Gibson SG - Userthread

  • #4.541
Sieht gut aus, viel Spaß damit!
Nur weil man das auf dem Pic nicht sehen kann: Ist die Seriennummer trotz Überlackierens noch erkennbar? Darauf würde ich Wert legen (und sei es nur für einen ev. späteren Weiterverkauf).
 

  • #4.542
Kann ich auch auf dem anderen Foto, das mir vorliegt nicht erkenne. Sehe es wohl erst, wenn ich sie wiederbekomme. Auf der anderen Seite sollte es einem Gitarrenbauer durchaus klar sein, dass es wichtig ist, die Seriennummer nach solcher Überarbeitung auch wieder lesbar zu gestalten.
 
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  • #4.543
Heute erreichte mich ein Foto des fast fertig reparierten Kopfplattenbruchs meiner SG.
Der Übergang von Kopfplatte zum Hals auf der Rückseite sieht ganz anders aus:

SG Bruch.webp


Sieht für mich auch nicht so aus, als ob das am unterschiedlichen Aufnahmewinkel liegt. Der Auslauf zum Hals hin wurde länger und schmaler ausgezogen. War das Absicht?
 
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  • #4.544
Wenn es nun anders sein sollte, so war das nicht mein Wunsch. Es wird sich zeigen, wenn ich sie wieder in Händen halte. Was spräche denn dafür eine solche Änderung vorzunehmen? Material muss ja nicht weggenommen werden?!
 
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  • #4.545
Ich würde mal abwarten. Das kann schon vom Aufnahmewinkel kommen, immerhin sind am zweiten Foto nur Spiegelungen markiert, ohne echte Kanten erkennen zu können. Und die Bildqualität ist im allgemeinen auch nicht die beste.

Die Gitarre sollte an der Stelle entlackt werden. Dass da ein bisschen Holz mit ab geht, ist ja normal. Wie er das dann genau repariert hat, keine Ahnung, aber nach dem verleimen sollte ja auch nochmal glatt geschliffen werden, bevor neu lackiert wird.
Wenn es wieder wie original sein sollte, muss man den Hals komplett tauschen. Ansonsten ist das mit etwas materialabtrag verbunden.
 
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  • #4.546
Sähe für mich nicht nach "Material (...) weggenommen", sondern nach eher mehr Material an dem Übergang aus. Vielleicht innen einen Stift (Holz, Metall) zur Stabilisierung der geklebten Stelle eingesetzt (und dafür mehr Volumen am Übergang benötigt)? Es gab ja auch von Gibson zur Stabilisierung des Kopfplatten/Hals-Übergangs diese "Nasen" (weis grad nicht, wie dieses Design genau genannt wird), weil alleine beim Umfallen viele Brüche auftraten.

Sieht jedenfalls hervorragend gemacht aus. Eine entsprechende Erklärung würde den Gitarrenbauer noch empfehlenswerter machen und auch anderen für die Beauftragung und Beurteilung solcher Arbeiten helfen.

Mir fiel es halt auf, und bei "Nichtwissen" kannst Du ja darauf achten und ggf. den Gitarrenbauer nach Details und Gründen fragen. Insgesamt würde ich sagen, dass es der Qualität der Reparatur nur guttut, und für den Fall eines Weiterverkaufs sind sicher klare Infos vorteilhaft.
 
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  • #4.547
diese "Nasen" (weis grad nicht, wie dieses Design genau genannt wird)
Volute :biggrinB:

Der Auftrag bestand nur darin, das Ganze via Lackierung wieder schön zu machen, aber nicht am Bruch selbst Hand anzulegen. Wie @winterd bereits bemerkte, müssen natürlich die Bruchstellen entsprechend vorbereitet werden, was zu einem gewissen Materialabtrag führt.

Eine entsprechende Erklärung würde den Gitarrenbauer noch empfehlenswerter machen
Was meinst Du genau damit? Natürlich hab ich ein paar mehr Infos, aber es ging mir in erster Linie darum zu zeigen, dass die SG nun nicht mehr mit dem häßlichen Malheur leben muss. Ich denke, sollte etwas in die ein oder andere Richtung gemacht worden sein, wäre der beste Zeitpunkt, wenn ich sie wieder in Empfang nehmen kann. Nur sind wir noch nicht ganz so weit.
 
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  • #4.548
Mehr Material an dieser kritischen Stelle wäre tatsächlich eine echte Verbesserung!
 
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  • #4.549
Eine entsprechende Erklärung würde den Gitarrenbauer noch empfehlenswerter machen
Was meinst Du genau damit?
Na, dass man da jemand hätte, der gründlich zu arbeiten scheint und Schwachstellen eventuell mit Sachverstand behandelt, was sogar Verbesserungen gegenüber dem Original beinhalten kann.

der beste Zeitpunkt, wenn ich sie wieder in Empfang nehmen kann. Nur sind wir noch nicht ganz so weit.
Na, dann übe ich mich einfach in Geduld :prost:
 
  • #4.550
Vielleicht rührt das "mehr" an Material auch daher, dass seiner Angabe nach der Gibsonlack durch die unsagbar vielen Weichmachern aufquillen würde wie ein Gummibärchen im Wasser. Florian Jäger gestand dem Gibsonlack auch nur einen Anteil von 3 - 5 % Nitro zu, so dass man ihn gerade noch so bezeichnen darf.
 
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  • #4.551
nur kurz aus dem Nähkästchen:

Eine Voute ist eine weiche, schräge oder abgerundete Verbindung an Ecken und Übergängen (wie zwischen Wand und Decke oder an Hals / Kopfplatte einer Gitarre). Eine Volute ist dagegen ein spiralförmig oder schneckenförmig eingerolltes Zierelement. Beide Begriffe stammen aus dem Bereich der Architektur 😉
 
  • #4.552
Und wenn man bei Google den Begriff Volute eingibst, findet man jeden Menge Fotos von der Halskopfplattenverstärkung und keine spiralförmigen Zierelemente. Gut möglich, dass die Gitarristen dieser Welt das Wort zweckentfremdet haben, aber so ises nun mal. Eben wie bei Leo Fenders Tremolo. ;)
 
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  • #4.553
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  • #4.554
Die "Branchen-Infos" gemäß @EAROSonic sind da recht klar. Mir fiel jetzt noch die Bezeichnung ein, die ich weiter oben meinte: Headplate Heel. Das ist aber eine reine Verdickung am Übergang Hals - Kopfplatte (quasi am Knick zwischen Kopfplatte und Hals), wo vielfach Brüche auftraten, also eine einfache Verstärkung der kritischen Stelle. Diese Art Knubbel aus der Norlin-Ära war aber bei Spielern eher unbeliebt, weil es dem Greifen in den Lagen nahe der Kopfplatte im Weg war.

1786635354748.webp
1786635479752.webp


Wie ich es verstehe, wird genau diese Verstärkungsbauart als "Volute" bezeichnet.

Dieses spitz zulaufende "Ausschleichen" von der Kopfplatte in den Hals hinein, wie jetzt bei der obigen reparierten Version, hab ich - meine ich - auch schon öfter gesehen, komme aber nicht drauf wo und in welchem Zusammenhang genau. Ich meine aber, es war schon eine Gibson-Bauart bei einigen Baujahren. Vielleicht irre ich mich aber auch.

SG nR.webp
1786635540894.webp
1786635613573.webp
1786635866066.webp


Beispiele an (ehemaligen) Gitarren von mir - also gibt es das Design schon auch bei einigen Gibsons:

Epiphone Les Paul Junior 57' 3.webp
IMG_0705.webp
IMG_0501.webp

s-l1600 (21).webp
s-l1600 (1).webp
 
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  • #4.555
Mir fiel jetzt noch die Bezeichnung ein, die ich weiter oben meinte: Headplate Heel. Das ist aber eine reine Verdickung am Übergang Hals - Kopfplatte (quasi am Knick zwischen Kopfplatte und Hals)...
Heel bezeichnet aber auch den Halsfuß bodyseitig. Halte ich in meinen Aufzeichnungen zu meinen Gitarren fest: zusätzlich angeleimter Heel. D.h., ein zusätzlich installiertes "Brett", um den Verschnitt beim Hälsen günstiger Gitarren zu reduzieren. Welche Bezeichnung nun gebräuchlicher für dieses Features ist :rolleyes:.

Hier der dunklere Bereich bei einer Epi SG Maestro (um halbwegs beim Threadthema zu bleiben :)):

1786638675928.webp
 
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  • #4.556
Und wenn man bei Google den Begriff Volute eingibst, findet man jeden Menge Fotos von der Halskopfplattenverstärkung und keine spiralförmigen Zierelemente. Gut möglich, dass die Gitarristen dieser Welt das Wort zweckentfremdet haben, aber so ises nun mal. Eben wie bei Leo Fenders Tremolo. ;)
Gibson selbst dürfte den Begriff Anfang der 70er Jahre benutzt/geprägt haben. „Voute“ wird/wurde meines Wissens eher nicht bei Gitarren benutzt.
 
  • #4.557
Anhang anzeigen 977188

Diese hübsche SG Classic nenne ich seit ein paar Monaten mein eigen. Leider verstimmt sich die Gitarre beim spielen, wenn ich in den tiefen Lagen etwas zugreife, als ob der Hals recht weich wäre und nachgibt. Ist das bei einer SG normal, da der Hals ja erst relativ spät in den Korpus übergeht? Oder hab ich da tatsächlich ein "schlechtes" Model erwischt? Von meinen ganzen anderen Gibsons kenne ich das so zumindest nicht.
Über ein Jahr hat´s jetzt gedauert, dass ich das Problem mal angegangen bin. 😅

Ich hab sie vorletzte Woche einem befreundeten Gitarren-Händler gegeben, der mal drüber geschaut hat. Eigentlich dachte ich, dass sie einen neuen Sattel bräuchte, aber er hat´s auch ohne Sattel-Tausch ganz gut hinbekommen. Hauptsächlich hat er der SG einfach mal ein Setup verpasst. Griffbrett reinigen und ölen, 10er Elixir-Saiten, Brücke einstellen und Halskrümmung nachjustieren. Man merkt schon immer noch ein bisschen, dass die Gitarre etwas "instabiler" ist, als zum Beispiel eine Les Paul, aber jetzt ist das alles in einem normalen Rahmen. Jetzt müsste man es an meiner Flying V sogar etwas mehr merken, dass der Hals etwas nachgibt. Und an der ist es mir früher nie aufgefallen. Erst als ich das Problem damals an der SG festgestellt hatte und dann meine anderen Gitarren durch probiert hatte.

Ein Kumpel von mir hatte vorher mal 9er Saiten aufgezogen und ein paar Tage bevor ich sie meinem Stamm-Dealer gebracht habe, hab ich auch noch festgestellt, dass der Vorbesitzer den Halsstab fast komplett gelockert hat.

DSC09354_DxOAlpha_Kopie.webp
 
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  • #4.558
Sehr schöne SG Classic :great:
 
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  • #4.559
(Und die neuen Standards sind bei mir kategorisch raus, weil ich einen Koffer möchte.)
:gruebel:

Gibson SG Standard '61, kam Samstag bei mir an. vor zwei Wochen gebaut. Koffer natürlich dabei.
IMG_1284 2.webp
 
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  • #4.560
Ja, die 61er ist ein bei Thomann* 400 € teureres Modell der Standard, sie kommt mit Hardcase, die "normale" wird dort tatsächlich nur mit Soft-Schutz angeboten. Finde ich unverständlich, die filigrane SG ist gegen Beschädigungen nicht wirklich gefeit. Ich habe mir sogar für mein einfacheres Modell (irgendwas mit "Futura") ein Case nachträglich besorgt.
 

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