinner nicht hosten konnte (Ukraine 2023), hat man das zweitplatzierte Land des Vorjahres gewählt, das war das UK. Bei Australien hingegen gehen alle standardmäßig vom UK als Host aus, aber da sie den ESC gerade erst ausrichten durften (bzw. mussten, ist ja teuer :D), denke ich, die Zweitplatzierten-Regel erneut anzuwenden wäre konsequenter. Das dürfte dann also einer der anderen aktuellen Favoriten sein — vielleicht Finnland, vielleicht Griechenland, vielleicht Rumänien.

So gesehen hätten im Fall eines australischen Siegs zwei Länder etwas davon: Einmal Australien selbst, und dann wer immer hosten (und sich damit fürs Publikum und üblicherweise den Tourismus promoten) darf.

Selbst bei denen unter den Favoriten, die schon einmal gewonnen haben (Finnland und Griechenland; Finnland hat ja vor genau 20 Jahren IN Griechenland gewonnen), sind die Siege aber schon so lange her, dass wir auf jeden Fall dieses Jahr nochmal Abwechslung haben dürften, was die Ländernamen am oberen Ende der Tabelle angeht. :)

Es sei denn, die Juroren stimmen aus Langeweile wieder alle für Schweden. Dafür schien mir die Gesangsperformance der Schwedin aber dieses Jahr nicht stark genug. (Gut, sie soll krank gewesen sein im Semi, vielleicht hat sich das ja bis heute gebessert.)

Wieviele Punkte die Ukraine und Israel insbesondere von der Televote bekommen, ist immer eine Wildcard. Von der Sondersituation 2022 abgesehen hat das aber nie gereicht, um zu gewinnen. (Beim ukrainischen Sieg 2016 war es nochmal etwas anderes, da man da durch Abstimmen für den ukrainischen Beitrag erstmals “gegen” ein anderes Land stimmen konnte, nämlich Russland, das in dem Jahr Top-Favorit war.) Es kann natürlich den Sieger immer noch beeinflussen, da diese Punkte, falls es sehr viele sein sollten, den anderen Ländern dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Kann sich also als “Königsmacher” auswirken oder zumindest die Top Ten neu arrangieren.

Ein Stück weit sind sowohl Australien als auch Rumänien Underdogs, deshalb ist man geneigt, es ihnen mehr zu gönnen. Aber Finnland auch, denn das war ja 2023 mit Käärjä in derselben Rolle gegenüber Loreen.
Und da letztere schon einmal gewonnen hatte (und Schweden der Inbegriff des “Overdogs” beim ESC ist :D), haben sowohl ihr als auch Schweden als ganzes viele den Sieg deutlich weniger gegönnt. (Sie haben im Jahr danach ja sogar einen Interval Act gemacht, wo sie sich halb entschuldigt haben, “we just love Eurovision too much”, der aber auch die Zeile enthielt, “we’re not sorry we won”, mit Käärjäs Song “Cha Cha Cha” als fiktivem Interval Act im Interval Act. :D)
Mit “Bara Bada Bastu” letztes Jahr hingegen waren die Schweden dann plötzlich vielen auch als Favoriten sympathisch (und drei Finnen zu schicken mag da als weiteres Zeichen der “Versöhnung” zwischen Loreen- und Käärjä-Fans gewirkt haben.)

Dadurch wäre ein finnischer Sieg dieses Jahr in den Augen vieler jüngerer Zuschauer “Justice for Käärjä”, wie es dann so oft heißt. :) Und für die langjährigen Zuschauer wie mich eben ein Anschluss an Lordi, genau 20 Jahre später. Ein australischer Sieg umgekehrt würde wohl als “Justice for Dami Im” dargestellt, zufällig genau 10 Jahre später.

Ein griechischer Sieg hingegen würde wahrscheinlich den ESC im kommenden Jahr wieder mehr zur Spaßveranstaltung machen, auch wenn der Song inhaltlich gar nicht so albern gemeint ist, wie er auf der Bühne rüberkommt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Finnland bleibt aktuell der Top-Favorit, und Startplatz 17 mit zwei relativ unauffälligen Songs danach spielt ihnen in die Karten. Alle danach müssten sich sehr anstrengen, um Finnland noch zu übertreffen, und alle davor, um danach noch im Gedächtnis zu bleiben. Daher meine “finale Prognose fürs Finale” :) :

  1. 🇫🇮
  2. 🇷🇴
  3. 🇦🇺
  4. 🇬🇷
  5. 🇺🇦
  6. 🇮🇱
  7. 🇸🇪
  8. 🇫🇷
  9. 🇨🇿
  10. 🇲🇩
  11. 🇩🇰
  12. 🇮🇹
  13. 🇨🇾
  14. 🇭🇷
  15. 🇧🇬
  16. 🇷🇸
  17. 🇦🇱
  18. 🇱🇹
  19. 🇵🇱
  20. 🇳🇴
  21. 🇲🇹
  22. 🇧🇪
  23. 🇩🇪
  24. 🇦🇹
  25. 🇬🇧
Bei den letzten vier kann man praktisch würfeln, wer tatsächlich letzter wird — im Zweifel entscheiden da nur 1-2 Punkte Unterschied.
Look Mum No Computer ist ja auf YouTube populär, vielleicht gibt ihm das einige Punkte.
Sarah Engels hingegen dürfte aus dem Fernsehen bis zum ESC nur im deutschsprachigen Raum bekannt gewesen sein.
Gastgeber-Beiträge tun sich allgemein schwer, und den österreichischen Song, der von seinem Text lebt, versteht halt außerhalb des deutschsprachigen Raums niemand. (Im Gegensatz zu Albanien, Litauen oder Griechenland blenden sie ja keine Untertitel bzw. Übersetzungen auf dem Bildschirm in Hintergrund ein.)
Und bei Belgien ist es für viele überraschend, dass sie überhaupt im Finale sind.

Irgendeinen wird es also wie immer treffen. Ich glaube, die Österreicher könnten es in diesem Jahr am ehesten verschmerzen — wobei das bei vermeintlichem “Heimvorteil” natürlich auch unschön wäre.

Ich freue mich also vor allem auf ein Jahr, in dem meine persönlichen Favoriten endlich auch mal zu den tatsächlichen Favoriten des Contests zählen. :) Und zwar so, dass es eigentlich egal ist, wer von ihnen gewinnt. Was es dann auch egaler macht, ob wir nochmal letzter werden oder nicht.
 
  • #36
Hallo zusammen.
Unsere Clique guckt das seit gildo horn .
Also ab 1998.

Mit 15 Personen.
Nicht umbedingt wegen der Qualität.
Sondern weil es total schräg ist.
Musikalisch ist das ja wohl grauselig.
Wir wollen das nur nebenbei laufen lassen und uns Kaputtlachen über das Schrille und dann auch über die Punktevergabe .
Die Vergabe der Punkte,da sind wir ja uns einig ; ist ja ein Witz.

Hat leider viel mit politischer Freundlichkeit zutun.
Gesanglich ,wie schon oben erwähnt ,
Wirklich kein weltweites Niveu.
Wir gucken es nur weil es total schräg geworden ist .: gilde horn ,Stefan raab
Etc. EBEN EINFACH ZUM LACHEN.


Total klasse ist für uns nur das gemütliche Beisammen sein .Grillen (ist Pflicht).
Etc.
Und garantiert wichtig :niemals im Haus feiern.
Garage (so wie heute ) oder draußen auf der Terrasse.
Dieses ursprüngliche behalten wie in jungen Jahren.



PS. Mein Tipp
Trotz guter Performance,wird der deutsche Titel nicht unter den ersten 10 sein. Das wird wieder irgendwas Durchgeknalltest sein.
 
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  • #37
Ich bin ja eher aus der Wacken-Fraktion, hier also auf sehr ungewohntem Terrain und eher unwissend, sehe den ESC aber seit gut 10 Jahren immer wieder gern mit meiner Nichte, die absoluter ESC-Fan ist.

Im Ohr geblieben sind mit bisher Schweden, Finnland und mein persönlicher Favourit Rumänien, dieses "Show me" ist bei mir schon zum Ohrwurm mutiert.^^
Diese 3 wünsche ich mir ganz vorn.

Daher:
Hier are the results of the DirkS-Jury
(ganz ohne "You are sooo beautifull, what a great show, you are sooo amaaazing...":facepalm1: ):

Schweden nine points, Finnland ten points and the twelve points of the DirkS-Jury go to.....Rumänien.

;)
 
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  • #38
Bäm, da ist er wieder, der ESC! Und Stoff für die ewige Diskussion! ;)

Ich schau es mir immernoch an, weil ich es nicht mehr als rein musikalischen Event betrachte. Die kompositorische Klasse scheint mir nicht das große Ziel des ESC zu sein... Außer vll. die gelungenste Brücke zwi. Orient und Okzident zu schlagen... Es ist letztlich ein Anlass zum Feiern, wenn man sich drauf einlässt; und dafür akzeptier ich es.

Aufgefallen ist mir dieses Jahr häufig eine Mischung aus oriental. oder latinoartigen Zählzeiten (die man ja vom ESC kennt) und melodiösem westlicherem Chorus. Vielleicht will man Hörgewohnheiten zusammenbringen, die eben nicht einheitlich sind und es allen recht machen.
Diese Rhytmik verbinde ich immer mit Kiddie-Klassenpartys, he he... :eek:

Da ist die Mitwirkung einer Jury schon ganz gut und spült viele Beiträge hoch, die dort auch hingehören. Durch das massenh. Televoting musikal. Muggels wird das dann leider wieder relativiert (auch regelm. im Dt. Vorentscheid).

Spannend am Event finde ich, dass ein Winnersong sich gegen eine nach und nach ermüdende Aufmerksamkeit durchzusetzen muss. Aber auch, und vor allen Dingen, ob es das besondere Etwas gibt, das unwiderstehlich berührt; so wie damals bei Lena - der gewisse ´Lena-Moment´! :love:

Daher haben sich meine Bewertungskritierien mit der Zeit (nach Jahrzehnten) verändert und ich reg mich nicht mehr über alles auf ;-)

Die vermeindl. Favoriten 2026 wurden ja schon genannt. Die werden vermutl. auch überwiegend gut abschneiden. Dennoch bin ich gespannt welcher Song es dieses Mal sein wird, der alle aussticht oder zmd. ganz weit vorne landet, obwohl ihn niemand auf dem Zettel hatte. Dann kommt wieder dieser ESC-Schockmoment... Das orange Pelzmännchen - man stelle sich das vor... 😟

Und nun lasst und abfeiern! 🥳
 
  • #39
Ich hatte gerade mit der KI von Google ein längeres Gespräch über Komposition, Beatles, Musiktheorie, bis hin zum ESC 2026. Es ist nicht so, dass man nicht tiefsinnig über Musikevents sprechen kann. Und was Musik "interessant" macht, man kann es definitiv analysieren und formal bestimmen.
Die meisten Songs der ESC-Geschichte habe ich ja vergessen, während sie noch laufen.
Geht/ginge/ging auch anders.👍
Einen Satz möchte ich zitieren: "...Übrig bleibt der kleinste, gemeinsame Nenner: Musik, die niemanden weh tut, die aber niemanden im Gedächtnis bleibt. Schlechter Geschmack wird hier künstlich gezüchtet, weil er am leichtesten zu monetarisieren ist".
Mal gucken, welcher Song heute trotzdem an der Schmerzgrenze rum tobt.😅
 
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  • #40
Servus Leute ,

Ich lass mich immer im Finale völlig überraschen . 😆
Die Entscheidungen der Jurys sind für mich meistens nur schwer nachvollziehbar.
Ein „Highlight“ in dieser Hinsicht war der dadaistische Beitrag aus Finnland mit den bunten Anoraks.
Als Metal , Hiphop, IDM( grob) , Indie Liebhaber der eher melancholische , traurige Songs mag ,kann es ja meinen Geschmack auch nicht treffen.
Aber die Bühnentechnik , die oft seltsamen Choreografien, und die allgemeine Akwardness haben so ihren eigenen Reiz . Gevoted wird für Blau Gelb aber nicht hauptsächlich aus musikalischen Gründen.
 
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