In so einem Preisbereich über 2K kann man eigentlich schon über eine CS Paula nachdenken. Zumindestens gebraucht ist so eine dann in Reichweite.
Aber nur mit viel Glueck. Der Unterschied zwischen CS und Standard US Produktion ist tatsaechlich hoerbar. Ich habe mich immer dagegen gewehrt (von wegen Voodoo, Marketing, etc.), aber meine beiden US Standards haben gegen meine R7 und die R8 alleine akustisch schon so was von abgestunken. Das war ein Eye-Opener fuer mich. Woran das jetzt genau liegt, kann ich nicht sagen ... vielleicht bessere Holzauswahl, der long neck tenon, ABR1 Bridge direkt im Body? Keine Ahnung.
Aber ich wuerde an Deiner Stelle ganz dringend (bei so einer Investition sowieso) mal eine Traditional gegen eine Standard gegen eine CS (mit einer 2xxx davor gibt's ja eigentlich nur die Wahl zwischen einer R7 oder plaintop R8) Les Paul zu vergleichen. Am besten trocken, ohne Amp, um das Potential der Gitarre besser einschaetzen zu koennen. Die unterschiedlichen Pickups, Wirings, etc. faerben den elektrischen Klang doch sehr. Und an dem kann man ja immer noch basteln (andere Pickups, anderes Wiring, Komponenten wie Potis, Caps, etc.) ... der akustischen Charakter aber kann zwar auch, aber deutlich wenig effektiver veraendert werden (Stoptail, Bridge, Saiten).
Und dann ist ja auch das Handling so eine Sache. Mit matten Haelsen komme ich zum Beispiel komischerweise nicht klar. Ich musste meine Kortmann Goldtop am Hals schon nachlackieren lassen, da da einige Stellen "matt-gespielt" waren. Andere schwoeren drauf ...
Und dann gibt's ja noch das Gewicht. CS Gibsons sind mst. (obwohl solide) leichter als die gechamberten oder gar ungechamberten Stds oder Trads. Und mMn sind da teilweise ein paar hundert Gramm absolut entscheidend, genau wie die Balance am Gurt (manche auf der Waage schwere Paulas sind irgendwie so gut balanciert, dass das Gewicht nicht so durchschlaegt, waerend andere "leichtere" so unguenstig Gewichts-verteilt sind, dass sie schwerer wirken).
Viel Spass bei der Jagd!