Eurovision Song Contest 2026

  • #61
..." Sieg Denken " doch sowieso nicht 😁... mich wundern / erheitern nur manche Dinge ...
zB. Das man bei einigen Songs imho zwanghaft versucht den gesamten Stimmumfang der Interpreten reinzupressen .... und dann gewinnt so ein imho 4 Ton Blödsinn.đŸ‘đŸŒ..das Wiederauferstehen des Eurodance aus den 90gern...
Das Metal beim ESC nie richtig Metal ist...( vielleicht hĂ€tten wir mit Heavysaurus Chancen 😂)..." ironische ? BeitrĂ€ge die sich selber durch Kitsch die Ironie wieder nehmen ( Diesmal Griechenland) ...

Ne ... echte Neugier wie wie wir abschneiden das hÀtte ich evtl. wieder bei vollironischen BeitrÀgen a la Guildo ...Feuerschwanz wÀre auch spannend geworden ( obwohl ich in dem Bereich andere Bands vorziehe )
Die FĂŒllbeitrĂ€ge wurden mir echt zu endlos ... gestern...man will es wohl langziehen fĂŒr die Fans....deshalb habe ich mir dann lieber die 2003er Version vom " fliegenden Klassenzimmer" gegönnt.
 

  • #62
Sehr interessantes und diskussionswĂŒrdiges Statement von Michael Kux von fb.

"Platz 23. Drittletzter. Zwölf Punkte. Nicht zwölf tausend. Zwölf. Das ist ungefĂ€hr die Menge an emotionaler UnterstĂŒtzung, die man in Deutschland bekommt, wenn man sonntags um 8 Uhr bohrt.
Sarah Engels steht also in Wien auf der BĂŒhne, singt „Fire“, alles explodiert, TĂ€nzerinnen wirbeln wie Endgegner in einem Playstation-Spiel, die Produktion glĂ€nzt wie eine frisch polierte ARD-Kantine und Europa schaut zu und denkt offenbar:
„Ja
 nett. Aber hat Finnland schon wieder jemanden auf Stelzen mit Flammenwerfer und Panflöte?“
Dabei war der Song objektiv kein Totalschaden. „Fire“ war geschniegelt bis zum Anschlag: internationale Songwriter, Produzenten, Choreografie, Remixversion, Akustikversion, großes SWR-Setup!
Praktisch ein musikalischer Businessclassflug nach Wien.
Und dann kommt das Ergebnis: zwölf Punkte.
Davon null Punkte vom Publikum. Nicht mal Mitleidspunkte. Nicht mal versehentlich falsch gedrĂŒckte Telefonstimmen aus Bielefeld.
Die einzigen LĂ€nder, die Deutschland ĂŒberhaupt Punkte gaben, waren:
* Bulgarien
* Belgien
* Portugal
* Italien
Das war’s. Europa hat Deutschland behandelt wie einen USB-Stick mit „Treiber wird installiert
 bitte warten“.
Und Österreich?
Nicht ein Punkt.
Der Gastgeber dachte sich offenbar:
„Schön, dass ihr da seid. Jetzt bitte leise Richtung Ausgang.“
NatĂŒrlich heißt das nicht, dass beim ESC Vetternwirtschaft herrscht. Niemals. Das wĂ€re absurd.
Es ist sicher reiner Zufall, dass sich seit Jahrzehnten gewisse Regionen gegenseitig Punkte zuschieben wie Familienmitglieder bei Monopoly-GeldwÀsche.
BalkanlÀnder:
„Bruder, du bekommst 12 Punkte.“
Skandinavien:
„Nein DU bekommst 12 Punkte.“
Ex-Sowjetblock:
„Unsere Freundschaft hĂ€lt lĂ€nger als jede NATO-Debatte.“
Und Deutschland?
Deutschland sitzt daneben wie der Typ auf der Party, der Kartoffelsalat mitgebracht hat und plötzlich merkt, dass alle anderen koksen.
Die EBU versucht zwar offiziell, Nachbarschaftsvoting zu verhindern. DafĂŒr gibt es sogar Lostöpfe nach historischen Abstimmungsmustern.
Aber am Ende wirkt der ESC trotzdem jedes Jahr wie ein Familienfest, bei dem Deutschland der entfernte Onkel ist, der mit Socken und einer PowerPoint-PrÀsentation auftaucht.
Und das Bittere ist ja: billig war der Spaß nicht.
Deutschland gehört als „Big Five“-Land zu den grĂ¶ĂŸten Geldgebern des ESC und ist deshalb automatisch fĂŒrs Finale qualifiziert.
Die TeilnahmegebĂŒhr lag zuletzt laut Berichten bei rund 620.000 Euro.
Dazu kommen:
* BĂŒhnenproduktion
* TĂ€nzer
* Choreografie
* Unterbringung
* Technik
* ESC-Rahmenprogramm
* Delegation
* SWR-/ARD-Produktion
Unterm Strich wird fĂŒr Deutschland insgesamt von unter einer Million Euro bis deutlich darĂŒber ausgegangen.
Der gesamte ESC 2026 in Wien soll laut mehreren Berichten rund 36 Millionen Euro kosten.
Deutschland zahlt davon als großer Beitragszahler einen erheblichen Anteil ĂŒber die EBU-Struktur. Genau deswegen sitzen die „Big Five“ direkt im Finale. Quasi das Premium-Abo mit eingebauter sportlicher Depression.
Man muss sich das vorstellen:
Der deutsche GebĂŒhrenzahler finanziert Europas grĂ¶ĂŸte Glitzerparty mit
 damit Deutschland anschließend behandelt wird wie ein unangenehmer Teams-Anruf am Freitagabend.
Und trotzdem: Der Song war nicht schlecht.
Er war professionell produziert. Modern. Radiotauglich. BĂŒhnenreif.
Das Problem ist vermutlich nicht nur der Song. Deutschland hat beim ESC inzwischen eine Aura entwickelt wie ein Drucker im BĂŒro: technisch okay, aber niemand liebt ihn wirklich.
Der ESC ist eben kein Musikwettbewerb mehr.
Er ist ein geopolitisches Gruppentherapieprojekt mit Nebelmaschinen.
Da gewinnt dann ein Beitrag namens „Bangaranga“ aus Bulgarien mit 516 Punkten, wĂ€hrend Deutschland mit „Fire“ abbrennt wie ein Toaster im Studentenwohnheim.
Vielleicht braucht Deutschland nÀchstes Jahr einfach mehr ESC-Zutaten:
* einen singenden Schamanen
* brennende Einhörner
* Dubstep-Jodeln
* drei Akrobaten an Fleischhaken
* und im Hintergrund Friedrich Merz auf einem Trampolin
Denn normale Musik scheint beim ESC inzwischen ungefÀhr so hilfreich zu sein wie ein FaxgerÀt im Cyberkrieg."

Topo :cool:
 
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  • #63
Ich halte das fĂŒr eine absurde Analyse. In praktisch allen Punkten. Vielleicht sollte man mal die KI befragen, was den Siegersong vom deutschen "Fire" unterscheidet. Besser noch, "was unterscheidet die ersten fĂŒnf Songs von den letzten fĂŒnf Songs musikalisch und im Zeitgeist?"
 
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  • #64
Die Meinung von Michael Kux ist also, dass Deutschland beim ESC systematisch wissentlich mit Absicht schlechter behandelt wird, als wir es verdient hÀtten (!!!), weil wir die ganze Sause finanzieren und unsere Songs "kein Totalschaden" sind?

Es ist Montag im BĂŒro, ich hab heute also schon reichlich BS gelesen, aber das toppt bisher alles...
 
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  • #65
Um vielleicht die Diskussion weiter anzuschĂŒren und neue Gedanken einzubringen, war ich faul und hab die KI gemĂ€ĂŸ @Poppotov befragt. Man muss fĂŒr die KI die Frage mehr detaillieren, weil sonst Startreihenfolge oder Highscores aus allen Jahren genommen werden.

Was unterscheidet die fĂŒnf Songs mit den meisten Punkten von den fĂŒnf Songs mit den wenigsten Punkten beim ESC 2026 musikalisch und im Zeitgeist?


Der Unterschied zwischen den erfolgreichsten und den am schlechtesten platzierten BeitrÀgen beim Eurovision Song Contest 2026 lÀsst sich auf eine einfache Formel bringen: Internationale, tanzbare Hybrid-Pop-Kultur gegen isolierte, altbackene Radioproduktionen.
WÀhrend die Top 5 mit frischen Genres und einer perfekten Symbiose aus Dynamik und Zeitgeist punkteten, wirkten die hinteren PlÀtze musikalisch mutlos und am modernen Musikmarkt vorbei produziert.





Die beiden Extreme im Überblick
  • Top 5 (u.a. Bulgarien, Israel, RumĂ€nien): PrĂ€sentierten moderne Hybrid-Sounds, mitreißende Beats und hohe ProduktionsqualitĂ€t.
  • Flop 5 (u.a. Deutschland, UK, Belgien): Boten eher konservativen, in vorhersehbaren Strukturen verharrenden Pop. [1, 2, 3]



Musikalische und zeitgeistliche Unterschiede
  1. Genre-Blending vs. Standard-Pop: Die Top-BeitrĂ€ge wie Bulgariens „Bangaranga“ nutzten moderne Genre-Mixes (Balkan-Beats, Club-Sounds). Die hinteren PlĂ€tze hingegen setzten hĂ€ufig auf generische Pop-Strukturen ohne innovative Rhythmuswechsel.
  2. TikTok-Tauglichkeit vs. Altbackenheit: Die Gewinner bedienten den aktuellen Zeitgeist durch visuelle und auditive Erlebnisse, die auf Social-Media-Trends (TikTok) abzielten. Im Gegensatz dazu wirkten die Schlusslichter wie Relikte, was sich in geringem Publikumsinteresse widerspiegelte.
  3. IdentitĂ€t vs. Reißbrett-Songs: WĂ€hrend die Top-Acts oft moderne, regionale EinflĂŒsse einbrachten (Italien, RumĂ€nien), wirkten BeitrĂ€ge wie der von Österreich oder Litauen oft austauschbar und seelenlos. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7]
Zusammenfassend lÀsst sich sagen, dass die erfolgreichsten BeitrÀge den Puls der Zeit trafen, wÀhrend die Flop-5 an den modernen Hörgewohnheiten vorbeiproduzierten.


Viel Spaß :rofl: :prost:
 
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  • #66
Finde ich persönlich ganz treffend. Der deutsche Song war einfach nichtssagend und ist unter dem lauten, bunten und oft schlicht besseren Rest eben untergegangen.

Der australische zwar mMn auch, aber den hat Delta Goodrem gesungen. Und das auch noch besser. :cool:
 
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  • #67
@topo hat's ganz gut auf den Punkt gebracht:
Der ESC ist eben kein Musikwettbewerb mehr.
Und das ist nicht erst seit diesem Jahr so, sondern schon viele Jahre. Eine große Glitzershow, die Unmengen kostet und mich ankotzt, weil sie u.a. von unseren GebĂŒhren bezahlt wird. Ich schau diesen Quatsch schon seit Ewigkeiten nicht mehr, mal abgesehen, dass das eh nicht meine Musik ist.
Unsere SĂ€ngerin ist mit ihrer Tochter zur Generalprobe nach Wien geflogen, da kostetetm die karten wohl nur was um die 50 EUR, wĂ€hrend die Tickets fĂŒr den Samstag wohl bei 600 EUR lagen, also noch mehr als der Flug nach Wien. Na herzlichen Dank, wer's braucht...
 
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  • #68
1.
wĂ€re fĂŒr mich wieder mal eine Umbenennung fĂ€llig etwa in
Eurovision Entertainment Contest -> EEC
2. FĂŒr den Samstag gingen die Kartenpreise (SitzplĂ€tze oben unter dem Hallendach), wie in Interviews mitgeteilt wurde, bei 160 € los - immer noch heftig, aber das liegt im Bereich dessen, was andere "große" Konzerte kosten.

3. Es gibt nicht nur beim ESC Musik, die nicht meinem Geschmack entspricht. Ich höre natĂŒrlich unbewusst, aber teilweise auch bewusst (jedenfalls seit meine Kinder ihren Musikgeschmack entwickelten) auch Musik außerhalb meines Geschmacksuniversums an, um auch etwas am Ball zu bleiben und gelegentlich stoße ich auch auf echt gefĂ€llige und/oder inspirierende "neue" Musik.
 
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  • #69
Stichwort: FernsehgebĂŒhren.
Ich zahle jeden Monat GebĂŒhren. Deshalb habe ich auch 1x im Jahr Anspruch auf die Übertragung des grĂ¶ĂŸten Musikevents in Europa! Welche Konzerte werden denn live in dieser QualitĂ€t ĂŒbertragen? Welche Musik gibt es sonst wo zu hören in 12 Monaten? FĂŒr wen?
Wo fließen die GebĂŒhren hin? 98,5% aller Produktionen haben nichts mit mir als Zielgruppe zu tun! Das gilt noch viel mehr fĂŒr die Privatsender. Ich brauche jedenfalls keine Castingshows, Wettbewerbe oder gar moralische Belehrungen vom Fließband, serviert als Einheitsbrei.
Wer will den hohen Priester spielen fĂŒr die letzten 1,5% der Unterhaltung fĂŒr hunderttausende Haushalte?
 
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  • Ersteller
  • #70
Sehr interessantes und diskussionswĂŒrdiges Statement von Michael Kux von fb.
Wer ist das? Muss man den kennen? :D

Seine Meinung ist jedenfalls die eines typisch uninformierten deutschen Casual-Zuschauers — der Dunning-Kruger-Effekt ist beim ESC sehr ausgeprĂ€gt — der jahrelang die Ausreden des ÖRR geschluckt hat, warum sie einfach keine konsistenten guten Platzierungen auf die Kette bekommen. Anstatt sich auch nur einmal das internationale ehrliche Feedback auf Social Media anzuhören.

Diese Ausreden des ÖRR verschwinden ĂŒbrigens jedes Mal schlagartig, wenn das blinde Huhn doch mal ein Korn namens Michael Schulte oder Isaak findet und man nicht unter den letzten fĂŒnf landet.

Danach geht die Misere aber natĂŒrlich weiter, weil die Spartensender der ARD weiterhin kein Konzept haben — und dann heißt es plötzlich wieder, neben unserem Interpreten stĂŒnde gedanklich der Bundeskanzler mit auf der BĂŒhne.

Was immer der NDR in den letzten 13 Jahren an „Erfahrung“ gesammelt hat — grĂ¶ĂŸtenteils durch schmerzhafte, und oft mit Kritikresistenz — scheint jetzt durch den Wechsel zum SWR wieder verloren gegangen zu sein, und wir starten wieder bei Null, indem wir die gleichen Fehler wiederholen.

Das Einzige, was man Sarah Engels zugute halten kann, ist, dass sie im Gegensatz zu den Levinas und Sisters des NDR mal innerhalb Deutschlands kein No-Name Newcomer war, und damit eine entsprechend routinierte Performerin. Die Kombination „guter Performer, schwacher Song“ haben auch viele andere LĂ€nder schon gehabt (meist dann, wenn man einfach seinen Voice-Gewinner schickt und ihm irgendeine nicht auf ihn zugeschnittene Stangenware verpasst). Meist mit Ă€hnlichem Ergebnis.

Nachbarschaftsstimmen bewahren lediglich bestimmte LĂ€nder davor, letzte zu werden (Zypern z.B. — wenn sie es denn ins Finale schaffen). Aber 12-24 garantierte Punkte haben noch niemandem zum Sieg verholfen. Diese Stimmen sind in Zentraleuropa generell weniger ĂŒblich (Tschechien z.B. gehört zwar zum slawischen Club, kriegt aber selten viel von der Televote). Deutschland bekommt dann Punkte von seinen Nachbarn, wenn es einen starken Song hat (siehe Michael Schulte), so, wie es sein sollte.

Aber auch RumÀnien z.B. wurde dieses Mal vom kleinen Bruder Moldawien mit relativ wenigen Punkten abgestraft. Und das obwohl es ihr stÀrkster Beitrag seit Langem war (insgesamt waren sie ja Zweite im Televote).

Dieses moralische „Einfordern“ von Nachbarschaftsstimmen, entweder a) weil man den Wettbewerb mitfinanziert (der ESC ist nicht pay to win, Bulgarien hat gerade gewonnen und gehört zu den Ă€rmeren LĂ€ndern Europas), oder b) weil das ja angeblich alle anderen auch machen (welche Nachbarn hatte denn Australien bitte? :D), obwohl man gleichzeitig behauptet, dass es doch wieder mehr um die Musik gehen sollte, lĂ€sst einen in einer Niederlage nur noch armseliger dastehen.

Mal ehrlich: In welchem anderen Wettbewerb wĂŒrde man denn erwarten, in die Top Ten zu kommen, bloß weil man „nicht schlecht“ war? ;) Und damit sind nicht nur die Gesamt-Top-Ten gemeint — man muss in die Top Ten eines gegebenen Landes kommen, um ĂŒberhaupt Punkte zu erhalten. Das wurde diesmal wĂ€hrend der Show hĂ€ufiger erklĂ€rt als je zuvor, weil mehrere 0 Punkte von den Zuschauern bekommen haben.

„Nicht schlecht“ bedeutet „Teilnehmerurkunde“. Die haben die Big Five automatisch, da sie fĂŒrs Finale gesetzt sind. Wer mehr will, muss auch einen höheren Anspruch an sich selbst zeigen.
 
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  • #71
Ich kann nur sagen, ich als ehemaliger Tanzmusiker habe zwangsweise einen sehr breiten Musikgeschmack. Mir ist aber aufgefallen, ich habe den Wettbewerb nicht bewusst angesehen, denn ich war nebenbei in einem Chat beschÀftigt, aber nach ca. einer halben Stunde habe ich dann den TV ausgemacht, weil die Musik so nacheinander einfach anstrengend war. Laut, banal, nichtssagend.

Ok, Schlager ist jetzt nicht so mein Ding, aber ich bin normalerweise sehr gut im Weghören, aber diesmal konnte ich das nicht, was wohl entweder mit der Musikauswahl oder der ÜbertragungsqualitĂ€t zu tun hatte.

Und wenn die Leute dann jammern, warum unsere BeitrÀge immer die letzten werden, dann frage ich mich, wer wÀhlt eigentlich die Interpreten und die Songs aus?

Egel, wem es noch Spass macht, der soll sich das halt reinziehen.
 
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  • #72
Am Samstag nach langen Jahren der Abstinenz wieder mal reingeschaltet zum ESC. Muss sagen hat mich nicht wirklich begeistert.
Zum einen die musikalischen BeitrĂ€ge (ist sicher Geschmackssache), ich bin ĂŒberzeugt daß vieles was da geboten wurde innerhalb kurzer Zeit wieder im musikalischen Nirgendwo verschwindet.
Zum zweiten ist mir der ESC zu einem riesig aufgeblĂ€hten Spektakel verkommen. Eine geile Performance, Lasergewitter, teilweise makabres Outfit, viel zu viel >außenrum< das zĂ€hlt.

Auch der bulgarische Siegertitel wurde im Netz wegen der >Super Performance< gelobt.

Aber was solls, ich schließe mich @Bobgrey an, wem es gefĂ€llt und wem es Spaß macht kann es sich anschauen.
 
  • #73
Und wenn die Leute dann jammern, warum unsere BeitrÀge immer die letzten werden, dann frage ich mich, wer wÀhlt eigentlich die Interpreten und die Songs aus?
Ich denke, es liegt nicht nicht ausschließlich am austragenden Sender. Im Dt. Vorentscheid beweisen wir Deutschen einfach jedes Jahr einen scheiß Musikgeschmack! đŸ˜Č In den letzen Jahren, wo ich die Vorentscheide beobachtet hatte, gab es durchaus konkurrenzfĂ€hige BeitrĂ€ge. ÂŽDas eigene PublikumÂŽ hat aber eben anders entschieden...! {Wobei ich den drittletzten Platz trotzem nicht angemessen finde}

Andererseits kehrt die ESC-Geschichte vll. auch hervor, dass Europa (EU) eben kein einheitlicher nationaler und kultureller Raum ist...
Vll. sollte man jetzt auch mehr hinter dem eigenen Beitrag stehen (wĂŒrden das andere LĂ€nder so machen?), statt wieder alles komplett in Frage zu stellen?!

Tja, was nun? :nix:
 
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  • #74
Das sehe ich Àhnlich, seit Jahren schon hÀtte ich andere Songs im Vorentscheid ausgewÀhlt, da waren ein paar wirklich gute dabei.
So aber war es mir fast egal, wie unser Beitrag abschnitt.
Aber egal, Hauptsache Alessio geht`s gut.... ;-)
 
  • #75
Es ist ja gerade das Problem, dass jeder etwas anderes gut findet - und das wiederum ist auch gut so - und die sich beteiligenden deutschen Kreise halt das Mehrheitsergebnis bestimmen.

Wer sich also an der Abstimmung der nationalen Vorentscheidung nicht beteiligt hat, "dĂŒrfte" sich auch danach nicht weiter wertend "einmischen". Die, die sich aber aktiv an der Abstimmung der nationalen Vorentscheidung beteiligt haben "dĂŒrfen" sich auch nicht beschweren, da es ja ihr mehrheitlicher Wille war, welcher Song teilnimmt. Und darauf, wie andere "Communities" den Song finden, haben weder die nationalen Abstimme, noch Nichtabstimmer einen Anspruch. Ich finde das damit alles ok. Und, dass es nach dem Ergebnis ein Geschrei gibt, ist doch normal, wenn nicht sogar Sinn der Sache :rofl: .

Ich finde es jedenfalls beeindruckend, dass sich jedes Jahr einige KĂŒnstler finden, die sich dem nationalen Vorentscheid stellen und riskieren, nicht nur da schon "abgewertet" zu werden, sondern dann auch noch beim Finale punktemĂ€ĂŸig so richtig einen auf den Deckel zu bekommen. Was fĂŒr mutige Leute!!! FĂŒr Deutschland kommt mir das alles in etwa so vor, welchen freiwilligen Sklaven wir beim nĂ€chsten Mal ohne Waffen gegen das Löwenrudel in die Arena des Circus Maximus schicken 😜.
 
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  • #76
Ich darf daran erinnern, dass es hier um "Musikalisches" geht, also die Musik, die Songs des ESC ...
Gesellschaftspolitische ZusammenhĂ€nge und Grundlagen fĂŒr die Abstimmung(en) sind nicht das Thema.

Danke ;)
 
  • #77
Hab mir tatsĂ€chlich gestern auf dem RĂŒckweg nach Hause die Playlist des ESC 2026 angehört, bewusst ohne Hinweis, welches Land, um unvoreingenommen mal ein Bild zu machen. Das erst ws mich gleich abgetörnt hat, ware der extreme einsatz von autotune. Klar, waren das dann die Studioversionen, aber mir hat so ja eh auch der visuelle Eindruck gefehlt, der wohl eine große Rolle bei der Bewertung spielt. Es war nicht alles schlecht, was ich da gehört hab. Die BeitrĂ€ge aus Schweden und Finnland - wie ich dann hinterher recherchiert hab, fand ich z.B. interessant. Mit am grottigsten fanf ich tatsĂ€chlich den österreichischen Song. Aber die waren wohl auch nur ganz hinten platziert, obwohl sie - wie ich gerade von einem Kollegen erfahren hab - letztes Jahr gewonnen haben sollen, wesegen das dieses Jahr auch in Wien ausgetragen wurde. Auch diese Regel war mir bislang fremd.

Achso, was mir noch aufgefallen war: Gab es tatsÀchlich einen Beitrag aus Australien? Den fand ich auch nicht so schlecht. Aber was hat Australien mit Europa zu tun?
 
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  • #78
Andererseits kehrt die ESC-Geschichte vll. auch hervor, dass Europa (EU) eben kein einheitlicher nationaler und kultureller Raum ist...
Vll. sollte man jetzt auch mehr hinter dem eigenen Beitrag stehen (wĂŒrden das andere LĂ€nder so machen?), statt wieder alles komplett in Frage zu stellen?!
Das wĂ€re die portugiesische Methode: Einfach jedes Jahr den eigenen Musikgeschmack schicken, der mit dem Rest von Europa kaum ĂŒberlappt, und damit dann in der Regel auf die Nase fallen, bis ein weiterer Salvador Sobral kommt. Der dann zumindest auch berechtigt ĂŒber die „Fast-Food Music“ der anderen lĂ€stern darf, denn er und sein Land haben ja die ganze Zeit ihr eigenes Ding gemacht, hinter dem sie auch immer stehen können. :D

Da braucht man aber schon einen sehr langen Atem und hohe Frustrationstoleranz. Portugal war tatsĂ€chlich vor Salvador Sobral kurz davor aufzugeben — sie hatten ja noch nie gewonnen und haben oft das Finale verpasst. Er kam also genau zur richtigen Zeit.


Die Spanier wiederum, die dieses Jahr nicht dabei waren, supporten ihren Beitrag in der Regel so stark, dass er online zu Beginn der Saison meist ĂŒberschĂ€tzt wird (weil viele der Aufrufe und Likes aus Spanien selbst kommen). Dann fallen sie beim ESC meist auf die Nase und sind umso enttĂ€uschter, weil sie die Erwartungen im Vorfeld so hoch gehĂ€ngt haben.
 
  • #79
Ohne zu sehr OT zu werden ....:p Es gibt ein Riesenangebot des ÖRR von klassischen Konzerten der Radiosymphonieorchester ( Youtube und Mediatheken) , Arte hat die Mediathek voll mit Rock , Jazz , Pop Konzerten, Electrofestivals .. Metal....und das ist auch gut so. đŸ‘đŸŒUnd dann gibt es noch den ESC wo ich als Casual Viewer das Voting nie nachvollziehen kann. FĂŒr mich liefen Griechenland, Bulgarien und England aller unter der Rubrik "Gagagugu BeitrĂ€ge bzw Ironie ? ". Der eine Beitrag hat gewonnen... der andere ist letzter geworden...:D Wobei ich Englands Beitrag mit einem dunklerem EBM Arrangement durchaus mögen könnte.
 
  • #80
, aber das liegt im Bereich dessen, was andere "große" Konzerte kosten.
Da spielt wenigstens dann Musik die ich mag. Die Preise sind schon heftig. Nicht nur fĂŒr den ESC, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich gehe schon lange nicht mehr zu Konzerten, weil ich keine 300-500€ fĂŒr z.B. 2h Depeche Mode berappen will/kann.

Zum ESC, wenn man sich anschaut wie Deutschlands Publikum die Jahre zuvor abgestimmt hat, wundert es mich schon, wie viele fĂŒr erneut fĂŒr Israel gestimmt haben. Der Song hatte fĂŒr mich als WesteuropĂ€er so rein gar nichts eingĂ€ngiges.
Den Gedanken bezĂŒglich politischer Statements kann ich daher gut nachvollziehen, wenn das Voting quasi wie im Vorjahr und dem Jahr davor ausfĂ€llt.

2026
  • 12 Punkte: Israel
  • 10 Punkte: Bulgarien
  • 8 Punkte: Griechenland
  • 7 Punkte: Kroatien
  • 6 Punkte: Italien
  • 5 Punkte: Österreich
  • 4 Punkte: Polen
  • 3 Punkte: Moldau
  • 2 Punkte: Ukraine
  • 1 Punkt: RumĂ€nien
2025
  • 12 Punkte: Israel
  • 10 Punkte: Griechenland
  • 8 Punkte: Albanien
  • 7 Punkte: Polen
  • 6 Punkte: Österreich
  • 5 Punkte: Schweden
  • 4 Punkte: Estland
  • 3 Punkte: Ukraine
  • 2 Punkte: Italien
  • 1 Punkt: Island

2024
  • 12 Punkte Israel
  • 11 Punkte Kroatien
  • 8 Punkte Ukraine
  • 7 Punkte Schweiz
  • 6 Punkte Frankreich
  • 5 Punkte Griechenland
  • 4 Punkte Armenien
  • 3 Punkte Italien
  • 2 Punkte Litauen
  • 1 Punkt Irland
Meh!

Aus einer gewissen Tradition gucken Freunde und ich uns das Finale an und lĂ€stern dabei ordentlich ab. Weil’s Spaß macht, fĂŒhren wir auch eine Punkteliste pro Person. ich finde es ĂŒbrigens blöd, dass die Songs vorher schon veröffentlicht werden. Das fand ich damals besser, als es eine Überraschung war. Aber so konnte man das wohl nicht mit Vorentscheid, viertel und Halbfinale ausschlachten.

Ich persönlich fand das Assembles aus Kroatien 12 Punkte wert. Ich glaube Ethno-Pop schimpft sich das?
FĂŒr mich eine Kombination aus Dead can Dance und Two steps from Hell.

Dann kam fĂŒr mich Norwegen auf 11 Punkte. Der Song des PronobalkentrĂ€gers Jonas Lovv war schön rockig und eingĂ€ngig.


10 Punkte war mir Australien wert.

Auch UKs Eins, Zwei, Drei fand ich eine töfte Idee, wenngleich ich von Sam Battle schon besseres gehört habe habe. Jedenfalls finde ich nicht, dass dafĂŒr 0 bzw. nur 1 Punkt gerechtfertig waren, wenn man sich mal bitte Griechenlands Beitrag anschaut 



Meine 0 Nummern: Griechenland, Italien, Österreich.

Bulgarien habe ich eine 1 gegeben. FĂŒr mich musikalisch völlig unverstĂ€ndlich, wie die es auf Platz 1 geschafft haben.
 
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