Gibson Les Paul 1960 – Holy grail oder holy crap?

  • Ersteller Dr. PAF
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Vielleicht hab ich deswegen den "schlechteren" klang dem teuren Original zugewiesen:gruebel:.

Vielleicht ist mit Deinen Ohren aber auch alles okay und die Burst klingt einfach "schlechter" als die R8 :D Aber mal ganz ehrlich, beide Teile klingen extrem gut. Und wenn die R8 auch noch 10er D'Addario Nickel-wound anstelle von 11er Pure-Nickel Saiten drauf gehabt haette, waere der Unterschied wahrscheinlich nicht mehr zu hoeren gewesen.

Ist das bei 1:20 also die Burst?

R8 (clean): 0:00 - 1:18
Burst (clean): 1:19 - 2:04
Burst (dirrrty): 2:09 - 3:00
R8 (dirty): 3:00 - end ... waere die ganz genaue Aufdroeselung ;)
 
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Ach so, Du bist also am Anfang davon ausgegangen, dass das Original schlecht klingt? Auch mal was neues :D
 
Erst einmal vielen Dank für den tollen und informativen Bericht. Er deckt sich zum größten Teil auch mit meinen über die Zeit gesammelten Erfahrungen. Es wurde festgestellt, dass auch eine gute "junge" Les Paul klingen kann wie eine alt ehrwürdige. Was sind da schon 5% ?? Ja wäre da nicht das Flair, die Aura und die Ehrfurcht vor so einem Instrument. Ach ja und die Geschichten die sie erzählen könnte. Unter all meinen Les Pauls ist mir z.B. meine Rosalie die Liebste. Meine erste Les Paul die ich mir 1982 gekauft hatte. Eine Gold Top 30th Anniversary Standard. Für die habe ich Zeitungen ausgetragen bis ich sie bezahlt hatte. Und heute nach 30 Jahren und all den Upgrades die sie erfahren hat, hat sich der Klang meiner Rosalie im Laufe dieser Zeit wahnsinnig entwickelt. Und das ist nicht alles was mich mit ihr verbindet, sondern jeder Kratzer und jede Macke an ihr ist mir bekannt. Sie klingt warscheinlich nicht besser als meine anderen Mädchen, aber sie klingt eben anders und ich weiß warum. Und das ist gut so. Aus diesem Grunde finde ich auch den Bericht sehr objektiv geschrieben. Es werden ganz klare Fakten beurteilt. Ich denke es wäre in dem Bericht auch zum Ausdruck gekommen wenn die 60er Schei...e geklungen hätte. Es ist natürlich sehr interessant einmal den Holy Grail zu spielen und es ist ein Erlebnis, eventuell auch eine Bereicherung, vielleicht aber auch eine Entäuschung. Ich habe z.B. bei Besuchen in O"burst"dorf mit Florian Jäger über alte Les Pauls diskutiert und von ihm so einige nette Anekdoten gehört, was mein Weltbild manchmal zum wanken brachte. Also nochmals Danke für die Mühe diesen Bericht zu verfassen und uns daran teilhaben zu lassen.
Olli
 
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Bestätigt dann auch wieder meine Einstellung zu Bursts.. Absolut maßlos übertrieben, sowohl die Preise als auch die Vergötterung, meiner Meinung nach. Danke für den tollen Test, ich lese deinen Stil ziemlich gern... freu mich auf mehr solche Threads!
 
freu mich auf mehr solche Threads!

Erst einmal danke fuer die Blumen. Ob allerdings noch mehr solcher Threads entstehen werden, weiss ich noch nicht. Ist doch arg zeitaufwendig und Zeit hab ich gerade nicht im Ueberfluss. Ausserdem fehlen mir ein bisschen die Ideen. Wer also eine Idee hat ... immer her damit!
 
Oh man,

danke für den Super Thread, Ich freu mich jedenfalls wahnsinnig auf meine neuen Pickups, die schon zuhause liegen.
Ein Set Marshallheads und ein Set DR. Vintage :)! Und ich komm erst am Donnerstag heim :nix:...

Und? Was sagen die Wolfetones? Biste zufrieden?
 
@ChevChelios: Ich würde gerne die ganze Geschichte hinter/über deiner Kortmann hören... gern per PN, passt ja hier eher schlecht rein. Aber da du von dem Teil in den höchsten Tönen sprichst, interessiert es mich wirklich sehr..
 
Ich spiele mit der Idee, einen komplett unabhaengigen Test der momentan angesagtesten PAF-Repliken zu machen. Zum Beispiel Sheptones, Throbak, Wolfetone, Holmes, Bareknuckle, Lollar, etc., vielleicht im Vergleich zu den Gibson Burstbuckern. Die Kroenung waere natuerlich ein echter PAF als Referenz *traeum*.

Beschreibung + Soundsamples, alles unter gleichen Bedingungen, in der gleichen Gitarre, gleiche Saiten, gleicher Amp, etc. Ich denke, dass das gut in meine bisherige Reihe von Artikeln, die sich ja im Grossen und Ganzen um Les Pauls dreht, passen wuerde. Habe allerdings meine Bedenken, dass ich das entsprechende Testmaterial tatsaechlich zur Verfuegung gestellt bekomme ... vielleicht hat ja jemand im Forum eine Idee, wie man das bewerkstelligen koennte.

Zu Wolfetone und Lollar habe ich direkten Kontakt, das sollte ueberhaupt kein Problem sein. Aber die anderen ... naja. Vielleicht hilft's wenn man die Unterstuetzung der Board-Admins hat?

Ideen und Meinungen sind herzlich willkommen!
 
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Den Test würde ich sehr gut finden!
 
Ich spiele mit der Idee, einen komplett unabhaengigen Test der momentan angesagtesten PAF-Repliken zu machen. Zum Beispiel Sheptones, Throbak, Wolfetone, Holmes, Bareknuckle, Lollar, etc., vielleicht im Vergleich zu den Gibson Burstbuckern. Die Kroenung waere natuerlich ein echter PAF als Referenz *traeum*.

Beschreibung + Soundsamples, alles unter gleichen Bedingungen, in der gleichen Gitarre, gleiche Saiten, gleicher Amp, etc. Ich denke, dass das gut in meine bisherige Reihe von Artikeln, die sich ja im Grossen und Ganzen um Les Pauls dreht, passen wuerde. Habe allerdings meine Bedenken, dass ich das entsprechende Testmaterial tatsaechlich zur Verfuegung gestellt bekomme ... vielleicht hat ja jemand im Forum eine Idee, wie man das bewerkstelligen koennte.

Zu Wolfetone und Lollar habe ich direkten Kontakt, das sollte ueberhaupt kein Problem sein. Aber die anderen ... naja. Vielleicht hilft's wenn man die Unterstuetzung der Board-Admins hat?

Ideen und Meinungen sind herzlich willkommen!
Super Sache, das hat Herr Pipper in der G&B vor einigen Jahren (2005?) gemacht und ich habe damals durch den Test die WCR Crossroads für mich entdeckt.

Willst Du mal kurz mit mir Skypen?
 
Hey Leute,

sorry, aber nachdem ich in dem Upgrading a Les Paul Thread gesehen habe, wohin ein Pickup-Vergleich fuehren kann, habe ich mich entschlossen, das Thema nicht weiter zu verfolgen. Schade eigentlich, denn ich hatte schon entweder Sets (Lollar, Wolfetone, Fralin) oder Zusagen bekommen.

Aber bevor man mir auch hier vorwirft, ich wuerde einen auf Voodoo-Guru machen, lasse ich es besser bleiben ;)

Also, die Suche nach neuen Themen geht weiter ...

@Hoss: Danke fuer die Files!
 
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Hallo ChevChelios

Geh bitte Deinen Weg konsequent weiter und versuche die Vergleichsgeschichte trotzdem zu machen. Es gibt viele, welche ein Interesse daran haben und vereinzelte die mit Neid, Missgunst und Besserwisserei den Spielverderber markieren, ihr Revier verteidigen, wo sie doch gar keines haben:rofl:
 
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Hey Leute,

sorry, aber nachdem ich in dem Upgrading a Les Paul Thread gesehen habe, wohin ein Pickup-Vergleich fuehren kann, habe ich mich entschlossen, das Thema nicht weiter zu verfolgen. Schade eigentlich, denn ich hatte schon entweder Sets (Lollar, Wolfetone, Fralin) oder Zusagen bekommen.

Aber bevor man mir auch hier vorwirft, ich wuerde einen auf Voodoo-Guru machen, lasse ich es besser bleiben ;)

Kann ich verstehen... fände ich aber trotzdem schade... Unabhängig vom Preis und der Herstellung der PU ist der Vergleich ja interessant. Also wenn du tatsächlich die Gelegenheit hättest und dir die Mühe machen möchtest, wäre das eine feine Sache... IMHO...
 
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Und? Was sagen die Wolfetones? Biste zufrieden?

Mehr als zufrieden :great:!
Vorallem mit den Dr. Vintages. Das habe ich im Mashup Thread geschrieben:

Sooo, Leute!
Ich werd mal meine Meinung über meine neuen Wolfetone Pickups kundtun.

Letzten Montag erreichte mich ein Set Dr. Vintage und ein Set Marshallheads. Leider konnte ich die Sendung nicht entgegen nehmen und bin erst Donnerstag heimgekommen, dafür aber mit reichlich Vorfreude ;)!

Zuhause angekommen erst mal die neuen Pickups begutachtet. Super Verarbeitung, absolut nichts zu meckern... Dann die geliebte Les Paul zur Hand genommen und nochmal ne Runde gespielt. Es waren Dimarzio 36th Anniversarys drin, die mir immer sehr gefallen haben. Klasse Vintage Tone, nicht zu schrill, Bässe gut definiert, die Mitten und Höhen sehr dynamisch vom Anschlag abhängig, aber niemals schrill oder matschig. Tolle Teile einfach.

Gut, Bridge 36th raus und Marshallhead rein. Erstmal Tone und Volume voll aufgedreht -> Wow! Tone zurück, weil wahnsinnig aggressiv :D! Der Marshallhead soll ja einen heißen PAF Tone liefern und das tut er zweifelloß. Wer auf extrem höhenreichen Punch an der Bridge steht, sollte sich nen Marshallhead zulegen. Der Unterschied von Neck (36th) und Bridge (Marshallhead) war mir dann doch zu groß, also...

... Neck 36th raus und Dr. Vintage Neck rein. Wieder Tone und Volume aufgedreht -> wieder Wow, einfach perfekt! Absolut genialer Sound, ähnlich dem 36th Anniversary, aber noch viel viel dynamischer was Mitten und Höhen angeht. Auch ein bisschen mehr Punch als der 36th. ebenso mehr Mitten und mehr Höhen als der 36th. Fazit: Dr. Vintage am Neck bleibt! Der Unterschied von Neck (Dr.V) und Bridge (MH) war mir dann allerdings immernoch zu groß, also...

... Bridge MH raus und Dr. Vintage Bridge rein. Wieder Tone und Volume erstmal voll aufgedreht -> Klasse! Der Bridge Sound ist im gegensatz zum MH deutlich weniger Hot und höhenlastig, die Dynamik ist wie auch beim Neck einfach absolute Spitzenklasse. Fazit: Dr. Vintage an der Brigde bleibt, wobei ich wahrscheinlich mal noch Dr.V am Neck mit 36th an der Bridge testen werde :)!

Also, wer auf Vintage Tone steht, dem kann ich nur Wolfetone Dr. Vintage ans Herz legen.
Die Marshallheads sind genau das was sie versprechen, mir persönlich aber dann doch nen Tick zu heiß!

Grüße
 
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Hier ist im uebrigen eine englische Version des Textes ...

Okay, here's the English (and radically shortened) version of the original "Holy grail oder holy crap?"; article I wrote for the German Musikerboard.de forum a couple weeks ago.

Recently, I had published an article on the MB forum that dealt with upgrades that enhance the sonic and practical features of a Les Paul. People seem to have liked it quite a bit so I got asked to write another one. Being a Les Paul-maniac myself, I finally decided that it would be cool to do a comparison of a superb Gibson Historic Les Paul (my 2002 R8) with an original Les Paul from the glorious years 58-60. The main reason to do that was because it is almost impossible to get your hands on an original in Germany, so Les Paul fans eventually have to settle for articles and stories by people that have access to these most precious guitars.

Luckily, my friend Jay (the founder and owner) of Emerald City Guitars in Seattle owns two original Les Pauls and was kind enough to let me sit in with his beautiful early 1960 Standard. So I ended up engrossing half of his store with my Historic, recording tools, an old-fashioned notebook (yeah, sheets of paper, a pen … vintage-style, you name it!), a wonderful blackface Fender Vibrolux … and Alberta - serial number 0 0285 and a lot of stories to tell. Wow, this baby definitely had seen numerous stages, had gone through several beer showers (probably including the bottles), and - most important of all - had been rocked pretty hard in the last 52 years of her life. The red is almost completely gone, the color's somewhere between teaburst and amber. The whole guitar is covered with dings and dongs, a previously installed Bigsby has left some distinctive scars (now it is re-converted to the original tailpiece), and some parts had been lost and changed over the years. A note aside: even though the top shows a dominant fading, there's hardly any super-obvious checking (as found very often on aged reissues).

And who is the guy who rocked this guitar for years and years on stage and named her Alberta after all? His name is Flamin' Harry McGonigal. A little Google search helped me as a guy from the Westcoast and showed that Harry must have been (or probably still is) a big shot in the Eastcoast blues rock circuit. Rock 'n' Roll rowdy George Thorogood even called him the "most underrated guitar player in North America". One thing is clear - Harry must've loved heavy rings on his left hand and blues scale in A minor, since the back of the neck shows impressive grooves from the 5th to the 8th fret. When Joe Bonamassa (probably on his pursuit to one day own the biggest collection of bursts) was checking out Alberta recently, first thing he said was: "I'd have these grooves refilled immediately!"; And Joe wasn't the only guy who left some star-DNA on this guitar. Players like Rev. Billy G., Santana, John Mayer (who?), and others already played this particular Les Paul. No need to say that I was somewhat starstruck when Jay handed me Alberta and left me (and Wolfe Macleod - founder and mastermind of Wolfetone pickups) alone in the room.

Just a short note on my R8: It's a particularly nice model (the best Historic I've ever put hands on) which has seen several upgrades (correct 57s wiring, Cornell Dubilier Grey Tiger caps, Wolfetone Marshallhead MkII (bridge) and Dr. Vintage (neck) humbuckers, etc.) throughout the years.
Now to the evaluation: First (as I always do when I test a guitar) I check the unplugged sound of Alberta, and instantly felt sort of disappointed. The sound was thin, almost fragile, there was not much bass present, and sustain was not on the huge side. On the other hand, playing-wise, this guitar played like butter! Grooves in the neck? Heck, yeah! I felt them, but they really didn't influence my playing at all. The neck shape was very interesting, too, since it was quite different compared to some necks on current R0 models that I played recently. Alberta's neck almost has a soft v-shape, which felt fantastic. Gibson should scan this neck and use the dimensions sometime!

However, we were not happy with the unplugged sound and decided to plug that baby in (hey, it's an electric guitar which was meant to be plugged in!) … and good lord! Suddenly, the room was filled with the most beautiful, transparent, dynamic, and sweet sound one could imagine. These PAFs really injected some unexplainable magic into Alberta and literally woke the old lady up! Although the pickups show high readings (8.6 for the neck and 8.7 for the bridge) the sound was strong and clear and didn't push the Fender preamp into overdrive. The sound was more focused on a broad range of mids rather than on bass, the highs are abundant, but not piercing - the sound of a good old Telecaster bridge pickup instantly came to my mind (think Zep). Suddenly, all these explanations of THE PAF sound that I knew from the literature made sense. I think I mumbled something like "Aha, you really have to hear it to understand the hype."; I'm afraid that's how it is …

Then I plugged in my R8 (which sounded so much fuller, sustained almost twice as much, and had a much broader frequency range acoustically compared to the 60s) into the Fender, stroke the first chord … followed by a minute of complete speachlessness. Wolfe and I looked at each other, both of us not believing how incredibly close those two guitars sounded. Of course, the acoustic features of the R8 were transformed beautifully into the electric sound, which means that the R8 (named Naomi, by the way) sounded fuller, sustained longer. But the transparency and dynamics were also there. Probably not as magical as with the real PAFs, but still … very, very close. Jay calls these extremely fine differences in clarity and touch response the "expensive 5%";. We all know that from a certain (price-)point on, the quality of the sound does not increase linear with the money you have to pay to get there. And this is exactly, what the "expensive 5%"; mean. Monster players like Joe Bonamassa care about these 5%. They want to hear this tiny little extra that you cannot get from other (very good, though) guitars.

To name it - the 5% difference between these two guitars cost 170k dollars! THOSE are expensive 5%. Does the ambitious, but not really dedicated guitar player need to pay this premium? Obviously not! But for some player, these percent are the ones that count. So is it worth it? To some? Hell, sure it is. If I had the resources, I'd happily throw bundles of dollar bills at Jay until he gives up. But I don't.

Luckily, this test also showed that a current Historic model can reproduce the sound of the glorious Les Pauls as close as it gets. I've never been happier with my Naomi since then.

The only thing I wish for is that Alberta finds her way into the hands of a player who rocks the heck outta her! That's what she knows, that's what she does best. Don't let her sit in a stand for the rest of her life!

That was pretty much it … even though it's not a 1:1 translation, I think it captures what (Wolfe and) I felt on that day.
 
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